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Die Genderdebatte

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Begonnen von Scipio 2.0, 07. Juli 2022, 12:59:49

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eLender

Nochmal Finnland:

ZitatZepf warnt allerdings vor einem voreiligen Schluss: Die neue Studie könne nicht erklären, warum genau die Inanspruchnahme von psychiatrischer Hilfe steigt. Ob tatsächlich die medizinischen Massnahmen die jungen Menschen psychisch beeinträchtigten, könne die Studie nicht zeigen. Sie beschreibe nur, wie stark und wann die Betroffenen fachmedizinische Hilfe in Anspruch nähmen. «Aber die Inanspruchnahme von psychiatrischen Behandlungen verringert sich nicht. Das bedeutet, der gewünschte Effekt – eine verbesserte psychische Gesundheit – hat sich nicht gezeigt. Das ist eine wichtige Erkenntnis.»
https://archive.ph/A2tZX (NZZ: Eine Geschlechtsänderung macht Transjugendliche nicht glücklicher)

Zepf ist uns hier auch schon begegnet, ein Kenner der Materie (und ein bedeutender Kritiker des affirmativen Ansatzes). Die Studie kann / will bestimmte Fragen gar nicht beantworten (v.a. die nach den Ursachen), aber alleine die Feststellung, dass die sachgerechte Transformation (so, wie sie gewünscht und empfohlen wird) keine Probleme löst, bringt den Irrsinn (zumindest rational) zum Einsturz. Das ist die Evidenz, und sie steht hier nicht alleine.

Wer weiter fordert, nach dem affirmativen Ansatz und den geltenden WPATH-Leitlinien behandeln zu müssen, der ist einfach nur verblendet. Man müßte mindestens bereit sein, sein Konzept nochmals zu überdenken und die Therapie abzuändern. Die Transformatiker sagen ja (sie vermuten aus dem Blauen heraus), es liege an der schlechten Umsetzung der Therapie. Dann müßten sie diese aber besser machen und schauen, ob das Outcome besser wird. Aber das wäre ja wissenschaftlich - abgesehen von der moralischen Frage. Es ist und bleibt pure Ideologie (nichts aus der Wirklichkeit abgeleitetes oder überprüftes).
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Marie-Luise Vollbrecht: "Hat die Kiwi ein Gender und wenn ja, welches? Uni-Vortrag sorgt für Streit"
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Männlein und Weiblein sollen unterschiedlich ticken. Hörtmanso. Das mögen nur leichte Unterschiede in den Präferenzen sein, die mit höchster Wahrscheinlichkeit angeboren sind. Man muss genau hinsehen:

ZitatDie Studie von Balducci & Haider (2026) untersucht Geschlechtsunterschiede in Lese-, Rechen- und Problemlösekompetenz – aber mit einem wichtigen methodischen Twist: Nicht die absoluten Durchschnittswerte stehen im Mittelpunkt, sondern sogenannte intraindividuelle Stärken.

Was sind intraindividuelle Stärken?
Statt zu fragen ,,Wer ist besser in Mathe?" fragt man: ,,In welchem Fach ist eine Person im Vergleich zu ihrer eigenen Gesamtleistung am stärksten?" Wer also z.B. in Numerik besser abschneidet als im eigenen Durchschnitt über alle Domänen hinweg, hat dort eine intraindividuelle Stärke – unabhängig davon, wie gut andere Personen sind.

Datenbasis
Die Studie nutzt Daten aus dem PIAAC-Zyklus 2 (Programme for the International Assessment of Adult Competencies), erhoben 2022–2023: 157.525 Personen aus 30 Ländern, aufgeteilt in fünf Altersgruppen (16–24, 25–34, 35–44, 45–54, 55+ Jahre). Gemessen wurden drei Domänen: Lesen (Literacy), Rechnen (Numeracy) und Problemlösen.

Durchschnittswerte – Kleine bis keine Unterschiede
Beim Vergleich der reinen Durchschnittswerte zeigen sich kaum nennenswerte Geschlechtsunterschiede. Im Lesen gibt es keinen signifikanten Unterschied. Im Rechnen schneiden Männer minimal besser ab (0,17 SD), beim Problemlösen ist der Unterschied mit 0,05 SD nahezu vernachlässigbar.

