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Autor Thema: Peter-Singer-Preis  (Gelesen 9186 mal)

Conina

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #15 am: 27. Mai 2015, 20:50:52 »
Dass die atheistische Szene so ulkig ist, war schon ´ne interessnte Erfahrung.  ::)

(Herrn Dawkins lese ich immer noch sehr gerne)

Conina

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #16 am: 30. Mai 2015, 10:54:14 »

pelacani

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #17 am: 30. Mai 2015, 12:06:24 »
Feuerbringer und MSS diskutieren:
http://www.feuerbringer-magazin.de/2015/05/30/schmidt-salomon-vs-andreas-mueller/

Das ist ja nicht unflott. Andreas Müller schreibt:
Zitat
Im Gegensatz zu dir sind wir nicht der Meinung, dass Ärzte dazu verpflichtet (!) sein müssten, auf Wunsch des Patienten Sterbehilfe zu leisten.
Das hat der Schmidt-Salomon wirklich so gesagt? Hier seine Entgegnung:
Zitat
Zur Sterbehilfe: Ich stimme zu, dass man keinen Arzt dazu zwingen darf, Sterbehilfe zu leisten.
Unglaublich. Entweder, er hat es nicht so gesagt wie von Müller wiedergegeben, dann muss er Müller explizit vorwerfen, gelogen zu haben, oder er hat es so gesagt, dann hat er offen einzuräumen, dass er seine Position aufgegeben hat.
Zitat
Das ist selbstverständlich eine persönliche ethische Entscheidung. Allerdings denke ich, dass ein Mensch vor seiner Berufswahl überlegen sollte, ob er tatsächlich die erforderlichen Qualifikationen für seinen Job besitzt. Konkret: Ich meine, dass ein Palliativmediziner, der aus ethischen Gründen einen wohlinformierten, aufgeklärten Patienten bei seinem Sterbe-Wunsch nicht unterstützen kann, für seinen Job ähnlich schlecht geeignet ist wie ein Gynäkologe, der es aus ethischen Gründen ablehnt, einer vergewaltigten Frau die Abtreibungspille zu verschreiben. Bist du da wirklich anderer Ansicht?
Was ist denn das für ein Unsinn? Ein Palliativmediziner, der keine Todesspritze setzen will, hat seinen Beruf verfehlt?

Andreas Müller formuliert das in wünschenswerter Klarheit:
Zitat
Ja, da bin ich anderer Ansicht. Das große ethische Ziel von Ärzten ist es, Menschen zu heilen. Ich kenne einige Leute, die aus puren idealistischen Gründen Ärzte geworden sind (auch ökonomisch eine weit bessere Idee, als aus idealistischen Gründen Publizist zu werden), weil sie Menschen heilen möchten. Nun erzählst du denen, dass sie fehl am Platze sind als Ärzte, wenn sie ihre Patienten auf deren Wunsch hin nicht beim Selbstmord helfen wollen. Sorry, nein, ich finde nicht, dass sie das unbedingt tun müssten. Es gehört nicht zu den essenziellen Aufgaben eines Arztes, zum Tod seiner Patienten beizutragen. Irgendwie klar, oder?

Abtreibungspillen sollte ein Arzt verschreiben, weil eine Frau das Recht hat, über ihr eigenes Leben zu bestimmen, und ein Embryo nicht. Ein todkranker Patient hat natürlich auch Rechte – aber es gibt kein politisches oder auch nur ethisches Recht, dass einem andere Menschen bei der Selbsttötung helfen müssen. Erneut wird klar, dass MSS von einer Pflichtethik ausgeht.
Richtig.

Zitat von: MSS
Leider habe ich nicht die Zeit, über diese und andere Punkte ausführlicher zu diskutieren.
Diese Kartoffel scheint dann doch ein bisschen zu heiß.

ajki

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #18 am: 30. Mai 2015, 12:12:14 »
äh...
Zitat
Andreas Müller (feuerwächter)

Zitat von: Impressum der Seite
...ist einer der wenigen deutschen Vertreter von Ayn Rand[s irgendwas]...

Also, ich weiß ja nicht...
every time you make a typo, the errorists win

pelacani

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #19 am: 30. Mai 2015, 12:17:04 »
Das entwertet seine Replik auf Schmidt-Salomon nicht. Von mir aus kann er ansonsten ruhig ein bisschen schräg sein.

