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Begonnen von Sauropode, 14. November 2015, 00:26:47

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Conina

https://www.facebook.com/faisalsalmutar/posts/906729506085781
ZitatIt's like a bad Monty Python sketch:

"We did this because our holy texts exhort us to to do it."

"No you didn't."

"Wait, what? Yes we did..."

"No, this has nothing to do with religion. You guys are just using religion as a front for social and geopolitical reasons."

"WHAT!? Did you even read our official statement? We give explicit Quranic justification. This is jihad, a holy crusade against pagans, blasphemers, and disbelievers."

"No, this is definitely not a Muslim thing. You guys are not true Muslims, and you defame a great religion by saying so."

"Huh!? Who are you to tell us we're not true Muslims!? Islam is literally at the core of everything we do, and we have implemented the truest most literal and honest interpretation of its founding texts. It is our very reason for being."

"Nope. We created you. We installed a social and economic system that alienates and disenfranchises you, and that's why you did this. We're sorry."

"What? Why are you apologizing? We just slaughtered you mercilessly in the streets. We targeted unwitting civilians - disenfranchisement doesn't even enter into it!"

"Listen, it's our fault. We don't blame you for feeling unwelcome and lashing out."

"Seriously, stop taking credit for this! We worked really hard to pull this off, and we're not going to let you take it away from us."

"No, we nourished your extremism. We accept full blame."

"OMG, how many people do we have to kill around here to finally get our message across?""


Beim Feuerbringer gefunden, der hat´s auch übersetzt:

https://feuerbringer.wordpress.com/2015/11/20/islamist-versus-linksliberaler/

ZitatIslamist versus Linksliberaler

Islamistischer Terrorist: "Wir haben das getan, weil unsere heiligen Texte uns dazu anhalten, es zu tun."

Regressiver Linker: "Nein, habt ihr nicht."

"Moment, was? Doch, haben wir schon..."

"Nein, das hat gar nichts mit Religion zu tun. Ihr benutzt die Religion nur aus gesellschaftlichen und geopolitischen Gründen."

"WAS!? Hast du überhaupt unsere offizielle Stellungnahme gelesen? Wir begründen unsere Taten ausdrücklich mit dem Koran. Das ist ein Dschihad, ein heiliger Kreuzzug gegen Heiden, Gotteslästerer und Ungläubige."

"Nein, das ist eindeutig nichts Muslimisches. Ihr seid keine wahren Muslime und ihr beleidigt eine große Religion, wenn ihr das behauptet."...

Scipio

Nun ihr könnt mich damit zwar überzeugen, aber wie ihr gesehen habt, gibt es da draußen offenbar genügend Leute, die sich wahrscheinlich eher wegbomben lassen würden als sich zu wehren. Würde mich nicht überraschen, wenn die noch gegen die eigenen Sicherheitskräfte demonstrieren würden....

Groucho

Zitat von: Conina am 24. November 2015, 09:58:14
Beim Feuerbringer gefunden, der hat´s auch übersetzt:

https://feuerbringer.wordpress.com/2015/11/20/islamist-versus-linksliberaler/

Janu, ist doch eine super Strategie, Islamisten in den völligen Wahnsinn zu treiben.

Das ist jetzt ungerecht und sehr subjektiv, gehört auch nicht hierher, aber den Feuerbringer kann ich spätestens seit seinen Ausführungen zu Ästhetik und Kunst nicht mehr ernst nehmen.

https://feuerbringer.wordpress.com/philosophie/asthetik/

Das ist sowas von äh ... Kindergarten? Dieser zwanghafte Definitionsdrang ist dermaßen unpopperig und vor allem von einem absurd kindischen Niveau ... Aber ok, anderer Thread vielleicht.

forenschlaefer

zu Bomben, da hatte ich vor Monaten mal wegen dieser Diskussion dieses Buch ergooglet:
http://books.sipri.org/product_info?c_product_id=335

http://books.sipri.org/files/books/SIPRI08Seybolt.pdf
downloadlink zu dem Buch

gibt noch viel mehr Beispiele, wo ohne Waffengewalt es nicht zu einer Verbesserung geführt hätte, mein liebstes Beispiel sind da die Roten Khmer, die in Sachen ideologischer Beklopptheit dem IS wohl am nächsten sind und ohne die vietnamesische Invasion an der Macht geblieben und vllt den Autogenozid komplett durchgezögen hätten.

Das Problem mit der Zeit danach ist ja nicht, dass der Westen nicht wüsste, was er tun müsste, sondern dass die Terroristen wissen, was sie verhindern müssen, indem sie Schulen bomben, Entwicklungshelfer entführen/lynchen und allgemein für Instabilität sorgen. Kein westlicher Staat kann/will sich den langerfristigen Aufbau in der Ferne leisten. Schon Afghanistan und Irak gab es ja unendlich Stimmen, die dauerwährend den sofortigen Abzug gefordert hatten, dass ein Machtvakuum den Wiederaufbau und Aufstieg vom IS ermöglicht hat, hätte ja keiner dieser Linken ja ahnen können.
Aber diese Husos beanspruchen ja auch, dass Vietnam ein Erfolg der Friedensbewegung war. Höre meine Elterngeneration immer noch darüber fluchen.

ajki

Zitat von: forenschlaefer am 25. November 2015, 10:17:48
hätte ja keiner dieser Linken ja ahnen können.

