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Kauft nicht von Juden

Begonnen von cohen, 13. März 2011, 18:30:29

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uther

Ich lass mir meine Jaffa-Grapefruit weiter gut schmecken...

cohen

Broder, gewohnt deutlich (eigentlich zu einem anderen Thema):

http://www.zeit.de/2011/11/Interview-Broder-Abdel-Samad?page=2

ZitatZEIT: Was war das Problem?

Broder: Ich war politisch hoch engagiert, ein Linker, meine damalige Freundin bei den Trotzkisten. Mich als Jude zu begreifen, hätte bedeutet anzuerkennen, mit was für einem antisemitischen Pack ich mich da eingelassen hatte.

ZEIT: Sie meinen die palästinenserfreundliche radikale deutsche Linke?

Broder: Antisemitisches Pack. Da hätte man nur kurz in der Familiengeschichte bohren müssen, und schon wäre man auf die Waffen-SS gestoßen. Aber ich wollte das nicht sehen. Erst Ende der siebziger Jahre, als die deutsche Linke nach der Entebbe-Entführung ein Beileidstelegramm an Idi Amin schickte und sich für die Verletzung der Souveränität Ugandas durch den Staat Israel entschuldigte, gingen bei mir die Alarmglocken an.

Ridcully

Zitat von: NuEM am 14. März 2011, 12:20:03Bin verwirrt.

Sieht ganz danach aus.

Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Ich weiß das Antisemit nicht gleichbedeutend mit Nazi ist. Allerdings ist es zumindest in der Umgangssprache nur einen kleinen Schritt weiter; und wenn man erst einmal "Bewiesen" hat, jemand sei ein Antisemit, ist die Folgerung, derjenige sei auch ein Nazi, nicht weit.

Wenn du meinst. Ich nehme mir das Recht raus, da Unterschiede zu machen und nicht nur den Antisemitismus von Nazis zu kritisieren.

Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Antisemitismus ist aber auf alle Fälle eine Form des Rassismus; und wer jemandem so etwas vorwirft, sollte auch stichhaltig belegen können, dass derjenige tatsächlich rassistische Ideologien verfolgt.

Antisemitismus muss nicht rassistisch motiviert sein. Kern ist eher die Vorstellung einer besonderen Macht der Juden.

Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Ich glaube kaum, dass auch nur ein nennenswerter Anteil der Linken die USA deshalb ablehnt, weil Teile davon ihrer Meinung nach jüdisch dominiert sind, sondern weil ihnen deren tatsächliche oder vermeintliche Politik nicht gefällt.

Hab ich das etwa behauptet?

Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Ich glaube auch nicht, dass die Mehrheit der Linken Israel ablehnt, weil da viele Juden wohnen, sondern sondern weil ihnen dIsraels tatsächliche oder vermeintliche Politik nicht gefällt.

Du schreibst es doch selbst: sie lehnen nicht nur die Politik Israel ab, sie lehnen Israel ab. Ob das die Mehrheit der Linken macht - ich denke und hoffe nicht.

Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Aus Kritik an Israel folgt Antisemitismus? Aus Kritik an den USA folgt Antisemitismus? Aus Kritik am Kapitalismus oder dessen negativen Auswirkungen folgt Antisemitsmus? Das sehe ich nicht so.

Es geht um eine ganz bestimmte Form von Kritik, die nicht mehr sachorientiert ist. In Bezug auf Israel kritisieren "Antizionisten" eben nicht einzelne Handlungen des israelischen Staates, sondern brandmarken die zugrundeliegende Nationalideologie als rassistisch und faschistisch. Damit sprechen sie Israel die Existenzberechtigung ab. Und sie machen das mit keinem anderen Staat der Welt. Warum darf sich jedes Grüppchen auf der Welt zum Volk ernennen und wir dann in seinem "nationalen Befreiungskampf" von den gleichen Leuten unterstützt, die nur bei den Juden plötzlich ihre antinationale Gesinnung entdecken? Für mich ist das nichts anderes als Antisemitismus.

