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Begonnen von Bachblüte, 01. April 2022, 20:40:29

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Max P

Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

Purple Tentacle

Ach, was weiß denn ich ...

Peiresc

ZitatWe interrupt your regularly scheduled doomscrolling for this Lite-Brite timeline cleanse.

Womit unterbrechen? Mit dem Hinweis auf eine Lichtshow in Portland, die so angezeigt wird:
Zitatonce a year the city of portland is like "who wants to look at a bunch of crazy light-up stuff downtown" and all the degens are like "WE DO"



A psychedelic interplay of star shapes, light, and steel and glass architecture
https://bsky.app/profile/sistergoldenbear.bsky.social/post/3mederbkrcs2y

Juliette

Da hänge ich mich gleich mal dran:

http://thetenthwatch.com/feed/

https://www.franceinfo.fr/replay-radio/le-billet-sciences-du-week-end/une-nouvelle-goutte-de-poix-sur-le-point-de-tomber-une-experience-durant-depuis-plus-d-un-siecle_7762127.html

ZitatDer Wissenschaftsbeitrag am Wochenende Bill François Samstags um 6:55, 8:25, 10:55 und 12:55 Uhr, sonntags um 6:55, 8:25, 10:25 und 12:55 Uhr

Der Tropfen dürfte in wenigen Tagen fallen. Er ist Teil des längsten wissenschaftlichen Experiments der Welt, das vor fast hundert Jahren begonnen wurde: die Beobachtung von Pech, das in einen Trichter tropft.

Der Fall dieses neuen Pech-Tropfens wird mit Spannung erwartet. Es ist der zehnte Tropfen eines Experiments, das seit fast einem Jahrhundert beobachtet wird, und nun steht er kurz bevor.
Pech ist eine Art sehr harter Teer, der aus Kiefernharz gewonnen wird. Wenn man es betrachtet, sieht es aus wie ein Feststoff, hart wie Stein und spröde wie Glas. Tatsächlich fließt es wie eine Flüssigkeit, nur dass es 100 Milliarden Mal zähflüssiger ist als Wasser. Wenn man es also in einen Trichter gibt, dauert es mehrere Jahrzehnte, bis die Masse herunterfließt.
Ein Tropfen alle 8 bis 15 Jahre
Physiker der Universität von Queensland(Neues Fenster) in Brisbane, Australien, haben 1927 Pech in einen Trichter gegeben und beobachtet, wie es herunterfließt. Seitdem fließt das Pech sehr, sehr langsam: im Rhythmus von einem Tropfen alle 8 bis 15 Jahre! Aber wie durch einen Fluch der Wissenschaft konnte bisher niemand genau in dem Moment dabei sein, in dem der Tropfen fiel.
Die ersten drei Tropfen hat Professor Thomas Parnell, der Begründer des Experiments, verpasst. Dann übergab er das Ruder an seinen Nachfolger John Mainstone, der das Experiment 52 Jahre lang beobachtete, und jedes Mal fiel der Tropfen, wenn er nicht da war.
Im Jahr 1979 beispielsweise war der Tropfen bereit zu fallen. Er beobachtete ihn den ganzen Freitag, den ganzen Samstag, am Sonntagabend ging er erschöpft nach Hause, um ein paar Stunden zu schlafen ... und plop!
Eine Reihe von Flüchen
1988 fiel der nächste Tropfen, als er gerade einen Kaffee trinken ging. Im Jahr 2000, als der nächste Tropfen kurz vor dem Fallen stand, richtete er eine Webcam ein, um ihn nicht zu verpassen, und in dem Moment, als der Tropfen fiel, schlug ein Blitz in das Gebäude ein und die Kamera fiel aus.
Leider verstirbt er 8 Monate vor dem 9. Tropfen, der 2014 per Webcam beobachtet wird, aber erneut ohne direkten Augenzeugen.
Sein Nachfolger, Andrew White, wartet nun auf den zehnten Tropfen, der für dieses Jahr erwartet wird. Das Experiment kann live im Internet(Neues Fenster) verfolgt werden. Abgesehen von der amüsanten Geschichte ermöglicht uns dieses Experiment ein besseres Verständnis von sogenannten viskoelastischen Flüssigkeiten wie Pech, die sich zwischen festem und flüssigem Zustand befinden. Dies ist tatsächlich bei vielen Materialien der Fall, wie beispielsweise Glas, die fließen, jedoch sehr langsam, und deren Verhalten noch immer ein Rätsel der Physik ist. Niemand weiß, warum Glas gleichzeitig fest und flüssig ist.
Die Wissenschaft hofft daher, dass dieses Pech uns sein Geheimnis Tropfen für Tropfen offenbart.

