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Autor Thema: Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern  (Gelesen 1912 mal)

pelacani

  • Gast
Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern
« am: 22. Februar 2015, 14:47:21 »
Was sind denn das für welche?
https://www.nano-control.de/presse.html
Die schaffen es bis in die Öffentlichkeit.

Irgendwie eigentümlich.

Zitat
… nano-Control hat die Verleihung des Blauen Engel und des Nachhaltigkeitspreises für Laserdrucker scharf kritisiert (zur Meldung). Untersuchungen und Studien zeigen, dass Toner mit Schwermetallen, krebserregendem Carbon Black und anderen Schadstoffen belastet sind, die nachweislich beim Drucken frei werden. Laut amtlicher Messungen werden Milliarden Partikel pro Seite emittiert. nano-Control liegen tausende schriftliche Meldungen von Betroffenen vor, die oft schwer erkrankt sind. Es gibt auch Todesfälle. Fall für Fall wird der Dreck aus dem Drucker im Blut und Körperzellen nachgewiesen. Studien liefern inzwischen weltweit belastbare Hinweise …
https://www.nano-control.de/pdf_htm/nC-Presseinfo-150126.pdf
[Hervorhebung durch mich]

Klugerweise verzichtet man auf jeden Hinweis, wo das mit den Todesfällen nachzulesen wäre.

ajki

  • Forum Member
  • Beiträge: 955
Re: Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern
« Antwort #1 am: 22. Februar 2015, 15:32:52 »
Was sind denn das für welche?

Nuja... die Üblichen, dürfte man wohl schätzen. Das "Thema" macht gelegentlich die Runde. Rund um das Jahr 2008 gab es eine Häufung, ca. 2012 erneut. Die 2008er Häufung wurde verursacht durch verschiedene Veröffentlichungen zum Thema (hier: "karzinogen"), darunter BfR, Universitäten und eben auch "nano-control", die 2012er Häufung durch ähnliche Veröffentlichungen, diesmal hinsichtlich "Feinstaub".

Zu dem Verein/der "Stiftung" führt die sz in einem journalistischen Überblicksartikel vom 17.5.2010 leicht süffisant aus:
Zitat von: sz
... Bei Analysen durch die Stiftung Nano-Control, die im Frühjahr 2008 von Tonergeschädigten gegründet wurde, seien häufig Schwermetalle aus Tonern im Körper von Betroffenen nachgewiesen worden, berichtet der Vorsitzende der Stiftung, Hans-Joachim Stelting. Messdaten dazu will die Stiftung allerdings nicht öffentlich vorlegen. ...

In dem Artikel findet man die diversen Player der Unis (Hinweise auf Machbarkeitsstudien, die Promotionsarbeit an der Uni Rostock etc.) und die Hinweise des BfR rund um die Karzinogenitätsprobleme (2008er-Wirbel). Die Feinstaub-Wirbel wirbelten dann in 2012.

Auf der entsprechenden BfR-Seite kann man zu beiden Wirbeln die verschiedenen Stellungnahmen einsehen.

Es gibt wahrscheinlich in dem Sinne keine Fazit. Das ist allerdings auch hinsichtlich der Verlautbarungen von "nano-control" nicht nötig: Wenn die "Tote" behaupten, müßten sie die auch "belegen" können. Das ist schlicht und einfach nicht machbar
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pelacani

  • Gast
Re: Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern
« Antwort #2 am: 22. Februar 2015, 20:49:22 »
Die entscheidende Nachricht ist für mich die hier
Zitat
Stiftung Nano-Control, die im Frühjahr 2008 von Tonergeschädigten gegründet wurde
Da interessiert jetzt aber mal, wie die Stiftung sichergestellt hat, dass die Anspruchsberechtigten nicht in Wirklichkeit am Sick-Building-Syndrom leiden. Schwierige Kiste; das eine schließt das andere nicht aus. Wenn ich Druckerhersteller wäre, würde ich jedenfalls darauf abfahren und den Schwarzen Peter weit weit von mir schieben.

Auch entsteht der Verdacht auf eine mögliche Komorbidität mit Schädigung durch Handystrahlen, Funkmasten, Infraschall etc.

In der Ersten Reihe, zur besten Sendezeit, wird der Stifter der Stiftung quasi als Experte gehandelt
http://www.sueddeutsche.de/wissen/krankheitsrisiko-laserdrucker-toner-im-tumor-1.540999
und darf unwidersprochen und unhinterfragt behaupten, dass es im letzten Jahr 3 Todesfälle gegeben habe.

Nogro

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  • Beiträge: 1593
Re: Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern
« Antwort #3 am: 22. Februar 2015, 21:32:45 »
Eigentlich hätten die Morddrucker erst in den Handel kommen dürfen, wenn eindeutig nachgewiesen ist, dass sie keine gesundheitlichen Schäden verursachen können, die Tonermafia hat das aber verhindert!
(Habe die Diskussion schon hinter mir, dank eine Gewerkschaftsforderung nach Feinstaubfiltern an den Druckern)
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

ajki

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Re: Tod durch Feinstaub aus Laser-Druckern
« Antwort #4 am: 23. Februar 2015, 00:03:26 »
Morddrucker

:-)

Los ging es eigentlich seinerzeitestens beim Aufkommen von arbeitsplatznahen Toner-basierten Geräten (Faxdinger, vor allem Kleinkopierer...) mit dem *unabweislichen*, *klaren* und *eindeutigen* Beweis! der dodaalen Giftigkeit durch den simplen Geruch dieser verbrecherischen Instrumente. Das war ja völlig eindeutig, wie dieser "Ozongestank!" die armen Bürofexe reihenweise dem Siechtum und Tod überantwortete. Ständige Koppmine war das allermindeste. Wäre dieser eindeutigen Menschen- und Arbeitsrechtsverletzung nicht die 20-jährige Kampfphase gegen die unmenschlichen, nervenzerrüttenden Abteilungs- oder gar Arbeitsplatzdrucker mit "Nadel"- (=HAMMER!-) Drucktechnik vorausgegangen und hätte der Kopierer unter eigener Kontrolle nicht gewisse unabweisliche Annehmlichkeiten mit sich gebracht, dann wären die Büros heute genfre... äh, tonerfrei.
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