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Autor Thema: "Gewaltfreie Kommunikation"  (Gelesen 4700 mal)

aoerli

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"Gewaltfreie Kommunikation"
« am: 10. August 2014, 17:05:09 »
Zitat
ICH SUCHE:
- kritische Materialien und Informationen über Mhaadeii und Elph
- Elphaussteiger und deren Erfahrungen
- die Information, ob ein mit Elph geschlossener " Ausbildungsvertrag" überhaupt rechtsgültig ist
- HILFE

In der Hoffnung, dass ich ein Feedback bekomme !!!




Grundsätzlich würde ich mich an Deiner Stelle fragen, was es Dir persönlich in Deiner Situation nützt, wenn Du Dich mit solch vielen kritischen Informationen auseinandersetzt. Bringt dies Dich Deinem Mann näher?
Ich denke es löst eher das Gegenteil aus.
Also es freut mich grundsätzlich sehr, dass Du dermassen viel Energie für Aufklärung hast, aber ich würde das wirklich stark von dem Kontakt zu Deinem Mann trennen. In der Beziehung zu ihm ist es vielmehr wichtig, dass Du seine persönliche Integrität auf jede nur erdenkliche Art stärkst. D.h. auch, dass Du seine Entscheidung respektierst, sich auf den ganzen Humbug einzulassen. Auf Dinge achten wie z.B. immer erst um Erlaubnis fragen, bevor man einen Ratschlag erteilt -> z.B: "Ich würde Dir gerne einen Ratschlag machen. Es ist mir aber bewusst, dass ich damit Deine Grenzen verletze. Wäre es für Dich trotzdem ok?".
Es empfiehlt sich Aufklärung eher durch die Hintertür zu machen -> z.B. über das Erzählen von missbräuchlichen Beziehungen in anderen Gruppierungen, anderen schädlichen Heilverfahren als Elph. Das kann oftmals viel einfach "verdaut" werden als das direkte Angreifen. Oder anstatt das "Böse" anzugreifen, einfach sinnvolle Therapieverfahren vorstellen.
Empfehlungen zu "guten" Gruppierungen -> Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, sehr empfehlenswert halte ich auch Gunter Schmidt, der die hypnosystemische Therapie entwickelt hat -> https://www.youtube.com/watch?v=uuVn7NaJ7Zw oder auch https://www.youtube.com/watch?v=ISC51Q4u9BU

Sehr empfehlenswert, fall Du dem Englisch mächtig bist ist auch www.freedomofmind.com. Steven Hassan hat sich auch auf die Beratung von Angehörigen spezialisiert, bietet auch Supervision für Therapeuten an, falls Du Dir selbst eine zur Unterstützung holen willst.
Zitat
Wer an „Offenbarung", Wahrheit, Lehre einer Sekte zweifelt oder Kritik übt, muss bekämpft, ausgegrenzt oder abgewertet werden.
https://www.psiram.com/ge/index.php/Sekte

celsus

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #1 am: 10. August 2014, 17:23:58 »
Genau. Im Umgang mit profitorientierten Psychosekten und deren entmündigten Opfern hilft lieb fragen und 'Bitte'  sagen bestimmt ganz toll.

(sorry for feeding the troll)
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aoerli

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #2 am: 10. August 2014, 17:52:07 »
@Celsus: Annanym geht's um die Beziehung mit ihrem Mann, wenn ich sie richtig verstanden habe.

Und da gibt's 2 Fragen:
- Wie bekämpfe ich Psychosekten?
- Wie kann ich Angehörige unterstützen, sich aus missbräuchlichen Beziehungen zu lösen?

Für Ersteres ist das Informieren und Aufklären sicherlich nützlich. Für letzteres gibt es bessere Strategien.
Zitat
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celsus

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #3 am: 10. August 2014, 18:30:05 »
Als Angehöriger eines Sektenopfers gibt es zwei Möglichkeiten:
- Dabei draufgehen und alles verlieren
- Weglaufen und alles verlieren

Was nicht dazugehört sind Gespräche wie diese:
"Du, ist es OK für dich, wenn ich unser gesamtes Vermögen einer selbsternannten Göttin schenke, meine Familie und meinen Beruf aufgebe um ihr künftig bedingungslos zu dienen?"
"Klar Liebling, wenn es dich glücklich macht, kein Problem."

