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Autor Thema: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes  (Gelesen 4345 mal)

Laurence

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Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« am: 23. September 2011, 16:14:28 »
La France a rêglementé le titre de psychotérapeute, ce qui en dérange plus d'un. Ils ont donc trouvé une parade et s'intitulent désormais "psychopraticiens" (ou encore "coach de vie). Les "psychopraticiens" sont donc des personnes qui n'ont pas le droit de porter le titre que psychothérapeutes, mais qui n'en pratiquent pas moins de fait la psychothérapie, puisque aucun texte ne l’interdisant, la psychothérapie peut être pratiquée par quiconque le souhaite!

Voir l'article de Guy ROUQUET, président de Psychothérapie vigilance: "PSYCHOTHERAPIE, PSYCHOTHERAPEUTES, PSYCHOPRATICIENS… ? DE LA NECESSITE D’ASSOCIER LA PROTECTION D’UN TITRE A CELLE DE L’EXERCICE ATTENANT"
 
http://www.psyvig.com/default_page.php?menu=1&page=50

et http://www.pseudo-medecines.org/article-a-quand-les-psychotacticiens-84939956.html de Jean Brissonnet

On n'est pas loin de l'article récent d'EsoWatch "Titelmissbrauch" sur l'utilisation frauduleuse de titres. De fait ici il s'agit de pratique quasi-frauduleuse et de contournement de la loi française.


P.Stibbons

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #1 am: 30. September 2011, 23:39:56 »
Danke, Laurence !

Kann das mal wer elegant übersetzen - das ist für Deutschland auch wichtig:  "Heilpraktiker Psychotherapie" , "Klangtherapeut" etc... sag ich nur!

Wiesodenn1

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #2 am: 01. Oktober 2011, 00:33:36 »
Ich habe es mal versucht, aber nicht sooo elegant. Entschuldigt mein nicht so gutes Deutsch.

Zitat
Frankreich hat den Titel Psychotherapeut reglementiert, was mehr als einen stört. Diese haben nun eine Gegenmassnahme ergriffen und nennen sich „Psychopraktiker“ Die „Psychopraktiker“ sind also Personen, die nicht das Recht haben den Titel Psychotherapeut zu führen, aber die vielfach trotzdem Psychotherapie anbieten, da kein Gesetz es verbietet.
Die Psychotherapie kann durch jeden, der es möchte, betrieben werden.

Guy Roquet, der Präsident der Vereinigung Psychothérapie Vigilance, sagt: „PSYCHOTHERAPIE, PSYCJOTHERAPEUTEN, PSYCHOPRAKTIKER… ? VON DER NOTWENDIGKEIT …. (Mit dem Titel habe ich Schwierigkeiten.)
 
http://www.psyvig.com/default_page.php?menu=1&page=50

und  http://www.pseudo-medecines.org/article-a-quand-les-psychotacticiens-84939956.html  von Jean Brissonnet
Man ist nicht weit vom kürzlich erschienen Esowatch Artikel  „Titelmissbrauch“ über den betrügerischen Titelgebrauch.
De facto handelt es sich hier um eine quasi-betrügerische Praxis unter Umgehung französischer Gesetze.

Bernhard Hoëcker: "Homöophatie ist, wenn Du über ein Feld läufst, furzt und sagst es ist gedüngt."

Wiesodenn1

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #3 am: 01. Oktober 2011, 12:22:23 »
Ich werde versuchen die Texte in den zwei Links in den Daumendrehzeiten Wartezeiten auf der Arbeit zu übersetzen.
Kann aber dauern.
Bernhard Hoëcker: "Homöophatie ist, wenn Du über ein Feld läufst, furzt und sagst es ist gedüngt."

Wiesodenn1

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #4 am: 01. Oktober 2011, 15:14:33 »
Teil 2

Zitat
Wann kommen die Psychotaktiker?

Wie es der Zufall will! So sagt man mindestens, aber ich sage eher:  Es gibt schon glückliche(?) Zufälle… zufällig.

Kurz gesagt ! Heute Morgen bin ich auf Ausbildungsseite gestossen die mir die Sprache verschlagen hat.

Auf der ersten Seite konnte man auf der ersten Linie lesen: „ Der Begriff „Psychopraktiker“ ist eine Berufsbezeichnung, die die alte Bezeichnung „Psychotherapeut“ ablöst bevor diese eine geschützte Berufsbezeichnung  wird“.

Tatsächlich steht auf dieser  Webseite ganz klar, dass  die Berufsbezeichnung Psychotherapeut  gesetzlich geregelt wird und dass es unter gewissen Umständen genügt eine andere Bezeichnung zu finden um wie in der Vergangenheit weiter zu machen.

In meiner grossen Naivität meinte ich, dass mit dem Gesetz das Problem gelöst sei. Leider rechnetet ich nicht mit dem Erfindungsreichtum derer, die vorgeben Bildungen zu vermitteln, die aber nur für sie selber nützlich sind.

Ich habe mir natürlich vorgenommen euch darüber zu berichten und eure Aufmerksamkeit auf dieses Phänomen und seine perversen Auswirkungen zu lenken.

