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Steffens, Energiearbeit, Krebs, Fördermittel, Motzen

Begonnen von ajki, 01. Oktober 2013, 11:55:27

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ajki

Kürzlichst las ich hier in diesem Forum der physikalischen Grundbedingtheiten, dass man nur hierher kommt um zu motzen. Natürlich war das auch nur wieder ein neuer Beitrag, der uralte, sozusagen von der Stunde Null an existierende Feststellungen aus der Szene derjenigen, die die echte unverfälschte Wahrheit suchen, finden und verkünden, nur wieder erneut bestätigt. Dies Forum möchte ein Motz-Forum sein.

Aber es ist nicht so einfach mit dem Motzen! Die Qualität kommt doch meist zu kurz.

Nehmen wir mal ein Beispiel.

Heute entnehme ich der grün-indoktrinierten Presse, dass Frau Steffens (Die Grünen/Bündnis 90), die fleißige und kompetente Ministerin des Bundeslandes NRW, die dem MGEPA mit eiserner Hand vorsteht wie es sich gehört, endlich einmal Ernst macht mit dem ansonsten nur als Lippenbekenntnis der Landesregierung vorgetragenen Sparwillen in diesem Armenhaus Europas. Sie beabsichtigt die Streichung von Fördermitteln für diverse kleinteilige Projekte, darunter auch diejenigen Mittel für die "Krebsgesellschaft NRW". Wie man vernehmen kann, ist es ihr und/oder dem von ihr geführten Ministerium ein Anliegen, statt des permanent ansteigenden Wildwuchses an Projekten und ihrer jeweiligen Förderung eher eine strukturelle Förderungspolitik zu verfolgen. Daran sieht man, dass eine Ministerin der "Die Grünen/Bündnis 90" sehr wohl lernfähig die Kritik der Öffentlichkeit aufzunehmen imstande und für ihren Geschäftsbereich modifiziert zu übernehmen imstande ist - so wird ja auch hier im Forum zu Recht immer über die katastrophale und nur mit dem Ende der Menschheit enden könnende "Energiewende", die total ungeplant, ungesteuert, von falschen Voraussetzung ausgehend und in die komplett falsche Richtung zielend schon mal (siehe oben physikalische Grundbedingtheit!) totaler Unfung ist, weil man Energie nun mal nicht wenden kann, gemotzt. Nun also der zunächst mal lobenswerte Impuls durch die Fachministerin, aus dem unregulierten, chaotischen Wildwuchs in ihrem Förderbereich ein fein(stofflich) gesteuertes Netzwerklein mit Struktur zu weben, welches dem Bürger eine stützende Hängematte sein wird in praktisch allen Gesundheitsbelangen. Und der Emanzipation. Und der Pflege. Auch im Alter.

An dieser Stelle könnte man also sagen: Motzen wirkt!

Aber.... es gibt ja immer ein Aber.

Die Einstellung der Fördermittel für die "Krebsgesellschaft NRW" zum Beispiel ist ja noch gar nicht in trockenen Tüchern. Da muß immer noch und immer wieder jede Menge Relativierung in Presse und Öffentlichkeit lanciert werden, weil kaum dass die eine Motzerei bedient ist, fängt ja schon wieder eine andere Ecke an zu motzen. Das kann selbst eine unendlich potenzierte Fachfrau für das öffentliche Gesundheitswesen ganz schön zum brummkreiseln bringen, sowas. Aber sie steht das durch dank der alternativen Ruhe, in der sie selbst völlig zentriert ist. Und natürlich dank der Unterstützung hilfreicher und solidarischer Frauen von der äußerst wirksamen (*)  "Krebsberatungsstelle Aachen", die der Ministerin hilfreich beispringt und darauf hinweist, dass auch nach Wegfall der "Krebsgesellschaft NRW" die psychosoziale Betreuung der Bürger in der Fläche bei und wegen Krebsbefall auf keinen Fall nachlassen wird (siehe auch *Struktur*-Förderung). Da kann man mal sehen, dass die Differenzen zwischen "Die Linke" und "Die Grünen/Bündnis 90" auf der Arbeitsebene schon lange pragmatisch und zugunsten der Bürgerinnen und Bürger gelöst sind (wer den obigen Link zur Systempresse nicht verfolgt hat, weiß an dieser Stelle nicht, dass die Vorsitzende des Aachener Vereins prominentes Mitglied des Landesverbandes der "Linken" ist - aber jetzt ist das ja auch geklärt).

Verwunderlich ist für einen nach hoher Qualität des Motzens strebenden Forumisten wie mich - und es ist nicht nur verwunderlich, sondern ganz und gar unerklärlich! - was Frau Steffens, die Gute!, denn überhaupt gegen die "Krebsgesellschaft NRW" haben könnte. Denn dieser Verein hat doch ausweislich seiner Webseite ganz offensichtlich die Zeichen der Zeit verstanden und spürt ganzheitlich den gedrehten Wind, der ihm aus dem MGEPA entgegenweht. Wer das nicht glaubt und nicht linkklickaffin ist, dem sei an dieser Stelle verraten, dass ganz dick, fett und grün-aufdringlich auf der Startseite der Homepage des Vereins folgendes anklickbar steht: "Komplementäre Behandlungsmethoden bei Krebs - was kann ich noch tun?". Wenn ein so prominenter Kniefall vor Ihrer Höchstselbigen Potenzialität schon nicht mehr reicht, um die Fördergelder sprudeln zu lassen, was hülfe dann noch? Und mal ehrlich, da klickt doch kein Mensch drauf, geschweige denn auf die Unterpunkte, die häßlichen, wie zum Beispiel "Nicht hinreichend wirksamkeitsgeprüfte Maßnahmen" oder auch "Bedenkliche Maßnahmen". Daran kann es also auf gar keinen Fall liegen, dass da in den tiefen, von keinem je besuchten Kellern dieser Seite der ganze Kram steckt, an dem Frau Steffens so großen Gefallen findet. Nein, das kann nicht sein. Ein an Qualität orientiertes Motzen kann diesen Punkt zuungunsten von Frau Steffens nicht ernsthaft bringen - das wäre nicht durch Evidenz gedeckt.

Tja, so ist das mit dem Motzen. Irgendwie klappt es immer nur, wenn man von den Feinheiten absieht und einfach mal ordentlich physikalisch auf irgendwas draufhaut.

Neulich bei der Schmidt-Show habe ich übrigens einen wichtigen und guten therapeutischen Rat bekommen. Der stammt von dem Schauspieler Hanns Zischler, der in einer Nebenrolle den "Dr. Hanno Verbier" gibt. Ein Video dieses begnadeten Therapeuten erklärt die enorme Nützlichkeit des Motzens im Netz für die geistige Hygiene in unserer modernen Welt - insofern kann man vielleicht resümierien, das Motzen zwar vielleicht nicht wirkt, aber heilt. Und wer heilt, der.... ähem.

(*): zur äußersten Wirksamkeit dieser Beratungsstelle verfolge man den Projektbericht über die vielen Jahre seit Gründung, im besonderen die letzte Seite mit den Jahren 2008, 2009, 2010 und der angenommenen Fortsetzung der Wirksamkeit in den Jahren 2011 und -12. Vorletzte Spalte rechts.
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Robert

Also, das hört sich ganz vernünftig an:

ZitatErgänzende Verfahren der Naturheilkunde sind nicht automatisch ungefährlich

Mögliche Ergänzungen sind meist sogenannte ,,natürliche" oder ,,sanfte" Methoden, denen unbewusst zwar Wirkungen, aber keinerlei Nebenwirkungen zugeschrieben werden. Tatsächlich ist es aber so, dass Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der meisten Methoden, die als Ergänzung oder Alternative zur Krebs-Standardtherapie angeboten werden, nicht bzw. nur unzureichend geprüft sind. Auf dem lukrativen Markt, auf dem die Heilung von Krebs in Aussicht gestellt wird, tummeln sich viele selbst ernannte ,,Experten", welche die Hoffnung der Betroffenen für ein gutes Geschäft zu nutzen wissen. Vor allem das Internet ist voll von scheinbar wohlmeinenden Heilern, deren Qualifikation in den meisten Fällen unzureichend ist.

http://www.komplementaermethoden.de

und was hier steht: http://www.komplementaermethoden.de/e_nicht_hinreichend

Da bekommt die Kürzung der Förderung ein gewisses Gschmäckle.

Ansonsten finde ich solche Textwände, wie im Eingangsposting grauslig. Aber über den Sinn solcher sich über den Leser erhebenden Formulierungen will ich an dieser Stelle nicht weiter diskutieren.




ajki

Zitat von: Robert am 01. Oktober 2013, 12:30:13
Ansonsten finde ich solche Textwände, wie im Eingangsposting grauslig.

Exzellenter Motzbeitrag! Sehe ich genauso - also früher, sozusagen. Jetzt als Rentner hab' ich ja Zeit für so'n Scheiss ;-)
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