Auf der Website der Uni steht allerdings, dass es noch ein paar Jahre dauern kann, wenn ich das richtig verstanden habe.
"Die Zukunft war früher auch besser." Karl Valentin

Max P

Zitat von: Juliette am 08. Februar 2026, 11:48:10
Zitat1988 fiel der nächste Tropfen, als er gerade einen Kaffee trinken ging. Im Jahr 2000, als der nächste Tropfen kurz vor dem Fallen stand, richtete er eine Webcam ein, um ihn nicht zu verpassen, und in dem Moment, als der Tropfen fiel, schlug ein Blitz in das Gebäude ein und die Kamera fiel aus.
Leider verstirbt er 8 Monate vor dem 9. Tropfen, der 2014 per Webcam beobachtet wird, aber erneut ohne direkten Augenzeugen.
Pech eben.

ZitatSein Nachfolger, Andrew White, wartet nun auf den zehnten Tropfen, der für dieses Jahr erwartet wird. Das Experiment kann live im Internet(Neues Fenster) verfolgt werden. 
Wahrscheinlich spielt im entscheidenden Moment Schrödingers Katze mit dem LAN-Kabel...
Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

eLender

Der Erdmantel (auf dem die Kontinente schwimmen), ist auch sehr zähflüssig bzw. man würde das beinahe als fest bezeichnen. Nur ein kleiner Teil ist tatsächlich flüssig (partielle Schmelzen > Magma). Die Kontinente schwimmen ähnlich langsam wie der Pech-Tropfen auf dem Erdmantel (ist aber etwas schneller, ein paar mm pro Jahr). Wollte ich nur mal erwähnt haben.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

Weiß man eigentlich, warum Mars und Venus keine derartige innere Dynamik wie die Erde aufweisen oder sie verloren haben? Oder warum die Erde sie bis heute behalten hat? 
Adolf Hitler war der zutreffenden Ansicht, er habe die Demokratie mit ihren eigenen Regeln zur Strecke gebracht.

RPGNo1

ZitatHüpfen verboten!

Eine Medaille bei Olympischen Spielen – das ist das Größte für Sportlerinnen und Sportler. Die Auszeichnungen bei den Winterspielen in Italien sorgen allerdings für Unmut. Der Grund: Sie brechen leicht ab.
https://archive.is/f2VcX

In Paris und Rio gab es schon Probleme mit Verfärbungen und Rost an Medaillen und nun das hier. Produzieren die Mediallenhersteller denn Probeexemplare bzw. testen ihre Produkte gründlich? Haben sie keine Qualitätsischerung? Eine Peinlichkeit sondergleichen.
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Zitat von: Max P am Gestern um 00:18:52Weiß man eigentlich, warum Mars und Venus keine derartige innere Dynamik wie die Erde aufweisen oder sie verloren haben? Oder warum die Erde sie bis heute behalten hat? 
Gute Frage(n). Beim Mars ist es wohl so, dass er zu klein ist und zu schnell abgekühlt sein soll. Die Venus soll zu heiß sein. Das habe ich nur dunkel in Erinnerung. Interessant ist die Frage, warum es auf der Erde so ist. Die Erdkruste ist nicht nur in verschiedene Platten zerbrochen, die so umherwandern, es gibt auch das Phänomen der Subduktion (ozeanische Kruste sinkt an den Kontinentalplattenrändern in den Erdmantel ab, was da meist mit Vulkanismus einhergeht). Das hat wohl maßgeblich damit zu tun, dass das Gestein viel Wasser enthält (fehlt auf den anderen Planeten mehrheitlich). Das sorgt dafür, dass der Schmelzpunkt sinkt und die Platten besser gleiten (kein Scherz). Dieser Wasseranteil ist es auch, der gewisse Vulkane so explosiv macht (auch, weil das Wasser überhaupt ermöglicht, dass das Gestein aufschmilzt, ansonsten ist das Zeugs ja zähplastisch-fest).

Das sind alles nur Hinweise, ich weiß nicht, ob das alles schon ganz geklärt ist. Ist auf jeden Fall eine interessante Thematik, weil die Erde so ein besonderer Planet ist. Ich hatte damals bei James Lovelock (der mit der Gaia-Hypothese) gelesen, dass die Korallenriffe mit beteiligt sein sollen, da diese an den Kontinentalrändern wachsen und durch deren Last das Absinken befördern. Das ist aber wohl mehr Fantasie als bestätigtes Wissen. Nuja, Lovelock war etwas "übereuphorisch" mit seiner Hypothese (die man nie in irgendeine brauchbare Theorie verwandeln konnte).
Wollte ich nur mal gesagt haben!