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Autor Thema: "Fachstelle Gentechnik und Umwelt" (Wenn NGOs Wissenschaft erklären sollen)  (Gelesen 1410 mal)

Habra

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Aber immerhin war sie der Anlass einiger Medien, über den Fall zu berichten:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesumweltministerium-beauftragt-testbiotech-mit-info-kampagne-a-1220832.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/gentechnik-bund-finanziert-oekolobby-1.4094564
https://www.sueddeutsche.de/wissen/gentechnik-gefaellige-fakten-gesucht-und-gefunden-1.4094659

Der Süddeutschen hat er es ja schon gegeben ("er"  =  Fachstelle Gentechnik und Umwelt  =  Testbiotech  =  Christoph Then):

https://www.testbiotech.org/aktuelles/wo-bleibt-die-journalistische-ausgewogenheit-liebe-s-ddeutsche-zeitung

Die SZ-Autorin schreibt ja auch wirklich schlimme Sachen, z.B.
Zitat
In der Print-Ausgabe wird der Verein Testbiotech sogar als „Firma“ tituliert.
:grins

Den Spiegel nimmt er sich bestimmt auch noch vor, der Artikel ist ja erst von heute.

Also ehrlich gesagt, ich wäre auch beleidigt, wenn eine Zuwendung von knapp € 67000,00/Jahr an mich von irgendwelchen ignoranten Medien in Zweifel gezogen würden.
Ich selbst bedauere, kein Institut zur Hilfe der Umwelt Bodensee gegründet zu haben. Sicherlich könnte ich damit, je nach (mangelhafter) naturwissenschaftlicher Qualifikation des Chefs oder der Chefin des Umweltministeriums mit entsprechendem Dagegensein wohl auch ohne viel eigenen Arbeitsseinsatz einen Großteil meines Einkommens stemmen.
Aber macht mal solchen Naturwissenschaftsfeinden klar, dass man für € 200000,00 in drei Jahren gut ausgebildete Naturwissenschaftler bezahlen könnte, die sogar in der Lage wären, Studien jeglicher Art zu interpretieren und vor allem zu bewerten.  $)

Harpo

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Er hat ja seinen Antrag zur Gründung dieser Fachgesellschaft auf seine Seite gestellt (http://www.testbiotech.org/node/2253). Hab ja selber früher Förderanträge ans BMU formuliert und da finde ich diesen Arbeitsplan sonderbar:

Zitat
5. Projektverlauf

Die wichtigsten Arbeitsschritte des Projektes sind (siehe auch Anlage Balkenplan):

* Besetzung der Fachstelle nach öffentlicher Ausschreibung (bis Oktober 2017)

* Konstitution des Beirates, Bestimmung von Regeln für seine Arbeitsweise und Festlegung erster inhaltlicher Schwerpunkte (bis November 2017).

* Präsentation des Projektes im Internet (bis Dezember 2017).

* Festlegung von Terminen und Themen für Workshops und deren möglichen Teilnehmer wie Wissenschaftler, NGOs, Behörden, Journalisten, politische Entscheidungsträger) (bis März 2018).

* 3 Treffen zum gegenseitigen Austausch mit dem BfN und BMUB (bis jeweils Ende Februar 2018/2019/2020)

* Kontinuierlicher Austausch über die Festlegung von Themen, die Begleitung von aktuellen Prozessen.

* Veröffentlichung von Factsheets und Kurzgutachten zu ausgewählten Themen

* Durchführung einer internationalen Tagung in der zweiten Hälfte 2019, auf der über Themen und Ergebnisse berichtet wird und diese zur Diskussion gestellt werden.

* Erstellung und Veröffentlichung eines Abschlussberichts in dem ein Überblick über Themen, die Arbeits-  und Funktionsweise sowie über Auswirkungen des Projektes auf gesellschaftliche Diskussionen und Entscheidungsprozesse berichtet wird (Anfang 2020). Dieser soll die Grundlage für eine gemeinsame Evaluierung der Arbeit der Fachstelle zum Ende des Projektes bilden, bei dem auch Bedarf und Möglichkeiten zur Fortführung der Fachstelle diskutiert werden sollen.

Ich meine, sowas wie "Festlegung von Terminen und Themen für Workshops" oder "kontinuierlicher Austausch über die Festlegung von Themen" als  "die wichtigsten Arbeitsschritte" zu präsentieren, das muss man erstmal bringen. Aber hat ja geklappt, die Kohle wurde bewilligt.