Moslems behaupten immer wieder, für das Verzehrverbot von Schweinefleisch gebe es wissenschaftliche Argumente.
http://www.wegzumislam.com/das-wissenschaftliche-wunder/wunder-in-lebewesen/252-schweinegrippe-und-koran
Was ist da dran? Ist Schweinefleisch gegenüber anderen "roten" Fleischsorten generell ungesund und birgt es besondere Gefahren?
Der zitierte Artikel stimmt doch, jedenfalls vor 1000 Jahren. Ansonsten ist das Schweinefleischessen eine Glaubens-, keine Wissensfrage.
Was für eine primitive Webseite...
Und das sagt Tante Wiki dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu#Schweinefleisch
Es scheint mal rational nachvollziehbare Gründe für die Entstehung des Verbots gegeben zu haben.Aber wie so oft, sobald sich ein Gott einmischt, wirds merkwürdig. ;)
Zitat von: 71hAhmed am 14. Oktober 2010, 19:35:31
Aber wie so oft, sobald sich ein Gott einmischt, wirds merkwürdig. ;)
verschwörungskoleriker würden jetzt wohl folgendes sagen:
"gott wurde ins spiel gebracht, um die eigenen interessen gegenüber vielen durchzusetzen."
Lustig, ich las grad "weg" als wech im Sinne von fort, und nicht im Sinne von Pfad.
Zitat von: shiftreg am 14. Oktober 2010, 20:22:50
Zitat von: 71hAhmed am 14. Oktober 2010, 19:35:31
Aber wie so oft, sobald sich ein Gott einmischt, wirds merkwürdig. ;)
verschwörungskoleriker würden jetzt wohl folgendes sagen:
"gott wurde ins spiel gebracht, um die eigenen interessen gegenüber vielen durchzusetzen."
Oder, um aus einem meiner privaten Klassiker zuzitieren:
"... es scheine ihm, das diesem Gott so viel an dieser Speise (Schweinefleisch) gelegen sei, dass er sie seinem Volk nicht gönne..." ;D
aus Frans G. Bengtsson "Röde Orm"
Im Koran wurde also vor 1400 Jahren aus göttlicher Gnade dekretiert, kein Schweinefleisch zu essen? Und das wird auch bewiesen mit dem Bild eines schmutzigen Schweines? Da stellt sich mir doch die Frage: Haben die Autoren mal Bilder eines Schafdarms gesehen? Ich meine, in natura, also gefüllt? Und trotzdem wird der genommen, um Merguez darin abzufüllen...
Das einzig haltbare Vorwurf ist der mit den Bandwürmern. Alles andere sind noch nicht mal Ammenmärchen. Was ist z.B. mit....Rinder-TBC? Warum wurde der Verzehr von Rind also nicht verboten? Die Übertragung auf den Menschen war alles andere als ungewöhnlich: In meiner Kindheit in den 70ern waren Anschläge an Ställen mit der Aufschrift 'Staatlich anerkannter TBC-freier Bestand' nicht ungewönlich. Was ist mit Hühnern und Salmonellose? Schaf und Toxoplasmose? Warum wurden die dann nicht auch verboten?
Gruß
Zitat von: Skepsis am 15. Oktober 2010, 14:12:13
...
Schaf und Toxoplasmose? Warum wurden die dann nicht auch verboten?
Weil die alle Ma-a-a-a-anfred heißen und mit den Schafen "unter einer Decke stecken". :-*
Da gab´s noch eine andere Erklärung für das Nahrungstabu.
Schweine sind Allesfresser wie wir Menschen und sind nicht so genügsam, wie Schafe oder Ziegen.
Edit, Wikipedia dazu:
ZitatArchäologische Funde belegen, dass früher auch in der Region des Nahen Ostens Schweine gehalten und auch gegessen wurden. Zurzeit des Neolithikums gab es dort noch ausreichend Eichen- und Buchenwälder, in denen Schweineherden Futter und Schatten fanden. Auch im Neuen Testament wird noch eine Schweineherde im Gebiet der hellenistischen Dekapolis erwähnt (Mt 8,30-33; Mk 5,11-14; Lk 8,32,34). Auf Grund des Bevölkerungswachstums wurden aber immer mehr Wälder gerodet, um Ackerland zu gewinnen. So wurde die Schweinehaltung in dieser heißen Gegend zunehmend unökonomischer, denn Schweine sind zwar Allesfresser, können im Gegensatz zu Wiederkäuern aber keine Pflanzen mit hohem Zellulosegehalt verdauen, also kein Gras. Als Haustiere müssen sie mit Getreide oder anderen Feldfrüchten gefüttert werden, wodurch sie, im Unterschied zu den Wiederkäuern, zu Nahrungskonkurrenten der Menschen werden. Im Gegensatz zu Rindern sind Schweine auch nicht als Zugtiere geeignet, sie sind keine Reittiere, sie lassen sich nicht melken, und ihr Fell ist weniger vielseitig verwertbar. Ihre Haltung war damit laut Harris unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten ab einem bestimmten Zeitpunkt unökonomisch und daher unerwünscht.[21]
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu#Schweinefleisch
Wobei man aber sagen muss, dass Schweine auch mit Nahrungs- und Ernteabfällen (von Hackfrüchten) gefüttert werden können, mit Eicheln und anderem, was für den Menschen ungeeignet ist. Also nicht so unökonomisch, wie bei WP behauptet.
Das mag ja damals so gewesen sein, aber der über lange Zeit typische Kleinbauer in Europa wäre blöd gewesen, keine Schweine zu halten, weil genug für den Menschen eher Ungenießbares angefallen ist. Z.B. Mensch-> Kartoffel, Schwein->Kartoffelschalen
Das Tabu ist ja auch nicht aus Europa, sondern aus den Nahen Osten. Ich finde das ziemlich schlüssig.
Zitat von: cohen am 15. Oktober 2010, 17:50:02
Das Tabu ist ja auch nicht aus Europa, sondern aus den Nahen Osten. Ich finde das ziemlich schlüssig.
Damals, ja.
Edit: Trichinen könnten auch noch ein Grund sein, falls das noch nicht erwähnt wurde.
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 15:07:52
Z.B. Mensch-> Kartoffel, Schwein->Kartoffelschalen
Das Schweinefleisch-Tabu bzw. die Schweinehaltung sind älter als der Kartoffelanbau. Aber auch vorher fiel genug an Nahrungsresten an, zur Not fressen Schweine sogar Aas. Ds könnte aber auch ein Grund sein, dass es unrein sein soll.
Zitat von: Conni am 15. Oktober 2010, 18:31:56
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 15:07:52
Z.B. Mensch-> Kartoffel, Schwein->Kartoffelschalen
Das Schweinefleisch-Tabu bzw. die Schweinehaltung sind älter als der Kartoffelanbau. Aber auch vorher fiel genug an Nahrungsresten an, zur Not fressen Schweine sogar Aas. Ds könnte aber auch ein Grund sein, dass es unrein sein soll.
Sie sind uns einfach zu ähnlich, das wird der wahre Grund sein ;D
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 15:07:52
Das mag ja damals so gewesen sein, aber der über lange Zeit typische Kleinbauer in Europa wäre blöd gewesen, keine Schweine zu halten, weil genug für den Menschen eher Ungenießbares angefallen ist. Z.B. Mensch-> Kartoffel, Schwein->Kartoffelschalen
Seid wann gibts Kartoffeln in Europa?
Zitat von: Gandalf am 15. Oktober 2010, 19:57:41
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 15:07:52
Das mag ja damals so gewesen sein, aber der über lange Zeit typische Kleinbauer in Europa wäre blöd gewesen, keine Schweine zu halten, weil genug für den Menschen eher Ungenießbares angefallen ist. Z.B. Mensch-> Kartoffel, Schwein->Kartoffelschalen
Seid wann gibts Kartoffeln in Europa?
Bei weitem nicht so lange wie Schweine und dann die ersten undert Jahre hauptsächlich als Zierpflanze ;D
Seit Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderts, genaueres ist nicht bekannt.
Zitat von: 71hAhmed am 15. Oktober 2010, 20:16:50
Zitat von: Gandalf am 15. Oktober 2010, 19:57:41
Seid wann gibts Kartoffeln in Europa?
Bei weitem nicht so lange wie Schweine und dann die ersten "h"undert Jahre hauptsächlich als Zierpflanze ;D
Seit Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderts, genaueres ist nicht bekannt.
Ich glaube, ich muss das Tastaturkabel flicken, die "h"s fallen immer raus.
@ crabel: Diesmal ist es MEINES !! Das kriegstdu nicht. ;D
Das ist doch alles ganz anders. Die wahre Gefahr des Schweinefleisches liegt doch ganz woanders, wie ich mir durch eine esotherisch verstrahlte Pseudomittelalter "Hexe" erklären lassen durfte. In Wirklichkeit steckt da ein Geheimbund hinter, der ungefähr so ist, wie die Grauen Herren bei Momo, und die Schweinefleisch für schwarzmagische Rituale benutzen um Macht über die Menschen auszuüben. Jeder der Schweinefleisch ist, wird sofort anfällig für diese Magie und fällt dann unter einen "Weltenzauber"..
