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Frauenmangel im Bundestag - Beschwerde abgewiesen

Begonnen von Bachblüte, 02. Februar 2021, 14:49:29

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Juliette


Juliette


celsus

Zitat von: Juliette am 22. Mai 2021, 16:24:26
Und hier berichten 5 Frauen von ihren teilweise erstaunlichen Erfahrungen in der Politik (nicht nur):

Leider nur für geschlossene Gesellschaft.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Juliette


Sauropode

Was mich an der ganzen Debatte stört, ist, dass niemand über Frauenquoten auf dem Bau, am Hochofen oder bei der Müllabfuhr redet.

sailor

Weil weder Frauen, noch Männer, noch alles dazwischen im Bau, am Hochofen oder bei der Müllabfuhr Entscheidungen treffen, die für die gesamte Gesellschaft relevant sind.

Sauropode

Politik ist da speziell. Momentan kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass, wie soll ichs am besten formulieren, nicht unbedingt die Kompetentesten sich nach oben durchboxen. Aber das ist hier OT. Ich war mal politikinteressiert. Momantan beobachte ich nur noch  :Popcorn: und versuche, mich nicht mehr zu ärgern, nur noch mein Privatleben zu leben und den ganzen restlichen Scheiß außen vor zu lassen. Ich habe dafür meine privaten und guten Gründe. Deswegen bin ich auch hier nicht mehr so aktiv wie früher. Früher(tm) gabs wenigstens mal was zu lachen, wenn zu arger Bullshit aus den Untiefen des www auftauchte und wir uns darüber lustig machten. Ist lange her......

Juliette

Zitat von: Sauropode am 03. Juni 2021, 07:53:07
Was mich an der ganzen Debatte stört, ist, dass niemand über Frauenquoten auf dem Bau, am Hochofen oder bei der Müllabfuhr redet.

Na ja, es gibt ja auch nicht allzu viele Männer, die auf eine Männerquote bei Raumpflegern, Krankenpflegern, Kindergärtnern, Spülern, Zimmermädchen, Nähern, Tabledancern, Huren etc scharf sind.  :taetschel:

Sauropode

Immerhin ist man da aber weiter. Gerade bei Erziehern gibt es da Fortschritte. Auch Krankenpfleger sind nicht selten.

sailor

@Juliette: Warst du mal im Dollhouse in Hamburg? Da gibts mehr Dancer als Danceretten... und die Mädels gröhlen lauter und grabschen aufdringlicher als die Kerle :D Die Gleichmacherei gewinnt langsam :D

Bachblüte

Zitat von: Juliette am 04. Juni 2021, 09:44:04
Na ja, es gibt ja auch nicht allzu viele Männer, die auf eine Männerquote bei Raumpflegern, Krankenpflegern, Kindergärtnern, Spülern, Zimmermädchen, Nähern, Tabledancern, Huren etc scharf sind.  :taetschel:

Zimmerjungen, bitte!  :laugh:

Bei den Huren und Hurs scheint das Gleichgewicht auch nicht sooo unausgewogen zu sein:

https://www.google.com/search?q=callboy+bestellen

   Ungefähr 6.170.000 Ergebnisse (0,46 Sekunden)

https://www.google.com/search?q=callgirl+bestellen

   Ungefähr 9.060.000 Ergebnisse (0,39 Sekunden)

Interessanterweise muss Google bei den Männern etwas länger suchen, obwohl es weniger davon gibt. Oder vielleicht gerade eben deswegen?    :D


Juliette

Zitat von: sailor am 04. Juni 2021, 14:40:11
@Juliette: Warst du mal im Dollhouse in Hamburg?

Nö, ist nicht mein Ding.  ;D Wobei ich finde, dass strippende Männer noch blöder aussehen als strippende Frauen, was erotisches haben beide nicht an sich. Hat irgendwas von Muckibude in nackich. Und kreischende, hysterische Weiber finde ich ganz allgemein in etwa so schlimm wie Zahnziehen ohne Betäubung.
Ich werde nie begreifen, was Menschen dorthin zieht. Aus meiner Sicht ist es weder komisch noch erotisch. Haben die alle zu hause so ein frustrierendes Sexleben? :Popcorn: Aber gut, die Tabledancer waren vielleicht heutzutage kein perfektes Beispiel mehr.  ;)

Zu den Kitas und Pflegeberufen, da ist der Schein vielleicht besser als das Sein.
In den Kitas liegt der Männeranteil irgendwo bei 6%, da würde sich eine Quote noch anbieten:

https://de.statista.com/infografik/14678/maennliche-paedagogische-fachkraefte-in-kitas/

