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Unterstützung bei Chemo und Bestrahlung

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Begonnen von Belbo, 22. Mai 2015, 13:23:54

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Belbo

Doofe Ratschläge gibt es ja im Netz genug, weiß denn hier jemand Dinge wie man jemanden in der Zeit von Chemo und Bestrahlung helfen kann, Verhaltens - oder Ernährungstipps z.B.?

smartie

Das würde ich vom aktuellen Befinden des Patienten in der aktuellen Situation abhängig machen. Sowohl Chemo wie auch Bestrahlung steckt jeder unterschiedlich gut oder schlecht weg - auch abhängig von seinem Gesamtzustand. Allgemeine Wohlfühltipps sind da echt schwierig.

mossmann

Alter, Kondition, ambulant oder stationär?
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

Belbo

76, Dank Herrn Hirnbeis und Kompagnons (.... Die Erde ist eine....) 2. Rezitiv eines Darmtumores,  8cm in Beckenboden, nach erstem Rezitiv vor drei Jahren 2 künstliche Ausgänge....8 Wirbel entfernt,.. Dafür ziemlich gut drauf, kocht, gartelt, fährt Auto ,Taub im  Lendenbereich......, erstmal ambulant Bestrahlungen dann Chemo 20 mal davon 5 Tage stationär dann wieder Bestrahlung.

C12

Vielleicht auch mal auf www.krebs-kompass.de nachschauen. Als ich das letzte mal dort störberte war das Forum recht gut besucht und die Ratschläge/Tipps etc ziemlich frei von Esoterik und Scharlatanerie, dafür recht fundiert.

Hildegard

Das Behandlungsschema klingt sehr heftig. Ich würde als erstes fragen, mit welchem Ziel die Behandlung durchgeführt wird. Wieviel Lebenszeit oder Lebensqualität soll das bringen?
Ansonsten schließe ich mich an, man kann nur versuchen, die individuellen Symptome zu lindern. Leider ist Nebenwirkungsmanagement oft nicht die starke Seite der Behandler. Man sollte dem Patienten sagen, dass er ruhig jammern darf und z. B. drauf bestehen, dass er auch als Kassenpatient das teure Anti-Emetikum bekommt.
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Belbo

Anti- Emetikum? Habe bisher mit den Ärzten selber nicht gesprochen, der Tumor liegt aber wohl sehr nah an der Dünndarmwand.



duester

Zitat von: Belbo am 22. Mai 2015, 13:23:54
Doofe Ratschläge gibt es ja im Netz genug, weiß denn hier jemand Dinge wie man jemanden in der Zeit von Chemo und Bestrahlung helfen kann, Verhaltens - oder Ernährungstipps z.B.?

Hmmm, stand auch mal vor dieser Frage (Freund, Mitte 20, Hodgkin). Da gibt es vermutlich keine Generalantwort drauf, weil die Krankheitsbewältigung sehr individuell ist. Manche wollen ständig reden, andere gar nicht. Manche wollen jammern, andere brauchen ein Selbstbild ohne Sprünge. Vielleicht hilft die Überlegung, wie man sich selbst befähigen kann, eine echte Unterstützung sein. Z.B. indem man bewusst einen Zeitraum festlegt (bis zum Abschluss der Chemo, ein Jahr, ...), in dem man sich selbst bewusst zurücknimmt. D.h. nicht, dass man sich alles bieten lässt (weil man eben in der Zeit auch zum Blitzableiter für Frust und Angst werden kann), sondern nur, dass man deutlich macht, dass die Krankheit als Ausnahmesituation betrachtet wird, die keinen Einfluss auf die eigentliche Beziehung (Ehe, Freundschaft, whatever) hat. Nach dem Motto: "Kotze, brülle, heule - ich komme morgen trotzdem wieder". Und nicht zuletzt: Die "Mama pustet die Wunde weg"-Tricks. Sch***-egal, ob Ingwer jetzt wirklich und evidenzbasiert gegen die Übelkeit hilft, eine Tüte Ingwer-Bonbons ist einfach ein nettes Signal.

Belbo

AUch Dir vielen Dank, die Behandlung hat gestern angefangen und noch ist die Stimmung recht gut und gefasst, beim heutigen Besuch den Chemobeutel fotografiert gibt's da irgendwelche Erkenntnisse hier?


Nochmal ohne die Privatdaten  ;D $)

Hildegard

5-FU ist schon eins der Heftigeren (hatte auch mal das Vergnügen). Was hier steht, trifft es imho ganz gut : http://www.darmkrebs.de/behandlung/chemotherapie/nebenwirkungen/
Das mit der Infektionsanfälligkeit sollte man ernst nehmen. Die Leukozyten werden ja sicher regelmäßig kontrolliert, aber hustende Kinder etc. sollte man auf jeden Fall fernhalten.
Ansonsten kannst du dir auch in der Apotheke, aus der das Zeug an die Praxis geliefert wird, den Beipackzettel geben lassen. Zumindest mir haben sie den damals gern rausgerückt.
Dass man nach der ersten Behandlung noch nicht viel merkt, ist normal. Wird aber eher nicht so bleiben. Ich prophezeie allgemein höhere Empfindlichkeit, Hautirritationen, Mundinfektionen, Allergien und natürlich Müdigkeit, Schlappheit, Kurzatmigkeit.
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Belbo

.....nochmal vielen Dank. Ich frage ungern in diese Richtung, aber gibt es irgendwas worauf man als engagierter Laie achten müsste, Bereiche in denen Nachfragen bei den Aerzten Fehler minimieren könnten? Klassisch, heutige Visite einer neuen Aerztin..... Was die lassen die Chemo auch am Feiertag
Ohne Bestrahlung? So einen Unsinn kann sie sich ja gar nicht erklären......., nicht sehr vertrauensbildend...

Groucho

Zitat von: Belbo am 04. Juni 2015, 21:23:02
Klassisch, heutige Visite einer neuen Aerztin..... Was die lassen die Chemo auch am Feiertag
Ohne Bestrahlung? So einen Unsinn kann sie sich ja gar nicht erklären......., nicht sehr vertrauensbildend...

Sowas kommt nicht gut. Genau deswegen gibt es zumindest in den spezialisierten Kliniken entsprechend fachübergreifende Besprechungen bez. der Vorgehensweise. Solche Bedenken äußert man dann dort und klärt sie.

Hildegard

Zitat von: Groucho am 04. Juni 2015, 22:22:33
Zitat von: Belbo am 04. Juni 2015, 21:23:02
Klassisch, heutige Visite einer neuen Aerztin..... Was die lassen die Chemo auch am Feiertag
Ohne Bestrahlung? So einen Unsinn kann sie sich ja gar nicht erklären......., nicht sehr vertrauensbildend...

Sowas kommt nicht gut. Genau deswegen gibt es zumindest in den spezialisierten Kliniken entsprechend fachübergreifende Besprechungen bez. der Vorgehensweise. Solche Bedenken äußert man dann dort und klärt sie.
Stimmt, und das heißt dann Tumorkonferenz. Normalerweise gibt es davon Protokolle, die man sich als Patient kopieren lassen sollte.
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