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Autor Thema: Wolfgang Bergman  (Gelesen 16611 mal)

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  • Gast
Wolfgang Bergman
« am: 02. Juli 2010, 17:25:08 »
Falls dieses Männlein hier von Interesse ist. Seine Ergüße wären fast amüsant, ginge es nicht um Kinder.

Ich habe gerade keine Lust und Zeit, aber vielleicht mag sich ihm ja ein Esowatcher annehmen!

http://verhaltensoriginell.wordpress.com/2010/04/04/passend-zu-ostern/#comment-427

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #1 am: 02. Juli 2010, 17:31:37 »
Den hab ich schon heimlich auf dem Kieker.
Er taucht im Dunstkreis von Hüther auf und wird direkt bei Peter Schipek verlinkt

http://www.lernwelt.at/begegnungen/begegnungenteil2/wolfgang-bergmann/index.html

Falls das derselbe ist, denn hier schreibt er sich mit Doppel-nn

http://www.kinderpsychologie-bergmann.de/index.html


Immerhin sagt er in dem Interview:
Zitat
Verwöhnte Kinder werden einsam, manche werden depressiv oder haben ADHS.

Er behauptet also nicht "Verwöhnte Kinder kriegen ADHS"

In dieser Art der Reihung klingt das allerdings trotzdem so: raffiniert oder grob fahrlässig?

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  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #2 am: 02. Juli 2010, 17:40:08 »
argh, da fehlt ein "n" mein Fehler

Jetzt leg ich mich doch mit dem Typen an....  ::)


Dem gehört jedenfalls auf die Finger geklopft!

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #3 am: 02. Juli 2010, 17:40:59 »
Interessant ist, wie er sich auf der Seite von Verhaltensoriginell selbst zu Wort meldet....
da klingt das schon nicht mehr so betulich:


Zitat
wolfgang bergmann Permalink
Mai 13, 2010 5:23 pm

liebe Leute

warum müsst ihr derart herrisch und apodiktisch zu Dingen urteilen, in denen ihr euch gar nicht richtig auskennt. Es stimmt, für die sog. ADHS – eine sehr ungenaue Symptombeschreibung – gibt es auch somatische Ursachen, dass sie aber „im wesentlichen“ eine neurobiologische Störung sind, ist schlicht falsch, Paul Barkley, wohl der führende und ganz und gar undogmatische amerikanische Psychiater und Forscher hat dies bereits in den 90er jahren des letzten Jahrhunderts klar angemerkt, die Studie, auf die ihr euch beruft, stammt ebenfalls aus diesem Jahrzehnt und wurde still und heimlich wieder zurückgenommen.

Aber das Phänomen ist komplex, die Not groß, dass ausschließlich Bindungsstörungen ADHS hervorrufen, könnte aus den hier genannten Zitaten von mir abgelesen werden, nein, das ist in dieser Ausschließlichkeit auch nicht richtig. Aber es ist so,dass für die seelische Entwicklung hin zum hyperkinetischen Syndrom Bindungsstörungen immer prägend und bestimmend mit im Spiel sind, immer kann und muss deshalb Betreuung und Therapie dort ansetzen, immer ist eine Medikation alein oder vorwiegend ein Kunstfehler.

Bitte nicht so rumpolemisieren, sondern die Kinder und ihr Leid (denn darum handelt es sich) ernst nehmen, und die Bemühungen anderer menschen, die diesen Kindern und Familien helfen wolen und oft auch können, ebenso

Wolfgang Bergmann

wer es gründlich nachlesen möchte bitte in
- Hyperaktivität. hrsg von Prof S. Ahrbeck. Kohlhammer 2008
- Kleine Jungen – große Not. Patmos hardcover 2006. TB bei Beltz 2009
- ADHS und Schule – ein Elternratgeber. Beltz 2010

Vom Zentralen ADHS-Netz hat der jedenfalls noch nie was gehört - oder er ignoriert es geflissentlich!

