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AKWs: Die wahre Gefahr

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Begonnen von cohen, 06. April 2011, 12:23:15

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PaulPanter


PaulPanter

Zitat von: cohen am 11. Mai 2011, 11:10:28
leicht offtopic:
Wie wird eigentlich über "energetische Sanierung von Gebäuden" Strom gespart?
Das lief mir immer mal über den Weg.
Klimaanlagen, Nachtspeicher, Licht (LED Technik) fallen mir auf Anhieb ein.

rincewind

Zitat von: PaulPanter am 11. Mai 2011, 11:54:33
@rincewind
Nicht immer alles so negativ sehen.

Wenns um Physik, Ökonomie und Ökologie geht, hilft weder eine positive oder negative, sondern höchstens eine sehr pragmatische Sicht weiter.


Zitat
Hier noch die Zusammenfassung von dem Report.
http://www.ipcc.ch/news_and_events/docs/ipcc33/PRESS%20RELEASE%20Updated%20version%20-%20Potential%20of%20Renewable%20Energy%20Outline.pdf

Danke. Daraus:

ZitatThe most optimistic of the four, in-depth scenarios projects renewable energy accounting for as much as 77 percent of the world's energy demand by 2050,
ZitatThese lead to varying levels of total primary energy supply in 2050, with the lowest of the four scenarios seeing renewable energy accounting for a share of 15 percent in 2050,

Also eine Prognose zw. 15 und 77%. Jetzt kann man es sich aussuchen. Ich sagte ja, würfeln wäre billiger gewesen. Und dass ihr Anteil zunehmen wird, steht wohl auch außer Frage.

Vielleicht hab ichs überlesen, aber in dem Report steht nichts über die Kosten der Energiespeicherung, einem nach wie vor völlig ungelösten Problem, wenn es um sehr große Maßstäbe geht.   

PaulPanter

ZitatAlso eine Prognose zw. 15 und 77%. Jetzt kann man es sich aussuchen. Ich sagte ja, würfeln wäre billiger gewesen. Und dass ihr Anteil zunehmen wird, steht wohl auch außer Frage.
Ich hab ja auch nur Die Infos die du hast, aber so steht das da nicht. Je nach dem welches Szenario man nimmt, kommt man auf die besagten Zahlen.
Das hat doch mit Würfeln nix zu tun.

ZitatVielleicht hab ichs überlesen, aber in dem Report steht nichts über die Kosten der Energiespeicherung, einem nach wie vor völlig ungelösten Problem, wenn es um sehr große Maßstäbe geht.
Den 900 Seitenbericht kennt wohl keiner von uns. Ich kann mir nicht vorstellen, das die sowas komplett ignorieren.
Die Frage, die ich mir dabei immer stelle ist, wie viel Speicherleistung braucht man denn überhaupt? Dazu habe ich keine Quellen gefunden.
In Kombination mit Gaskraftwerken z.B. kann ich sehr gut erneuerbare Regeln. Die Gaskraftwerke schalte ich einfach ab, wenn Wind oder Sonne Energie liefern. Was soll ich da Speichern? Wird doch eh alles verbraucht.
Ich will jetzt damit nicht sagen das man keine Speicherkraftwerke braucht.

mossmann

Zitat von: cohen am 11. Mai 2011, 11:10:28

Wie wird eigentlich über "energetische Sanierung von Gebäuden" Strom gespart?


mit Feng Shui?

;)
Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

StarBurst

Zitat von: PaulPanter am 11. Mai 2011, 13:34:15
Die Frage, die ich mir dabei immer stelle ist, wie viel Speicherleistung braucht man denn überhaupt? Dazu habe ich keine Quellen gefunden.
In Kombination mit Gaskraftwerken z.B. kann ich sehr gut erneuerbare Regeln. Die Gaskraftwerke schalte ich einfach ab, wenn Wind oder Sonne Energie liefern. Was soll ich da Speichern? Wird doch eh alles verbraucht.
Ich will jetzt damit nicht sagen das man keine Speicherkraftwerke braucht.

Na die mögliche Leistung der Speicherkraftwerke oder der Gaskraftwerke muss logischerweise so groß sein, wie die gesamte Kapazität der Wind- und Sonnenenkraftwerke, falls diese nämlich gar nichts oder nur sehr wenig liefern, was so ungefähr jeden Tag passiert. Gaskraftwerke werden momentan größtenteils als Spitzenlastkraftwerke benutzt, wenn du mit denen den gesamten Strombedarf von D decken willst, musst du warscheihnlich noch ungefähr 200 von denen bauen. Die sind auch teurer als Kohle und es würde uns natürlich auch extrem von Russland und Co abhängig machen. Ähnlich sieht es bei den Speicherkraftwerken aus, damit die temporär den Strombedarf in D decken können, müsste man noch ungefähr mehrere hundert Talsperren bauen. Der Anteil der Wasserkraft sowie der Pumpspeicherwerke an der "Stromerzeugung" in D liegt momentan bei wenigen Prozentpunkten.

mossmann

Nochmal kurz offtopic, aber sehr interessant:

Von diesem AKW geht definitiv keine Gefahr mehr aus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Krim

ist sogar im Guiness Buch der Rekorde ...

Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

rincewind

Zitat von: mossmann am 11. Mai 2011, 15:24:34
Nochmal kurz offtopic, aber sehr interessant:

Von diesem AKW geht definitiv keine Gefahr mehr aus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Krim

ist sogar im Guiness Buch der Rekorde ...