Nun aber habe ich durch Zufall heute Nachmittag eine Mail  von Guy Roquet, Präsident von „Psychothérapie vigilance“, erhalten der mich informierte,  dass er gerade einen Artikel über dasselbe Thema online gestellt hat.

Da er auf diesem Gebiet viel kompetenter ist als ich es bin, rate ich euch dort nachzulesen.

http://www.psyvig.com/default_page.php?menu=1&page=50

Zögert nicht diese Information über Facebook, Twitterzu verbreiten; aber nemmt sie vor allem zur Kenntnis und… seid auf der Hut

Bernhard Hoëcker: "Homöophatie ist, wenn Du über ein Feld läufst, furzt und sagst es ist gedüngt."

P.Stibbons

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #5 am: 01. Oktober 2011, 15:26:46 »
Super!

Danke schon im Voraus!

Wiesodenn1

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #6 am: 02. Oktober 2011, 17:16:06 »
Numero tre:

Fragezeichen in Klammern bedeuten, dass ich ziemlich unsicher über die korrekte Übersetzung bin.
Mehrere Punkte hintereinander im ersten Absatz: war mir zu mühsam und ist mir zu unwichtig erschienen.

War einerseits eine spannende ungewohnte Übung, nachdem ich seit über 40 Jahren fast nichts mehr mit schriftlichem Französisch zu tun hatte.
Das Schwierigste war die einigermassen passenden Synonyme zu finden: Text auf französich kapiert aber null Ahnung wie auf deutsch ausdrücken.

Zitat
Psychotherapie, Psychotherapeuten, Psychopraktiker….
Von der Notwendigkeit den Schutz eines Titels auf eine ähnliche Berufsausübung zu erweitern. (So in etwa)

Von Guy Roquet

Seit der Ankündigung des Gesetztes Nr. 2004-806 vom 9. August 2004, die Politik der öffentlichen Gesundheit betreffend, insbesondere seinen Artikel 52, geändert durch den Artikel 91 des Gesetzes Nr.  2009-879 vom 21.  Juli 2009………………………..
ist die Benutzung des Titels « Psychotherapeut » reglementiert.

Diese Benutzung ist abhängig von einer Bestätigung über eine psychopathologische Bildung von im Minimum 400 Stunden und einem fünf monatigen unter dem Artikel 4 des Dekretes stehenden Praktikum. (uups)

Diese gesetzliche Vorschrift wurde eingeführt um  Personen, die eine punktuelle oder dauerhafte Behandlung wegen psychischer Probleme benötigen, zu schützen.
In der Tat waren diese besonders fragilen und verwundbaren, in ihrer mentalen Gesundheit schwankenden, teils mit schweren Krankheiten beladenen Personen riskanten, unkonventionellen Praktiken ausgesetzt, einige Praktiken quacksalberisch, andere sektiererisch, von nicht medizinisch, psychologisch oder psychopathologisch qualifizierten Personen ausgeübt.
Nun aber sieht man, dass Personen, die nicht die Befähigung haben den Titel Psychotherapeut zu tragen, Mitglieder von Organisationen sind, die nichts unversucht gelassen haben sich währen elf Jahren gegen den Willen des Gesetzgebers zu stellen. Sie legen das Gesetz so auss, dass nur der Titel Psychotherapeut geschützt ist, nicht aber die Ausübung des Berufes des Psychotherapeuten. Das heisst nach ihrer Interpretation, dass die Psychotherapie von jedem, der es wünscht, ausgeübt werden darf, da es keinen Gesetzestext gibt der das untersagt.
Und so kommt es, dass die selbsternannten oder fälschlicherweise habilitierten Psychotherapeuten auf ihrem Schild das Wort Psychotherapeut gestrichen und durch Psychotherapie, einige schreiben Psychopraktiker, ersetzt haben.
Ebenso haben sie in den geschäftlichen Verhandlungen mit den Betreibern der Gelben Seiten eine Eröffnung einer Rubrik „Psychotherapie (ausserhalb des reglementierten Verbandes)“. Diese Rubrik erscheint nach dem Ende der  vom Dekret bestimmten Übergangszeit in der digitalen und gedruckten Version direkt hinter der Rubrik „Psychotherapeuten“.

Obwohl gesetzeskonform werfen diese Initiativen ein Grundproblem insofern auf, als dass der Gedanke, der hinter der Einführung des Gesetzes steht, nachweislich unglaubwürdig wird.
Auf der einen Seite werden die Anwender oder die Patienten im Unklaren gelassen, und aufgerufen eine nicht qualifizierte oder zu wenig qualifizierte Person aufzusuchen, andererseits wird der Staat sehr schnell in die Pflicht genommen werden sobald ein Problem auftauchen wird.
In der Tat, was wird passieren wenn ein Gericht einen Beschuldigten verurteilt eine Psychotherapie zu machen? Muss das Gericht in der Urteilsbegründung erklären, dass es Psychotherapie und Psychotherapie gibt? Eine reglementiert, die andere nicht. Dass die Eine von der Krankheit erlöst, die Andere sich auf praktische Erfahrung beschränkt. Und dass es vor allem nicht die Praktik der Einen mit der Praktik der Anderen zu verwechseln gilt.
Wird der Justizminister die Richter, Staatsanwälte über dieses Thema informieren?