Mit Sicherheit hat der Kartoffelanbau der Schweinezucht Auftrieb gegeben.
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich mal eine Dokumentation gesehen in der es darum ging, wie Friedrich der Große die Kartoffel mit Zwang eingeführt hat. Da die Leute sie nicht essen wollten, zwang er sie sie erstmal als Futtermittel für Vieh anzubauen.
Kann schon sein, dass die Schweine (Vieh, nicht Leute) davon profitiert haben.
Ich vermute bei vielen der obsoleten Verbote einen rationalen Hintergrund. Die 10 Gebote waren im Prinzip auch nur Ordnungsregeln. Das Problem ist, dass die Dinge dann zum Dogma werden.
Und auch heutzutage muss ich sagen, dass Schwein und Kartoffeln gut harmonieren. ;-)
Zitat von: crabel am 15. Oktober 2010, 23:36:36
Und auch heutzutage muss ich sagen, dass Schwein und Kartoffeln gut harmonieren. ;-)
(http://volkskueche.net/volkskueche/wp-content/uploads/2008/09/schweinebraten-in-scharzbier-mit-ofenkartoffeln-und.jpg)
OMG! Du kannst Gedankenlesen! :o Gibs zu :grins2:
Btw.: Sieht lecker aus...
Wobei der moderne Moslem gerne den ollen Reckeweg mit seinen "Sutoxinen" beizieht. Das ist ja auch als Quelle in dem ersten link des threads angegeben. Dabei wird gerne vernebelt, dass das erstens Blödsinn ist und zweitens, dass die Arbeit nach meiner Erinnerung aus dem Jahre 1948 stammt. Das wird nur drauf herumgeritten, dass das ja ein deutscher Arzt herausgefunden hätte.
@ Conni: Wie kannst du so ein Bild zeigen? Jetzt bekomme ich Hunger auf Schwein und Kartoffeln.
@ Jadzia: Interessant, den Reckeweg kannte ich noch gar nicht, ebensowenig seine Homotoxikologie (http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Homotoxikologie). Allerdings habe ich mir schon einmal anhören dürfen (übrigen nicht von einem Moslem), dass die Proteine des Schweins den des Menschen so ähnlich seien, dass sie unverstoffwechselt in den menschlichen Körper eingebaut würden, bis der Mensch selbst von innen heraus zum Schwein würde. Dies sei nicht nur in höchstem Maße eklig, sondern auch ungesund, weswegen Schweinefleisch im Alten Testament verboten wurde. Das scheint auch von Reckeweg inspiriert zu sein.
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 18:01:33
Zitat von: cohen am 15. Oktober 2010, 17:50:02
Das Tabu ist ja auch nicht aus Europa, sondern aus den Nahen Osten. Ich finde das ziemlich schlüssig.
Damals, ja.
Edit: Trichinen könnten auch noch ein Grund sein, falls das noch nicht erwähnt wurde.
Nö, mit Sicherheit nicht. Ich dachte das früher auch immer, weil es ja so schön logisch klingt, Schweinefleischverbot als hygienische Maßnahme einfach durch göttliches Gebot zu untermauern. Bis ich dann mitbekam, dass man erst im 19 Jhd den Infektionsweg von Trichinellose (http://de.wikipedia.org/wiki/Trichinello (http://de.wikipedia.org/wiki/Trichinello)) herausgefunden hat.
In Europa im Mittelalter, also vor Einführung der Kartoffel, hatte das Schwein schon eine große Bedeutung in Europa als Schlachttier, weil es, im Vergleich mit Rindvieh, recht unaufwändig gehalten und gemästet werden konnte. Zum einen durch Essensabfälle, zum anderen durch Fütterung von Schweineherden in Wäldern mit Baumsamen (Eicheln, Bucheckern). Der heute noch so in Spanien produzierte Bellota-Schinken gilt als einer der besten der Welt.
Aber Conni hat natürlich recht: Kartoffeln und Schwein harmonieren sehr gut. Man denke nur an Spargel, Kartoffeln und Schinken... ;)
Gruß
Zitat von: T-M am 16. Oktober 2010, 09:07:16
....Allerdings habe ich mir schon einmal anhören dürfen (übrigen nicht von einem Moslem), dass die Proteine des Schweins den des Menschen so ähnlich seien, dass sie unverstoffwechselt in den menschlichen Körper eingebaut würden, bis der Mensch selbst von innen heraus zum Schwein würde....
Ich nehme an, mit so jemandem versuchen zu argumentieren, dass es nur ein Set von 20 Aminosäuren gibt, die überhaupt genetisch codiert werden und aus denen alle tierischen/pflanzlichen Proteine aufgebaut sind ist recht sinnlos, oder?
Gruß
Zitat von: Skepsis am 16. Oktober 2010, 10:01:51
Zitat von: rincewind am 15. Oktober 2010, 18:01:33
Zitat von: cohen am 15. Oktober 2010, 17:50:02
Das Tabu ist ja auch nicht aus Europa, sondern aus den Nahen Osten. Ich finde das ziemlich schlüssig.
Damals, ja.
Edit: Trichinen könnten auch noch ein Grund sein, falls das noch nicht erwähnt wurde.
Nö, mit Sicherheit nicht. Ich dachte das früher auch immer, weil es ja so schön logisch klingt, Schweinefleischverbot als hygienische Maßnahme einfach durch göttliches Gebot zu untermauern. Bis ich dann mitbekam, dass man erst im 19 Jhd den Infektionsweg von Trichinellose (http://de.wikipedia.org/wiki/Trichinello (http://de.wikipedia.org/wiki/Trichinello)) herausgefunden hat.
Schon klar, dass der Infektionsweg erst spät bekannt wurde. Ist aber kein sicheres Argument, könnte ja schlichte Empirik gewesen sein, ohne die Ursache zu kennen.
Aber die anderen Gründe leuchten ein.
Die Trichinen überleben aber das Garen doch nicht.
Zitat von: cohen am 16. Oktober 2010, 10:12:05
Die Trichinen überleben aber das Garen doch nicht.
Hm. Nagut. Seit wann gibts eigenlich leckere Zwiebelmetwurst? ich krieg Hunger. :grins2:
Ich danke euch für die rege Teilnahme an der Diskussion. Ein bisschen was könnte aber doch dran sein, an der Forderung Schweinefleisch gegenüber anderen roten Fleischsorten möglichst zu meiden. In Schweinefleisch ist besonders viel Arachidonsäure
http://de.wikipedia.org/wiki/Arachidons%C3%A4ure
So wird z.B. MS-Kranken geraten, auf Schweinefleisch ganz zu verzichten.
Zitat von: Roland K. am 16. Oktober 2010, 12:28:49
...Fleischsorten möglichst zu meiden. In Schweinefleisch ist besonders viel Arachidonsäure
http://de.wikipedia.org/wiki/Arachidons%C3%A4ure
So wird z.B. MS-Kranken geraten, auf Schweinefleisch ganz zu verzichten.
Nach dem, was in dem Wikipedia-Artikel steht, halte ich das für unnötig, da dort ein hoher Arachidonsäuregehalt nur Schweineschmalz und Schweineleber zugeschrieben wird, aber nicht Schweinefleisch allgemein.
Gruß
und die Mengen, die man sich antuen müßte, um Schaden zu nehmen, sind relativ groß.
Schweineschmalz wird i.A. nicht Kilogrammweise gegessen, und Innereien sollte man -wenn
ich richtig informiert bin - auch nicht in großen Mengen zu sich nehmen.
Ist im Schweinfleisch nicht auch immer Fett, bzw. Schweineschmalz enthalten?
aus Schweinefett kannst Du Schmalz machen, mußt es aber nicht tuen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmalz (http://de.wikipedia.org/wiki/Schmalz)
Mein Fehler, ich hatte irgendwie im Kopf Schweinefleisch wäre IMMER besonders fettreich. Stimmt aber nicht. Schweinefleisch moderner Züchtungen hat nur 2-Gew.% Fettanteil.
Arachidonsäure kommt doch eigentlich in jeder Zelle vor, da es ein integraler bestandteil der zellmembran ist..
Sie ist als Nahrung aber nicht immer gleichgut verfügbar. Aus dem oben angegebenen Wikipediaartikel:
"Arachidonsäure ist in veresterter (physiologisch inaktiver) Form als Lipidbestandteil vor allem in den Zellmembranen lokalisiert und kann durch die regulierte Aktivität des Enzyms Phospholipase A2 freigesetzt werden. So inhibieren Kortisol und Vitamin E die Phospholipase und können so Entzündungsprozesse z. B. bei Gelenkerkrankungen wie der aktivierten Arthrose und weiterer Arthritis-Formen positiv beeinflussen. Eine möglichst geringe Aufnahme oder Synthese von Arachidonsäure scheint in diesem Zusammenhang in den meisten Fällen gesundheitlich sehr wünschenswert zu sein. Bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen (v. a. bei multipler Sklerose, aber auch bei Autoimmunthyreopathien und Rheuma) wird oft eine Diät empfohlen, die arm an Arachidonsäure ist.[3]"
Und für die Empfehlung dieser Diät fehlt bei Wikipedia die Quelle. Da ist ein Fragezeichen.