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #4 am: 02. Juli 2010, 17:45:58 »
Zitat
wolfgang bergmann Permalink
Mai 13, 2010 5:30 pm

so, nun hab ich die anderen Kommentare auch noch gelesen, ich fass es nicht. Nirgend steht,d ass ein Kind, das eine Klassenareit verhaut, kein toles Kind ist – ich wende mich ausdrücklich gegen diese Angst, die in einer Leistungsgesellschaft um sich greift. Nirgend steht, dass man die Bibel als ratgeber benutzen kann, dort steht das Gegenteil. Ihr Lieben, ihr lest nicht, ihr versteht nicht, wollt aber „eine scheuern“ – was treibt euch da, woher kommt diese dumme Wut? Wolfgang Bergmann

"Macht auf, ihr lieben Kinderlein, ich bin das liebe Mütterlein"

...dies sprach der Wolf zu Geißlein klein...
  mehr fällt mir dazu auch nicht ein !

So ein widerlicher Schleimer!

Scheibenwelt

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #5 am: 02. Juli 2010, 17:47:11 »
Bei mir erweckt dieser Herr den Eindruck, das er vieles ignoriert, weil es seinem Geschäft nicht zuträglich scheint. Ist ja auch ganz pöhse, wenn da ein Medikament daher kommt, das jegliche psychotherapeutische Arbeit fast überflüssig macht.

Auf die Bibel verweisen und Eltern krude Empfehlungen geben und sie dabei anleiten bringt natürlich mehr Kohle!

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #6 am: 02. Juli 2010, 17:59:19 »
Zitat
wolfgang bergmann Permalink
Juni 30, 2010 6:23 pm

lieber
Herr ,

wie Hüther und Bauer und andere
weiß ich, dass das, was Sie für die neueste Forschung halten, eine überzogene Interpretation einer neurobiologischen Studie Anfang der 90er nach meiner Erinnerung war, die wegen ihrer Schichtheit natürlich sofort aufgenommen wird – und offensichtlich auch nicht wiedeer in Vergessenheit gerät.

Sein Erinnerungsvermögen ist schlecht, bzw. seit Anfang der 90er hat er selbst die einschlägige Fachliteratur zum Thema nicht mehr gelesen...

Da Sie weder meine praktischen noch theoretischen Arbeit kennen – letztere eher in wissenschaftlichen Sammelbänden als Aufsätze zu finden – ist die Unterstellung, ich mißachte Forschung auf Kosten der Kinder in der Tat geschäftsschädigend (was nun meine letzte Sorge ist), ich brauche keine Irrütmer aus Geschäftsinterese – wieso schreibe ich eigentlich? aber es ist seltsam: schon wieder diese totale Ahnungslosigkeit, die sich als Wissen ausplustert und zur Begründung zur Verleumdung shreitet. Tja, ich hab vor 15 Jahren oder so mal ein buch geschrieben,das hieß „Abschied vom Gewissen“, ob wir damit an des Pudels Kern herankommen.?

Ach die Bennennung „verschärfen“ ist falsch, sie wird von wichtigen Kinderpsychiatern heute – anders als vielleicht vor einem jahrzehnt – auch nicht mehr verwendet, dort wird auch differenzierter argumentiert – und wenn ich sage, die sog. ADHS hat wesentlich biographische Anteile, wieso machen ich Elern ein schlechtes Gewissen.?Sag ich etwa, sie seien schuld?

Ach, um Gottes willen, und wo – das bezieht sich nicht auf Sie – habe ich denn jemals gesagt, dass man mit deer Bibel die ADS heilen kann.? Nie, kein Wort. Kann einem abeer glatt unterstellt weerden, auf das Nicht-Nachdenken der Leser kann sich ein Schreiber immer verlassen.

Sag ich nicht, wenn ich auch – verkürzt, stark verkürzt – auf ein problematisches, die Verhaltensschwierigkeiten beschleunigendes Elternverhalten hingewiesen habe – dass dies die ganze Erklärung sein, tja, wer kommt denn auf sowas?? Auf solche Mißverständnisse war ich nicht vorbereitet.

und
nun noch, weil ich sauer bin, folgende Empfehlung: hin und wieder ein Büchlein lesen, statt alles vorher und besser zu wissen, macht erst richtig kompetent.