Wer einer Psychosekte zum Opfer fällt, hat nicht mehr die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen.
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aoerli

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #4 am: 10. August 2014, 22:23:01 »
Als Angehöriger eines Sektenopfers gibt es zwei Möglichkeiten:
- Dabei draufgehen und alles verlieren
- Weglaufen und alles verlieren

Was nicht dazugehört sind Gespräche wie diese:
"Du, ist es OK für dich, wenn ich unser gesamtes Vermögen einer selbsternannten Göttin schenke, meine Familie und meinen Beruf aufgebe um ihr künftig bedingungslos zu dienen?"
"Klar Liebling, wenn es dich glücklich macht, kein Problem."

Wer einer Psychosekte zum Opfer fällt, hat nicht mehr die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen.

Natürlich ist es wichtig, sich keine falschen Hoffnungen zu machen und sich zu schützen vor eigener Ausbeutung.

Aber wer den eigenen Willen der Sektenmitglieder aberkannt, der schwächt sie nur noch zusätzlich.

Noch ein Tipp für Englischsprachige: https://www.youtube.com/watch?v=lOrdL-Imuxw

Zitat
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Robert

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #5 am: 11. August 2014, 00:45:04 »
Hat ein Mensch, der sich im Griff von Manipulationen befindet, einen freien Willen?

aoerli

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #6 am: 11. August 2014, 02:28:10 »
Hat ein Mensch, der sich im Griff von Manipulationen befindet, einen freien Willen?

Ich würde sagen er hat die gleichen Bedürfnisse wie andere Menschen. Und diese stehen oftmals in Konflikt mit den Manipulationen, was sich in Unwohlsein bis zu psychosomatischen Symptomen äussern kann.

D.h. er wird von Begegnungen angezogen sein, die seinen Bedürfnissen entsprechen.

Aber Bewusstseinskontrolle funktioniert natürlich auch mit Phobien -> Vermeidung erhaltet das Muster aufrecht.

Ich würde den Thread übrigens unbennen in "Deprogrammierung vs. Förderung der persönlichen Integrität"
Zitat
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Conina

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #7 am: 11. August 2014, 02:37:54 »
Boah, geht´s noch eine Tacken ulkiger?
"Deprogrammierung vs. Förderung der persönlichen Integrität"
Sind Menschen Computer?

Du sprichts eine sehr spezielle Sprache.

aoerli

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #8 am: 11. August 2014, 02:42:51 »
Ich denke ihr kennt Euch in der Ausstiegsberatung aus.. Sorry...

Deprogrammierung ist ein historischer Begriff daraus -> http://www.relinfo.ch/sekten/deprogrammingtxt.html
Zitat
Deprogramming - der Weg der dosierten Gewalt

Die Antikultbewegung, nach dem Gespräch mit dem Pfarrer konsultiert, weist darauf hin, dass die Sekte selber alles unternimmt, um sich ihren hypnotischen Einfluss ungestört zu erhalten. Kontakte nach aussen würden systematisch unterbunden. Wie könne man auf junge Sektenmitgileder vernunftfördernd einwirken, wenn jede Begegnung abgeblockt werde? Als einzige Lösung empfiehlt die Antikultbewegung das sogenannte Deprogramming, die Befreiung aus der Sekte mit Einsatz von Befreiungsspezialisten. Diese Spezialisten seien alles ehemalige Angehörige einer Sekte. Sie kennten alle Sektentricks. Sie könnten deshalb auch mit dem jungen Sektierer auf seiner Gefühlsebene und in seinen Denkmustern kommunizieren. Dass sich ein junges Sektenmitglied nicht freiwillig auf ein Gespräch mit professionellen Befreiern einlasse, sei selbstverständlich und ihm nicht zu verargen. Aber man kenne Mittel und Wege, den jungen Menschen zu diesem Gespräch zu zwingen. Im übrigen werde beim Deprogrammieren immer nur das absolute Minimum an Gewalt angewandt. Allerdings, das Deprogramming könne nur anlaufen, wenn sich Gelegenheit biete, den Sohn mit List in die Falle zu locken oder mit dosierter Gewalt seiner habhaft zu werden.

