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Homöopathische Behandlung von Tieren

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Begonnen von Kvinna, 28. Mai 2011, 17:52:34

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Kvinna

Ich brauche bitte eure Unterstützung.

Suche gute Artikel zu der Behandlung von Tieren mit "homöopathischen Kügelchen".

Ich bin echt total sauer.
Im örtlichen Tierheim wird mit "solchen" therapiert, wie ich heute durch Zufall mitbekommen habe.
Aktuell ist ein großer Hund verletzt, er hinkt und bekommt nun erst mal homöopathische Mittel.

Nun hoffe ich auf die Vernunft des Leiters, benötige dafür aber ausreichend einleuchtende Artikel.

Lieben Gruß
K.



Elfenstaub

2-3 Elfen, luftgetrocknet, mit dem Mörser zerstoßen bis die Konsistenz von Puderzucker erreicht ist: Elfenstaub!

Giftig wie Aspartam, süß wie Dihydroxymonoxid und nicht überdosierbar.

Kvinna

Hi Elfenstaub,

ich bin mir nicht sicher, ob die Vorsitzende(n) vom örtlichen Tierheim alle so gut englisch können.
Gute deutsche Quellen wären echt hilfreich.
Eine klare Ansage auch, dass  Homöopathische Behandlung von Tieren = Tierquälerei ist.
Ich gehe davon aus, dass zumindest ein Mitglied vom Verein, oder mehrere, von der Homöopathie überzeugt sind, d.h., ich muss die anderen vom Gegenteil überzeugen.


Elfenstaub

Dann mal anders. Wieso sollten die Argumente, die für Menschen greifen, bei Tieren nicht mehr zählen?

Du könntest zum Beispiel auch darauf hinweisen, dass in GB Homöopathie nicht mehr an Tiere verschrieben werden darf. Da habe ich jetzt aber gerade keinen Link auf deutsch zu.
2-3 Elfen, luftgetrocknet, mit dem Mörser zerstoßen bis die Konsistenz von Puderzucker erreicht ist: Elfenstaub!

Giftig wie Aspartam, süß wie Dihydroxymonoxid und nicht überdosierbar.

Kvinna

Es ist so nervig und bisher konnte nicht einen Globuli-Verwender davon überzeugen, dass das Nonsens ist.

Mir ist es aber egal, wenn ein erwachsener Mensch meint, er muss Zucker schlucken und sich einbildet das hilft, bei Kindern und Tieren bekomme ich echt immer einen dicken Hals.


manu

hallo Kvinna,

pardon, wenn ich hier so quer reinschreibe, ich lese hier bisher nur mit -
aber bei tieren hörts bei mir auch auf ...

weisst du denn, weswegen der hund hinkt?
eine akute verletzung am bein? bruch? kreuzbandriss?

ich weiss nicht, selbst passionierte homöopathie-verfechter wissen idr - oder sollten argumenten zugänglich sein,
dass mindestens bei verletzungen und brüchen u. dergl die homöopathie nicht mehr zuständig ist.

jeder auch nur mit einem minimum an verantwortlichkeit ausgestattete homöopath schickt dich in eine klinik mit einem beinbruch.
-  wenn das die th-leitung nicht tut,
ist das in meinen augen absolut eine variante der tierquälerei!

es ist schwer, im netz hierzu was passendes zu finden,
aber ich finde, dies hier klingt recht vernünftig und könnte den TH-leuten vielleicht mal vorgelegt werden:

http://www.homöopathietierärztin.ch/grenzen-der-homöopathie/

( sorry, krieg den link nicht besser hier rein, musst du halt kopieren )

liebe grüsse und ich drück dem wuff - und den anderen dort - die daumen!


Kvinna

Hi Manu,

ich weiß nicht warum der Rüde hinkt, dass mit der Aussage, "Wir versuchen es erst einmal mit etwas homöopatischen", habe ich quasi im Rausgehen aus dem Tierheim gehört. Die Quelle: eine Mitarbeiterin des Tierheims. Bin am Donnerstag wieder dort und werde mal nachhaken, was der Süße hat und wie sie ihn zu therapieren gedenken. Mich beschäftigt das sehr, da holen sie die Tiere aus sonst wo her, weg von Tierquälern und von der Straße, um sie dann hier weiter zu quälen. Mir geht es hier wie dir, ich werde richtig sauer. Nur muss ich sehr aufpassen, das Tierheim ist ein eingetragener Verein, wenn ich denen ganz blöd komme, können sie mir auch ganz schnell Hausverbot erteilen und dann bekomme ich gar nichts mehr mit.

