Neuigkeiten:

Wiki * German blog * Problems? Please contact info at psiram dot com

Main Menu

Die Genderdebatte

Postings reflect the private opinion of posters and are not official positions of Psiram - Foreneinträge sind private Meinungen der Forenmitglieder und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung von Psiram

Begonnen von Scipio 2.0, 07. Juli 2022, 12:59:49

« vorheriges - nächstes »

eLender

Zitat von: RPGNo1 am 22. Juli 2026, 06:26:33meint zum Beispiel Sara-Claire, die am Dienstag an der Kundgebung teilnimmt. "Es gibt keine Trans-Ideologie.
Für mich sieht die nach personalisierter Trans-Ideologie aus. Aber ich bin wahrscheinlich zu rückständig im Denken.

Die Lehre an den Unis ist viel weiter, da sorgt mittlerweile ein Reinigungsprozess dafür, dass man nur noch topaktuelle Wahrheiten zu hören bekommt. Auch das Setting ist jetzt aktueller, man orientiert sich am Street-Mode.

ZitatDer Vortrag fand statt - unter Polizeischutz. Rund 200 Studierende demonstrierten am Dienstagmorgen vor dem Unigebäude. Auch drinnen ging es reichlich laut zu. ,,Das Publikum hat Frau Bayen keinen Satz ausreden lassen und die ganze Zeit gegengeschrien. Von außen wurde gegen die Metallwände getrommelt. Ich fand das schon bedrohlich", berichtet eine Zuschauerin im Gespräch mit EMMA. Dabei habe die Professorin einen sachlichen Vortrag gehalten, ,,und alles mit Studien belegt".

Es ist nicht das erste Mal, dass an Unis unliebsame Stimmen eingeschüchtert und mundtot gemacht werden sollen. Das bekannteste Beispiel für die grassierende Cancel Culture ist der Skandal um Marie-Luise Vollbrecht. Die Biologin wollte im Juli 2022 an der Berliner Humboldt-Uni einen Vortrag über Zweigeschlechtlichkeit und die Verwirrung um die Begriffe ,,Sex" (biologisches Geschlecht) und ,,Gender" (Geschlechterrolle) halten.
https://www.emma.de/artikel/trans-ideologie-unis-sind-orte-des-wahnsinns-geworden-342649

Zitat,,Die Universitäten sind zu Orten des Wahnsinns geworden. Immer wieder machen woke Studenten mit Unterstützung gleichgesinnter Dozenten und außeruniversitären Aktivisten mobil, um gegen Professoren vorzugehen, die ihre krude Ideologie infrage stellen. Damit haben sie es geschafft, dass die Orte, an denen eigentlich ein freier Diskurs auf der Basis transparenter und ergebnisoffener Forschung praktiziert werden sollte, Orte des ängstlichen Wegduckens, des Schweigens und der politischen Selektion von Forschungsthemen geworden sind."

Wahnsinn ist das neue Wissen. Klar, weil mit altem Wissen nix Neues mehr zu gewinnen ist. Dafür haben wir ja jetzt KI. Student ist eigentlich oldschool.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Ein hanebücherner Kommentar aus taz. Aber was soll man auch von einer "Journalistin" erwarten, die "gerne über intersektionale feministische Themen [schreibt] und dabei Wert auf queere Perspektiven [legt]." Und die zudem nebenbei Gender Studies studiert.

ZitatTennisprofis sollen künftig ihr Geschlecht per Gentest beweisen. Dabei geht es nicht um ,,fairen Wettbewerb", sondern um transfeindliche Symbolpolitik.
[...]
Außerdem wird bei der Debatte verkannt, dass es – auch biologisch gesehen – nicht nur zwei Geschlechter gibt. Wir haben zwar zwei Geschlechterkategorien, die aus dem Mittelwert vieler Daten ermittelt wurden. Aber neben Frauen mit hohem Testosteronwert gibt es eben auch Männer mit einem schmalen Knochenbau und Frauen, die XY-Chromosomen aufweisen.
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

RPGNo1

Zitat von: eLender am 22. Juli 2026, 18:24:24Die Lehre an den Unis ist viel weiter, da sorgt mittlerweile ein Reinigungsprozess dafür, dass man nur noch topaktuelle Wahrheiten zu hören bekommt. Auch das Setting ist jetzt aktueller, man orientiert sich am Street-Mode.