Auch in der Pflege ist die Verteilung noch sehr ungleich:

https://p-werk.de/maenner-in-pflegeberufen/

ZitatOhne Frauen läuft nichts: Über 70 Prozent der Hauptpflegepersonen in der häuslichen Pflege sind Frauen – Ehefrauen, Töchter, Schwieger- oder Enkeltöchter. Noch eindeutiger ist der weibliche Anteil in der professionellen Pflege. Nach den Angaben der Pflegestatistik 2015 beträgt der Frauenanteil in den ambulanten Pflegediensten 88 Prozent und in den Pflegeheimen 85 Prozent.

Was macht die Pflege so unattraktiv für Männer?
Seit jeher waren es vor allem Frauen, die im pflegerischen Bereich tätig waren. Und auch heute noch wird die Altenpflege als klassischer Frauenberuf betrachtet. Das liegt unter (anderem) daran, dass sich manche Klischees, in der Gesellschaft beharrlich halten: Frauen seien von Natur aus fürsorglich und mütterlich, quasi biologisch auf Pflege gepolt. Und Männer hielten es unter ihrer Würde, fremde Hintern abzuwischen.

Ich bin der Ansicht, solange Frauen hauptsächlich dadurch, dass sie genetisch bedingt die Kinder kriegen, beruflich benachteiligt sind und solange es keine ganz allgemeine und allgemein akzeptierte Pflicht für Männer gibt, sich zu gleichen Teilen an der praktischen Aufzucht des Nachwuchses zu beteiligen, solange braucht es eine Quote, um diese nicht änderbaren Nachteile irgendwie aufzuwiegen. Ansonsten liebe Männer, geht auch in Teilzeitarbeit, nehmt euch ein oder mehrere Sabbaticals etc für eure Kinder, teilt die Hausarbeit wirklich gerecht mit eurer Partnerin. Sorgt mit dafür, dass es in Firmen selbstverständlich wird, dass Eltern beruflich nicht aufs Abstellgleis geraten (egal, ob alleinerziehend oder zu zweit).

Juliette

Zitat von: Bachblüte am 04. Juni 2021, 16:14:24

Bei den Huren und Hurs scheint das Gleichgewicht auch nicht sooo unausgewogen zu sein:

https://www.google.com/search?q=callboy+bestellen

   Ungefähr 6.170.000 Ergebnisse (0,46 Sekunden)

https://www.google.com/search?q=callgirl+bestellen

   Ungefähr 9.060.000 Ergebnisse (0,39 Sekunden)

Interessanterweise muss Google bei den Männern etwas länger suchen, obwohl es weniger davon gibt. Oder vielleicht gerade eben deswegen?    :D

Man findet immer, was man finden will.

"callboy bestellen" 11500 Ergebnisse
"callgirl bestellen" 58700 Ergebnisse

Ohne Anführungsstriche bekommt man jede Seite angezeigt, wo irgendwas mit callboys oder callgirls steht. Auch zum Beispiel ein Rauchliquid, das Eskimo Callboy heißt und das man bestellen kann.

ZitatLiquid-Basen ohne Nikotin - GermanFLAVOURS
ABLU · After Meal · American Stars · BasiQ · COKALOKA · Eskimo Callboy ... eine attraktive Auswahl fertiger Etiketten zur Verfügung: bestellen, auspacken,

Und nach 129 Ergebnissen bricht Google bei deinem Link zur Callboy-Suche selbst ab, weil der Rest nur noch gleiche Ergebnisse sind (bei den Callgirls ist es fast genauso):

ZitatDamit du nur die relevantesten Ergebnisse erhältst, wurden einige Einträge ausgelassen, die den 129 angezeigten Treffern sehr ähnlich sind.
Du kannst bei Bedarf die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen.

Wobei die "calls" ja sowieso die Luxusvariante der Huren in Bordellen sind, zu denen (den Bordellen) es bei google 4.780.000 Ergebnisse gibt. So viele gibt es aber sicher nicht in Deutschland, vermute ich jetzt einfach mal. Die Huren in Bordellen muss man nicht bestellen, sondern sucht sich eine gleich vor Ort aus - und dort gibt es sicherlich nur einen statistisch nicht erkennbaren Anteil von männlichen Huren.  :o
Oder soll man als interessierte Frau zu Strichjungs auf der Straße gehen? Die würden wohl blöd kucken, oder? Auch Zwangsprostitution gibt es bei Männern praktisch nicht, höchstens bei sehr jungen Jungs für Pädophile. Als weiblicher Kunde hat man wohl sehr geringe Chancen, in einem Bordell oder einer Wohnung an einen armen, versklavten Zwangsprostituierten zu geraten.