Ein Effekt von 0,17 SD gilt in der Psychologie als sehr klein. Zum Vergleich: Ein Effekt von 1,0 SD würde bedeuten, dass der Durchschnittsmann besser als etwa 84 % der Frauen abschneidet. Bei 0,17 SD überlappen die Verteilungen beider Geschlechter fast vollständig. Diese Werte erklären die Unterrepräsentation von Frauen in STEM-Berufen kaum.

Intraindividuelle Stärken – Deutlich größere und konsistentere Unterschiede
Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn man nicht Mittelwerte, sondern relative Stärken innerhalb einer Person betrachtet. Frauen haben eine deutliche relative Stärke im Lesen (−0,39 SD), Männer im Rechnen (+0,37 SD). Beim Problemlösen gibt es keinen nennenswerten Unterschied (−0,05 SD).

Diese Effekte sind etwa doppelt so groß wie bei den Durchschnittswerten und gelten als moderat. Entscheidend ist zudem ihre universelle Konsistenz: In allen 30 untersuchten Ländern hatten Frauen eine relative Stärke im Lesen, Männer im Rechnen – ohne eine einzige Ausnahme.

Altersgruppen – Stabile Muster über die Lebensspanne
Die Studie hatte ursprünglich erwartet, dass sich die Unterschiede im mittleren Alter vergrößern und im höheren Alter wieder angleichen – bedingt durch unterschiedliche kognitive Altersverläufe bei Männern und Frauen. Dies bestätigte sich nicht. Die Unterschiede blieben über alle Altersgruppen hinweg weitgehend stabil, von den 16–24-Jährigen bis zu den über 55-Jährigen. Eine mögliche Erklärung: Kognitiver Abbau trifft alle Domänen innerhalb einer Person gleichmäßig, sodass die relative Stärkenverteilung erhalten bleibt.

Der Zusammenhang zwischen Lesen und Rechnen
Ein überraschendes Nebenergebnis: Der weibliche Vorteil im Lesen und der männliche Vorteil im Rechnen korrelieren auf Länderebene sehr stark (ρ = 0,90). In Ländern, wo Frauen besonders stark im Lesen relativ zu Männern sind, sind Männer auch besonders stark im Rechnen. Die Autoren interpretieren dies so: Maßnahmen, die Mädchen in Mathematik fördern, könnten unbeabsichtigt ihre relative Stärke im verbalen Bereich weiter verstärken – weil Lese- und Rechenleistung eng miteinander verknüpft sind.

Theoretische Einordnung
Die Studie stützt sich auf die Erwartungs-Wert-Theorie (Eccles, 1983): Menschen wählen Berufe, in denen sie sich relativ am kompetentesten fühlen – nicht unbedingt die Felder, in denen sie absolut am besten sind. Wer z.B. sowohl gut lesen als auch gut rechnen kann, aber besser lesen als rechnen, wird eher sprachnahe Berufe wählen. Da Frauen im Durchschnitt ihre relative Stärke im Lesen haben, wählen sie häufiger soziale oder sprachliche Berufe – selbst wenn sie in absoluten Zahlen gut in Mathematik sind. Dieser Mechanismus könnte die STEM-Unterrepräsentation besser erklären als reine Mittelwertvergleiche.

Kritische Einordnung
Die Studie hat einige Grenzen, die die Autoren selbst benennen. Es handelt sich um eine rein deskriptive Querschnittsstudie, sodass keine Kausalaussagen möglich sind. Das PIAAC misst zudem nur Leseverstehen, nicht Schreiben – ein möglicherweise relevanter Teil von Literacy fehlt. Die Altersgruppen sind grob gefasst, was feinere Alterseffekte verdecken könnte. Außerdem könnten unterschiedliche Motivationslagen bei Low-Stakes-Tests die Werte verzerren. Der sogenannte Gender-Equality-Paradox – stärkere Unterschiede in gleichgestellteren Ländern – wird zwar angedeutet, aber nicht robust getestet.