Antiamerikanismus ist wie gesagt ein anderes Ressentiment. Auch hier geht es nicht um Kritik an der Politik der USA, sondern um eine generelle Ablehnung von allem angeblich amerikanischen. Die Amis haben keine Kultur, sind ungebildet und dumm, gierig und asozial, gewalttätig und waffengeil usw.. Und immer schuld an allem Übel der Welt, vor allem an Kulturverfall, Raubtierkapitalismus und der Armut auf der Welt. Und natürlich daran, dass USrael immer noch nicht von der Landkarte getilgt wurde.

Mit beiden Ressentiments gut kompatibel ist eine Kapitalismuskritik, welche das gute, schaffende Produktivkapital vom bösen, raffenden Finanzkapital trennt und die moralische Minderwertigkeit der Investmentbanker für alle Krisen des Kapitalismus verantwortlich macht. Die sitzen nämlich wieder in den USA und dann sind einige große Investmentbanken auch noch irgendwann von Juden gegründet worden und schon fügt sich das ganze zu einem schönen geschlossenen Wahnsystem zusammen.

Wenn die drei Ressentiments zusammenkommen und du dann noch Nationalismus und Rassismus hinzu packst, dann hast du in etwa die politische Glaubensüberzeugung der Nazis zusammen. Allerdings nur dann, und einzelne Elemente davon finden sich auch bei Leuten, die sonst keinerlei Rechtslastigkeit verdächtig sind.

NuEM

Hab das Gefühl, das sind deine eigenen Gespenster, die dich hier plagen. In meinem (linken) Bekanntenkreis begründet sich Kritik (nicht nur) an Israel auf konkrete Taten, nicht auf Antizionismus oder Antisemitismus.

Ridcully

Und weil das in deinem Bekanntenkreis so ist, gibt es jetzt allgemein keinen linken Antizionismus und Antisemitismus mehr?

Federvieh

Zitat von: cohen am 14. März 2011, 11:09:57
Das ist sogar von einem Die Linke-Mitglied der Blog:

http://blog-der-wendungen.blogspot.com/2011/03/deutsche-wehrt-euch-kauft-nicht-bei.html


Das willste jetzt aber nicht als Zustimmung zur Aktion werten, oder?

rincewind

Zitat von: nachteule am 14. März 2011, 17:46:33
Das willste jetzt aber nicht als Zustimmung zur Aktion werten, oder?

Mit Sicherheit nicht. Gibt auch "normale" Linke  :grins2:

cohen

Zitat von: nachteule am 14. März 2011, 17:46:33
Zitat von: cohen am 14. März 2011, 11:09:57
Das ist sogar von einem Die Linke-Mitglied der Blog:

http://blog-der-wendungen.blogspot.com/2011/03/deutsche-wehrt-euch-kauft-nicht-bei.html


Das willste jetzt aber nicht als Zustimmung zur Aktion werten, oder?

Nein, natürlich nicht.
Ich freu mich doch darüber.
Das ist gute Kritik.

T-M

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Ich weiß das Antisemit nicht gleichbedeutend mit Nazi ist. Allerdings ist es zumindest in der Umgangssprache nur einen kleinen Schritt weiter; und wenn man erst einmal "Bewiesen" hat, jemand sei ein Antisemit, ist die Folgerung, derjenige sei auch ein Nazi, nicht weit.

Wenn du meinst. Ich nehme mir das Recht raus, da Unterschiede zu machen und nicht nur den Antisemitismus von Nazis zu kritisieren.

Du drehst mir das Wort im Munde herum! Ich habe nie behauptet, dass man Antisemitismus nur kritisieren dürfe, wenn er von Nazis kommt. Ich habe behauptet, und behaupte es immer noch, dass, wenn behauptet wird, jemand sei ein Antisemit, oft auch implizit mitschwinngt, dieser jermand sei auch ein Nazi.

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Antisemitismus ist aber auf alle Fälle eine Form des Rassismus; und wer jemandem so etwas vorwirft, sollte auch stichhaltig belegen können, dass derjenige tatsächlich rassistische Ideologien verfolgt.

Antisemitismus muss nicht rassistisch motiviert sein. Kern ist eher die Vorstellung einer besonderen Macht der Juden.

Vielleicht haben wir unterschiedliche Definitionen von Antisemitismus? Meiner Ansicht nach ist Antisemitismus definiert als eine Form des Rassismus, die sich explizit gegen Juden richtet.

