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Autor Thema: Büchertipps  (Gelesen 86198 mal)

niedlich

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Re: Büchertipps
« Antwort #75 am: 04. Dezember 2011, 02:35:19 »
Hab mir gerade mal die Kurzbeschreibung auf amazon zu dem Buch durchgelesen.

Dort steht:
Zitat
Ein ebenso hilfreicher wie unterhaltsamer Ratgeber für alle spirituell Suchenden
- Ein Wegweiser auf der Suche nach absolutem, aber verborgenem Wissen

Ein "Wegweiser für den Suchenden" ist das ganz gewiss nicht. Keines der dort vorgestellten esoterischen Systeme kommt gut weg.


Ratiomania

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Re: Büchertipps
« Antwort #76 am: 04. Dezember 2011, 12:47:19 »
Kennt jemand eigentlich "Kleines Lexikon esoterischer Irrtümer"?
Das Buch ist mir vor einiger Zeit in die Hände gefallen. Fast alles aus der Esoterikecke wird abgehandelt: Kurz, prägnant und oft sehr komisch. Man darf natürlich nicht erwarten, dass er bei der Vielzahl der Themen in die Tiefe geht.
Das interessante oder merkwürdige ist aber ( und dass habe ich erst viele Monate später durch Zufall erfahren), dass der Autor Wolf Schneider selbst eine Esoterik-Zeitschrift herausgibt (connection). Wie Schneider nun diesen geistigen Spagat hinbekommt, bleibt sein Geheimnis. Denn das Buch ist wirklich gut.

Eigensicht:

Zitat
Kritischer Beobachter der esoterischen Szene

Wolf Schneider ist ein kritischer, sprachbewusster Beobachter aller kulturellen Phänomene, auch des Religiösen. So erkennt er auch in Spiritualität und Religion neben dem Inneren, kaum Sagbaren, das Äußere, Theatralische, ebenso wie in der Politik. Das eigentlich Spirituelle oder Mystische besteht in seinen Augen darin, entsprechend der buddhistischen These des Anatta auch die persönliche Identität als etwas Inszeniertes zu betrachten. Als Folge davon geht es ihm darum, »den authentischen, wesentlichen Kern des Menschseins aufzudecken in seinen vielfältigen Äußerungen in Kunst, Wissenschaft und Religion, egal unter welchen Überschriften er sich zeigt« – und davon in der Zeitschrift connection zu berichten.

http://www.connection.de/wir-ueber-uns/wer-wir-sind/wolf-schneider.html


Die Rezendenten des Buches:

Zitat
Wolf Schneider hat gewiss seine Verdienste. Mit seinem Magazin 'connection' beweist er Monat für Monat, dass man als spiritueller Mensch sein Gehirn nicht am Eingang zu diversen Tempeln, Kirchen und Seminarräumen abgeben muss. 'Aufgeklärte Spiritualität' nennt Schneider das. Und irgendwo zwischen einer sinnentleerten, spirituell ausgehöhlten 'Normalo'-Welt und den Luftbuchungen der esoterischer Leicht- und Allesgläubigen hat er seinen Standort ' auf dünnem Eis und zwischen allen Stühlen.

http://www.amazon.de/review/R2Y4QY390BEF8K/ref=cm_cr_pr_viewpnt/278-4043293-7808918#R2Y4QY390BEF8K

Zitat
Hier zieht ein Kenner der Esoterik die Bilanz seiner langjährigen Erfahrungen mit der Szene und präsentiert uns ein Buch das lange überfällig war. Wolf Schneider beleuchtet hier den Jargon der Szene und nimmt die gängigen Begriffe und Interpretationen unter die Lupe. Er unterscheidet zwischen Esoterik und Spiritualität, Mystik und Mystifizierung und grenzt damit die Halbwahrheiten und Irrtümer der Esoterik von den ursprünglichen Bedeutungen der Begriffe ab. Er geht dabei mit Humor und einer Portion gesunden Menschenverstand vor, um uns die Wunschvorstellungen der Esoterik vor Augen zu halten und die in der Szene eigenen Interpretationen vieler Begriffe zu hinterfragen.

Ein Buch das sich kritisch, humorvoll und ohne Verurteilung mit den Begriffen der Szene auseinandersetzt und zum eigenen Nachdenken anregt.