Zitat
hin und wieder ein Büchlein lesen, statt alles vorher und besser zu wissen, macht erst richtig kompetent

Ja, z.B. Krause&Krause: ADHS im Erwachsenenalter, 3. vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage 2009  (Schattauer, 2003)

Auffällig sind die vielen Rechtschreibfehler, v.a. die systematische ee-Dopplung und die Buchstabenverdreher, also sehr impulsiv geschrieben und ohne Korrekturlesen abgeschickt...
Störungstypisch, würde der Kenner sagen.

Die größten Kritiker der Elche... ;D

Scheibenwelt

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #7 am: 02. Juli 2010, 18:01:30 »
Puh Stibbons, ich habs gedacht!!! Mich aber nicht getraut zu sagen.

Beruhigt mich, dass das nicht nur mir aufgefallen ist! ;D

(Sollen wir ihm ein Päckchen Medikinet schicken? :D)

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #8 am: 02. Juli 2010, 18:12:06 »
Zitat
wenn da ein Medikament daher kommt, das jegliche psychotherapeutische Arbeit fast überflüssig macht.

Das kann ich nicht mit ruhigem Herzen unterschreiben, weil es einfach zu viele Familien gibt, die über mehrere Generationen an der Unstrukturiertheit, der Impulsivität bzw. dem Jähzorn usw mitsamt allen psychosozialen Verwicklungen und Abwärtsspiralen gelitten haben und in der Falle dysfunktionaler Interaktionen gefangen sind.

Dies kann, zusammen mit dem aufgrund vieler  Inkongruenzerfahrungen ungenügend abgegrenzten Selbst, wirklich auch schwere Traumatisierungen bewirken, die tatsächlich nicht vordergründig erkennbar sind, weil ein Kind oft keine Worte dafür hat.

Wer also nur Kinder aus "Problemfamilien" behandelt, kann zu dem voreiligen Schluss kommen, ADHS sei eher eine Folge dieser Umstände.

Dies entschuldigt nicht seine Fortbildungsunwilligkeit!

Dann müsste er sich womöglich der Tatsache stellen, dass er selbst mitsamt seiner offenkundigen Rechtschreibschwäche und Impulsivität "balancierter "Symptomträger" ist, der im Gegensatz zu anderen seine ökologische Nische gefunden hat.

Zitat
(Sollen wir ihm ein Päckchen Medikinet schicken?  :D)

Im Sinne einer multimodalen Therapie und im Duktus meiner obigen Begründung, dass Psychotherapie durchaus sinnvoll sein kann:

Nein!
Nicht vor einer ausführlichen Diagnosestellung und Abklärung anderer Komorbiditäten!
   ;D

Scheibenwelt

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #9 am: 02. Juli 2010, 18:20:17 »
Stibbons, das ist mir alles natürlich auch klar!

Ich bin nur aus eigener leidvoller Erfahrung nicht gut auf diese Typen zu sprechen, weil ich selbst erlebt habe wie einer jahrelang an einem meiner Kinder rumgepfuscht hat und eine Medikation rigoros ablehnte (pöhses BTM!!)

Als es wirklich gar nicht mehr anders ging und mein Kind eine negative Erfahrung nach der anderen machte griffen wir dann trotzdem zu Methylphenidat. Das Ergebniss: jegliche psychotherapeutische Behandlung wurde überflüssig. Viele Probleme lösten sich quasi in Luft auf.

Natürlich hat diese Form der Therapie ihre Berechtigung (Multimodale Therapie), aber leider sehen noch zu viele Therapeuten im Medikament eher den Feind als eine Unterstützung. So was wie der Bergmann ist dann die Krönung.

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #10 am: 02. Juli 2010, 18:51:01 »
Zitat
Als es wirklich gar nicht mehr anders ging und mein Kind eine negative Erfahrung nach der anderen machte griffen wir dann trotzdem zu Methylphenidat. Das Ergebniss: jegliche psychotherapeutische Behandlung wurde überflüssig. Viele Probleme lösten sich quasi in Luft auf.

Da kann ich dir ungeteilt zustimmen!

Mich nervt an Bergmann diese "virtuelle Kreidefress-Stimme".

Das scheint die neue Masche zu sein, sich auf das liebe Jesulein (NB: AT ist nicht gleich NT!) zu beziehen, um den etwas naiven Frommen Eindruck zu machen, die das dann ganz toll finden, dass die Neurobiologie und Bindungsforschung sie "bestätigt".

