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Autor Thema: BfR und das Urheberrecht auf das Glyphosat-Gutachten  (Gelesen 238 mal)

celsus

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BfR und das Urheberrecht auf das Glyphosat-Gutachten
« am: 02. April 2019, 21:35:42 »
Did Bundesregierung hat die Veröffentlichung eines BfR-Gutachtens durch FragDenStaat.de gerichtlich verbieten lassen. Nun ruft FragDenStaat alle dazu auf, dieses Gutachten via Informationsfreiheitsgesetz abzufragen.

https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/


Was steht denn nun so Schreckliches drin, in dem Gutachten?

https://www34.zippyshare.com/v/Z2iob2IJ/file.html (Stellungnahme des BfR)

Nichts, was nicht schon vorher bekannt war, wenn ich das richtig sehe.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Icerail

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Re: BfR und das Urheberrecht auf das Glyphosat-Gutachten
« Antwort #1 am: 03. April 2019, 17:19:10 »
Es steht drin das Krebsfälle mit Glyphosat direkt in Verbindung gebracht werden können, und das das wissenschaftlich nachgewiesen wurde!
Also bevor du es wieder falsch versteht, es geht um eine hohe Wahrscheinlichkeit und nicht um die juristische Bewertung als Fakt oder wissenschaftlicher Beweis, sondern um eine starke Vermutung der forschenden Wissenschaft.

So etwas müsste natürlich eigentlich weiterhin erforscht werden und schnellstens einer juristischen (am besten abschliessenden) Bewertung unterzogen werden.

Das macht aber niemand da es um das weltweit wichtigste und umsatzstärkste agrarchemisches Verfahren geht das vor ein paar Monaten für 70 Milliarden $ von einer deutschen Firma gekauft wurde und wo alleine in den USA zehntausende Entschädigungsfälle krebskranker noch offen vor Gericht liegen.

Man geht von hunderten!! Milliarden $ Entschädigungszahlungen aus, nur allein in den USA und wie bereits gesagt Glyphosat wird weltweit eingesetzt.

sailor

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Re: BfR und das Urheberrecht auf das Glyphosat-Gutachten
« Antwort #2 am: 03. April 2019, 17:58:27 »
Super Versuch Icerail, aber leider falsch!

Bayer hat selbst bereits letzten Dezember Zusammenfassungen von 300(!) Studien über Glyphosat veröffentlicht, dazu kommen Studien über andere Substanzen.

Auch die Aussage "Es steht drin das Krebsfälle mit Glyphosat direkt in Verbindung gebracht werden können, und das das wissenschaftlich nachgewiesen wurde!" ist in dieser Allgemeinheit NICHT richtig.

Der Bericht sagt zum Krebs bei Menschen: "There is limited evidence in humans for the carcinogenicity of glyphosate" und "Gleichwohl wird vom RMS festgestellt, dass die Studien keine konsistent positive Assoziation zeigen und insbesondere die aussagestärkste Studie keinen Effekt nachweist."

Zu Tieren: .. There is sufficient  evidence in experimental animals for the carcinogenicity of glyphosate" und "Die IARC verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf zwei Studien, in denen Glyphosat einen positiven Trend für die Häufigkeit von seltenen Nierentumoren und Hämangiosarkomen bei männlichen Mäusen und von Inselzelladenomen der Bauchspeicheldrüse bei männlichen Ratten bewirkte. " Schauen wir weiter hin: "Nierentumore: ln zwei Studien an CD-1 Mäusen und einer Studie an Swiss Albino Mäusen zeigt die statistische Auswertung mit dem Cochran-Armitage-est (linearer  Trend-Test) einen signifikanten Trend, wohingegen ein paarweiser  Vergleich  keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen ergab. Dabei lagen die kombinierten lnzidenzen für Adenome und Karzinome innerhalb des lnzidenzbereichs der historischen Kontrollen von bis zu 6 Prozent. Außerdem ist von Bedeutung, dass die bei  den höchsten Dosierungen von 1460 bis 4841  mg/kg Körpergewicht pro Tag beobachteten Effekte durch übermäßige Toxizität beeinflusst worden sein können. ln beiden Studien an CD-1 Mäusen, jedoch nicht in der Studie an Swiss Albino Mäusen, war die Zunahme des Körpergewichtes im Vergleich mit der Kontrollgruppe um mehr als 15 Prozent reduziert, die Sterblichkeit war jedoch nicht verändert.  iese Dosierungen liegen oberhalb der von der OECD  empfohlenen Höchstdosierung von 1000 mg/kg Körpergewicht pro Tag für diese Tierversuche und können beim Menschen bereits nach einmaliger Aufnahme zu Todesfällen führen. "

Bis zu vier Gramm Glyphosat je kg Körpergewicht pro Tag, aha. Ein Mensch mit 70kg Körpergewicht muss also täglich 280g Glyphosat zu sich nehmen, um die Effekte zu erzeugen... Ich nehme dazu mal die nachgewiesene Maximalmenge in Bier Aus diesem Link https://www.t-online.de/leben/id_77080536/glyphosat-im-bier-diese-deutschen-biersorten-sind-belastet.html: 29,74 Mikrogramm je Liter. Um auf die 280g zu kommen, müsste die 70kg Person 776440000 l Bier am Tag trinken. So gern ich Bier mag, den Versuch lasse ich lieber...

sailor

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Re: BfR und das Urheberrecht auf das Glyphosat-Gutachten
« Antwort #3 am: 03. April 2019, 21:00:09 »
Weitere Klarstellung erforderlich: Woher hast du die "Zahl" "zehntausende Entschädigungsfälle" her? Bitte Quelle.

Und wer ist "man", der von hunderten Milliarden $ Entschädigungszahlungen ausgeht? Ebenfalls bitte Quelle.