Wolleren

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #20 am: 30. Mai 2015, 15:23:42 »
Müller drückt sich um die PID-Frage herum. MSS stellt wenigstens sich der Kritik, mit der Befürwortung der PID wolle er alle genetischen Abweichler ausrotten. Bei aller berechtigter Kritik an MSS und seinen Positionen: Die Kritik macht es sich manchmal auch arg einfach.

pelacani

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #21 am: 30. Mai 2015, 15:38:17 »
Sei mal ein bisschen ausführlicher, am besten Link oder so.  ;)

(Aber wenn Schmidt-Salomon behaupten sollte, dass zwei plus zwei gleich vier ist, werde ich ihm nicht widersprechen.)

ZKLP

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #22 am: 01. Juni 2015, 09:53:31 »
Am Rande der Preisverleihung:

Dr. Mark Benecke und MEP Stefan Bernhard Eck halten Stöckchen
(von hier)

Mir war bis gerade eben doch glatt entgangen, dass Benecke nicht nur Landesvorsitzender NRW der PARTEI ist, sondern auch Mitglied der GWUP.

Aber vermutlich wollte Benecke nur den mittlerweile parteilosen Eck als neues Parteimitglied anwerben.
Erfahrung als Mitglied einer Satirepartei hat Eck ja bereits.  :grins

Wolleren

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Re: Peter-Singer-Preis
« Antwort #23 am: 02. Juni 2015, 01:13:46 »
Sei mal ein bisschen ausführlicher, am besten Link oder so.  ;)

(Aber wenn Schmidt-Salomon behaupten sollte, dass zwei plus zwei gleich vier ist, werde ich ihm nicht widersprechen.)

Singer hin, Singer her:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/31751
Zitat
Nach unserem Pressegespräch wurde der smarte Schmidt-Salomon dann auch persönlich und versuchte mir zu erklären, ich sei als Behinderter doch gar nicht gemeint mit Singers Thesen, es gehe doch nur um die Erlösung "Unheilbar Kranker". Als ich ihm dann aber klar machte, dass Singers krude Bioethik für mich das Unheil sei, weil ich mit der Besonderheit einer Muskeldystrohie zur Welt gekommen bin, versuchte er mich damit zu vertrösten, dass es doch für keinen Menschen erstrebenswert sei, mit einer Behinderung zu leben. Und wenn ich gar nicht erst geboren worden wäre, würde ich doch überhaupt nicht merken, dass ich nicht lebe. Dass wir Behinderten nicht behindert sind, sondern behindert werden durch Diskriminierung, Aussonderung und Barrieren, das hat der in seinen Selektionsrausch verwickelte Herr Humanist nicht verstanden oder nicht verstehen wollen.
...

Kann sein, dass MSS in Singer fälschlicherweise einen Mitkämpfer sieht, denn Singer geht es ja ums postnatale Umbringen. Hier hat MSS aber ganz offensichtlich von Menschen gesprochen, die gar nicht erst geboren werden. Aber MSS beschäftigt sich nicht mit Abtreibungen, sondern programmatisch mit der PID. Darauf weist auch das Wort "Selektionsrausch" hin.
Die Kritik, die ihm in diesem Zitat entgegenschlägt, ist bekannt: Wer Erbkrankheiten durch PID vermeiden will, ist aus irgendwelchen logischen Gründen ein Unmensch. Ich halte das für unlogischen Quatsch und hätte MSS zugebilligt, hier etwas weniger verständnisvoll zu reagieren. Scheiße, ich würde sogar RAUL KRAUTHAUSEN schief angucken, wenn er so ärmlich argumentieren würde!

Stattdessen stößt man beim Feuerbringer auf Ungenauigkeiten:

Zitat
Übrigen glaubt MSS selbst auch nicht an unumstößliche Menschenrechte, sonst würde er das Eigentum anderer Menschen nicht noch mehr umverteilen wollen.
Vielleicht habe ich das ja verpasst, dass MSS das Recht auf Eigentum ablehnt. Jedenfalls, Umverteilung verstößt nicht automatisch gegen § 14 GG. Und es geht in der Ethikdebatte hier um Persönlichkeitsrechte und nicht um Freiheitsrechte.

Zitat
Wie Ideen zusammenhängen und aufeinander aufbauen, ist dir nicht klar.
Ist das - trotz vorhandener Indizien - tatsächlich so? Wer im Glashaus sitzt...., ich bin ziemlich sicher, man könnte Andreas Müller auch den einen oder anderen Mist nachweisen.

In diesem Stil überflüssiger persönlicher Angriffe geht es weiter: gähn. Und kein Wort zur PID.