Ein Erfahrungsbericht im Cicero. Erst wollte ich schreiben, dass die Aktivisti sich auf dem Niveau von Kleinkindern befinden, aber damit würde ich den Kleinkindern dieser Welt großes Unrecht tun.

ZitatBayen empfing die in der ersten Reihe Sitzenden besonders freundlich und machte einen von ihnen darauf aufmerksam, dass er sein Plakat falsch herum hielt. Doch schon nach den Worten ,,Hallo, liebe Studierende", ertönten laute Buh-Rufe und Einwürfe.

Bayens entwicklungspsychologische Vorlesung – Titel ,,Transidente Entwicklung" – hatte zu keinem Zeitpunkt einen offen appellativen, geschweige denn politisch-aktivistischen Charakter. Es war eine Lehrveranstaltung zur Vermittlung von Grundwissen für Psychologie-Studenten im 4. Semester, in der die künftigen Therapeuten auf einige problematische und ungeklärte Fragen psychischen Leids durch uneindeutige Geschlechtsidentität in jungen Lebensjahren aufmerksam machte.

Während der gesamten Vorlesung kam es fast ununterbrochen zu lauten Buh-Rufen und anderen Störungen. Als Auslöser hysterischer Empörung genügten dabei zum Beispiel Sätze wie: ,,Es gibt zwei biologische Geschlechter" – Buhbuh! ,,Es gibt eine niedrige Evidenzqualität dafür, dass Pubertätsblocker die psychische Gesundheit verbessern" – Doch! Bullshit! Buh! ,,Diese Operationen an den Geschlechtsteilen sind Eingriffe in gesunde Körper" – Buhbuh!

Besonders empört waren viele über den Begriff ,,soziale Ansteckung" und die Erwähnung einer Studie über ,,Rapid-Onset-Gender-Dysphoria". Dass Bayen auch eine alternative Erklärung für die starke Zunahme von Transidentitäten anbot (verringerte Stigmatisierung führt zu mehr Coming Outs), konnte die Gemüter kaum beruhigen.

https://archive.is/ZKAGk
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 17:03:25auf dem Niveau von Kleinkindern
Ja, das wäre ungerecht. Es sind erwachsenen Menschen, die aber der Verblödung anheimgefallen sind. Das ist keine neue Erkenntnis, das haben wir auch in anderen Bereichen. Es ist nur maximal blöd, wenn sowas an einer Uni passiert. Es ist aber erklärbar (nuja, nicht entschuldbar):

ZitatHier sind Menschen infolge queerpolitischer Diskursverschiebungen und -verengungen nicht mehr in der Lage, grundlegende Kategorien der Gesellschaftsanalyse auseinanderzuhalten, was sie dann dazu treibt, etwa Transfeindlichkeit da zu sehen, wo es tatsächlich um eine kritische Betrachtung von Ideologemen zum Phänomen Trans geht. Kurz gesagt: Man setzt die eigene Ideologie mit der Identität einer sozialen Gruppe gleich – und homogenisiert sie zugleich obendrein. Das ist die maximale Verflachung des Denkens. Genauso gut könnte man Wissenschaftlern, die kommunistische Ideologeme zur Arbeiterklasse als unwissenschaftlich kritisieren, als arbeiterfeindlich attackieren. Das gab es übrigens auch in der Geschichte. Und heute besteht selbst in der Linken kein Zweifel daran, dass so eine Denkform nur Fanatiker hervorbringt.

