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Alltagsmythen entzaubert

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Begonnen von eLender, 02. Juli 2024, 21:47:10

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biomango

Die italienische Küche ist mehr als Pizza , Pasta und Tiramisu. Vom Tessin bis Sizilien gibt es einen Kosmos von Gerichten, neben Pasta vor allem mit Gemüse und Fisch. Ich war einmal in in Apulien  bei einer Familie eine gute Woche zu Gast. Frühstück gab es praktisch nichts aber fast jeden Tag von 13:00 bis 15:00 ein  Essen mit Gästen an einer grossen Tafel auf der Terasse - ein Bild wie man es sonst  nur aus der Werbung kennt.  Ca 6-8 Gänge, wobei jedes Gericht (zb eine Gemüsesorte oder Fisch) nacheinander serviert wurde. Keine abgehobene  Gourmets, Handwerker wie Maurer und Chauffeure

eLender

Passt hier gut rein, empfehlenswerter Vortrag, auch unterhaltsam.

Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Hätte ich vor Müdigkeit fast vergessen :gaehn:

ZitatIm Frühjahr fühlen sich viele Menschen erschöpft – dafür gibt es hierzulande sogar einen eigenen Begriff: Frühjahrsmüdigkeit. Aber stimmt das überhaupt? Einer Schweizer Studie zufolge sorgt gerade der gängige Begriff dafür, dass wir verstärkt auf Müdigkeit achten.
...
Bei dem vielbeschworenen Phänomen handele es sich nach ihren Erkenntnissen um einen Mythos im deutschsprachigen Raum, schreiben Blume und der Schlafforscher Albrecht Vorster vom Inselspital Bern im "Journal of Sleep Research". Der sei gerade dadurch so mächtig, weil der Begriff Frühjahrsmüdigkeit so fest etabliert sei. Demnach handelt es sich quasi um eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.
...
Doch woher stammt der Glaube an Frühjahrsmüdigkeit dann? Ein Verdacht: Alleine die Verbreitung dieses Mythos könnte Menschen für eine solche Wahrnehmung empfänglicher machen – gerade weil der Begriff so etabliert ist. Psychologen sprechen von einem Labeling-Effekt: Wein schmeckt Menschen etwa dann besser, wenn ihnen gesagt wird, dass er besonders teuer war.
https://www.focus.de/gesundheit/fruehjahrsmuedigkeit-ist-laut-neuer-studie-nur-ein-mythos_fb1db55b-7134-4797-af4e-fe2cd4f5a12c.html

Ich denke, es gibt sie schon, die Müdigkeit nach dem langen Winter. Aber es gibt noch ein anderes Phänomen, das dieses überlagert:

ZitatIn der englischsprachigen Welt kursiert dagegen der Begriff "spring fever". Dieses "Frühlingsfieber" wird jedoch nicht mit Müdigkeit und Erschöpfung in Verbindung gebracht, sondern mit erhöhter Vitalität und Energie.

Hierzulande auch bekannt als "Frühlingsgefühle" (die man daran erkennt, dass sich vermehrt röhrende Menschen  auf den Wiesen tummeln).

Beide Efekte heben sich gegenseitig auf, was zum Nichteffekt führt ::)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Das Konzept hatte mich nie wirklich überzeugt, ich brauche den Stress :grins

ZitatMany people attempt to improve their mental health by taking a temporary break from social media apps like Facebook or Instagram. A new comprehensive review of existing data reveals that entirely giving up these platforms does not actually make people feel better or worse. The research was published in the journal Scientific Reports.
https://www.psypost.org/taking-a-break-from-social-media-does-not-improve-mental-health-mass-data-review/

Bei Nature: https://www.nature.com/articles/s41598-025-90984-3

Man nennt auch die Einschränkungen der durchforsteten Studien, aber dass das tatsächlich den Effekt hat, der quasi unisono verkündet (und auch geglaubt / praktiziert wird), ist sehr fraglich.

ZitatDigital devices offer constant access to information and social support. At the very same moment, they can trap users in a cycle of endless obligations to reply to messages and stay updated. This tension leaves many people searching for ways to regain control over their attention.

To manage these negative feelings, a popular strategy called a digital detox has emerged. This involves a person voluntarily stopping all use of social media for a specific period of time. Advocates often promise that disconnecting will boost productivity, ease stress, and improve general happiness.

The logic behind these digital breaks is often compared to abstaining from drugs or gambling. Researchers refer to this as removing a harmful stimulus to allow the mind to recover. Theories suggest that staying offline shields users from seeing highly edited, unrealistic images of other people's lives.

Another common theory is the time displacement hypothesis. This idea proposes that taking a break from screens frees up hours that would otherwise be lost to scrolling. People might then spend this reclaimed time on activities that are better for their mental health, such as exercising or seeing friends in person.

While these theories sound logical, previous experiments testing social media abstinence have produced wildly inconsistent results. Some trials suggested that logging off improved mood, while others found that it left people feeling disconnected and lonely. Other experiments found no measurable changes at all.

Man holt sich sein Generve dann halt anderswo. Typische Coping-Strategie, die nicht das löst, was man eigentlich im Nacken sitzen hat. Nuja, es gibt ja auch andere "Detox"-Mittelchen. Man findet sie zahlreich in unserem Wiki.
Wollte ich nur mal gesagt haben!