Fazit
Die Studie zeigt überzeugend, dass die klassische Frage ,,Wer ist besser in Mathe?" die falsche Frage ist. Die relevantere Frage lautet: In welchen Bereichen sind Menschen relativ zu sich selbst am stärksten? Diese intraindividuellen Muster sind größer, konsistenter und über die gesamte Lebensspanne stabil – und könnten damit ein wichtigerer Erklärungsfaktor für Berufswahlentscheidungen und die STEM-Lücke sein als bisherige Durchschnittswertvergleiche.
https://allesevolution.wordpress.com/2026/04/21/jenseits-von-durchschnittswerten-geschlechtsunterschiede-in-lese-rechen-und-problemloesekompetenzen-als-intraindividuelle-staerken-ueber-verschiedene-altersgruppen-hinweg/
(ich denke, diese Zusammenfassung ist KI-generiert, aber scheint zu stimmen).

Und es gibt noch handfestere Unterschiede:
ZitatEmma Hilton@FondOfBeetles

If you grow male brain neurones and female brain neurones on a plate, then subject them to injury via stretching, the female neurones "break" earlier and the male neurones recover quicker, because they activate a stronger and more efficient inflammatory response.

Female brains are more fragile under injury conditions, and they don't recover as well.
https://x.com/FondOfBeetles/status/2046635369664319628

ZitatWhen it comes to the biology of concussion, there are three main differences between men and women that we know of, she explains in a video call from her home in Chicago. "Women tend to have less muscular necks. So when an injury occurs, say whether it's a car accident or if it's on a pitch, there is less support here," she says, putting hands up to either side of her neck.

Secondly, there is a difference in the microarchitecture of the brain. Women have more neurons crossing the corpus callosum – a structure in the middle of the brain that connects the right and left hemispheres – and they are thinner.

A third factor is the menstrual cycle. "Given the same woman at a different time, exact same injury, there can be a different outcome, depending on whether progesterone levels are high or low. It is worse if it is in the luteal phase [ie after ovulation, approximately days 15-28 of a 28-day cycle], when the progesterone levels are high and then all of a sudden they drop abruptly." This is due to the effect of the trauma on the pituitary gland, right in the centre of the head.
https://www.irishtimes.com/health/your-family/2026/04/21/pink-concussion-how-womens-brain-injuries-differ-biologically-from-mens/

Das muss Mademoiselle Khelif aber aufpassen, sonst fliegt ihr beim Boxen das Hirn aus der zarten Schale. Wäre sie ein Mann, dann hätte sie diese Probleme nicht und würde gegen eine Frau deutlich im Vorteil sein ::)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

ZitatTabuthema Transkinder: Wenn der Fachdiskurs zurückkehrt

Beim IACAPAP-Kongress, der im Juli in Hamburg stattfindet, gerät ein lange tabuisiertes Thema in Bewegung: Die Fachwelt diskutiert offener über Zweifel an schneller Affirmation, Pubertätsblockern und Hormonen bei Minderjährigen, d.h. sogenannten Transkindern. Was bedeutet das für Praxis, Politik – und den Diskurs?
https://queernations.de/tabuthema-transkinder-fachdiskurs/
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
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Purple Tentacle

Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass Till Amelung ein Transmann ist. :2thumbs:
Ach, was weiß denn ich ...

RPGNo1

ZitatÄnderung des Geschlechtseintrags garantiert keine Frauenförderung

Geschlechtseintrag ändern, befördert werden, zurückwechseln: Eine Polizistin in Nordrhein-Westfalen steht im Verdacht, ihren Eintrag von männlich zu weiblich geändert zu haben, um von der Frauenförderung zu profitieren.
https://www.spiegel.de/karriere/vom-polizist-zur-polizistin-verdacht-auf-missbraeuchliche-aenderung-des-geschlechtseintrags-a-de96c78c-7ac7-4cb5-b451-0cf98216137c

Sag mal 'nen Satz mit x? Das war wohl nix.  :grins
(At Bhaal Temple)
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eLender