Anders kann ich mir nicht erklären, warum Hüther diese Gesellschaft jetzt auch sucht:

http://www.dijg.de/gerald-huether.html

Wie heißt das im einschlägigen Slogan bestimmter ideologischer Menschenfänger:

Celebrities als "Türöffner" ...

In Bergmanns Post sind ca 26 Fehler...kann sein, dass ich mich minimal verzählt habe.
Recht beachtlich für einen Akademiker, der vermutlich sonst über eine gute Sprachbegabung verfügt (anders wäre er vielleicht eher Chirurg geworden.... ;D )

Ach nee, geht nicht: er ist - wie so oft - Erziehungswissenschaftler und kein Mediziner oder Psychologe:

http://www.kinderpsychologie-bergmann.de/html/w__bergmann.html


Scheibenwelt

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #11 am: 02. Juli 2010, 19:02:05 »
Zitat
Sogar bei Ratten ist inzwischen empirisch nachgewiesen worden, daß Defizite in der „Erziehung“ über Generationen weitergegeben werden.1  Der Versuch, diese recht eindeutigen tierexperimentellen Befunde auf den Menschen zu übertragen, stößt gegenwärtig jedoch noch immer auf erhebliche Akzeptanzprobleme. Die Ablehnung kann als Indiz dafür verstanden werden, daß viele die tatsächliche Tragweite der Folgerungen zumindest erahnen, die sich aus derartigen Erkenntnissen ergeben.

Seine Ratten lassen ihm scheints immer noch keine Ruhe  ::), dabei ist er mit seiner Parkinson These doch so mächtig auf die Fr**** geflogen!

Da finde ich das Schlimme, dass er es versteht Halbwahrheiten so zu verpacken, dass jeder, der sich nicht ordentlich in die Materie eingelesen hat das voll mit nimmt. Er schafft es mit gängigen nichtssagenden Floskeln den Leser zu umgarnen.

Unbestritten ist  ja, dass die Erziehung und das soziale Umfeld Anteil an der Ausprägung eines ADHS haben können. (Jedoch nicht ursächlich sind)

-------------

Die Leute die Bergmanns Geschreibsel Korrekturlesen kriegen bestimmt für jeden Fehler einen Extrabonus oder so (ja, ja ich weiß ja wenn man selbst betroffen ist soll man nicht lästern, aber bei jemandem der so wettert wie der kann ich nicht anders  ;D)

P.Stibbons

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #12 am: 02. Juli 2010, 19:10:52 »
Quelle deines Zitats fehlt.

Dieses ganze Geschwafele von den Bindungsstörungen - die es zweifelsfrei gibt und zu denen es wirklich Tierexperimente gibt...deren Bewertung ich nicht beurteilen kann...) lässt außer Acht, dass nach dieser Theorie viel mehr Menschen ADHS entwickeln müssten, wenn man bedenkt, unter welch problematischen Verhältnissen Kinder in großen Teilen der Welt aufwachsen.

Der Prozentsatz scheint jedoch weltweit relativ konstant zu sein, wenn ich mich nicht irre.

Warum kommen Kinder manchmal bemerkenswert "robust" und vergleichsweise unproblematisch durchs Leben, selbst wenn sie aus kaputten Verhältnissen stammen?
Und warum entwickeln Kinder manchmal trotz günstiger Bedingungen, umgeben von liebevollen Eltern und Großeltern, dennoch ADHS?

Wenn man mit dem Anspruch von Wissenschaftlichkeit eine Bindungsstörungs-Theorie zu ADHS entwickelt, dann müsste man konsequenter Weise diese Fragen auch stellen und beforschen.