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Ich glaube auch nicht, dass die Mehrheit der Linken Israel ablehnt, weil da viele Juden wohnen, sondern sondern weil ihnen dIsraels tatsächliche oder vermeintliche Politik nicht gefällt.

Du schreibst es doch selbst: sie lehnen nicht nur die Politik Israel ab, sie lehnen Israel ab. Ob das die Mehrheit der Linken macht - ich denke und hoffe nicht.

OK, dass war missverständlich. Ich bin der Ansicht, dass sie hauptsächlich die Politik Israels ablehnen und nicht der Ansicht sind, dass Israel überhaupt nicht existieren sollte.

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Zitat von: T-M am 14. März 2011, 12:56:07Aus Kritik an Israel folgt Antisemitismus? Aus Kritik an den USA folgt Antisemitismus? Aus Kritik am Kapitalismus oder dessen negativen Auswirkungen folgt Antisemitsmus? Das sehe ich nicht so.

Es geht um eine ganz bestimmte Form von Kritik, die nicht mehr sachorientiert ist. In Bezug auf Israel kritisieren "Antizionisten" eben nicht einzelne Handlungen des israelischen Staates, sondern brandmarken die zugrundeliegende Nationalideologie als rassistisch und faschistisch. Damit sprechen sie Israel die Existenzberechtigung ab. Und sie machen das mit keinem anderen Staat der Welt. Warum darf sich jedes Grüppchen auf der Welt zum Volk ernennen und wir dann in seinem "nationalen Befreiungskampf" von den gleichen Leuten unterstützt, die nur bei den Juden plötzlich ihre antinationale Gesinnung entdecken? Für mich ist das nichts anderes als Antisemitismus.

Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Linken der Ansicht sind, dass die Israel "zugrundeliegende Nationalideologie" per se "rassistisch und faschistisch" sei.

Was das allzu oft diskutierte Existenzrecht angeht, würde ich allerdings noch weiter gehen: Es wird nicht nur bei allen anderen Staaten nicht angezweifelt, ich habe das Gefühl, dass man bei anderen Staaten gar nicht die Frage stellt, selbst bei umstrittenen Staaten nicht, so als ob Israel der einzige Staat der Welt sei, der ein solches Recht brauche, um zu existieren. Ich bin der Ansicht, dass ein Staat gar kein besonderes Recht braucht, um zu existieren, und ich würde da für Israel keine Ausnahme machen. Allein dass es existiert reicht als Begründung für die Fortexistenz aus, und wer tatsächlich der Ansicht ist, man müsse dieser Existenz ein Ende machen, womöglich gar auf kriegerische Art und Weise, hat meiner Ansicht nach ziemlich einen an der Waffel, und das ist noch sehr freundlich ausgedrückt. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die Linken mehrheitlich dieser Ansicht sind.

Ich denke nicht, dass die Linken merheitlich etwas gegen Israel haben, weil dort hauptsächlich Juden leben, sondern weil Israels größer, stärker und besser entwickelt ist, als die Palästinenser, und daher ihrer Meinung nach automatisch "böse" ist. Das zeugt also sicherlich von einem ziemlich einfachen, flachen und seltsamen Weltbild, aber nicht zwangsläufig von Antisemitismus.

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Antiamerikanismus ist wie gesagt ein anderes Ressentiment. Auch hier geht es nicht um Kritik an der Politik der USA, sondern um eine generelle Ablehnung von allem angeblich amerikanischen. Die Amis haben keine Kultur, sind ungebildet und dumm, gierig und asozial, gewalttätig und waffengeil usw.. Und immer schuld an allem Übel der Welt, vor allem an Kulturverfall, Raubtierkapitalismus und der Armut auf der Welt. Und natürlich daran, dass USrael immer noch nicht von der Landkarte getilgt wurde.