Auf Icks eine ganz interessante Beitragsreihe zu der Thematik, die ich leider kaum anders verlinken kann (als der Hinweis darauf). Es geht um dieses Wirrwarr, das jede logische Konsistenz vermissen lässt (z.B. warum das Geschlecht einerseits rein sozial konstruiert, auf der anderen Seite aber unabänderlich in die Seele gebrannt sein soll). Ja, das sind ganz unterschiedliche Ideologien, die nur so aussehen, als würden sie das Gleiche behandeln. Und es sind ganz unterschiedliche Akteure, die diese Ideologien vertreten. Gemeinsam habe sie, dass sie irgendwie gegen das "etablierte" aka rationale Wissen gerichtet sind. Und sie haben eine Agenda, diese Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Was das u.a. bewirkt, kann man dann an dem Beitrag, den ich unten verlinke, beobachten.

ZitatHeinz van Eugen ♠️@heinzvaneugen

Warum gilt die Aussage "Es gibt nur zwei Geschlechter" als transfeindlich?

Um das zu verstehen, darf man "trans"-Aktivismus nicht als EINE geschlossene Denkrichtung betrachten.

Eine dreiteilige Thread-Serie über die drei ideologischen Strömungen im "trans"-Aktivismus.
🧵 1 v 3
https://x.com/heinzvaneugen/status/2053254329310527581

Ganz kurzer Ausschnitt:
ZitatDiese Strömungen widersprechen sich teilweise und sind logisch kaum vereinbar.
In der Praxis sind es Schubladen unterschiedlicher Argumentationen – eine Art "Kramkiste" der Denkrichtungen.
Ihr gemeinsamer Nenner: die Deutungshoheit über "Geschlecht" zu erlangen.
...
In dieser Serie geht es um:

1. Die "Butleristen" und die soziale Konstruktion

2. Die "Pink Brainers" und ihre Gehirn-Thesen

3. Die "Dysphoristen" und AGP

Aus diesen drei Perspektiven soll der Konflikt (mit Biologie und Feminismus) beleuchtet werden.



Dazu ein Text von Chris/Nadia Brönimann, die eine Reise durch dieses Paralleluniversum gemacht hat und wieder in der Realität angekommen ist. Ließt sich nicht gerade euphorisch.

ZitatChris/Nadia Brönimann@Nadiabro

Der Verrat am Körper und der Lärm der Ideologie

Es gibt eine Stille, die erst eintritt, wenn man am Ende eines Weges ankommt, den man nie hätte beschreiten dürfen. Nach fast drei Jahrzehnten im künstlichen Exil meines eigenen Körpers ist dieser Weg zu Ende. Ich stehe nicht hier als Opfer von gestern, sondern als unerschrockener Zeuge für morgen. Ich habe den Abgrund nicht nur gesehen, ich habe in ihm gewohnt – ich habe seine Kälte geatmet, bis ich vergass, wie sich das Leben anfühlt. Jetzt bin ich zurückgekehrt, um der Leere ihren wahren Namen zu geben.

Wir leben in einer Ära, die den Schmerz der Seele mit dem Skalpell exorzieren will. Man hat uns gelehrt, Identität sei ein Konstrukt, das man operieren und chemisch erzwingen kann. Doch ich habe gelernt: Man kann die Biologie zum Schweigen bringen, aber man kann sie nicht besiegen. Mein Körper war nie ,,falsch" – er war der Schauplatz einer tiefen inneren Not, die Halt suchte und stattdessen Medizin fand. Wir haben vergessen, dass eine Wunde im Geist nicht durch eine Narbe auf der Haut heilt. Denn am Ende bleibt eine unerbittliche Gewissheit: Die Natur lässt sich nicht betrügen.

"Der wahre Verrat an der Jugend ist nicht die fehlende Bestätigung. Es ist die Feigheit der Erwachsenen, den Kindern die Wahrheit zuzumuten."

Dass Leben bedeutet Reifung und kein chirurgisches Projekt. Wir opfern die Integrität gesunder Körper auf dem Altar einer flüchtigen Ideologie. Wir stehlen ihnen die Pubertät, diesen heiligen, schmerzhaften Prozess des Werdens, und fesseln sie stattdessen an eine lebenslange Abhängigkeit von der Chemie.