So sehen sie auch aus, die protestierenden Studenten: fanatisch, hasserfüllt und nicht sonderlich aufgeklärt. Im Prinzip sind sie Opfer der pseudolinken Diskursverschiebungen aus den vergangenen Jahren zum Thema Geschlecht und Geschlechtsidentität, die massive Denkverschlüsse erzeugt haben. Das ahnungslose Gestotter der Protestierenden, die zu ihren Motiven befragt werden, zeugt davon.

Statt sie zu Protesten gegen eine Sache zu ermuntern, von der sie offensichtlich nichts verstehen, wäre ihnen zu raten, sich in die Vorlesung zu setzen und zuzuhören – und erstmal im Studium den eigenen Gedankenapparat samt der Fähigkeit zum kritischen Denken zu entwickeln. Wenn sie ihren Kopf hingegen weiter in diesem rabbit hole versenken, müssen sie sich nicht wundern, als mittelalterliche Sekte eingestuft zu werden, die weder etwas mit Demokratie noch Fortschritt zu tun hat – und Transmenschen sogar schadet.
https://x.com/pferdaufmflur/status/2080288549207715863

Das wäre so, als würden "Studenten" in einer medizinischen Vorlesung jedwede Kritik an "alternativen Heilmethoden" mit Buhrufen kommentieren. Man fühlt sich irgendwie erleuchtet, aber nur, weil man keinen Plan hat, wie man selbst und kritisch denkt.

Das setzt sich dann in der Gesellschaft fort. Ich hatte ja schon früh angemerkt, dass viel von dem Unsinn an den Unis geboren und von dort in die Welt getragen wird. Anschauung:



Achso: noch eine passende Bemerkung dazu:

ZitatHermine Blue @Blues_Hermine
·
23. Juli
Ideologien, auch die allerschlimmsten, können im akademischen Milieu ihren Anfang nehmen, ausgerechnet an den Unis, so man sie eigentlich entlarven sollte. Hannah Arendt meinte im berühmten Interview  mit Günter Gaus 1964 sinngemäß, dass sie im Nationalsozialismus ihrer eigenen akademischen Blase entfremdet wurde, einem Milieu, das anfällig für die neuen grausamen Ideen war (Rassenhygiene und Eugenik), die im ersten Moment so progressiv klangen,: "Die Menschen sind ihren eigenen Ideen in die Falle gegangen". Das ist heute nicht anders! Die Queerideologie mit ihrem wissenschaftsfeindlichen Ansatz hat sich tief in die wissenschaftliche Lehre hineingegraben, bis in die Biologie, die plötzlich ernsthaft die Biologie von "Transidentität" untersucht. Aber sie fraß sich auch ins akademische Leben und von dort aus in die Gesellschaft. Schlimm ist nicht nur, dass "Geschlecht ist ein Spektrum" schlicht unwissenschaftlich ist. Sondern vor allem, dass gerade aktiv verlernt wird, wie biologisches Geschlecht mit sozialen Mustern und Rollen zusammenhängt, wie also schädliche Stereotypen entstehen und sich verstetigen. Mir fehlt gerade jede Hoffnung, dass diese Ideologie wieder einfach so verschwinden könnte.
https://x.com/Blues_Hermine/status/2080347175049957751
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Daran anschließend: Das führt auch dazu, dass eigentlich gebildete und für Aufklärung stehende (nach eigener Anschauung) Menschen dazu neigen, ihren Verstand bei bestimmten Themen komplett abzuschalten. Das hier hatte seinerzeit Mai Thi als Beispiel vorführen wollen, dass es bzgl. der Gehirne keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gäbe (das hatte ich hier früher schon mal als Beispiel für merkwürdiges Denk gebracht - so viel unkritisches Hinnehmen von "Studien", die den eigenen Glauben und das eigene moralische Prestige festigen sollen). Es ging um die Mosaikhirne:

ZitatSammy@NeuroSGS

Joel et al. (2015) is one of the most cited papers in the sex differences literature. It's also a good example of how choice of methodology shapes the conclusions we draw.