Wem etwas an einer aufgeklährten Spiritualität liegt und nicht weiterhin an esoterischen Dogmen festhalten möchte, dem ist dieses Buch sehr zu empfelen.

http://www.amazon.de/review/R2V1NWMFPH3UOL/ref=cm_cr_pr_viewpnt/278-4043293-7808918#R2V1NWMFPH3UOL


71hAhmed

  • Gast
Re: Büchertipps
« Antwort #77 am: 04. Dezember 2011, 20:58:41 »
Das interessante oder merkwürdige ist aber ( und dass habe ich erst viele Monate später durch Zufall erfahren), dass der Autor Wolf Schneider selbst eine Esoterik-Zeitschrift herausgibt (connection). Wie Schneider nun diesen geistigen Spagat hinbekommt, bleibt sein Geheimnis. Denn das Buch ist wirklich gut.

Das muss kein Widerspruch/ geistiger Spagat sein. Immerhin kann man ja auf der Basis einer langen und intensiven Beschäftigung mit esoterischen Themen durchaus Unterschiede zwischen den Ursprungssystemen und den "Wellness"-Varianten aufzeigen, Denkfehler der Eso-Supermarkt-Selbstbedienungsmentalität aufdecken und die unkritische "Spirituelle(oder andere) Erkenntnis ist ganz einfach"-Einstellung kritisieren.

Allerdings kenne ich wedre das Buch noch die Zeitschrift, also nur eine theoretische Überlegungauf der Basis meiner Erfahrungen.

Superkalifragilistisch

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Re: Büchertipps
« Antwort #78 am: 26. Dezember 2011, 14:35:31 »
Sollte jeder Arzt gelesen haben, in einer Zeit, in der alles unter dem Stern medizinischer Ratlosigkeit und Romantisierungsversuchen  als ›psychosomatisch‹ eingestuft wird: von Rheuma über Asthma zu Allergien, Arthritis und Tinnitus. Susan Sontag, die mehrmals an Krebs erkrankt ist, zeigt auf, dass es sich bei Theorien, die Krankheit als Metapher für persönliches Fehlverhalten begreifen, um punitives Victim Blaming handelt. Dass wir in einer Gesellschaft leben, die mit Krankheit und Tod nicht mehr umzugehen vermag und die jene Krankheiten, indem sie sie als ›selbstgemacht‹ ausweist, in ihrer Bedrohlichkeit zu neutralisieren versucht.

Susan Sontag - Illness as metaphor


Illness is the night side of life, a more onerous citizenship. Everyone who is born holds dual citizenship, in the kingdom of the well and in the kingdom of the sick. Although we all prefer to use only the good passport, sooner or later each of us is obliged, at least for a spell, to identify ourselves as citizens of that other place. I want to describe, not what it is really like to emigrate to the kingdom of the ill and to live there, but the punitive or sentimental fantasies concocted about that situation: not real geography, but stereotypes of national character. My subject is not physical illness itself but the uses of illness as a figure or metaphor. My point is that illness is not a metaphor, and that the most truthful way of regarding illness –– and the healthiest way of being ill––is one most purified of, most resistant to, metaphoric thinking. Yet it is hardly possible to take up one's residence in the kingdom of the ill unprejudiced by the lurid metaphors with which it has been landscaped. It is toward an eludication of those metaphors, and a liberation from them, that I dedicate this inquiry.

Two diseases have been spectacularly, and similarly, encumbered by the trappings of metaphor: tuberculosis and cancer. The fantasies inspired by TB in the last century, by cancer now, are responses to a disease thought to be intractable and capricious––that is, a disease not understood––in an rea in which medicine's premise is that all diseases can be cured. Such a disease is, by definition, mysterious.

With the advent of Christianity, which imposed more moralized notions of disease, as of everything else, a closer fit between disease and "victim" gradually evolved. The idea of disease as punishment yielded the idea that a disease could be particularly appropriate and just punishment.

In the nineteenth century, the notion that the disease fits the patients' character, as the punishment fits the sinner, was replaced by the notion that it expresses character. Disease can be challenged by the will.

Recovery from a disease depends on the will assuming "dictatioral power in order to subsume the rebellous forces" of the body.
"Umgekehrt mußte die Psychoanalyse manchen enttäuschten Adepten eines vulgarisierten, auf eine ökonomisch-soziale Theorie reduzierten Marxismus als Bereicherung erscheinen."