Haben wir als Gesellschaft wirklich den Verstand so weit verloren, dass wir den Verlust ihrer Fruchtbarkeit als Freiheit und ihre Verstümmelung als Selbstfindung feiern?

Das ist kein Fortschritt, das ist die systematische Hinrichtung der menschlichen Natur.

Ich blicke heute mit einer Klarheit in den Spiegel, die keine Hormone jemals erzeugen konnten. Es ist die unbeugsame Erkenntnis, dass wahre Freiheit nicht im Wechsel des Geschlechts liegt, sondern in der Kraft, es anzunehmen. Echte Erlösung findet man nicht im Entwurf eines neuen "Ichs", sondern in der Kapitulation vor der eigenen Wirklichkeit. Erst als ich aufhörte, den Krieg gegen meine eigene Natur zu führen, begann ich wirklich zu atmen. Ich habe gelernt, dass das Privileg deines Lebens darin besteht, zu werden, wer du wirklich bist – nicht, wer du vorgibst zu sein.

Diese Jahrzehnte der Selbstentfremdung sind für mich kein blosser Verlust, sie sind ein Mahnmal. Ein Aufruf zur Umkehr, die Biologie wieder als Heimathafen zu begreifen. Wer heute schweigt, während Kinder in die lebenslange Medizinisierung geführt werden, hat das Wesen der Menschlichkeit verraten.

Die Wahrheit braucht keine Mehrheiten – sie braucht nur jemanden, der sie ausspricht. Ich stehe heute hier, weil ich nicht aufhören werde, das Schweigen über diesen Weg zu brechen. Ich trage meine Narben weiterhin als Zeugnis in die Öffentlichkeit, damit andere nicht erst zerbrechen müssen, um ganz zu werden -

Die Freiheit beginnt dort, wo die Lüge über das eigene Sein stirbt.
https://x.com/Nadiabro/status/2053495796440440940
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Purple Tentacle

Im oben zitierten X-Poting ist auch folgendes Video verlinkt.


Ihre/Seine Geschichte ist so erschütternd wie ergreifend.
Ach, was weiß denn ich ...

RPGNo1

Zitat von: eLender am 10. Mai 2026, 22:48:05Dass Leben bedeutet Reifung und kein chirurgisches Projekt. Wir opfern die Integrität gesunder Körper auf dem Altar einer flüchtigen Ideologie. Wir stehlen ihnen die Pubertät, diesen heiligen, schmerzhaften Prozess des Werdens, und fesseln sie stattdessen an eine lebenslange Abhängigkeit von der Chemie.

Buck Angel hat sich auf seinem YT-Kanal ähnlich geäußert. Obwohl seit vielen Jahren ein glücklicher Transmann möchte er sein Kindheit als Mädchen, die Pubertät und das Erwachsenwerden niemals missen. Sie waren und sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil seines Wesens. Aus diesem Grund lehnt er auch Begriffe wie "trans kids" vehement ab und plädiert energisch dafür, dass nur Erwachsene sich geschlechtsanpassenden Therapien unterziehen dürfen. Diese hätten zudem unter kritischer therapeutischer Supervision von Fachleuten zu erfolgen, sprich genderaffirmative Behandlung wird als schädlich und gefährlich abgelehnt.
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
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eLender

Ein ganz interessanter Beitrag in der Welt zum Begriff "Geschlechtsidentität". Dass das ein reines Konstrukt ist, haben wir hier auch schon festgestellt. Hier wird etwas genauer beleuchtet, woher diese Idee überhaupt stammt und warum das ein weiterer Griff ins Klo der menschlichen Irrungen ist.
(man sollte den ganzen Text lesen, ich zitiere nur ein paar Häppchen)

ZitatDer Begriff der Geschlechtsidentität kommt, wie Brubaker schreibt, eigentlich aus der medizinischen Diagnostik und bezeichnete eine Störung. Indem sich der Transgender-Aktivismus den Begriff aneignete und umwertete, konnte er seinerseits die Medizin vor sich hertreiben, wie bei der Begründung ,,geschlechtsangleichender Maßnahmen". Die Pointe dabei ist, dass nun das gefühlte Geschlecht (,,gender") als angeboren, während das biologische Geschlecht (,,sex") als beliebig anpassbar gilt – eine völlige Verkehrung der alten Gender-Theorie.
...