Joel et al., analysed more than 1,400 MRI scans and argued that human brains are "mosaics" because most people showed a mixture of statistically male-typical and female-typical features across different brain regions (i.e., just because a males hippocampus is male-typical doesn't mean their amygdala is also male-typical).

The problem is that their method examined each region largely independently, then asked whether those regions were internally consistent. By doing so, it discarded the known covariance between brain regions.

This is a major limitation because biological sex is reflected in the joint pattern across many correlated brain measures, not whether every single brain region falls at the same end of the distribution.

Chekroud et al. (2016) later tested this directly. Using the same type of MRI data, a multivariate classifier predicted biological sex with 93% accuracy (still 70% after residualising brain-size-related variation).

Del Giudice et al. went further, showing through simulations that Joel et al.'s framework will often classify strongly sex-differentiated populations as "mosaics" simply because it ignores multivariate covariance.

Joel et al. didn't show that male and female brains are anatomically indistinguishable. They showed that a method which ignores multivariate structure struggles to detect multivariate differences.

The statistical lesson is: analysing variables one at a time can miss patterns that become obvious when they're analysed together.
https://x.com/NeuroSGS/status/2080016728893911181

Das Ganze nennt sich auch "univariater Fehlschluss". Das wurde auch damals so kritisiert. Hielt die ultraintelligente Mai aber nicht davon ab, das als stichfesten Beleg für ihre Anbiederungsprosa zu nehmen. Das sind klassische pseudowissenschaftliche Ansätze / "Tricks", das sollte man als "Aufklärer" eigentlich wissen. Aber wie oben gesagt, ist keine leichte Übung - das mit der Rationalität.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Weil ich gerade in Laune bin, noch ein paar Gedanken dazu (nicht meine eigenen) ::)

Stewart-Williams hatte ich hier schon mal verlinkt. Er ist bei der Thematik noch vornehm zurückhaltend, sagt aber ziemlich genau, wo der Hase im Pfeffer liegt.

ZitatMen and women are different. But saying so has become taboo, according to the evolutionary psychologist Steve Stewart-Williams. A vocal minority, he states, sees positing the existence of sex differences as "a moral transgression", to which the typical response is to "cancel, punish and shun". This is particularly pronounced in academia, where biases distort discussion, he argues. In the Western world, there's a predisposition towards minimising sex differences. There are other biases. "Studies finding anti-female bias are shouted from the rooftops," while "those finding no bias or bias against men are reported in a whisper or simply ignored", Stewart-Williams writes in his new book, A Billion Years of Sex Differences.

This lack of honesty matters. "If we want to make the world a better place, we need good science," he maintains. That's not possible "if scientists are afraid to diverge from the pre-specified conclusions of an academic political monoculture". He argues that not only are there clear differences between the sexes, but the basis for them – in large part – is our "million-year journey of human evolutionary history". This goes for everything from dating and toy preference to mental and physical health.
"In large part" is key. Stewart-Williams is no gender traditionalist. He rejects those who "exaggerate" differences between men and women. So too, the sex difference-minimisers who argue that if differences exist they're "a product of discrimination and socialisation" – and that equality requires their abolition. Both views lack balance and fall foul of the science, he says.
...
https://archive.is/7reyQ (New Statesman)

Dass das so ist, zeigt der obige Fall in Düsseldoof. Und das ist nur die Spitze des Shitbergs.

Dass der bloß nicht in die Univariate Fallacy tappt.. ::)

ZitatWhile some sex differences are "genuinely large", these are almost always physical. Most human sex differences fall into the "fuzzy or statistical" category. Imagine a standard bell curve. The horizontal axis represents scores on a given trait. The vertical axis represents the number of people with a given score. When we say men are, for instance, more aggressive than women, we are talking about two bell curves that overlap. The one representing men is slightly further to the right. As Stewart-Williams explains, men and women can be found at almost every level of aggression. On an individual basis, some women are more aggressive than some men. But the average level of aggression is somewhat higher for men.
Wollte ich nur mal gesagt haben!