Vielleicht von hier?
http://books.google.at/books?id=aZuuR57Khv4C&pg=PA577&lpg=PA576&ots=ZCb4Mv52-9
Wenn man nach den Stichworten "Autoimmunerkrankungen Arachidonsäure" googelt, bekommt man einige Links. Der hier scheint noch der beste zu sein.
Wenn man mal "Schweinefleisch" und "Bindegewebe" googelt, stößt man auf abenteuerliche Behauptungen von Naturkost- und Heilpraktiker-Websites. Angeblich schwächt Schweinefleisch wegen der enthaltenen Mukopolysacharide das Bindegewebe. Wissenschaftliche Belege habe ich dafür nicht finden können, wahrscheinlich macht so eine Aussage im Kontext der Verdauung und der Proteinbiosynthese und Modifikation (als ob die Proteine einfach mal so im ER und Golgi-Apparat das angebaut bekommen, was gerade da ist...) überhaupt keinen Sinn. Außerdem müßten die armen Schweine ja auch total aufgequollen rumlaufen und ständig Probleme mit Sehnen und Bändern haben...
Wir sind doch selber voll mit Arachidonsäure, der Körper synthetisiert die selbt aus der essentiellen Fettsäure Linolensäure, das ist eine Vorstufe für verschiedene Botenstoffe (Leukotriene (http://de.wikipedia.org/wiki/Leukotriene), Prostaglandine (http://de.wikipedia.org/wiki/Prostaglandin)) und ist in den Zellmembranen (http://de.wikipedia.org/wiki/Zellmembran) als Fettsäure in den Phospholipiden drin.
Genaugenommen, ist die selber eine essentielle Fettsäure, wie die engl. Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Arachidonic_acid#Essential_fatty_acid) weiß:
Man müsste mal schauen, wieviel Arachidonsäure der Körper so pro Tag selber herstellt. Außerdem sind die vier Doppelbindungen in der Arachidonsäure bestimmt nicht sehr hitzestabil und die dürfte beim Zubereiten kaputtgehen.
Die engl. Wikipedia scheint hier kompetenter, als die dt. zu sein:
http://en.wikipedia.org/wiki/Arachidonic_acid#Dietary_arachidonic_acid_and_inflammation
ZitatDietary arachidonic acid and inflammation
Under normal metabolic conditions, the increased consumption of arachidonic acid is unlikely to increase inflammation. ARA is metabolized to both pro-inflammatory and anti-inflammatory molecules.[19] Studies giving between 840 mg and 2,000 mg per day to healthy individuals for up to 50 days have shown no increases in inflammation or related metabolic activities.[20][19][21][22] Increased arachidonic acid levels are actually associated with reduced pro-inflammatory IL-6 and IL-1 levels, and increased anti-inflammatory tumor-necrosis factor-beta.[23] This may result in a reduction in systemic inflammation.
Arachidonic acid does still play a central role in inflammation related to injury and many diseased states. How it is metabolized in the body dictates its inflammatory or anti-inflammatory activity. Individuals suffering from joint pains or active inflammatory disease may find that increased arachidonic acid consumption exacerbates symptoms, probably because it is being more readily converted to inflammatory compounds. Likewise, high arachidonic acid consumption is not advised for individuals with a history of inflammatory disease, or that are in compromised health. It is also of note that while ARA supplementation does not appear to have pro-inflammatory effects in healthy individuals, it may counter the anti-inflammatory effects of omega-3 EFA supplementation.[24]
Leute, die an entzündlichen Erkrankungen leiden, sollten ein bisschen aufpassen, wenn das so stimmt, aber ein gesundheitliche Gefahr durch Schweinefleisch, die ein Tabu begründen könnten, sehe ich darin nicht.
Das konnten die zu Mohammeds Zeiten sicher nicht wissen und beobachten. Das betrifft nur relativ wenige Leute und Sattwerden war damals das Problem, nicht Rheuma.
Die Effekte sind ja auch eher marginal und noch gar nicht groß gesichert.
Zitat von: J9126 am 18. Oktober 2010, 08:21:23
Wenn man mal "Schweinefleisch" und "Bindegewebe" googelt, stößt man auf abenteuerliche Behauptungen von Naturkost- und Heilpraktiker-Websites. Angeblich schwächt Schweinefleisch wegen der enthaltenen Mukopolysacharide das Bindegewebe. ......
Wegen der enthaltenen Mukopolysacchariden? Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel! Die Bindegewebe sind aus denen aufgebaut. Aber nehmen wir an, die seien wirklich schädlich: Wie kann man dann glauben, dass ein Polymer wie die Mukopolysaccharide vom Verdauungstrakt aufgenommen werden können (also ohne dass sie entsprechend aufgespalten werden)?
Gruß
PS: Oh, meine Schuld: Ein nochmaliges Durchlesen hat mir meinen Fehler offenbart: Die Dinger sind gesundheitsschädlich. Ist ja ein Polymer. Wie Plastik.... ::)
PPS: Wer Ironie findet....
Bleistifte sind dann sicher auch gefährlich.
Im Namen ist das Schwermetall Blei drin und die Umhüllung besteht zum Großteil aus Pentahydroxyhexanal-Polymeren.
Außerdem kann man mit Bleistiften fiese Zaubertricks machen:
http://www.youtube.com/watch?v=QehZjjwb7-I
Zitat von: cohen am 20. Oktober 2010, 09:28:52
Bleistifte sind dann sicher auch gefährlich.
Im Namen ist das Schwermetall Blei drin und die Umhüllung besteht zum Großteil aus Pentahydroxyhexanal-Polymeren.
Außerdem kann man mit Bleistiften fiese Zaubertricks machen:
http://www.youtube.com/watch?v=QehZjjwb7-I
Und wie da Blei drin ist: Ein Bekannter hat sich mal aus Versehen eine Palette mit Bleistiften auf den Fuß gestellt. Der war glatt gebrochen! Kein Wunder, das ganze Blei ist ja schwer....wie Blei
Und das Pentahydroxyhexanal-Zeug heißt ja mit Sicherheit deswegen 'hexanal', weil's von Hexal kommt. Also wieder eine Verschwörung der Pharmamafia!
Gruß
Zitat von: cohen am 20. Oktober 2010, 09:28:52
Bleistifte sind dann sicher auch gefährlich.
Im Namen ist das Schwermetall Blei drin und die Umhüllung besteht zum Großteil aus Pentahydroxyhexanal-Polymeren.
Nicht zu vergessen die dreidimensionalen und amorphen Polymere aus aromatischen Grundbausteinen, Abkömmlinge der Phenylpropanoide, die als Substituenten des Benzolrings neben einer Propankette eine OH- bzw. Hydroxyleinheit, ein oder zwei OCH3- bzw. Methoxy- sowie diverse Restketten (Alkoxy- oder Aroxy-Gruppen) enthalten.
Schlimm, schlimm.....
Einen ganz kleinen Hint? büüütte. Bin Chemie-amateur...
Farbstoff
(Das, was ich gemeint hatte, war die Zellulose im Holz des Bleistifts.)
Danke :grins2:
Hab mir mal an 'nem heißen Würstchen die Zunge verbrannt. War ganz böse. Dieses "Schweinefleisch" scheint es ja echt in sich zu haben!
Passt vielleicht hier rein:
http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/anti-burger-werbung-empoert-mcdonalds-article979779.html
Zitat
Tot nach Burger
Anti-Burger-Werbung empört McDonalds
16. September 2010 15.37 Uhr, kal
McDonalds ist sauer: In einem Werbespot wird die Fastfoodkette hart angegriffen.
Liebe den Spot. Muss sagen, auch Veganer können lustig sein...
Sorry, vielleicht ist es der Alkohol nach dem Sieg der Lieblingsmannschaft.. Aber wo ist der Spot Lustig?
Sorry, schlecht formuliert. Der Spot ist natürlich nicht lustig in dem Sinne, die Kampagne an sich ist für mich wie ein zynischer, böser Witz auf Kosten von McDo.
Also ich finde einen zynischen Witz ja nur dann lustig, wenn er mindestens einen Fünkchen Wahrheit beinhaltet. Wo ist das in diesem Falle? Da geht es einfach mal wieder um diese Plattitüde "Fast Food ist böse, und weil es da Tiere zu essen gibt sowieso"
Ich finde auch, sowenig ich den Schotten mag, so ist der Spot einfach nur daneben.
Moslems hin oder her, von Schweinefleisch halte ich generell nichts. Allerdings im Gegensatz zu den Moslems auch nichts von Rindfleisch.
Ich ernähre mich seit 22 Jahren vegetarisch und komme damit sehr gut zurecht und fühle mich wohl.
Daher kann ich das nur jedem empfehlen. Ich bin aber da kein Missionar und auch kein Tierrechtler oder Tierschützer, ich dränge diese Ernährungsweise keinem auf. Ich sage nur, dass ich sie gut finde.
Gruß,
Markus
Das ist eine Sache von persönlichen Vorlieben. Gefahren von Schweinefleisch lassen sich hieraus nicht ableiten.
Ebenso kann ich schreiben:
Zitat
Von Äpfeln halte ich generell nichts. Allerdings auch nicht von Birnen.
Ich ernähre mich seit 22 Jahren apfel- und birnenfrei und komme damit sehr gut zurecht und fühle mich wohl.
Daher kann ich das nur jedem empfehlen. Ich bin aber da kein Missionar und auch kein Obstrechtler oder Obstschützer, ich dränge diese Ernährungsweise keinem auf. Ich sage nur, dass ich sie gut finde.
Die Gefahren von Schweinefleisch dürften die gleichen wie bei übermäßigem Fleischverzehr generell sein.
Davon abgesehen ist Ernährung natürlich sowieso ein unendliches Thema. Die durch falsche Ernährung hervorgerufenen Zivilisationskrankheiten sind ja Legion.
Gruß,
Markus
@Markus B.:
Liest Du eigentlich wirklich nur Frauenzeitschriften und Fernsehbeilagen?
Weder das eine noch das andere.
Gruß,
Markus
Und die Ernährung ist wunderbar geeignet, Ideologien daraus zu machen. Ich esse, was mir schmeckt.
Alles ist geeignet, eine Ideologie daraus zu machen. GWUP z.B. ist ein Ideologenverein.
Gruß,
Markus
Zitat von: Markus Berzborn am 20. November 2010, 13:50:01
Alles ist geeignet, eine Ideologie daraus zu machen. GWUP z.B. ist ein Ideologenverein.
Gruß,
Markus
Warum?
Weil sie, oder zumindest die meisten Mitglieder, keinen neutralen Standpunkt einnimmt, sondern von einem voreingenommenen Standpunkt aus argumentiert.
Strenggenommen ist das keine wissenschaftliche Haltung.
Eine neutrale Position, die diesen Namen verdient, sehe ich z.B. im Werk des bereits erwähnten Dr. Wiesendanger.
Den hier? http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Harald_Wiesendanger
Wieso sollte man Mumpitz gegenüber neutral sein?
Wer von vornherein "Mumpitz" sagt ist eben nicht neutral.
Ich wiederhole mich: Ich bin Mumpitz gegenüber nicht neutral.
Zitat von: Markus Berzborn am 20. November 2010, 14:13:55
Wer von vornherein "Mumpitz" sagt ist eben nicht neutral.
Also wir sagen es im Nachhinein. Wenn sich rausgestellt hat, dass es Mumpitz ist.
Und Du bist neutral? Wenn ich Dir zwei Becher hinstelle, einen mit Salzsäure und einen mit Wasser und du sollst einen trinken, bist Du dann auch neutral? Müsstest Du ja, weil man muss ja völlig unvoreingenommen an die Sache rangehen. Wer weiß schon, ob das stimmt, was man so über Salzsäure sagt. Aus Deiner neutralen Position heraus müsste es Dir also völlig egal sein, welchen Becher Du trinkst.
Ich habe die Haltung verstanden.
Aber es ist eben keine wissenschaftliche Haltung im eigentlichen Sinne.
Es ist lediglich eine Haltung zur Bestätigung der eigenen Vorurteile.
Was natürlich an sich nicht zu kritisieren ist, wenn man damit glücklich leben kann.
Aber man sollte es halt klar benennen und nicht als etwas anderes ausgeben.
Gruß,
Markus
Zitat von: rincewind am 20. November 2010, 14:22:29
Müsstest Du ja, weil man muss ja völlig unvoreingenommen an die Sache rangehen.
Nein, das hast Du nicht verstanden. Ich rede rein von einer Forschungshaltung.
Ich erhebe gar keinen Anspruch, Wasser und Salzsäure zu erforschen oder mich als Aufklärer über Wasser und Salzsäure zu gerieren.
Zitat von: Markus Berzborn am 20. November 2010, 14:26:30
Zitat von: rincewind am 20. November 2010, 14:22:29
Müsstest Du ja, weil man muss ja völlig unvoreingenommen an die Sache rangehen.
Nein, das hast Du nicht verstanden. Ich rede rein von einer Forschungshaltung.
Ich erhebe gar keinen Anspruch, Wasser und Salzsäure zu erforschen oder mich als Aufklärer über Wasser und Salzsäure zu gerieren.
Billige Ausrede!
Das ist keine Ausrede. Ich habe es überhaupt nicht nötig, mich irgendwo herauszureden, weil ich gar keine Probleme habe.
Wieso habt ihr ihn weggemacht. Er war lustig. :-[
Zitat von: NuEM am 21. November 2010, 23:16:19
Wieso habt ihr ihn weggemacht. Er war lustig. :-[
Man kanns aber auch gar keinem Recht machen....
ZitatEs reicht!
Sperren.
???
ZitatWieso habt ihr ihn weggemacht. Er war lustig. :-[
Weil er leider irgendwann die Nazi-Keule rausgeholt hat... ::)
Zitat von: Conni am 21. November 2010, 23:25:16
Zitat von: NuEM am 21. November 2010, 23:16:19
Wieso habt ihr ihn weggemacht. Er war lustig. :-[
Man kanns aber auch gar keinem Recht machen....
ZitatEs reicht!
Sperren.
???
Ja ja, damned if you do, damned if you don't. :D
Ein bekannterer neuzeitlicher Schweinefleisch-Ablehner war auch Hans Heinrich Reckeweg:
(Zitat aus unserem Reckeweg-Artikel http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Hans-Heinrich_Reckeweg)
Schweinefleisch
Reckeweg war Gegner des Konsums von Schweinefleisch. Seine Ansichten zu Schweinefleisch, die er mit überholten und falschen medizinischen Angaben vermischte, spielen auch Jahre nach seinem Tod weiterhin eine Rolle in der Alternativmedizinszene. Seiner Ansicht nach enthält Schweinefleisch wissenschaftlich unbekannte, so genannte "Sutoxine", die giftig seien.(http://www.docstoc.com/docs/735023/reckeweg-schweinefleisch) De facto handelt es sich um jeweils gut bekannte Substanzen. Reckeweg definierte sieben (acht) verschiedene ''Sutoxine'', unter diesen:
*Cholesterin
*Wachstumshormone
*Histamine und Imidazolkörper
*Sexualhormone
*Schwefelreiche, mesenchymale Schleimsubstanzen
*Sutoxische Fettsäuren
*das Grippevirus
Manchmal wird auch ein "Onkogenes Agens" (nach Hans Nieper) zu den hier gemeinten Sutoxinen gezählt.
Zur Begründung verweist dazu Reckeweg auf eine angebliche bessere Gesundheit in islamischen Staaten, ohne jedoch eine nachprüfbare und belastbare veröffentlichte Quelle zu nennen. Anekdotisch behauptet Reckeweg auch, dass in Deutschland ab der Währungsreform 1948 schlagartig Erkrankungen wie Impetigo (eine Infektionskrankheit der Haut), Blinddarmentzündungen, Gallenblasenerkrankungen oder Krebs aufgetreten und diese auf den Konsum von Schweinefleisch zurückzuführen seien. Die Einführung von Nachkriegs-Antibiotika hätte des weiteren zu zusätzlichen Krankheiten wie Pilzerkrankungen geführt.
In einem ansonsten unveröffentlichen Bericht, den Reckeweg in seinem Werk ''Homotoxine und Homotoxinosen, Grundlage einer Synthese in der Medizin'' 1955 vorstellt, behauptet er Fütterungsversuche mit Mäusen durchgeführt zu haben. Mit Schweinefleisch gefütterte Mäuse hätten sich zu Kannibalen entwickelt und seien an Krebs und Hautgeschwüren erkrankt. (Reckeweg HH: ''Homotoxine und Homotoxinosen, Grundlage einer Synthese in der Medizin''. Aurelia Verlag, 1955)
Nach Ansichten von Reckeweg verbleibe Fett aus gegessenem Schweinefleisch weiterhin als "Schweinefett" im menschlichen Körper. Bei regelmäßigem Verzehr von Schweinefleisch ersetze Gewebe des Schweins allmählich menschliches Körpergewebe und der Mensch entwickle sich dann allmählich hin zu dem Tier, das er verspeist habe. Derartige Ansichten stehen im Widerspruch zu ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Aufgenommenes Fett wird nämlich im menschlichen Körper durch Lipasen zu Fettsäuren, und Glycerin hydrolysiert und ins Blut abgegeben und bildet neu (unter anderem aus den entstandenen Fettsäuren) das Speicher- oder Depotfett, dem später seine Herkunft von einem bestimmten Tier nicht mehr zugeordnet werden kann.
Bislang gibt es keine konkreten wissenschaftlichen Belege dafür, dass Schweinefleisch weniger gesund sei als anderes Fleisch. Einige Studien lassen jedoch vermuten, dass ein regelmäßiger hoher Verzehr von "rotem" Fleisch (Beispiele: Schwein, Rind, Schaf) und Fleischwaren das Risiko für Darmkrebs erhöht. Die Hintergründe hierfür sind aber noch nicht abschließend geklärt. Keinesfalls tritt diese Aussage alleine auf das Schwein und Schweinefleisch zu.
ZitatWeil er leider irgendwann die Nazi-Keule rausgeholt hat... Augen rollen
da seit ihr aber bei EsoWatch selber nicht immer unschuldig.
Beim Artikel über Gerhard Kemme wird die (politische) Gesinnung in den Focus gerückt.
Sind jetzt alle Esos Nazis oder ist ein linker Genosse darum immer ernst zu nehmen
weil er ja kein Nazi ist? Warum wird das eine Spinnertum mit dem Anderem in
Zusammenhang gebracht?
Das wurde bei dieser Person in den Vordergrund gestellt, weil dieser Mensch rechtsextreme Äußerungen von sich gegeben hat. Daraus zu schließen, es würde jede Form von Esoterik mit Rechtsextremismus verknüpft ist Unsinn. Da könnte man Wikipedia den Vorwurf machen, sie würden alles mit Rechtsextremismus in einen Topf werfen, weil sie ja nen Artikel über Adolf Hitler haben.
ihr bringt aber einen Zusammenhang. Ich finde, daß die eine Sauerei mir der anderen
Sauerei nichts zu tuen hat. Das wäre imho zB. eine Sache für die Antifa.
Zitat von: glatzkopf am 22. November 2010, 10:01:40
ihr bringt aber einen Zusammenhang. Ich finde, daß die eine Sauerei mir der anderen
Sauerei nichts zu tuen hat. Das wäre imho zB. eine Sache für die Antifa.
Der Zusammenhang entsteht durch Kemme selbst, der eben diese beiden Seiten hat. Wir sagen nichts weiter, als dass es so ist.
Gerade im Umfeld der RT-Widerleger sind solche Details auch relevant.
Die von Dir bemängelte Verallgemeinerung kann ich nicht erkennen. Kannst Du da konkret werden?
Ich kenne Leute, die essen kein Schweinefleisch, weil sie sagen, dieses fördere Arthritis und Rheuma. Seit sie kein Schweinefleisch mehr konsumieren, gäbe es auch keine Gelenkschmerzen mehr. Kann da was dran sein?
Gewagte These. Darum geht es wohl: http://de.wikipedia.org/wiki/Arachidons%E4ure
Es gibt was von der DGE.
Wenn die Gelenkschmerzen von der Gicht kommen, ist das auf jeden Fall plausibel, zur "Behandlung" von Rheuma ist die Datenlage dünn für meinen Geschmack, wenn man die Umstellung auf Ovo-Lacto-Vegetarier mit ein bisschen Fisch dagegen aufrechnet. Da geht ganz schön Lebensqualität verloren.
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=827
In den FAQs zur Rheumaleitlinie steht das anders drin:
http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/060-002p.htm
ZitatGibt es eine bestimmte Diät, die bei Rheuma zu empfehlen ist?
Es ist hilfreich, wenn Sie Ihr Idealgewicht haben. Es ist von Ihrer Körpergröße abhängig und Ihr Arzt kann es Ihnen ausrechnen. Für den Fall, dass Sie abnehmen oder zunehmen sollen, können Sie eine Diätberatung in Anspruch nehmen.
Bisher gibt es aus wissenschaftlichen Studien keinen Beleg dafür, dass bestimmte Diätformen zur Beeinflussung der Krankheit nützlich sind.
Ich denke mal, dass es im Islam wirklich mit den Überlieferungen zusammen hängt, das Schweinefleisch verpöhnt ist:
Zitat
[...]
Das Schweinefleischtabu in Judentum und Islam wird heute oft damit begründet, dass Schweine eben im wahrsten Sinne des Wortes unsaubere Tiere seien, die sich mit Vorliebe im Dreck wälzten und ihren eigenen Kot fressen. Außerdem könne man durch den Verzehr von Schweinefleisch an Trichinose erkranken. Tatsächlich fressen Schweine aber nur dann Kot, wenn sie keine andere Nahrung finden.
[...]
Steht hier irgendwo: http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu#Schweinefleisch
Also: Hunde sind ja in den Augen der Muslime auch schmutzig. Und ich denke, jeder hat schon mal gesehen, wie ein Hund ein bisschen Kot nascht. :kotz:
Auch wenn ich es mir jetzt vielleicht ein wenig zu einfach mache: Trichinose wird ja durch das Kot-Genasche der Schweine ausgelöst. Da Trichinose aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde, gab es vielleicht zur Zeit des alten Mohammed, wo er irgendwo zwischen Mekka und Medina hin- und herreiste, eine Epedemie, welche Sie sich nicht erklären konnten. Also wurde nach Schuldigen gesucht. Und Zack! bekamen die armen Säue es um die Ohren gehauen, weil die Menschen damals vielleicht durch Beobachtung festgestellt haben, dass alle die die Trichinose - Krankheitssymphtome haben Schweinefleischesser sind.
Ich orakel hier jetzt selbst ein wenig herrum, sorry. Aber viele Dinge in den Religionen sind so entstanden. Beispielsweise versuchen selbst heute ja immer noch viele Islamisten, Mohammeds Kampf gegen die "Ungläubigen" zu führen. Nachdem Mohammed nach Medina gegangen ist, war sein Groll auf Mekka nun mal gross. Aber ist es sonderlich schlau, diesen Krieg globalisiert weiterzuführen - wo es damals doch ein Krieg mit alten Waffen zwischen zwei Städten war?!
Wie es in religiösen Kreisen ja gerne getan wird, hat sich der Islam einfach mal beim Judentum bedient und die Schweinefleisch-Nummer ins eigene Programm aufgenommen.
Das Problem mit den Exkrementen hat ja weniger was mit den Schweinen zu tun und vielmehr mit der Haltung der Schweine.
Ein Schwein in seiner natürlichen Umgebung zeigt sich recht sozial, stubenrein und als Kostverächter was die eigenen Exkremente angeht. In Gefangenschaft und Massentierhaltung schmeißt das Schwein seine guten Manieren über Bord, wer könnte es ihm verdenken - Menschen in Gefangenschaft neigen auch zu interessanten Verhaltenskreativitäten.
Ein Zoobesuch zeigt einem recht schnell, das Tiere in Gefangenschaft nicht unbedingt ihr natürliches Verhalten an den Tag legen.
Was den Erklärungsversuch mit den Trichinen angeht:
Soweit mir bekannt, sind Trichinen nicht zwangsläufig auf Schweine fixiert sondern recht offen was den Wirt angeht.
Außerdem wird ja gerne behauptet, dass sich Trichinen vor allem in warmen Gegenden verbreiten, was aber so nicht haltbar ist - Trichinen traten nicht exklusiv im Orient auf.
Ich glaube der gute Hitch hat die folgende These aufgestellt:
Das Schwein ist in vielen Dingen dem Mensch recht nahe und so scheint wohl Schweinefleisch dem Menschenfleisch geschmacklich am Nächsten zu sein.
(Es gibt ja auch die Angst davor, sich in ein Schweine-Mensch-Mischwesen zu verwandeln, wenn man zuviel Schwein verzehrt...)
Viele Feuerwehrleute sind wohl wenig begeistert sich Schwein auf den Grill zu legen, da der Geruch wohl Erinnerungen wecken soll und die Schreie von Schweinen, wenn sie umgebracht werden, selbst hartgesottenen Vertretern an der Substanz nagen.
Vielleicht haben die Anhänger der diversen Religionen in diesen Gebieten ja gerade wegen der Menschenähnlichkeit Schweine "diffamiert" und das Ganze hat evtl. weniger einen gesundheitlichen Bezug und vielmehr einen verschwurbelten Einbildungsbezug.
Der Gesundheitsaspekt wird dann rückwirkend aus unserer heutigen Zeit angewendet, um eine mögliche rationale Erklärung für wahrscheinlich völlig irrationales Verhalten zu liefern - Man muss die eigenen Schäfchen ja bei der Stange halten und das klappt wohl selten mit der Wahrheit.
Wäre ja nichts unübliches in früheren (und heutigen) Glaubensvorstellungen.
Hindus haben sich ja nicht die Schweine vorgeknöpft, sondern Rinder heilig gemacht - Auch ne interessante Variante.
@wintermute
Die Frage ob so ein Verhalten schlau ist beantwortet sich von selbst - Nein, natürlich nicht!
Seit wann hat Religion was mit rationalem Denken zu tun?
Religiöse Fanatiker oder Fanatiker allgemein handeln nicht rational, sondern ihren Überzeugunssystemen nach.