Doch wie konnte ein vom Aktivismus aus der Medizin entlehnter Begriff zur Norm in Recht, Medizin oder Pädagogik werden? Brubaker hat das vor allem für die USA und Großbritannien untersucht und kommt zu dem Schluss, dass der Siegeszug der Geschlechtsidentität nicht das Ergebnis einer großen öffentlichen Debatte war, sondern eines ,,Insider-Aktivismus", der gezielt auf die Bürokratie von Staat und Partei Einfluss genommen hat: eine ,,stille Revolution" durch die Hintertür.
...

Kann man, wie immer wieder behauptet, Kritik am Konzept der Geschlechtsidentität, am Trans-Aktivismus oder am Zugang zu ,,geschlechtsangleichenden Maßnahmen" für Jugendliche als rechtes Narrativ oder moralische Panik bezeichnen? Brubaker widerspricht. In den USA und Großbritannien habe man sehen können, dass die Kritik aus Feminismus und Psychoanalyse, aber auch von Homosexuellen- und nicht zuletzt der Trans-Bewegung selbst kam, wie Brubaker rekonstruiert. Auch zeigten Umfragen, dass die transkritischen Feministinnen eher links als rechts eingestellt seien.

Das Rechts-Links-Schema greift als Erklärung nicht, schließt Brubaker, ist aber zur wichtigsten Abwehrstrategie des maximalistischen Aktivismus geworden. In den vergangenen Jahren wurde jede Kritik pauschal als transphob abgekanzelt. ,,Aber letztendlich ist die progressive Diskurskontrolle gescheitert", so Brubaker. In vielen Ländern könne man bereits eine Kehrtwende bei Fragen um Geschlechtsidentität und Transgender sehen.
...

Doch das Streben nach Verfügbarkeit scheitert am Unverfügbaren, man verstrickt sich nur in unauflösliche Paradoxien. ,,Keine andere sozial und rechtlich anerkannte Identität beruht ausschließlich auf der Selbstbestimmung", schreibt Brubaker, sondern immer auf einer Innen-Außen-Dialektik. ,,Auch der Schutz vor Diskriminierung bedarf nicht des Konzepts der Geschlechtsidentität." Identitätspolitik? Brubaker rät ab. ,,Das Laienidiom der Identität ist kulturell aufgeladen, aber soziologisch und politisch verarmt."
https://archive.is/UKvGr (Die Welt: Die Erfindung der ,,Geschlechtsidentität" und ihre zerstörerischen Folgen)

Es geht bis hier um die Besprechung eines Buches von Brubaker (sollte sich RPG auf seine Liste setzen ::) )

Es folgen noch andere Stimmen zu dem Irrsinn, u.a.:

ZitatWas Brubaker als Kampf ,,zwischen dem, was gegeben ist, und dem, was gewählt werden kann, zwischen Natur und Kultur" beschreibt, ist für Gerhard Schweppenhäuser die Verschiebung des Wunschs nach Selbstbestimmung auf das Feld des Körpers und des Geschlechts. Wie der Philosoph in seinem Buch ,,Das konstruktivistische ,Interesse am Körper' – Geschlecht, Identität und der Naturbegriff der Kritischen Theorie" (Verlag Felix Meiner, 212 Seiten, 25 Euro) schreibt, ist die Geschlechtsidentität eine Wiederauflage der alten Irrlehre vom ,,geistigen Geschlecht", die Fiktion radikaler Verfügbarkeit als innerer Kehrseite des entfesselten Kapitalismus. Der Körper wird nicht mehr nur zum Anhängsel der Maschinerie, sondern zum Anhängsel des Diskurses, so Schweppenhäuser.
Nuja, der übliche postmoderne Schwurbel, alles nur konstruiert und beliebig. Aber warum dann die Rolle der Medizin, wenn der Geist wichtiger als die Materie ist?

Noch eine kleine Bemerkung, die auf anderer Ebene nicht ganz unwichtig ist.