Nett!  :grins2:

mossmann

Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend

rincewind

Zitat von: PaulPanter am 11. Mai 2011, 13:34:15
Das hat doch mit Würfeln nix zu tun.

Äh doch. Nachdem ja die Szenarien als gleichwertig gelten, kannst Du Dirs aussuchen.  :grins2:
Sprich, das Ganze hat halt nicht sehr viel informativen Nährwert.

Zitat
Die Frage, die ich mir dabei immer stelle ist, wie viel Speicherleistung braucht man denn überhaupt? Dazu habe ich keine Quellen gefunden.
In Kombination mit Gaskraftwerken z.B. kann ich sehr gut erneuerbare Regeln. Die Gaskraftwerke schalte ich einfach ab, wenn Wind oder Sonne Energie liefern. Was soll ich da Speichern? Wird doch eh alles verbraucht.
Ich will jetzt damit nicht sagen das man keine Speicherkraftwerke braucht.

Wenn man genügend Schattenkraftwerke hat, wäre die Speicherproblematik tatsächlich nicht schlimm. Aber es ist halt ökonomischer Unfug, hier doppelte Kapazitäten aufzubauen. Stell Dir vor, Du hast ein Auto, das nur bei bestimmten Bedingungen fährt, und Du bist gezwungen, ein Ersatzauto nebenher vorzuhalten. Derweilen verrostet es Dir, weils hauptsächlich nur rumsteht, aber brauchen tust Du es im Ernstfall. So etwas ist völlig unökonomisch und auch unökologisch.

In Deutschland muss man davon ausgehen, dass wirklich mal 2 Wochen völlige Flaute herrscht. Zwar selten, kommt aber vor. Ich erinnere an Januartage, sehr kalt, dauergrau und windstill. Was macht man denn da, wenn ein Großteil von Wind und Sonne kommen sollen, aber nicht kommen?

Das wird zunehmend problematischer, je größer der Anteil dieser unkalkulierbaren Einspeiser ist. Das ist alles nicht so einfach ...




heterodyne

Zitat von: rincewind am 11. Mai 2011, 11:51:53
Zitat von: heterodyne am 11. Mai 2011, 11:39:04
Heizenergie durch Dämmen, entfernen von Kältebrücken, Einbau von kontrollierten Wohnraumlüftungen... - denk ich mir

Die Frage war nach Strom.
Du schreibst selber, daß oft noch mit Strom geheizt wird  ::)

Chili

Ups,das habe ich noch nicht gewusst:

ZitatAuf dem Dach liefert eine Fotovoltaikanlage jahrzehntelang Strom. Viele Feuerwehren sehen diese Anlagen jedoch in einem ganz anderen Licht. Weil sich Fotovoltaikanlagen, die bis zu 1.000 Volt Gleichstrom erzeugen können, bei einem Einsatz oft nicht komplett ausschalten lassen, kann den Feuerwehrleuten bei Löscharbeiten ein elektrischer Schlag drohen. Die Brandbekämpfer halten Abstand zu den spannungsführenden Gebäudeteilen und sind daher bei den Löscharbeiten eingeschränkt.

Anfang des Jahres in Schwerinsdorf, Ostfriesland: Die Feuerwehr ist schnell da, aber richtig löschen kann sie wegen der Größe des Brandes und der Fotovoltaikanlage nicht. Die Einsatzleitung beschließt den Abbruch der Innenbrandbekämpfung mit der Folge, dass das Haus abbrennt. Schaden: rund 600.000 Euro. Sirke Siebens von der örtlichen Feuerwehr erklärt hierzu: ,,Die Fotovoltaikanlage konnte nicht stromlos geschaltet werden. Das ist das Problem bei Fotovoltaikanlagen. Also kann man nur abwarten, bis sie letzten Endes kaputt sind durch das Feuer, und dann anfangen zu löschen."

http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2010/0913/03_solaranlagen.jsp

heterodyne

Das war mir auch neu. Gut zu wissen.

T-M

Stimmt, habe ich im Fernsehen auch mal gesehen. Sollen wohl schon Unfälle passiert sein.

waterloosunset

Zitat von: rincewind am 06. April 2011, 16:55:04


FDP ist doch langweilig.


Ist es nicht letztendlich schnurzpiepegal warum und wieso ein Atomkraftwerk explodiert oder Strahlung an die Umgebung abgibt? Mal ist es technisches Versagen, mal menschliches Versagen, mal höhere Gewalt, mal dieses, mal das. Das Endergebnis dagegen ist immer gleich, in der Umgebung von Mayek darf ein größeres Gelände bis heute, 54 Jahre nach dem Unfall,  noch immer nicht gefahrlos betreten werden, desgl. gilt für Windscale, nachher in Sellafield umbenannt, die irische See war bis zur Japan Katastrophe das am meisten mit ionisierender Strahlung belastete Meer der Erde. Die Auswirkungen von Tschernobyl sind noch heute nicht nur zu spüren sondern es sterben und siechen noch immer Menschen daran. Wieviele Tote es letztendlich gegeben hat, ist nicht eindeutig beweisbar, da Krebs bekanntlich auch durch andere Faktoren ausgelöst werden kann, eine Tatsache, die sich die Atomlobbyisten gemerkt und auf die Fahnen geschrieben haben.

Die Dinger gehören weg, abgeschaltet, basta !!!