Ich muß hier wirklich mal unangemessen unverschämt werden: Bist Du noch ganz bei Dir??!

Oder waren/sind Bush / Cheney / Rumsfeld... "Linken"?

Soweit es um AFG geht - dtsch. Grünisten dort im "Einsatz" (für ihr Konto) werden das nicht verstehen, auf jeden Fall nicht in Masse - aber der Sündenfall dort von vor dem Anfang der NATO-Beteiligung war/ist die separate und unkontrollierte zweite Schiene, in die sich die Herren Amerikaner nicht hineinreden lassen und unter derem Verantwortungsdach die "äktschn" nach Gusto läuft. Von daher war/ist der ganze internationale Drecksaufwand unter NATO- oder sonstigem Mandat von Haus aus für die Katz gewesen, weil letztlich ja doch die Rambos nach Belieben die Agenda setz(t)en. "Wir" Nicht-USisten haben uns da politisch/aufwandsmäßig zu Knechtdiensten verpflichten lassen - und das war sowohl dumm, als auch falsch, als auch sinnfrei.
every time you make a typo, the errorists win

forenschlaefer

dass der Irakkrieg behindert war, klar. Dass die Neokonservativen dran schuld sind auch.
Aber die fortwährende Forderung der Linkspartei und anderer linken Gruppierungen um einen sofortigen Truppenabzug haben das Schlamassel halt noch schlimmer gemacht.
Bush gab den lebensbedrohlichen Schuss ab, Wiederaufbau wäre Operation am offenem Herzen und die Linken wollten die Operation einfach abbrechen und abhauen, soll es doch von alleine verheilen.

Sauropode

ZitatBush / Cheney / Rumsfeld

Meinst Du, da zündeln nur die Amis? Die Taliban sind infolge der sowjetischen Invasion in Afghanistan entstanden. Die hießen damals noch Mujahihin und wurden vom Westen als Freiheitskämpfer bezeichnet und wohl auch finanziert. Die heutige Knallköpfe werden von einigen feinen Herren vom Golf unterstützt. Es ist zudem auch nicht die Unterschicht jener Länder, die den IS führt, sondern durchaus Leute, denen es eigentlich gut geht. Bei Al Kaida war es Bin Laden, der aus einer reichen Familie aus Saudi-Arabien stammt.

Das Fußvolk, das aus den nicht privilegierten Schicht stammt, wird hirngewaschen und im wahrsten Sinne des Wortes verheizt. Und damit nicht genug, sind die sich auch noch untereinander nicht grün, Shiiten gegen Sunniten, beide gegen Christen und Juden usw. Es ist die depperte Intoleranz und der Rassismus, was dort herrscht. Und wenn die Leute dort so auf Frieden bedacht wären, dann gäbe es dort (mehr) Frieden, trotz Amis.

Zudem ist der Islamismus nicht allein im Nahen Osten verbreitet, sondern im von Warlords ruinierten Somalia (Al Shabbab), Nigeria (Boko Haram), Indonesien (weiß nicht, wie sich die Truppe dort schimpft). Und dort haben Bush/Cheyney/Rumsfeld kaum ihre Dreckpfoten im Spiel. Diesen Ländern gemeinsam ist, dass es nur einen schwachen Staat gibt, Korruption und (nicht überall?) rivalisierend Clanstrukturen. Achja, nicht unwesentlich ist der Islam als ideologische Basis.

Peiresc

Zitat von: Sauropode am 25. November 2015, 16:06:44
Die hießen damals noch Mujahihin und wurden vom Westen als Freiheitskämpfer bezeichnet und wohl auch finanziert.

Nicht nur finanziert, sondern auch ideologisch aufgerüstet. Die CIA hat, soweit ich weiß, "Lehrmaterialien" für die Medressen produziert, in denen die Sowjets die Feinde Allahs waren (stimmt ja in gewisser Weise), und dass es ewige Seligkeit bedeutet, im Kampf gegen sie als Märtyrer zu fallen.

Ist schon ne Weile her, Quellen habe ich nicht parat, aber war was Seriöses. Im Übrigen volle Zustimmung. Aber wie das so ist, Ideologien sind nicht vollständig kontrollierbar, sondern entwickeln auch eine Eigendynamik.

Scipio

Ich ziehe auf den Mond, da habe ich meine Ruhe!

RächerDerVerderbten

Zitat von: Scipio am 25. November 2015, 18:10:11
Ich ziehe auf den Mond, da habe ich meine Ruhe!

Wenn de Dir son Mondgrundstück leisten kannst...