Abgesehen von dieser Schwierigkeit (Stolperstein?), was wird geschehen wenn man sich Fragen über die psychotherapeutische Betreuung eines rückfälligen Kriminellen stellt und herausfindet, dass sein „Praktiker“ ein Reikilehrer mit einem in drei Wochen erworbenen Diplom ist oder ein psycho-organischer (?) Praktiker, gerade mal mit dem Abitur in der Tasche.

Die Frage nach dem Platz der Gesetze in der Gesellschaft ist gestellt. Die gezeigten Machenschaften zeigen die Notwendigkeit auf, die Ausübung eines Berufes mit der ihn betreffenden Berufsbezeichnung zu verbinden
Die Verabschiedung eines Gesetzes über Allgemeinmedizin (?), das festlegt, dass jede Berufsbezeichnung ähnliche Ausübungen schützt, würde nicht nur die Fragestellung in der Psychotherapie sondern auch die anderer therapeutischer Fachgebiete, wie z.B.  die Osteopathie, regeln. Jede Ausübung ohne einen für die Disziplin notwendigen Titel muss als Gesetzesbruch gesehen werden.

Gewiss, die Frage nach der Ausübung der Psychotherapie zeigt einen komplexen Gesichtspunkt auf weil es sich um eine unter Psychiatern, klinischen Psychologen, gewissen Psychoanalytikern und von nun an Psychotherapeuten mit geschütztem Titel aufgeteilte Praxis handelt. Aber alle diese ordnungsgemäss ausgebildeten Fachleute handeln in Übereinstimmung mit dem Gesetz, das den minimalen Stand oder die teilweise oder totale Befreiung von der Ausbildung  festlegt. Indem man Personen stillschweigend (?) erlaubt sich Therapeut zu nennen oder Praktikern einen Beruf auszuüben, ohne das rechtsstaatlichen Prinzip der „Gleichheit“, was Studium oder Gesetzesanspruch anbelangt, anzuwenden, verstösst man gegen dieses Prinzip.

Zu guter Letzt, es besteht das Risiko, dass die Ausbildung an den Universitäten, die die intellektuelle und wissenschaftliche Qualität zur Ausübung gewisser Berufe garantiert, abgewertet wird. Im Bereich Gesundheitswesen und wo die Sicherheit der Betroffenen im Spiel ist, ist es angemessen jede Möglichkei,t durch Kunstgriffe und verschiedene Tricks „ausserhalb eines geregelten Rahmens“ Praktiken einzuführen, zu unterbinden.
Auch gehört es sich für einen Gesetzgeber zügig einen Gesetzestext zu erlassen, der aussagt, dass jeder geschützte Titel auch den Schutz der Ausübung des Berufs nach sich zieht.

*Text veröffentlicht am 22. September 2011:
http://www.psyvig.com/default_page.php?menu=1&page=50

Bernhard Hoëcker: "Homöophatie ist, wenn Du über ein Feld läufst, furzt und sagst es ist gedüngt."

P.Stibbons

  • Gast
Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #7 am: 02. Oktober 2011, 18:10:23 »

Zitat
Zu guter Letzt, es besteht das Risiko, dass die Ausbildung an den Universitäten, die die intellektuelle und wissenschaftliche Qualität zur Ausübung gewisser Berufe garantiert, abgewertet wird. Im Bereich Gesundheitswesen und wo die Sicherheit der Betroffenen im Spiel ist, ist es angemessen jede Möglichkei,t durch Kunstgriffe und verschiedene Tricks „ausserhalb eines geregelten Rahmens“ Praktiken einzuführen, zu unterbinden.
Auch gehört es sich für einen Gesetzgeber zügig einen Gesetzestext zu erlassen, der aussagt, dass jeder geschützte Titel auch den Schutz der Ausübung des Berufs nach sich zieht.

Auch in Deutschland ist der Begriff "Therapeut" nicht geschützt, und das zieht vergleichbare Probleme nach sich.

Die indirekte Abwertung einer langjährigen akademischen und klinischen Ausbildung mit Staatsexamina, Pflicht-Zeiten einer Tätigkeit unter Aufsicht, Akkreditierung durch entsprechende Berufsverbände  etc. ist unheilvolle Konsequenz der leider auch hier bei uns wie Pilze aus dem Boden schießenden Schmalspur-und Jodeldiplome  >:(

Danke, Wiesodenn, für die zeitaufwändige Übersetzung!  :grins2:



Wiesodenn1

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Re: Exercice de la psychothérapie par des non-psychothérapeutes
« Antwort #8 am: 02. Oktober 2011, 18:17:57 »

Danke, Wiesodenn, für die zeitaufwändige Übersetzung!  :grins2:





Gerne geschehen.
Bernhard Hoëcker: "Homöophatie ist, wenn Du über ein Feld läufst, furzt und sagst es ist gedüngt."