ZitatSo zog Donald Trump mit dem Slogan ,,Kamala ist for they/them, President Trump is for you" in den Wahlkampf.

Für einen Donald gar kein so dummer Spruch - so als Slogan.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Zitat von: eLender am 15. Mai 2026, 22:04:25Indem sich der Transgender-Aktivismus den Begriff aneignete und umwertete, konnte er seinerseits die Medizin vor sich hertreiben, wie bei der Begründung ,,geschlechtsangleichender Maßnahmen".
Die Vorgehensweise der Aktivisti kommt mir bekannt vor. Siehe die Enteignung und Umwertung des Begriffs "Rassismus" oder aktuell im Rahmen der Konflikte zwischen Israel und Palästinensern ein Umdeutung ubzw. Neudefinition von "Genozid" oder "Apartheid".

Zitat von: eLender am 15. Mai 2026, 22:04:25Es geht bis hier um die Besprechung eines Buches von Brubaker (sollte sich RPG auf seine Liste setzen ::) )
Hm, leider finde ich noch keine Reszension im Netz. Im deutschsprachigen Raum scheint das Buch unbekannt zu sein.

Zitat von: eLender am 15. Mai 2026, 22:04:25So zog Donald Trump mit dem Slogan ,,Kamala ist for they/them, President Trump is for you" in den Wahlkampf.
Ja, die Trumpkampagne hat immer wieder triumphierend verkündet, dass dieser Slogan ihnen viele Stimmen insbesondere bei Frauen, Gemäßigten und Unentschlossenen eingebracht habe, welche ansonsten nichts mit den Republikanern, Trump oder MAGA am Hut haben. Die Demokraten (oder auch linke bzw. progressive Analysten aus good ol' Germany) haben die Schlussfolgerung zurückgewiesen, aber die Hinweise sind doch zu eindeutig, als dass man sie vom Tisch wischen oder ignorieren (1) könnte.

(1) Siehe Kamala Harris Ambitionen, sich erneut als Präsidentschaftskandidatin der Dems aufstellen zu lassen.



(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

Juliette

Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 15:44:38Hm, leider finde ich noch keine Reszension im Netz. Im deutschsprachigen Raum scheint das Buch unbekannt zu sein.

Dass es noch keine deutsche Rezension gibt (außer in der Welt) kann schon sein, denn das Buch erscheint auf Englisch erst am 5. Juni.

ZitatPressestimmen
"This book is a profound service to anyone who values clarity, sound thinking, and compassion – qualities which have not generally characterized the discourse surrounding 'gender identity.' Drawing on decades of experience as one of the world's top thinkers on human groups, Rogers Brubaker has published the first absolute must-read treatment of gender identity. Anyone with even a faint interest in this subject, regardless of their opinion on it, will benefit from his analysis."
Jesse Singal, writer of the newsletter Singal-Minded and co-host of the podcast Blocked and Reported

"How, why, and when did it become self-evident that each person possesses a distinct gender identity? With impressive skill, clarity, and erudition, Rogers Brubaker tells a sweeping story of how a now-ubiquitous concept migrated from the periphery to the vital center of contemporary life – transforming myriad social practices, igniting intense political debates, and offering new ways of imagining selfhood."
Steven Epstein, author of The Quest for Sexual Health: How an Elusive Ideal Has Transformed Science, Politics, and Everyday Life

"This brilliant book extends Rogers Brubaker's masterful body of work on principles of social classification to examine the historical institutionalization of, and struggles over, gender identity as a legible and actionable category of practice. Meticulously researched, impeccably argued, and thoroughly illuminating, Gender Identity shows how this concept has proliferated ways for people to position their inner, subjective sense of self in relation to the sexed and gendered social order. An absolute must-read."
Marion Fourcade, University of California, Berkeley

"Brubaker's sharply observed analysis is a must-read for anyone interested in how and why the category 'gender identity' has grown, spread, and become seemingly unchallengeable in such a relatively short period of time. Sociology at its best!"
Jo Phoenix, Reading University
(Zitiert aus amazon)

