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Autor Thema: DIFLU-Therapie gegen Krebs  (Gelesen 2067 mal)

Binky

  • Gast
DIFLU-Therapie gegen Krebs
« am: 04. Dezember 2011, 14:57:53 »
Was ist davon zu halten?

http://www.unifontis.net/cms/

http://www.unifontis.net/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=12&Itemid=15

Was mich stutzig macht, ist, daß diese Therapie nur im Zusammenhang mit unifontis auftaucht. Fachlich gesehen, hat ACC in geringer Dosierung wohl eine präventive Wirkung (http://www.arznei-telegramm.de/html/2011_01/1101014_02.html), von einer therapeutischen habe ich bislang nichts weiteres gefunden.

Edit:
Auf die Verwendung von Diflunisal gegen Krebs gibt es ein Patent:

http://www.patent-de.com/20050324/DE10338090A1.html

und lt. Wikipedia

ist Diflunisal in Deutschland nicht erhältlich

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtopioid-Analgetikum#Salicylate


Wolleren

  • Gast
Re: DIFLU-Therapie gegen Krebs
« Antwort #1 am: 04. Dezember 2011, 16:24:15 »
Erster Eindruck: eine Privatklinik mit allen Vor- und Nachteilen.
Plus:
+ sie schrecken vor keiner Therapie zurück.
+ sie setzen jede Diagnostik ein.
+ sie betreiben Forschung.
Minus:
- die "liebevoll eingerichteten" Patientenzimmer tauchen auf der Website zwei Mal auf. Und in einem Patientenbericht. Zufall? Tine Wittler grinst einen sogar aus den Patientenberichten an, wie gruselig.
- "UNIFONTIS sieht die ganzheitliche Medizin als auch die Kombination unterschiedlicher Verfahren wie z.B. Schulmedizin, Naturheilverfahren und Psychotherapie als Chance, neue Wege zur Genesung aufzuzeigen." Gehört das zum GROSSEN ANBIEDERUNGSPROGRAMM? D.h. alle potenziellen Patienten anzusprechen, egal welcher Gesundheitsideologie sie anhängen?
- Die Anonymisierung der Patientenstimmen ist doch sehr sonderbar. Im Dateinamen ist immer ein passender Nachname zu finden. Soll das vertrauensbildend wirken?
- Die Patientenstimmen heben alle sehr stark auf den Herrn Professor ab. Der darf sich dann offenbar nicht vertreten lassen, wenn er krank wird. "und schon in diesem Telefonat hat Herr Prof. Dr. Drevs nicht nur meine Ängste genommen sondern mir auch Hoffnung geschenkt." Hoffnung schenken kann auch Hamer, wie billig.
- "Leider ist mein Krebs so aggressiv, dass wir nicht genug Zeit hatten, die verschiedenen Therapien ausführlich auszutesten. Der Wachstum ging zu rasch und beeinflusste mittlerweile meine Lebensqualität. Aufgrund der Empfehlung von Herrn Prof. Dr. Drevs machte ich ein ungeplantes CT - und ja, es wurde gefährlich. Also mussten wir unsere alternativen Therapien unterbrechen, um den Wachstum durch eine Bestrahlung erst mal zu stoppen.". Gerade noch mal jot jejange?!

Also, ICH würde da nicht hingehen. Man sollte vielleicht mal bei den gesetzlichen und privaten Kassen anfragen, was sie so übernehmen, wenn man in diese Klinik ginge. Dann hat man vielleicht einen besseren Eindruck, ob das eine Standardtherapie mit vorgeschalteter Abzocke ist.

EDIT:
Die Patientenstimmen sind m.E. Fakes. Vielleicht liegen ihnen echte Fälle zugrunde, aber da ist stark redigiert worden oder komplett erfunden. Die Patientenstimmen dienen wohl dem GROSSEN ANBIEDERUNGSPROGRAMM, und man hat vielleicht nicht damit gerechnet, dass man die auch kritisch lesen kann.
Dann bleibt als FETTES MINUS, dass dieser Klinik doch etwas zu sehr an Werbung gelegen ist. Nicht gerade seriös.

Maria2402

  • Forum Member
  • Beiträge: 4
Re: DIFLU-Therapie gegen Krebs
« Antwort #2 am: 23. März 2019, 21:19:07 »
Diflu-ist der letzte Scheiss, die Diflu Tablette kostet 20 cent und ist in Amerika frei als Schmerzmedikament zugänglich. Nur weil man es hier in Deutschland nicht bekommt, gibt es so Fritze, wie den Prof Drevs bei Unifontis, der die Leute für 5000 EURO pro Gabe abzockt. Das das noch keiner an die Ärztekammer vorgebracht hat, wundert mich. Also finger weg- Attribut gefährlich!