 
Mit kalkuliertem Risiko zum Erfolg

Die Gage der Deprogrammierer ist horrend. Alle laufen Gefahr, wegen Kidnapping und Freiheitsentzug bestraft zu werden, wenn die Sache auffliegt, bevor das Opfer seinem Sektenglauben abschwört. Dieses Risiko erhöht die Kosten. Der Familienrat beschliesst mehrheitlich, den Weg der dosierten Gewalt, das sogenannte Deprogramming zu wählen. Alles andere verspricht keinen sicheren ErfoIg. Man beschliesst absolutes Stillschweigen über die anvisierte Aktion und versucht den Sohn und Bruder irgendwo isoliert, ohne Schutz durch Sektenbrüder, und ohne unbeteiligte Beobachter, anzutreffen. Diese Gele genheit ergibt sich manchmal erst nach Jahren. Auch der Weg der dosierten Gewalt ist vorerst ein Weg der Geduld.

Dann aber, wenn die Falle zuschnappt, läuft alles wie am Schnürchen. Das einsame Ferienhaus steht bereit. Deprogrammierer sind eingeflogen. Das Opfer wird von seinen "Befreiern" festgehalten und eingeschlossen. Seine wilden Protestrufe verhallen ungehört.
Zitat
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celsus

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Re: Gewaltfreie Kommunikation
« Antwort #9 am: 11. August 2014, 02:46:48 »
Ich denke ihr kennt Euch in der Ausstiegsberatung aus.. Sorry...

Warum denkst du das und wer ist 'ihr'?
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Conina

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Re: "Gewaltfreie Kommunikation"
« Antwort #10 am: 11. August 2014, 02:48:42 »
Ihr ist wirklich lustig.
100e Forumsmitglieder als homogene Masse.  ;D ;D ;D

Belbo

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Re: "Gewaltfreie Kommunikation"
« Antwort #11 am: 11. August 2014, 10:38:15 »
Ist es u.a. sein Problem, dass er uns als eine seiner Gruppen/Sekten betrachtet?

*ratlos*

sweeper

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Re: "Gewaltfreie Kommunikation"
« Antwort #12 am: 11. August 2014, 11:00:16 »
@Team:
Macht es Sinn, diesen Faden sowie den "Manifest"- Faden in das Sekten-Board zu verschieben?
Das würde mE helfen, ein grobes Framing für die doch recht diffusen, wenn auch im Kern nicht ganz fehl gehenden Anregungen zu schaffen.

@aoerli: bitte versuch präziser zu definieren (ein allgemeiner Hinweis auf Grawe reicht nicht, zumal das Beispiel von Gray stammt)

Und nenn doch mal dein Anliegen, warum du gerade hier bei Psiram zu Sekten/psych. Abhängigkeiten schreibst.
With magic, you start with a frog and end up with a prince.
With science, you start with a frog, get a PhD and are still left with the frog you started with...


Terry Pratchett

celsus

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Re: "Gewaltfreie Kommunikation"
« Antwort #13 am: 11. August 2014, 13:59:50 »
@Team:
Macht es Sinn, diesen Faden sowie den "Manifest"- Faden in das Sekten-Board zu verschieben?

Ich finde nicht. Das Board heißt ja "Sektenberatung", und da würde ich als Betroffener sowas lieber nicht lesen wollen.
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aoerli

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Re: "Gewaltfreie Kommunikation"
« Antwort #14 am: 11. August 2014, 21:55:24 »
@aoerli: bitte versuch präziser zu definieren (ein allgemeiner Hinweis auf Grawe reicht nicht, zumal das Beispiel von Gray stammt)

Und nenn doch mal dein Anliegen, warum du gerade hier bei Psiram zu Sekten/psych. Abhängigkeiten schreibst.

Was soll ich klarer definieren?

Dachte Psiram wäre um Aufklärung bemüht...
Zitat
Wer an „Offenbarung", Wahrheit, Lehre einer Sekte zweifelt oder Kritik übt, muss bekämpft, ausgegrenzt oder abgewertet werden.
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