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TGI für @urs

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Begonnen von Eratosthenes, 25. September 2025, 11:46:40

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Eratosthenes

Zitat von: Urs Reggeli am 04. März 2026, 13:26:07Aktiv- und Passivseite sind definitionsgemäß auf den Cent genau gleich. Egal, wie schlecht man wirtschaftet.

Aber es gilt: Aktiva minus Verbindlichkeiten minus Rückstellungen ergibt das Eigenkapital. Dieses kann positiv oder negativ sein.

Wenn es negativ ist, ist man zumindest buchmäßig überschuldet. Das kann man ggf. noch widerlegen, wenn man stille Reserven hat (Vermögensgegenstände, die aus rechtlichen Gründen mit einem zu niedrigen Wert in der Bilanz stehen) oder plausibel machen kann, dass in den nächsten Monaten ein Gewinn entsteht, so dass keine Zahlungsunfähigkeit eintritt.

Die TGI AG hat übrigens laut der selbst hinterlegten Bilanz 2023 ein solches negatives Eigenkapital. 2024 ist ja noch nicht hinterlegt.

Wie ist das denn mit den Verbindlichkeiten die sich aus den Versprechungen des 4%- Modells ergeben, von denen Kaltenegger sagt, die könnte selbst die TGI selber nicht berechnen?
Das kleinere Übel wird auch immer größer.

Eratosthenes

Zitat von: Eratosthenes am 05. März 2026, 22:08:38*grosseskaffeemaschinenverkäuferehrenwort*


Apropos, bei Goldcard und Payrose, den eigenen Finanzdienstleistern,  steht die TGI ähnlich wie bei den Maschinen in Sambia und dem Börsengang, ganz kurz, also wirklich super ganz kurz gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz kurz  :rofl2  :rofl2  :rofl2 davor das umzusetzen.
Das kleinere Übel wird auch immer größer.

Urs Reggeli

Zitat von: Eratosthenes am Gestern um 07:52:13Wie ist das denn mit den Verbindlichkeiten die sich aus den Versprechungen des 4%- Modells ergeben, von denen Kaltenegger sagt, die könnte selbst die TGI selber nicht berechnen?

Das sagt er so?

Nun, im deutschen Sprachraum gilt bei der Bilanzierung das Vorsichtsprinzip. Künftige Gewinne dürfen noch nicht eingepreist werden, aber drohende Verluste müssen rückgestellt werden.

Wobei die Internationalen Buchhaltungsrichtlinien (IFRS) da "liberaler" sind, da kann man unter gewissen Umständen auch künftige Gewinne schon antizipieren.

Aber die müssen natürlich belegt sein.

Und die Haftung der Wirtschaftsprüfer ist nicht so ohne. Der Prüfer der Commerzialbank Mattersburg, TPA, später umbenannt in Pro Revisio, musste aufgrund der Schadenersatzforderungen Insolvenz anmelden.

Oder, wer sich noch erinnert, die höchst renommierte Arthur Andersen, damals einer der "Big Six", mit vielen tausend Mitarbeitern, wegen eines einzigen Mandats, Enron.

Dass ein Wirtschaftsprüfer dieses Modell durchwinkt und somit dasselbe Risiko eingeht, möchte ich nahezu ausschließen. Börsenprospekte werden nicht von Mittelständlern angeboten, die sich ggf. nach dem Mandat zur Ruhe setzen.