Jetzt im Trend: »irgendwas mit Gesellschaftskritik«

Superkalifragilistisch

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Re: Büchertipps
« Antwort #79 am: 16. Januar 2012, 00:44:48 »

The Vanishing Hitchhiker: American Urban Legends and Their Meanings von Jan Harold Brunvand

Spannende Einsichten in die Entstehung von Mythen und vor allem dem Fakt, dass Mythen keine anachronistische Angelegenheit von primitiven und vor-aufklärerischen Völkern sind, sondern ebenso von Zivilisationsgesellschaften virulent hervorgebrachte Bilder und Motive, deren Besonderheit es ist, dass sie ein eigenartiges Gefallen erzeugen und sich so von selbst verbreiten.

So wie das Motiv vom weisen Chinesen, oder den getrennten Zwillingen, die trotz Entfernung spüren, wenn dem anderen Zwilling etwas zustößt. Die Entstehung des Roswell Mythos, in dem von immer verschiedenen Menschen, ohne dass sie sich abgesprochen hätten, immer die gleichen Bilder hervorgebracht werden, Särge, kleine graue Männchen, silbern glänzende Materialien mit besonderen physikalischen Eigenschaften, etc.
"Umgekehrt mußte die Psychoanalyse manchen enttäuschten Adepten eines vulgarisierten, auf eine ökonomisch-soziale Theorie reduzierten Marxismus als Bereicherung erscheinen."

Jetzt im Trend: »irgendwas mit Gesellschaftskritik«

Anomalocaris

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Re: Büchertipps
« Antwort #80 am: 01. März 2012, 14:33:22 »
Es mag ja schon ziemlich frech sein, den ersten Beitrag in einem halbtoten Thread zu schreiben.
Ich tu's aber trotzdem.

Hat zwar überhaupt nichts mit esoterischem Gedankengut zu tun, ist aber eine schöne Studie in Sachen Soziopsychologie:
Catch 22 Ein Roman, der ganz ohne die Einteilung in Gut und Böse auskommt und gerade dadurch seine Bissigkeit erhält. Yossarian ist ein Trottel, der von lauter Trotteln umgeben ist. Minderbinder ist keine graue Eminenz, sondern einfach nur geschickt, er tut das, was er kann. So wie alle.

Eine populärwissenschaftliche Einführung in die Theorie der Verschwörungstheorien (und die Kritik an ihnen) hat Thomas Grüter geschrieben:

Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer: Wie Verschwörungstheorien funktionieren

Leider geht das Buch nicht genug in die Tiefe, regt aber durch humorige Zwischenspiele zum Weiterdenken an. Allerdings, wohlgemerkt, nur eine Einführung, die wenig über die Denkstrukturen erklärt, in denen VTs gedeihen, wohl aber über die Argumentationsweise der Theoretiker, das aber leider, wie gesagt, nicht tiefgehend genug (Ich hätte mir gewünscht, Grüter hätte exemplarisch einige Theorien in ihre einzelnen Argumente zerlegt. Das tut er zwar, aber in einem anderen Zusammenhang.).
Curiousity killed the cat - if you are a mouse.

disrespect my authority.

Wirsing

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Re: Büchertipps
« Antwort #81 am: 04. März 2012, 05:18:20 »

Chris224

  • Gast
Re: Büchertipps
« Antwort #82 am: 04. März 2012, 06:26:29 »
Uundt suchd nach Drrukfehlern ;den daran erkännt mann diises pseudowissenschaftlicche Machtwerk, weill:

Ein Pseudoverlag bietet gewöhnlich ein Paket an Leistungen an: Das Manuskript des Kunden wird in einer begrenzten Anzahl von Exemplaren gedruckt. Sonstige Leistungen (Lektorat usw.) werden meist extra berechnet.

Voorsicht also !!!

Antitainment

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Re: Büchertipps
« Antwort #83 am: 24. März 2012, 19:40:14 »
Zahlen, Statistiken ... das ist alles total Sarrazin! Ihr müsst richtig fühlen! FÜHLEN! Darum geht es.

Averell

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F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #84 am: 29. März 2012, 17:28:50 »
http://www.n-tv.de/leute/buecher/F-ing-Jesus-kehrt-zurueck-article5898881.html



Zitat
James Frey

Das letzte Testament der Heiligen Schrift

Er war das, wofür die Leute Tausende von Jahren gebetet und gewartet haben. Der wahre Sohn Gottes. Doch er kam nicht, sie zu erlösen, sondern vom Ende zu künden. Und ihnen zu sagen, dass die Götter, die sie verehrten, nicht existierten und sie ihnen gleichgültig waren. Es kam nur auf sie an. Gott bedeute jeden, den man trifft, mit Liebe zu behandeln. War er wirklich der wiedergeborene Jesus Christus? Oder war er ein geisteskranker Epileptiker? Ein Krimineller? Gefährlich?