Bachblüte

Ja, die Anzahl von Google-Hits als Maßstab für irgendetwas herzunehmen ist immer (wenn überhaupt) nur eine ganz grobe Einordnung.

In dieser Studie wird recht vage von unsicheren "10 %" gesprochen:

https://web.archive.org/web/20150923163504/https://www.bmbf.gv.at/frauen/prostitution/2014.10._Bericht_des_Runden_Tisches_Prostitution_Nordrhein-W.pdf?4wlw2a

Was die Zwangsprostitution unter Männern angeht – ich kenne mich damit kein Bisschen besser aus als mit derjenigen unter Frauen. Auf die Schnelle finde ich zwar Sachen wie diese hier, aber wer weiß.

https://www.focus.de/politik/deutschland/trauriges-schicksal-in-deutschland-sind-90-prozent-der-maennlichen-prostituierten-migranten_id_7163449.html

Zitat von: Juliette am 04. Juni 2021, 16:51:18
Ich bin der Ansicht, solange Frauen hauptsächlich dadurch, dass sie genetisch bedingt die Kinder kriegen, beruflich benachteiligt sind und solange es keine ganz allgemeine und allgemein akzeptierte Pflicht für Männer gibt, sich zu gleichen Teilen an der praktischen Aufzucht des Nachwuchses zu beteiligen, solange braucht es eine Quote, um diese nicht änderbaren Nachteile irgendwie aufzuwiegen.

Vor einigen Jahren / Jahrzehnten gab es einen zumindest teilweisen Ausgleich durch die Wehrpflicht, ausschließlich für männliche Bundesbürger. Dazu kam die Tatsache, dass im Krieg im Allgemeinen nur Männer an die Front geschickt wurden. Ich bin nicht sicher, ob das heutzutage auch noch so wäre.

Selbst bei genau 50 % Frauenquote in allen Berufen wären doch aber die Nachteile des Kinderbekommens nicht aufgehoben? Und, würden wirklich die Kinder bekommenden Frauen davon profitieren, oder eher diejenigen, die keine bekommen?


Juliette

ZitatSelbst bei genau 50 % Frauenquote in allen Berufen wären doch aber die Nachteile des Kinderbekommens nicht aufgehoben? Und, würden wirklich die Kinder bekommenden Frauen davon profitieren, oder eher diejenigen, die keine bekommen?

Deswegen empfinde ich das auch nicht als gute Lösung, aber im Großen und Ganzen immer noch besser, als alles so weiterlaufen zu lassen. 50% überall ist sowieso realtitätsfern, so, als wollte man die Temperatur auf dem Planeten um 2° senken. 

Es müsste halt eine Selbstverständlichkeit werden, dass Männer und Frauen sich Reproduktion und Aufzucht teilen. Dass zum Beispiel beide eine Zeitlang halbtags arbeiten. Dass wenn alte Familienmitglieder zu pflegen sind, auch beide halbtags arbeiten können, wenn sie sich diese unheimlich schwere Aufgabe überhaupt zutrauen. Ich glaube nicht, dass es einen genetischen Zwang gibt, dass Menschenfrauen sich weitaus mehr und öfter um die Kinder und um die Alten (und auch um die Eltern ihrer Männer  8)) und um den Haushalt kümmern, als die Menschenmänner.

ZitatAnsonsten liebe Männer, geht auch in Teilzeitarbeit, nehmt euch ein oder mehrere Sabbaticals etc für eure Kinder, teilt die Hausarbeit wirklich gerecht mit eurer Partnerin. Sorgt mit dafür, dass es in Firmen selbstverständlich wird, dass Eltern beruflich nicht aufs Abstellgleis geraten (egal, ob alleinerziehend oder zu zweit).

Hihi, ich rutsche hier ganz ungewollt in die Rolle der strammen Feministin aus dem einfachen Grund, dass ich nicht konform gehe mit dem Postulat, dass Männer und Frauen doch schon längst gleichberechtigt seien. ;) Um zu der Erkenntnis zu kommen, muss man allerdings keine Feministin sein, sondern bloß die Augen aufmachen. Ich möchte nicht in irgendwelche Schubladen gesteckt werden, das versuche ich mit euch auch nicht zu machen. :prosit