Kvinna



manu

Zitat von: Kvinna am 31. Mai 2011, 06:23:45
http://www.homöopathietierärztin.ch/grenzen-der-homöopathie/

aber dieser Link ist trotzdem pro Homöopathie  :kotz:

ich dachte, es ging dir darum, argumente zu finden,
um mit der tierheimleitung darüber zu sprechen,
den hund einer vernünftigen behandlung zuzuführen
und ihm damit zu helfen.

nicht, mit denen grundsatzdiskussionen zu führen.

Kvinna

Hi Manu,

der Kotz-Smilie galt der Homöopathie – nicht dir.

Meine Erfahrung ist diese, dass eine Diskussion über Homöopathie fast immer in eine Grundsatzdiskussion führt.
Es ist nicht wie bei einer Lieblingsfarbe, ich mag blau und du magst lieber rot und keinen von uns tangiert das wirklich.
Entweder wird sofort abgeblockt mit dem Totschlagargument Wer heilt hat recht - oder sie wollen gar nicht erst darüber diskutieren.
Solche Diskussionen laufen fast immer sehr persönlich ab.

Ich würde mir einerseits Infomaterial aus guten Quellen wünschen und andererseits Argumente, was ich wie dann letztendlich verwenden werde, wird sich aus dem Moment heraus ergeben.

Hast du eine ähnlich geartete Diskussion schon einmal geführt?
Wie war der Verlauf?




General Stumm v. Bordwehr


manu

hi Kvinna,

nein keine sorge,
ich habe mich nicht angemacht gefühlt von dir  :umarm:

ich bin da bloss so pragmatisch rangegangen,
wie es mir die erfahrung beigebracht hat, sinnvoll zu handeln,
wenn man prioritäten setzt ( hier: die tiere über menschliche verständnis willig - und fähigkeit ).
da ich ne alte tierschutztante bin, hab ich solche und ähnliche diskussionen schon x-fach geführt,
meist mit negativem erfolg für meine zielobjekte.
wenn leute uneinsichtig sind oder nicht anders können,
werden sie meist immer verbohrter in so einer diskussion und machen nachher ganz dicht
und erklären dich für einen blöden spinner.

das ist nicht zielführed.

dein artikel hat für mich, grade, was die tiere angeht,
ein problem:

zitat: " 16. Placebos wirken sehr gut bei Tieren, hier wahrscheinlich weniger über Erwartungseffekte als über klassische
Konditionierung (reflexhaftes Lernen)"

dies wird diese leute grade eher bestärken, da da ja steht: " wirken sehr gut bei tieren " !

abgesehen mal davon verstehe ich den satz auch nicht:
wieso muss man beim konditionieren noch placebos hinzugeben??

finde ich nicht überzeugend.

ich versuch nachher, noch mal weiter zu suchen.

liebe grüsse,
manu.




Antitainment

Du kannst ja der Leitung auch mitteilen, dass es eine Menge Geld abzugreifen gibt, wenn sie in der Lage sind ihre homöopathische Therapie unter wissenschaftlichen Bedingungen unter Beweis zu stellen, was blöderweise bisher noch keiner geschafft hat und auch keiner schaffen wird.
(z.B. http://www.randi.org/site/)
Ansonsten gelten meiner Ansicht nach dieselben Kriterien wie beim Menschen, der biologisch gesehen genauso Tier ist wie der Hund/die Katze/die Maus usw., sprich du kannst (fast) alle Argumente/Studien/Nachweise über das Nichtphänomen der Homöopathie verwenden.

P.S.
Ich hatte übrigens eine ähnliche Erfahrung in einer Tierklinik und ich will dir hier nicht die Suppe versalzen, da ich die Aktion an sich unterstütze, aber du nimmst eine Diskussion mit einem irrationalen Glaubenssystem auf dich und da hat eine rationale Argumentation bei mir wenig Wirkung gezeigt - Du landest irgendwann bei Shakespeares "Es gibt mehr zwischen Himmel..." oder du wirst automatisch diskreditiert, da du nicht vom Fach bist.
Zahlen, Statistiken ... das ist alles total Sarrazin! Ihr müsst richtig fühlen! FÜHLEN! Darum geht es.