Scheibenwelt

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #13 am: 02. Juli 2010, 19:16:25 »
Das Zitat ist aus Deinem Link: http://www.dijg.de/gerald-huether.html

Von Bergmanns Seite: http://www.kinderpsychologie-bergmann.de/html/schwachen_.html

Zitat
Aufmerksamkeitsschwächen
   
   

Über "ADS" spricht heute jeder. Viele Lehrer und Sozialpädagogen, viele Kindergärtner /innen und andere Fachbereiche, die mit Kindern zu tun haben, haben Fortbildungen zum Thema "Aufmerksamkeitsdefizite" mitgemacht, Dabei ist - Gott sei Dank - viel Wissen in die Bildungsinstitutionen geflossen, aber auch viel Halb- und Viertelwissen und ein paar theoretische Mängel und Irrtümer gleich mit. Es ist kein Zweifel, ADS oder ADHS mit und ohne Überaktivität ist keineswegs nur ein Modethema, es ist eine sich ausbreitende Verhaltensproblematik unserer Kinder. Sie nimmt offenkundig zu. Aus lauter Hilflosigkeit gibt es neben dem ADS - Boom auch einen Verschreibungsboom für Ritalin oder Amphitamine, der bedenklich ist. Den allermeisten Kindern kann ohne Medikamente geholfen werden. ADS ist ein multifaktorielles Problem, es muss auf vielen Ebenen gleichzeitig angegangen werden. Wer glaubt, mit Medikamenten oder Verhaltenstherapie allein einem Kind langfristig zu helfen, irrt. Es gibt keine einfachen Lösungen.

Nun ist es so, dass sich bei nahezu allen Kindern mit Teilleistungsstörungen auch Aufmerksamkeitsschwächen zeigen. Die Gründe sind vielfältig. Eine differenzierte Diagnose sollte durchaus zwischen ADS und psychischen Folgen einer Teilleistungsstörung unterscheiden - aber in der lebendigen Wirklichkeit sind die Grenzen eben fließend.

Heute ist kaum noch strittig, das ADS Kindern geholfen wird, wenn sie in die schriftsymbolischen Ordnung eingeführt werden, und umgekehrt: dass Teilleistungsgestörte Kinder unter dem massiven Eindruck von medialen Ereignissen elementare Wahrnehmungsordnungen und Handlungsfolgen erst lernen müssen. Dies kann nur im Rahmen sorgfältiger psycho-pädagogischer Betreuung geschehen.

ADS und Lernstörungen sind in den allermeisten Fällen zwei Seiten derselben Medaille. Das ist kein Wunder: Wahrnehmen und Lernen, Verhalten und Verstehen sind ja auch nicht voneinander zu trennen. Wieder gilt es, lernpsychologische, aber auch tiefenpsychologische Ansätze zu berücksichtigen, vielfältige Erfahrungen zu nutzen und in einem offenen Konzept zu integrieren.

Auch hier müssen Psychologen und die Lehrer und Eltern (in der umgekehrten Reihenfolge der Wichtigkeit!) zusammenarbeiten. Denn nur, wenn es gelingt, die Lebenswichtigkeit eines ADS-Kindes mit Lernstörungen insgesamt zu verändern, gibt es eine dauerhafte Hilfe.
   
   

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Nichtssagendes Geschwurbel ist das doch!

Zitat
Warum kommen Kinder manchmal bemerkenswert "robust" und vergleichsweise unproblematisch durchs Leben, selbst wenn sie aus kaputten Verhältnissen stammen?
Und warum entwickeln Kinder manchmal trotz günstiger Bedingungen, umgeben von liebevollen Eltern und Großeltern, dennoch ADHS?

Ja! Das ist auch eine gute Frage, auf deren Beantwortung ich von Bergmann und Co echt mal gespannt wäre!

Als problematisch sehe ich immer, dass doch fast immer mindestens ein Elternteil auch betroffen ist, was die innerfamiliäre Problematik schon verschärfen kann. Was die Anlage/Umweltfrage zu lösen dann auch wieder erschwert.

Grey

  • Gast
Re: Wolfgang Bergman
« Antwort #14 am: 02. Juli 2010, 20:04:31 »
der hats ja sogar schon in die wikipedia geschafft

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Bergmann_%28P%C3%A4dagoge%29
sehr nett dort
Zitat
Wolfgang Bergmann wird in den Medien oft als Kinderpsychologe bezeichnet, hat jedoch nie Psychologie als eigenständiges Lehrfach studiert oder einen Abschluss in Psychologie erworben.

Hier wird eines seiner Bücher genannt http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderpsychologie