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Autor Thema: Daniele Ganser bei SR2 Kulturradio  (Gelesen 515 mal)

Peiresc

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Daniele Ganser bei SR2 Kulturradio
« am: 12. Mai 2020, 09:19:32 »
https://www.ardaudiothek.de/fragen-an-den-autor/daniele-ganser-imperium-usa-die-skrupellose-weltmacht/75448144

Daniele Ganser hat eine ganze Stunde beim SR2 Kulturradio.
Ich bin bisher bis 16:43 gekommen. Bis dahin verkündet er Weisheiten über über den Moloch USA in der Weltpolitik, z. B. dass der Irak keine Chemiewaffen hatte usw. Nicht direkt falsch, aber auch nicht wirklich aufregend. Sozusagen das priming. Bei ca. 16:30 wird eine Hörerfrage zu, man ahnt es, 9/11 eingespielt. Da wird er endlich konkreter und bezieht sich auf eine "Studie der Universität Alaska" vom März 2020, Sprengung von WTC 7, ganz klar. Wie es weiter geht, weiß ich noch nicht.

celsus

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Re: Daniele Ganser bei SR2 Kulturradio
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2020, 16:45:59 »
Der Intentant der Dresdener Jazztage, Kilian Forster, verteidigt fleißig den Ganser-Auftritt und bereitet schon mal seine Opferrolle vor. Es hagelt nämlich Kritik.

https://www.musik-in-dresden.de/2020/10/13/da-gehen-wir-zusammen-durch/

Zitat
Es ist ein einzigartiger Mix, mit dem Ganser seine Gemeinde fesselt: fast undurchschaubar komplexe Themen wie die politische Gemengelage im Syrienkrieg werden auf Gut-Böse-Dichotomien heruntergebrochen und mit leicht verdaulichen Kalendersprüchen verquirlt. So zieht Ganser, von den von ihm kritisierten Mainstream-Medien weitgehend kritisch betrachtet oder gleich ignoriert, ein großes Publikum an. Und genau das ist mit Sicherheit der Grund, warum Forster ihn dieses Jahr wieder zu seinen Jazztagen eingeladen hat: der Mann ist ein Quotenbringer, zumal – es schmerzt, das zu schreiben – in Dresden. Weniger einträgliche Veranstaltungen des Festivals, so lese ich Forsters Antworten auf seinem Facebook-Account, werden von den Ganser-Shows querfinanziert: „Der Auftritt von Daniele Ganser hat den Jazztagen letztes Jahr mehr geholfen als der Freistaat Sachsen“, schreibt der Intendant.
...
Zitat
Um das Budget der Jazztage Dresden auszugleichen, verschließt Kilian Forster nun die Augen. Etwa vor dem antisemitischen Geschwurbel, das die Fans im Kielwasser von Gansers Vorträgen weiterverbreiten. Und vor der Kritik, die in wachsender Lautstärke dieser Tage von Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern, aber auch von manchen Gästen bei den Jazztagen anbrandet. Trotzig argumentiert der Intendant sich immer weiter ins Abseits, und er wird von da aus noch zu argumentieren wissen, die „Jazzpolizei“ habe sein Festival auf dem Gewissen.
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