Ich denke, hier ist es ähnlich: Die USA ist eine Weltmacht und damit laut der (seltsamen) Logik der Linken automatisch böse. Ich denke nciht, dass die Linken die USA ablehnen, weil sie Israel untestützen, oder gar, weil sie "Schuld" daran sind, dass "dass USrael immer noch nicht von der Landkarte getilgt wurde". Noch einmal: Ich denke nicht, dass die meisten Linken wirklich dafür sind, dass Israel "von der Landkarte getilgt" wird. Sie geben Israel die Schuld am Nahostkonflikt, weil es stärker ist als seine Nachbarn, und den USA die Schuld an den Problemen der Welt, weil sie eine Weltmacht sind, und nach der (wirren) Ideologie der Linken (oder zumindest nicht weniger Linker) der große automatisch der Böse ist, der die kleinen unterdrückt.

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Mit beiden Ressentiments gut kompatibel ist eine Kapitalismuskritik, welche das gute, schaffende Produktivkapital vom bösen, raffenden Finanzkapital trennt und die moralische Minderwertigkeit der Investmentbanker für alle Krisen des Kapitalismus verantwortlich macht. Die sitzen nämlich wieder in den USA und dann sind einige große Investmentbanken auch noch irgendwann von Juden gegründet worden und schon fügt sich das ganze zu einem schönen geschlossenen Wahnsystem zusammen.

Ja, das mag ein geschlossenes Wahnsystem geben, und es gibt sicherlich (ledier) genügend, die einem solchen Wahnsystem anhängen, aber ich glaube nicht, dass das auf die Merheit der Linken zutrift oder gar Kern der Ideologie der Liniken ist. Aus Kapitalismuskritik folgt nicht automatisch, dass man der Ansicht ist, dass die Juden am Kapitalismus schuld sind (und erst da fängt es an, antisemitisch zu werden).

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 14:32:21
Wenn die drei Ressentiments zusammenkommen und du dann noch Nationalismus und Rassismus hinzu packst, dann hast du in etwa die politische Glaubensüberzeugung der Nazis zusammen. Allerdings nur dann, und einzelne Elemente davon finden sich auch bei Leuten, die sonst keinerlei Rechtslastigkeit verdächtig sind.

Sicherlich gibt es Elemente davon auch bei Nicht-Nazis. Und ich denke durchaus, dass es bei den Linken auch Antisemiten gibt. Ich glaube bloß nicht, dass sie die Merheit oder auch nur einen großen Anteil ausmachen.

NuEM

Zitat von: Ridcully am 14. März 2011, 15:44:07
Und weil das in deinem Bekanntenkreis so ist, gibt es jetzt allgemein keinen linken Antizionismus und Antisemitismus mehr?

Habe ich das behauptet?

MrBaracuda

Zitat von: RatiomaniaMit der Aktion wollten die doch eben auf die ungeklärte und nichtrechtliche Situation aufmerksam machen, mit dem Mittel/Aufruf von Boykott Israelischer Produkte was vertretbar ist. Anlass ist die Situation in Westjordanland/Gazastreifen, aber nichts antisemitsch/antijüdisch/antizionistisches.

Zeig mir die Aktion "Kauft nicht beim Chinesen", dann glaub ich dir das vielleicht noch.

LoL:

"Nur durch den Boykott solcher Waren und einen Investitionsstopp von europäischen oder amerikanischen Unternehmen, die in den besetzten Gebieten tätig sind, kann Druck auf Israel ausgeübt werden, um den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau und die Jahrzehnte langen schweren Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts zu beenden und den Palästinensern das Selbstbestimmungsrecht zu geben."

Die Vereinnahmung des "guten Juden" fehlt auch nicht.

cohen

http://gad-immerwiederfreitag.blogspot.com/2011/03/kauf-nicht-von-juden-die-linkspartei.html


Zitat...Lohnt es sich, über eine solche Aktion zu berichten?
Über wildgewordene selbst ernannte Friedensaktivisten, die in Bremen vor einem Supermarkt zum Boykott israelischer Waren aufrufen? Von der Bremer Linkspartei, die natürlich sofort dabei ist?

Ja, es lohnt sich.

Der Antisemitismus und der Haß auf Israel hat in Deutschland extrem zugenommen - und er wird immer offener zur Schau gestellt.
Man traut sich "endlich" wieder, seinen Haß offen ausleben zu können.

Während in Israel eine Familie von palästinensischen Terroristen ermordert, gelyncht, massakriert wird, versammeln sich zeitgleich in Bremen deutsche Gutmenschen, um zum Boykott israelischer Produkte aufzurufen.

Und wie reagiert die deutsche Gesellschaft?
Man schweigt dazu.
Schließlich muß man auch unterscheiden können zwischen einem Juden- und einem Israelboykott.

Und die Lage in den palästinensischen Gebieten sei ja wirklich verheerend.

So, seien wir Juden doch auch mal ehrlich:..

Ratiomania

Zitat von: MrBaracuda am 15. März 2011, 20:09:23


Zeig mir die Aktion "Kauft nicht beim Chinesen", dann glaub ich dir das vielleicht noch.



Kurzgesagt:

Heuchlerei+(wieauchimmerbegründete)Israelkritik= Antisemitismus/Antijudaismus/Antizionismus?

Dat war ja einfach!

T-M

Nun, dass die Linken beim "kommunistischen" China gleich eine ganze Reihe mehr Augen zudrücken, als beim eher "westlich" orientierten Israel, wundert mich nicht. Nur dürfte das eher politische als antisemitische Gründe haben.

Oder sind verzerrte Maßstäbe automatisch ein Zeichen von Antisemitismus?

Belbo

Antisemitismus ist weltweit so verbreitet, da gibt es es genug Angriffsflächen bei den bekennenden Judenhassern, und man muss nicht noch ein, zugebenermassen geschmackloses, Plakat überinterpretieren um den eigenen "Linken"-Hass weiter aufrecht zu erhalten.

Wir können ja bald einen eigenen Wiki bei den Verschwörungstheorien aufmachen mit den pauschalisierenden Unterstellungen über vermeintlich "Linke" die hier im Forum gemacht werden.

Ich habe da keine antijüdischen Anspielungen finden können. Ja nicht einmal antizionistische.
Stimmt. In Israel leben ja keine Juden.
Warum soll das nun dumm und entlarvend sein?
Stimmt auch. Antizionismus ist bei Linken schon lange verbreitet.

Tschuldigung aber solche Verkürzungen und Platitüden erinnern mich dann an Diskussionen die ich gewohnt bin mit Impfgegenern und Lichtessern zu führen. Mehr?
Mit der Aktion spielen die "Dä Jodn sind an allem Schuld", genau wie die Nazis. ????? Wo bitte?
Antisemitisch ist nicht die Boykottforderung an sich, sondern es sind die seltsam verschobenen Maßstäbe, welche ihr zugrundeliegen. Boykottieren die Genossen etwa z.B. die Türkei wegen ihrer Kurdenpolitik? Ägypten wegen der Unterdrückung der Kopten? Länder wie den Iran und Saudi-Arabien wegen zigtausender politischer Gefangener und einer wohlgeschmierten Hinrichtungsmaschine? Die ganzen Staaten, die gewohnheitsmäßig fast alle ihre Mädchen verstümmeln? Oder gar, das wäre mal ein echtes persönliches Opfer, China?
wie war das noch gleich:....was kannst Du über Deinen Hund trauern, meinem Freund ist das Kind gestorben..., oder wie kann man nur den Rücktritt fordern, unsere Jungens in Afghanistan.....
...Objekt, zu dem Deutsche endlich mal wieder die Fresse aufreissen müssten und den mangelnden Antifaschismus ihrer Väter nachholen könnten.
  ??? ..erinnert mich in der Stilistik irgendwie an Weidenbusch...
Es stimmt wohl, dass die Teile der Linken sich etwas auf Israel eingeschossen haben Antwort: Nicht nur Teile der Linken.
Es sind also alle Linken Anisemiten.
Und diese paar Hanseln, in deren Staat Religionsfreiheit herrscht, wo keine Homosexuellen gehängt werden und keine christlichen Klöster von der Armee beschossen werden, sind der kleine Satan?

...soll heissen, dass man nur gegen ein Land protestieren darf wenn das ALLES dort passiert?...jetzt sind wir dann in der Guttenbergdebatte, alle anderen Politiker sind viel schlimmer, und wer ohne Schuld ist....
Und weil das in deinem Bekanntenkreis so ist, gibt es jetzt allgemein keinen linken Antizionismus und Antisemitismus mehr?
...wer war noch gleich der Pudel und wer schwarz?
Also manchmal....