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Carstens-Stiftung fördert Wahlpflichtfach Homöopathie

Begonnen von amphibol, 10. Dezember 2009, 13:48:32

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amphibol

ZitatDie Karl und Veronica Carstens-Stiftung fördert ab dem Sommersemester 2010 die Einrichtung des Wahlpflichtfaches Homöopathie an den medizinischen Fakultäten.

http://www.idw-online.de/pages/de/news348444

hic fuit

Au scheiße. Jetzt geht es also richtig los. Aber wir leben schon seit 2002, was die Approbationsordnung angeht, in einem Harry-Potter-Zauberuniversum.

ZitatDie Einrichtung dieses Wahlpflichtfaches soll Medizinstudenten eine kritische, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Homöopathie während des Studiums ermöglichen, um damit auch der steigenden Nachfrage auf Patientenseite begegnen zu können.
Wer sich diesen Satz ausgedacht hat, muss eigentlich einen Preis kriegen: Beschönigender geht's nicht, wenn man gleichzeitig eine neutrale Position vortäuschen will.

Übrigens ist die Pharmaindustrie - nicht nur Weleda und Wilmar Schwabe - durchaus nicht daran interessiert, der Homöopathie das Wasser abzugraben. Der Kuchen ist groß genug, sofern immer alles durch Mittelchen behandelt werden muss, um sich sofort besser zu fühlen.
Was hilft gegen den Kater? Der eine nimmt ein Aspirin, der nächste Glaubuli. Solange es keine Option ist, weniger zu saufen oder den Kater zu ertragen, verdienen Pharma und Hommös prima.

Wer könnte also ein Verbündeter sein im Kampf gegen mächtige Irrsinnspropaganda?

EricDraven

ZitatZitat
Die Einrichtung dieses Wahlpflichtfaches soll Medizinstudenten eine kritische, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Homöopathie während des Studiums ermöglichen, um damit auch der steigenden Nachfrage auf Patientenseite begegnen zu können.

Wer sich diesen Satz ausgedacht hat, muss eigentlich einen Preis kriegen: Beschönigender geht's nicht, wenn man gleichzeitig eine neutrale Position vortäuschen will.
Wieso, wenn die sich einmal kritisch wissenschaftlich damit auseinander gesetzt haben, müssen die zu dem Schluß kommen, dass das alles Mist ist und können bei Nachfragen der Patienten entsprechend argumentieren. Ok, so ist es wohl nicht gemeint, abem man kann es auch SO verstehen.

Conni

Die haben wir schon in unserer Schmetterlingssammlung: http://www.psiram.com/index.php?title=Karl_und_Veronica_Carstens-Stiftung

Der Artikel wurde ergänzt. Danke für den Tip.

hic fuit

Zitat von: EricDraven am 10. Dezember 2009, 16:45:56
ZitatZitat
Die Einrichtung dieses Wahlpflichtfaches soll Medizinstudenten eine kritische, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Homöopathie während des Studiums ermöglichen, um damit auch der steigenden Nachfrage auf Patientenseite begegnen zu können.
Wieso, wenn die sich einmal kritisch wissenschaftlich damit auseinander gesetzt haben, müssen die zu dem Schluß kommen, dass das alles Mist ist und können bei Nachfragen der Patienten entsprechend argumentieren. Ok, so ist es wohl nicht gemeint, abem man kann es auch SO verstehen.
Man MUSS es ja so verstehen, das ist ja das Perfide daran. Der Satz täuscht Neutralität vor. Im Sinne einer Aufklärung wäre eine halbstündige Unterweisung im Rahmen des ersten Semesters ausreichend. Steigende Nachfrage nach Irrsinn ist doch kein Grund, selbigen zu unterrichten.
Wirklich preiswürdig, eine Art ig-Grimme-Preis, vielleicht.

Schau-ma-amoi

Die Forderung ist zu unterstützen. Man könnte ohne weiteres im Rahmen etwa der Biochemie darauf eingehen. Das macht natürlich ein Biochemiker, kein Abgesandter eines Homöopathenvereines.

Gleiches sollte für die Nadelstecher mit ihren Meridianen gelten.

Blacky

Es fehlt die massive Reaktion der Wissenschaft, denn das ist keine Wissenschaft, sondern Schissenwaft. Da muss man ja wirklich Angst davor haben, Patient zu werden.

Blacky