Aber Vorsicht, gibt da auch unseriöse Makler 8)

http://www.mondgrundstueck-kaufen.de/?gclid=COCAoYGLrMkCFYvnwgod3V8AkQ
If the only thing keeping a person decent is the expectation of divine reward, brother, that person is a piece of shit. Rusty Cohle

ajki

Zitat von: Sauropode am 25. November 2015, 16:06:44
Meinst Du, da zündeln nur die Amis?

Nicht "mein" Thema im Zusammenhang - was die jeweils lokalen Irren anderwärts untereinander auskarteln, ist für mich zunächst mal irrelevant. Relevant für mich ist im gegebenen Zusammenhang erstmal nur der Balken im eigenen Auge - und der ist das Entstehen einer der vielen Dolchstosslegenden im Zusammenhang mit der Verantwortung für eine Desaster.

Zitat von: forenschlaefer am 25. November 2015, 15:50:32
Dass die Neokonservativen dran schuld sind auch.

Soweit also herrscht Einigkeit. Aber dann geht es doch wieder schief - und ich glaube, es ist wichtig zu erkennen, was da schief läuft:

Zitat von: forenschlaefer am 25. November 2015, 15:50:32
Aber die fortwährende Forderung der Linkspartei und anderer linken Gruppierungen um einen sofortigen Truppenabzug haben das Schlamassel halt noch schlimmer gemacht.
Bush gab den lebensbedrohlichen Schuss ab, Wiederaufbau wäre Operation am offenem Herzen und die Linken wollten die Operation einfach abbrechen und abhauen, soll es doch von alleine verheilen.

a: "Linkspartei/andere linke Gruppierungen/Pazifisten (ferngesteuerte)" etc. hatten/haben Minimalanteile an der realen politischen Verantwortung. Zu behaupten, die paar Prozentanteile seien für irgendwas "verantwortlich", ist mindestens absurd oder aber ein wissentliches/willentliches Aufbauschen einer "roten Gefahr".

b: eine ganz andere Sache ist es allerdings, dass eine sehr breite Opposition gegen "Falken"-/"Bellizisten"-Politiken (in politischen Verantwortungsämtern) sehr wohl existiert - und zwar quer durch alle Volksparteiungen und beinahe naturgemäß sowieso in der Wohnbevölkerung (was man in US /GB auch gerne "isolationistische Strömungen" nennt / abqualifiziert). Wenn Cons/NeoCons mit bellizistischer Tendenz die Verantwortung tragen, werden diese breiten Strömungen gerne zugunsten der vermeintlich "einfachen" (militärischen) Lösung ignoriert.

c: die *notwendige* Folge dieser Mißachtung ist der fehlende gesamtgesellschaftliche Konsens (die paar Leutchen unter a: sind im Zusammenhang irrelevant), dessen Fehlen eine tragfähige und stabile Zieldefinition verhindert. Die Verhinderung geschieht unterm Strich durch simple Haushaltsarithmetik - die Bellizisten-Regierung kann qua Kompetenz diverse low ops starten und auch nötigenfalls jahrzehntelang durch haushalterische Umverteilungsmacht unterhalten, aber der fehlende Zielkonsens verhindert wirkungsvoll das Erreichen eines nicht-definierten Endzwecks.

(Endzweck: irgendwas von "Ruhe" im Sinne von Friedhofsruhe bis runter zu Marshallplan-Äquivalenten inklusive "kultureller" Eingemeindung)

Wer AFG / "Arabien" / sonstige Pusemuckelregionen befrieden will, der muß Langfrist-Strategien mit sehr, sehr viel Aufwand betreiben. Dafür braucht man tragfähige politische Übereinkünfte der großen Lager. Wenn man die nicht will, nicht mag, nicht zu brauchen meint, der wird scheitern.

Wenn man allgemein den Aufwand scheut (für die Krawuselnester), was ich persönlich zu vollen 100 Prozent verstehen würde, dann bleibt nur Unterstützung für starke Regimes vor Ort unter und neben dem Radar über (was angeblich unmoralisch ist, aber jahrtausendelang geübte Praxis pragmatischer Realpolitik).

Was gar nicht geht sind VT vom Schlage "Dolchstoßlegende" - die spielen nur Extremisten in die Hände.
every time you make a typo, the errorists win

sumo


Nicht_Peter

Das ist schon ärgerlich. Bis jetzt stößt der Daesh im Westen gesellschaftlich ja eher auf Ablehnung. Zum Glück sprechen die italienischen Stalinisten jetzt endlich mal die WahrheitTM aus: Der IS ist gar nicht so böse wie alle immer behaupten, immerhin kämpft auch er gegen Kapitalismus und Imperialismus und deshalb sollten wir uns mit ihm solidarisieren !!!
http://pmli.it/articoli/2015/20151015_scuderiletussupporttheislamicstate.html
:crazy 

Die Seite ist auch sonst ein echtes Highlight...
:deppenalarm:

Conina

Die haben eben keinen so tollen Posterboy wie die Kubaner:

Sauropode

Der Che ist dort omnipräsent. Man sollte ihm zugute halten, dass der die Revolution im Kongo und in Bolivien vergeigt hat.