Auf Deutsch bekäme man es schon am 21. Mai:
Geschlechtsidentität: Die Karriere einer Kategorie (seit 1- März)

Er hat schon 2016 zu dem Thema geschrieben:

Trans: Gender and Race in an Age of Unsettled Identities
Trans: Gender und Race in einer Zeit unsicherer Identitäten (2023)

"Die Zukunft war früher auch besser." Karl Valentin

Gefährliche Bohnen

ZitatDuring the past twenty years, the prevailing clinical approach to child and adolescent gender dysphoria changed dramatically. Before then, most clinicians considered youth gender dysphoria a mental health problem best addressed through psychological management. Typically, childhood gender dysphoria resolved prior to adulthood. Recently, however, the gender-affirming approach has prioritized facilitating social and medical gender transition of dysphoric youth. The ascendancy of gender-affirming care did not arise because of empirical advances. Rather, gender-affirming care triumphed because of the unquestioned ideological beliefs that treating gender dysphoria as a psychological problem is unenlightened, unethical, and akin to conversion therapy for sexual orientation. Clinical referrals for youth gender dysphoria skyrocketed. Adolescent-onset dysphoria among natal females, previously unknown, became the most common subtype, and there are indications it is socially transmitted. Concerns about these developments led to systematic research on the claims that gender affirmation is necessary for improvement and to prevent suicide. Comprehensive reviews failed to support these claims, and gender transition has serious social and medical complications. Thus, gender-affirming care is increasingly seen as a dubious approach. Psychotherapy, including cognitive-behavioral therapy, holds promise as a tool to manage gender dysphoria, ideally until it desists. Gender transition should be considered only after alternatives have been explored. Three distinct pathways are discussed: childhood-onset, autogynephilic, and rapid-onset gender dysphoria. Their optimal treatment may differ.

Cognitive-Behavioral Treatment of Gender Dysphoria in Youth: Opportunities, Challenges, and Responsibilities

In Gänze lesenswert, ist nicht lang und schön zusammengefasst. Es werden auch gut die drei vorherrschenden Kohorten bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich dargestellt.

"Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich mag Karpfen gar nicht." - Groucho
RIP

eLender

Zitat von: RPGNo1 am Gestern um 15:44:38Die Vorgehensweise der Aktivisti kommt mir bekannt vor
Das ist quasi Dreh- und Angelpunkt von solchen Ideologien. Es geht zentral um Sprache und Begriffe, die man gern neu ordnen will (die "Realität" ist schließlich nur ein sprachliches Konstrukt). Das kann man - nicht nur - an dem Thema hier sehen, es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Themen, die sich gegen "etabliertes" (aka "westlich" rationales) Wissen richten. Man denke hier nur an Butler.

Eine Sache wollte ich noch ergänzen - in Hinblick auf eine kleine Diskussion, die es auf der Skepkon gab. Da wurde sich darüber aufgeregt, dass Sinan irgendwann mal so einen Spruch gekloppt hatte: "männlich, weiblich, gestört" o.ä. (dazu findet man im Gwup-Blog auch einen Kommentar). Das mag man geschmacklos finden, aber es ist nicht nur ein (für manche) schlechter Scherz. Womit ich wieder bei Begriffen bin. Im Welt-Artikel steht es auch: wer sich seinerzeit (also, als der Kulturkampf noch nicht voll entbrannt war) nicht mit seinem "biologischen Geschlecht" "identifizieren" konnte, der hatte eine Störung (auch Geschlechtsdysphorie, dann Inkongruenz). Diese Begriffe (Störung) hat man erfolgreich bekämpft, obwohl es heute auch noch eine medizinische Intervention rechtfertigt. Aber klar, das sind jetzt "Störungen" der Gesellschaft, die ist krank, nicht der Verwirrte. Die Realität sieht das anders, und viel differenzierter.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Zitat von: Gefährliche Bohnen am Gestern um 22:13:42In Gänze lesenswert
Klingt interessant - und nach Konversionstherapie :schreck

(passt gut zu dem, was ich oben gerade gefaselt habe)

Muss ich mir mal ansehen... :kaffee
Wollte ich nur mal gesagt haben!