Basierend auf der Struktur der biblischen Geschichte um Jesus von Nazaret erzählt James Frey von einem neuzeitlichen Messias in New York. 13 Zeugen seiner Wiederkehr berichten von ihren Erlebnissen mit Ben Zion Avrohom, auch genannt Ben Jones oder der Prophet. Zu diesen modernen Evangelisten gehören unter anderem eine puerto-ricanische Stripperin, eine Trauma-Chirurgin und ein Obdachloser aus den Tiefen des New Yorker U-Bahnsystems. Freys Messias predigt Liebe, auch im praktischen Sinn. Er schläft mit Männern und Frauen, traut homosexuelle Pärchen, befürwortet Abtreibungen und hält die Bibel für einen veralteten Roman. Das Leben im Jenseits ist für ihn ein Märchen, ebenso wie der bärtige Gott auf dem goldenen Stuhl im Himmel. Doch niemand predigt ungestraft von freier Liebe und entzieht sich der Kirche und dem Staat. Schon gar nicht Jesus Christus.

Chris224

  • Gast
Re: F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #85 am: 29. März 2012, 22:55:04 »
http://www.n-tv.de/leute/buecher/F-ing-Jesus-kehrt-zurueck-article5898881.html



Zitat
James Frey

Das letzte Testament der Heiligen Schrift

Er war das, wofür die Leute Tausende von Jahren gebetet und gewartet haben. Der wahre Sohn Gottes. Doch er kam nicht, sie zu erlösen, sondern vom Ende zu künden. Und ihnen zu sagen, dass die Götter, die sie verehrten, nicht existierten und sie ihnen gleichgültig waren. Es kam nur auf sie an. Gott bedeute jeden, den man trifft, mit Liebe zu behandeln. War er wirklich der wiedergeborene Jesus Christus? Oder war er ein geisteskranker Epileptiker? Ein Krimineller? Gefährlich?

Basierend auf der Struktur der biblischen Geschichte um Jesus von Nazaret erzählt James Frey von einem neuzeitlichen Messias in New York. 13 Zeugen seiner Wiederkehr berichten von ihren Erlebnissen mit Ben Zion Avrohom, auch genannt Ben Jones oder der Prophet. Zu diesen modernen Evangelisten gehören unter anderem eine puerto-ricanische Stripperin, eine Trauma-Chirurgin und ein Obdachloser aus den Tiefen des New Yorker U-Bahnsystems. Freys Messias predigt Liebe, auch im praktischen Sinn. Er schläft mit Männern und Frauen, traut homosexuelle Pärchen, befürwortet Abtreibungen und hält die Bibel für einen veralteten Roman. Das Leben im Jenseits ist für ihn ein Märchen, ebenso wie der bärtige Gott auf dem goldenen Stuhl im Himmel. Doch niemand predigt ungestraft von freier Liebe und entzieht sich der Kirche und dem Staat. Schon gar nicht Jesus Christus.

Gibts das nur in Englisch oder auch Übersetzung?

Sorry, lesefehler, hat sich erledigt, die ließen jedes Kapitel von 13 anderen Autoren übersetzen und nicht nur das letzte.

Dr. Ici Wenn

  • Gast
Re: F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #86 am: 29. März 2012, 23:01:13 »
Gibts das nur in Englisch oder auch Übersetzung?

Das hier ist zum Thema eh besser:



http://www.reimbibel.de/

Chris224

  • Gast
Re: F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #87 am: 29. März 2012, 23:14:40 »
@Dr. Ici Wenn:

Zitat
Das hier ist zum Thema eh besser:

Kommt auf meine Liste. Muss aber noch ein bissl warten, bin grad die Wunden von dem kalten Winter am lecken, RWE, Gas, Miete.

Gilt das Angebot bez. Popper eigentlich noch?

Averell

  • Gast
Re: F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #88 am: 29. März 2012, 23:34:28 »
Das hier ist zum Thema eh besser:
http://www.reimbibel.de/
Wußte nicht, daß Du "F***ing Jesus kehrt zurück"schon gelesen hast. :-X

Dr. Ici Wenn

  • Gast
Re: F***ing Jesus kehrt zurück
« Antwort #89 am: 29. März 2012, 23:37:37 »
Gilt das Angebot bez. Popper eigentlich noch?

Klar.

(Hab grad nur selten Verbindung -  scheiß Urlaub)