Das Problem am Islam ist, dass er immer noch genauso leicht radikal auszulegen ist und das wird auch fleißig so gehandhabt. (Der Islam ist im Gegensatz zum Christentum ja nie reformiert worden, was nicht heißen soll, dass jeder Moslem auch einen an der Klatsche hat oder eine Reform überhaupt was taugt; Luther war jetzt kein erklärter Freund der Vernunft)
Aber unterm Strich kann man mit dem Christentum/Judentum/Islam (eigentlich allen Religionen) so ziemlich jedes Verhalten bis hin zum Genozid rechtfertigen - Daher finden einige Vertrete im Islam Gründe für einen Jihad gegen den Westen und die Ungläubigen und andere wiederum führen einen Jihad gegen Armut - Ist wie bei nem PC, der Nutzer ist das Problem.
(Um beim PC Vergleich zu bleiben - Ich für meinen Teil halte das gesamte religiöse Betriebssystem für hoffnungslos veraltet)
Irgendwie ist die Editierfunktion bei mir im Eimer ???
Mir ist da noch was eingefallen:
Der Plan der Islamanhänger, den ich jetzt mal böswillig unterstelle, könnte auch sein, dass sie versuchen die Schweinefleischthematik rational zu begründen um dies bei Gelingen gleich mal als Argument nehmen zu können, dass der ganze Rest der Geschichte auch richtig sein muss.
Selbst wenn tatsächlich ein gesundheitlicher Bezug hergestellt werden könnte, so ist das für mich eher ein Zufallstreffer und definitiv kein Beweis für den Rest des Mythos, zumal dann ja der Erfolg dem Judentum anzurechnen ist und nicht dem Islam.
Zitat von: Antitainment am 06. Dezember 2010, 08:14:52
Irgendwie ist die Editierfunktion bei mir im Eimer ???
Die geht nur bis 15 min nach Veröffentlichung.
Und schon wieder was gelernt ;D
Nun, für Fußball-Bundesligaprofis ist Schweinefleisch auch Tabu. Sie werden wohl zu Hause nicht überwacht, bekommen aber im Verein keinerlei Schweinefleisch zu essen. Auch Süßigkeiten sind für sie Tabu, da beides die körperlichen Leistungen verschlechtern soll. Und die Ernährungsberater in der Bundesliga sind bestimmt keine Esoteriker. Wenn die Bundesligaprofis allerdings das gleiche essen und trinken würden wie ihre Fans, würden sie nur noch mit Bierbauch herum laufen und über den Platz schleichen.
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 17:35:26
Nun, für Fußball-Bundesligaprofis ist Schweinefleisch auch Tabu. Sie werden wohl zu Hause nicht überwacht, bekommen aber im Verein keinerlei Schweinefleisch zu essen. Auch Süßigkeiten sind für sie Tabu, da beides die körperlichen Leistungen verschlechtern soll. Und die Ernährungsberater in der Bundesliga sind bestimmt keine Esoteriker. Wenn die Bundesligaprofis allerdings das gleiche essen und trinken würden wie ihre Fans, würden sie nur noch mit Bierbauch herum laufen und über den Platz schleichen.
Quatsch.
Du meinst die Bundesliga, bei der manche Mannschaftsärzte Homöopathie und Akupunktur anwenden?
Und dieser schamanistische Physiotherapeut erst. ::)
Zitat von: rincewind am 15. Dezember 2010, 17:40:03
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 17:35:26
Nun, für Fußball-Bundesligaprofis ist Schweinefleisch auch Tabu. Sie werden wohl zu Hause nicht überwacht, bekommen aber im Verein keinerlei Schweinefleisch zu essen. Auch Süßigkeiten sind für sie Tabu, da beides die körperlichen Leistungen verschlechtern soll. Und die Ernährungsberater in der Bundesliga sind bestimmt keine Esoteriker. Wenn die Bundesligaprofis allerdings das gleiche essen und trinken würden wie ihre Fans, würden sie nur noch mit Bierbauch herum laufen und über den Platz schleichen.
Quatsch.
Nee, kein Quatsch, so wurde uns das allen bei einer Stadionbesichtigung. bei der wir mal die heiligen Hallen des Sports und der Promis besichtigt haben, von der Stadionsführerin berichtet. Spitzensportler müssen eben sehr auf ihre Ernährung achten, um Topleistungen zu bringen, womit viel Fleisch, Fastfood, Schweinefleisch, zu viel Süßes usw. eben Tabu ist.
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 17:50:54
Nee, kein Quatsch, so wurde uns das allen bei einer Stadionbesichtigung.
Aha. Das sind natürlich harte medizinische Fakten ;D
Zitat
bei der wir mal die heiligen Hallen des Sports und der Promis besichtigt haben, von der Stadionsführerin berichtet. Spitzensportler müssen eben sehr auf ihre Ernährung achten, um Topleistungen zu bringen, womit viel Fleisch, Fastfood, Schweinefleisch, zu viel Süßes usw. eben Tabu ist.
Merkste was?
Süßes und Schweinefleisch dürfen Bundesliga-Profis im Verein gar nicht essen. Da setzt es gleich Strafen. Auch Schokoriegel im Spind sind absolut Tabu. Ich kenne ja nun nicht jeden Verein, aber Eisbein wird sicherlich kein Verein seinen Spielern im Verein vorsetzen. Da gibt es höchstens mal mageres Geflügelfleisch. Und da Schweinefleisch auch Fett innen beinhaltet, ist es bei Spitzensportler oft Tabu, selbst wenn sie keine Vegetarier sind.
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 18:23:00
Süßes und Schweinefleisch dürfen Bundesliga-Profis im Verein gar nicht essen. Da setzt es gleich Strafen.
Die werden wohl warten können bis sie nach dem Training zuhause sind.
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 18:23:00
Süßes und Schweinefleisch dürfen Bundesliga-Profis im Verein gar nicht essen. Da setzt es gleich Strafen. Auch Schokoriegel im Spind sind absolut Tabu. Ich kenne ja nun nicht jeden Verein, aber Eisbein wird sicherlich kein Verein seinen Spielern im Verein vorsetzen. Da gibt es höchstens mal mageres Geflügelfleisch. Und da Schweinefleisch auch Fett innen beinhaltet, ist es bei Spitzensportler oft Tabu, selbst wenn sie keine Vegetarier sind.
Das mag ja alles sein. Deswegen ist Schweinefleisch trotzdem nicht schädlich. Und der Fettgehalt ist vom Fleischstück abhängig. Einen Schinken gibts mit 2% Fettanteil. Und warum leicht verdauliche Kohlehydrate (Zucker) des Teufels sein sollen, erschließt sich mir auch nicht. Aber in der Bundesliga wird ja öfters Woodoo getrieben ...
Achja, kennste die Nutella-Werbung mit den Bundesligaspielern? ;D
ZitatUnd warum leicht verdauliche Kohlehydrate (Zucker) des Teufels sein sollen
Weil sie eben leicht verdaulich sind, schnell ins Blut gehen, meist aber nicht so viel gebraucht wird, wie man aufnimmt, und der Körper das wertvolle Gut im Form von Fett an ästhetisch völlig unggeigneten Körperstellen ablagert.
Zitat von: Conni am 15. Dezember 2010, 18:54:30
ZitatUnd warum leicht verdauliche Kohlehydrate (Zucker) des Teufels sein sollen
Weil sie eben leicht verdaulich sind, schnell ins Blut gehen, meist aber nicht so viel gebraucht wird, wie man aufnimmt, und der Körper das wertvolle Gut im Form von Fett an ästhetisch völlig unggeigneten Körperstellen ablagert.
Stimmt. Außerdem, bei einigen, relativ häufigen Krankheiten/Stoffwechselstörungen kommt das einfach nicht gut. Zum Bleistift hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Polyzystisches_Ovarialsyndrom
Ja die Nutella-Werbung war schon heftig. Essen dürfen so etwas Bundesligaprofis aber wohl auch nicht oft. Es wird mit Fußball ja auch Bierwerbung gemacht, welches die Spieler allerdings auch nur selten trinken dürfen.
Zitat von: Konrad am 15. Dezember 2010, 18:23:00
Süßes und Schweinefleisch dürfen Bundesliga-Profis im Verein gar nicht essen. Da setzt es gleich Strafen. Auch Schokoriegel im Spind sind absolut Tabu. Ich kenne ja nun nicht jeden Verein, aber Eisbein wird sicherlich kein Verein seinen Spielern im Verein vorsetzen. Da gibt es höchstens mal mageres Geflügelfleisch. Und da Schweinefleisch auch Fett innen beinhaltet, ist es bei Spitzensportler oft Tabu, selbst wenn sie keine Vegetarier sind.
Schau Dir das mal an......
http:// www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2010/11/04/fortuna-duesseldorf/9000-euro-strafe-roesler-klage-1860-muenchen.html
Meiner bescheidenen Ansicht nach handelt es sich bei Pudding um eine Süßspeise.
Nun erklär mir mal bitte, wie ein solches Szenario zustande kommen kann. Insbesondere bin ich auf den Teil der Stellungnahme gespannt, in dem Du:
A: Auf die Definition von Süßspeisen eingehst.
B: Erklärst, wieso nicht alle anderen beim Essen anwesenden Spieler beigeführt wurden, weil sie gegen eine Auflage verstoßen haben.
C: Erläuterst, warum der betreffende Spieler einfach die Strafe nicht bezahlt, da es wohl ein wenig absurd ist, eine Strafe für ein nicht gegessenes Dessert zu zahlen, wobei laut Deiner postulierten Regularien ja das offizielle Verspeisen des Desserts unter Strafe verboten sei.
:D
Bin gespannt auf Deinen Erklärungsversuch!
:D
(achja, der link zur Bildzeitung ist übrigens Absicht)
:wurst:
Achja, wenn Du schon mit der Bierwerbung anfängst....... Wußtest Du, das ein Klaus Augenthaler während seiner Aktivenzeit Kette geraucht hat (ich meine mich zu erinnern, das es ca. zwei Schachteln am Tag waren)? Komisch daß ihm das keiner verboten hat und er trotzdem Spitzensportler war und auch geblieben ist, obwohl sein Verein davon wußte.
Ich kann da nichts genaues zu lesen, was für einen Nachtisch der Spieler da versäumt hat? Daneben behaupte ich auch nicht alle Essenspläne der Bundesligaprofis zu kennen.
Düsseldorf spielt auch nicht in der ersten, die Bildzeitung eh in irgend einer unterirdischen Klasse und der große Maradonna pfiff sich harte Drogen wie Kokain rein. Und was sagt uns das?
Zitatund der Körper das wertvolle Gut im Form von Fett an ästhetisch völlig unggeigneten Körperstellen ablagert
wer hat Dir ein Bild von mir geschickt?
Los, verrate mir den pösen Puben :o
ZitatIch kenne ja nun nicht jeden Verein, aber Eisbein wird sicherlich kein Verein seinen Spielern im Verein vorsetzen.
@Konrad: Wer sagt denn eigentlich, daß man Schweinefleich nur in Form von Eisbein zu sich nehmen kann???! Es gibt da Koteletts, Schweineleber und -nieren etc. pp. Was irgendwelche Bundesliga-Profis (meinst du Fußball?) essen oder nicht essen dürfen ist mir ziemlich gleichgültig. Interessanter ist da schon, ob Schweinefleich für den mehr oder weniger gesunden Otto-Normaluser verträglich und nahrhaft ist. Und das ist es wohl, wobei man aus Gründen des Tierschutzes Tiere aus artgerechter Haltung gegenüber solchen aus Massenställen bevorzugen sollte. Also solche, die vor ihrem Tod mit dem Rüssel auch mal die Erde eines Geheges umflügen konnten. ;)
Zum Schweine-Tabu in Judentum und Islam: mir erscheinen sowohl die Trichinen-Theorie als auch die Möglichkeit der Nahrungskonkurrenz zum Menschen (im Ggs. zum Rind und Schaf) einleuchtend. Das Kannibalismustabu wegen der angeblichen geschmacklichen Nähe zum Menschenfleich - na ich weiß nicht. Was allerdings stimmt: Schweine sind sehr intelligent und merken es, wenn es ihnen an den Kragen gehen soll. Und die Schreie der Tiere dann sind wirklich nicht ohne. Mglw. wurde da in den mittelöstlichen Religionen aus verschiedenen Gründen ein kulturelles Tabu geschaffen. Das "Argument" der 'Unreinheit' ist jedenfalls keines: wer schon mal einem Rind beim Kacken zugesehen hat, findet Schweine ziemlich reinlich.
Was aber eine Rolle spielen sollte ist die massive Klimabelastung der Rinderhaltung durch das dabei produzierte Methan. Und da wir ja da - wie in der gesamten Nahrunsgproduktion wieder - nicht von ein oder 10 oder 100 Rindern vs. Schweinen, sondern von hunderttausenden bzw. Millionen weltweit reden, ist das schon ein signifikanter Unterschied.
Übrigens: neulich inner Mensa bzw. auf der Speiseplanvorschau im Inet. Dort habe ich neuerdings nicht nur die Möglichkeit, nach vegetarischen Gerichten filtern zu lassen, sondern ich kann auch Schweinefleichgerichte aussortieren. Soviel zur geistigen Gesundheit und Objektivität unserer Unis und Studentenwerke....
Artgerechte Haltung hängt nicht unbedingt von der Stallgröße ab.
Ich denke, dass Massentierhaltung ein Kampfbegriff ist.
Ich glaube nicht, daß Massentierhaltung ein Kampfbegriff ist. Er beschreibt vielmehr den Umstand, daß eine sehr große Zahl Tiere (>100) auf maximal ökonomische Art gehalten werden. Was hinzutritt ist, daß sich die Grundsätze der Maximalökonomie und der Tierschutz in Form artgerechter Haltung leider ausschließen. Erfolge auf diesem Gebiet müssen entweder durch gesetzliche Normen mühsam (gegen den Lobbydruck der Agrarunternehmer) vorangebracht werden oder eben durch den Verzicht auf diese Massenhaltung.
Nur daß ein Begriff in bestimmten Kreisen in bestimmter Weise verwendet wird, heißt nicht, daß der Terminus an sich ein ideologischer Kampfbegriff ist.
Zitat von: MindScape am 18. Dezember 2010, 12:35:24
Was allerdings stimmt: Schweine sind sehr intelligent und merken es, wenn es ihnen an den Kragen gehen soll. Und die Schreie der Tiere dann sind wirklich nicht ohne.
Stimmt eher nicht. Was Schweine gar nicht mögen, ist eine neue, unbekannte Umgebung. Von Tod haben sie keine Ahnung. Es gibt eintsprechende Filmaufnahmen, die das wunderbar belegen: Während ein "Kollege" gerade unmittelbar daneben getötet und ausgeblutet wird, schnüffelt das Schwein unaufgeregt in der Gegend rum.
Zitat von: MindScape am 18. Dezember 2010, 12:49:07
Ich glaube nicht, daß Massentierhaltung ein Kampfbegriff ist. Er beschreibt vielmehr den Umstand, daß eine sehr große Zahl Tiere (>100) auf maximal ökonomische Art gehalten werden.
Wie merkt eigentlich ein Schwein, welches in einem Abteil mit meinetwegen 10 Tieren gehalten wird, ob sich daneben kein, eins oder weitere hundert Abteile befinden? Was ist schlecht daran, wenn neben einem Stall ein zweiter steht?
Zitat
Was hinzutritt ist, daß sich die Grundsätze der Maximalökonomie und der Tierschutz in Form artgerechter Haltung leider ausschließen. Erfolge auf diesem Gebiet müssen entweder durch gesetzliche Normen mühsam (gegen den Lobbydruck der Agrarunternehmer) vorangebracht werden oder eben durch den Verzicht auf diese Massenhaltung.
Das stimmt doch so überhaupt nicht. Nur halbwegs artgerecht gehaltene Tiere wachsen schnell und sind weniger krank, das deckt sich doch weitgehend mit den ökonomischen Interessen. Nur weil es bescheuerte Schweinezüchter gibt, die das nicht checken oder von der Aufgabe überfordert sind (Das sind dann die, die man im Fernsehen sieht), heßt das doch nicht, dass Massentierhaltung generell abzulehnen ist.
Zitat
Nur daß ein Begriff in bestimmten Kreisen in bestimmter Weise verwendet wird, heißt nicht, daß der Terminus an sich ein ideologischer Kampfbegriff ist.
Es ist insofern ein Kampfbegriff, dass Massentierhaltung stets mit schlecht, Einzeltierhaltung stets mit gut in Verbindung gebracht wird.
Man kann auch wenig Tiere auch auf Biohöfen völlig falsch und quälerisch halten. Z.B. Hühner in Freilandhaltung.
Man muss mal in Bauernforen schauen:
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20011121-00000/
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=2072.15;wap2
Zitat von: MindScape am 18. Dezember 2010, 12:49:07Ich glaube nicht, daß Massentierhaltung ein Kampfbegriff ist. Er beschreibt vielmehr den Umstand, daß eine sehr große Zahl Tiere (>100) auf maximal ökonomische Art gehalten werden. Was hinzutritt ist, daß sich die Grundsätze der Maximalökonomie und der Tierschutz in Form artgerechter Haltung leider ausschließen. Erfolge auf diesem Gebiet müssen entweder durch gesetzliche Normen mühsam (gegen den Lobbydruck der Agrarunternehmer) vorangebracht werden oder eben durch den Verzicht auf diese Massenhaltung.
Nur daß ein Begriff in bestimmten Kreisen in bestimmter Weise verwendet wird, heißt nicht, daß der Terminus an sich ein ideologischer Kampfbegriff ist.
Gegenfrage. Zu wem würdest Du gehen wenn Du ein kaputtes Knie hättest. Zum Spezialisten der jeden Tag Knieoperationen durchführt oder zu einem der nur ein zweimal im Monat dieses durchführt?
Weshalb meint aber jeder, dass ein Bauer möglichst viele unterschiedliche Tiere, die zudem komplett andere Bedürfnisse haben, halten soll.
Übrigens ich kann jedem nur empfehlen besichtigt einfach mal zu ein paar modernen Bauernhöfe (am besten im Landwirtschaftsamt nach Adressen fragen). Bitte vergesset aber nicht ein aktuelles Gesundheitszeugnis denn sonst werdet ihr es schwer haben in die Ställe zu kommen, denn dort werden Lebensmittel produziert.
Auch wäre es sinnvoll Orginalverpackte Einmal-Overalls und Überziehschuhe dabeizuhaben.
Ach ja, wenn ihr in die Stallungen dann geht, dann überlegt euch doch einfach wie z.B. Schweine fühlen würden wenn sie eine Menschenmenge zum ersten mal riechen würden. Der Geruch ist nicht angenehm. (wird jeder vielleicht schon selbst erlebt haben, wenn er nach einer schönen Bergwanderung in einen Linienbus einsteigt).
Kommt drauf an, WIE kaputt das Knie ist. Zunächst mal würde ich aufgrund der Komplikations- sprich Infektionsgefahr darauf verzichten, mir das Knie aufschneiden zu lassen. Es gibt da sehr unschöne Geschichten von Patienten, die einen Meniskus hatten und nach dem Eingriff ein komplett steifes Knie. Bzw. wo es aufgrund einer fortschreitenden Sepsis sogar zu einer Amputation gekommen ist. Nach einem Routineeingriff am Knie. Sollte und darf nicht passieren, ist aber ein Grundrisiko bei JEDER OP. (Zu Infektionen übrigens weiteres im vorletzten Absatz des Posts.)
Aber nehmen wir mal an, es wäre etwas, was eine OP erforderlich macht (oder von mir aus einen Eingriff im kardiovaskulären oder neurochirurgischen Bereich): dann würde ich in der Tat einen Spezialisten versuchen zu finden, der soetwas häufiger als 2x im Jahr macht. (Ob meine KV da mitspielt, ist noch eine andere - teilweise esoterische - Frage.)
Es geht ja nicht in erster Linie um die Anzahl der unterschiedlichen Spezies, sondern eher um die Anzahl der Individuen einer Art und ihrer räumlichen Dichte, wie auch der allgemeinen Haltebedingungen, an denen sich die Kritik an der MTH entzündet. Und da habe ich meine ernsten Zweifel, ob die routinierten Massenhalter für das Tier besser sind, denn die wollen es ja IMHO eben nicht möglichst lange am Leben erhalten und gesund in die Freiheit entlassen, wie ich das von unseren Chirurgen hoffen darf.
Und auch das Argument der Hygienevorschriften in der MTH - die idT. SEHR streng sind - zieht nicht wirklich: der Segen der eingesetzten Antibiotika besteht mittlerweile in einer massiven Zunahme von auch für den Menschen gefährlichen Keimen - Stichwort verstärkte Antibiotikaresistenz. Ich habe da neulich erst eine Diss zu dem Thema gelesen... Mittlerweile erweisen sich bereits einige ausschließlich für den Menschen gedachte Reserveantibiotika als wirkungsarm. Und dann wird es langsam wirklich gefährlich, Anwendungsverbote hin, Anwendungsverbote her. Das Problem ist eben, daß MTH ohne die standardmäßige Gabe von Antibiotika ausgeschlossen ist.
In der Tat ist es einem Schwein übrigens egal, ob es in einer 10er-Rotte in einem Stall oder in hundert 10er-Rotten in einem Megastall lebt. Die Umstände machen es allerdings, und es wäre außerdem hübsch, wenn die Tiere tatsächlich in 10er-Gruppen gehalten werden. Werden sie aber nicht. Sondern das sind kaum unterteilte Großanlagen. Was das Mitbekommen von Lebensgefahr und Tod durch die Tiere anbelangt: kommt natürlich auf die Umstände an, dazu wäre der Versuchsaufbau des Experimentes interessant. Nicht, daß ich das jetzt wiederholen wollte... Keine Angst Kinder, oink oink.
So sehr ich mich an einigen Stellen genauso aufrege wie Du MindScape....
Darf ich mich bis nach dem letzten Weihnachtsfeiertag zurückhalten und dann auf Deine Äußerungen eingehen (das meiste muß ich sicherlich angreifen)?
Es ist wirklich ein Klischee: wenn eine große Anzahl von Tieren mit automatisierter Fütterung, Reinigung und Klimatisierung gehalten wird und bei den fortschrittlichsten Betrieben in Gruppenhaltung, wäre dies Massentierhaltung per Definition. Das sagt erstmal nichts darüber aus, wie es den Tieren geht.
Andererseits habe ich genug Klein- und Mittelbetriebe erlebt, die zwar keine Massentierhaltung waren, aber auch den Kriterien des Tierschutzes in keiner Weise genügen. Zu kleine Ställe, gemistet wurde per Hand, das aber viel zu selten, d.h. die Kühe standen im Dreck, das Futter war - öhm - suboptimal usw - Aber es war ein Bauernhof.....
Schlimmer sind sogar einige Öko-Betriebe mit Freilandhühnern. Die behandeln ihre Tiere z.T. nichtmal gegen Parasiten und den Tieren fallen sprichwörtlich die Würmer aus dem Hintern, und da Hühner eine Kloake haben, sind die auch bald in den Eiern.... *örks*
Und das berühmte in irgendwelchen Kinderzimmern dahinvegetierende Meerschwein in Einzelhaltung sei hier erst gar nicht erwähnt.
Also bitte, wenn es um Tierschutz geht, sollte der Begriff art- oder tierschutzgerecht verwendet werden, anstatt "Massentierhaltung".
Das habe ich gestern gelesen, es ist viel und sehr interessant:
http://www.readers-edition.de/2010/10/19/bewusst-tiere-essen
ZitatFür viele Landwirte ist es eine Unverschämtheit, mit den Missständen, die in diesem Buch geschildert werden, in Zusammenhang gebracht zu werden. Auf einer Bauernversammlung fragte mich einmal ein wütender Milchbauer, was er denn mit einem Lehrer an der Grundschule seines Sohnes machen sollte. Der hätte den Kindern erklärt, Milch und Butter seinen klimaschädliche Lebensmittel. Nun käme die Klasse zu einer Hofbesichtigung. Ich riet dem Landwirt dringend davon ab, mit dem Lehrer zu streiten oder ihm gar das Melkzeug um die Ohren zu klöppeln. Er solle sich lieber einen weißen Kittel anziehen und dem Lehrer langsam, immer freundlich und rücksichtsvoll, Naivität und Bescheidenheit ausstrahlend, in einfachsten Worten seinen Alltag erklären. Dass es die Kühe bei ihm, in dem modernen, großen Stall, besonders gut hätten. Dass sie im Sommer täglich auf die Weide dürfen. Dass er alle Kühe samt Eigenheiten kennt. Das die ganze Familie leidet, wenn eine Kuh krank ist. Dass die Kühe wunderbares Gras von den etwas nassen, für den Ackerbau ungeeigneten, Wiesen um den Hof fressen. Dass auf den Wiesen die verschiedensten Pflanzen und Wildtiere eine Heimat haben, welche sie ohne Grünland nicht hätten. Dass das Gras, die Störche, die Kühe, die Kuhfladen, die Butter und die Bauern schon immer da waren, man gewiss nicht am Klimawandel schuld sein kann. Dass eine Kuh heute viel mehr Milch gibt als vor 60 Jahren und deswegen viel weniger Mist und Methan pro kg Milch anfallen. Sicher ganz toll für das Klima? Das wird den Lehrer mit grünem Hintergrund nicht umstimmen, aber vielleicht die Schüler. Nur wenn es gelingt, die theoretischen Allgemein-Vorwürfe der Tierquälerei und Umweltverschmutzung genau auf einen Hof und die Geschichte dieses Hofes zu beziehen und zu widerlegen, hat die Landwirtschaft gegen tief sitzende Allgemein-Vorurteile eine Chance.
Das war auch interessant:
http://www.readers-edition.de/2010/10/31/essstoerungen-bei-der-ard
Komische Aufregung um Bolognese.
Karotten gehören immer rein, das ist mal klar, aber wo sind in der Einklaufsliste Sellerie und Zwiebeln, Rotwein und Lorbeer, Olivenöl?
Deren Bolognese möcht ICH nicht essen :kotz:
Naja, zumindest Zwiebeln, Rotwein und Olivenöl hat wohl jeder Zuhause. Und ich muss sagen, selten sind die Tage in denen kein Parmesan oder keine Karotten im Kühlschrank zu finden sind. ;)
Wo sind die guten alten Zeiten geblieben, zu Studentenzeit haben wir palettenweise Dosentomaten und die Nudeln in 5 Kilo Einheiten gekauft
Da haben wir noch echt was fürs Klima getan. Und Schweinefleisch gabs auch praktisch nie. (Was aber weniger ideologische Gründe hatte...) ;D
Parmesan ist immer schneller aus als ich nachkaufen kann und Dosentomaten und 5kg Säcken Nudeln holen wir immer noch in der Metro :D
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/sichtweisen/2010-12-19/animal-welfare-die-zukunft-der-landwirtschaft