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Die Genderdebatte

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Begonnen von Scipio 2.0, 07. Juli 2022, 12:59:49

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Purple Tentacle

Gut gebrüllt, Löwe!
Ach, was weiß denn ich ...

Peiresc

Zitat von: Gefährliche Bohnen am 08. April 2026, 12:42:46Denn wenn körperliche Merkmale wie Penisse und andere Anhängsel nicht das Geschlecht eines Menschen ausmachen, wie kann das Abschnippeln/Anbauen dann das Geschlecht affirmieren? Die Lösung kann in der Binnenlogik nur sein: weil die Gesellschaft eben noch nicht bereit ist, ersteres anzuerkennen. D.h. das Ziel kann eigentlich nur sein, dass andere dich als typische Frau bzw. Mann sehen und nicht als Minorität. Minoritätenstress ist damit gleichzeitig die Rechtfertigung für die Maßnahmen als auch die Rechtfertigung für den Nicht-Erfolg der Maßnahmen. Schrödingers Minoritätenstress, sozusagen.

Gut überlegt! Sag mal, könntest Du nicht noch ein zwei referierende Sätze über die Finnland-Studie dazu tun und das in den Blog verfrachten?  8)

eLender

Zitat von: Gefährliche Bohnen am 08. April 2026, 12:42:46Schrödingers Minoritätenstress, sozusagen.

Das ist eine typische Immunisierungsstrategie, wie man sie von Gläubigen kennt. Schuld ist man nie selbst, es ist immer etwas anderes (die Umstände etc.).

ZitatEs ist vor allem eine riesige Sunken-Cost-Fallacy.

Ja, die ist hier wirklich beinahe unvergleichlich riesig. Es gibt da ja gelegentlich ein Follow Up, aber die meisten verschwinden da. Das wird genau aus dem Grund passieren. Hatte dazu sogar mal etwas gelesen, muss nochmal schauen wo...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Zitat von: Peiresc am 08. April 2026, 20:24:24ein zwei referierende Sätze über die Finnland-Studie
Die Studie schlägt gerade riesen Wellen, die Transisten kämpfen um die Deutungshoheit. Komme gerade nicht dazu, aber ich sammle demnächst mal ein paar der "Argumentationsmuster", warum das alles nicht gegen die Irrlehre sprechen soll. Sowas muss man ausschlachten :teufel:
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Zitat von: eLender am 08. April 2026, 23:38:29Die Studie schlägt gerade riesen Wellen, die Transisten kämpfen um die Deutungshoheit. Komme gerade nicht dazu, aber ich sammle demnächst mal ein paar der "Argumentationsmuster", warum das alles nicht gegen die Irrlehre sprechen soll. Sowas muss man ausschlachten :teufel:

Ich starte schon einmal. Hier ist so ein "Schmuckstück". Der Name der Autorin ist mir schon ab und an in Verbindung mit Transgender-Aktivismus in den USA unter die Augen gekommen. Sie startet in dem verlinkten Artikel auch prompt mit ad hominems, d.h. mit Attacken gegen die Hauptautorin wegen derer angeblicher Transfeindlichkeit bzw. sie kreidet dem Journal einen low impact Faktor an.

(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

RPGNo1

World Aquatics machte es vor, der IOC zog zuletzt nach. Nun ist die  Professional Darts Corporation (PDC) dran. Transfrauen ist ab sofort die Teilnahme an Frauenturnieren (!) untersagt. Bei offenen Turnieren wie Weltmeisterschaft und allen anderen PDC-Majors dürfen Transfrauen weiterhin starten.

ZitatDie Professional Darts Corporation (PDC) lässt mit sofortiger Wirkung nur noch "biologische Frauen" zu Frauenturnieren zu. Das geht aus den neuen Richtlinien der Darts Regulation Authority (DRA) hervor, die an diesem Donnerstag in Kraft traten und von der PDC übernommen wurden. Transgender-Athletinnen wie die zweimalige WM-Teilnehmerin Noa-Lynn van Leuven aus den Niederlanden sind somit künftig ausgeschlossen.
[...]
Die neuen Richtlinien zu Trans- und geschlechtsdiversen Personen stützen sich unter anderem auf einen Bericht der akademischen Entwicklungsbiologin Dr. Emma Hilton, wie die DRA, die für das Regelwerk im Dartssport zuständig ist, mitteilte. Dieser kommt zu dem Schluss, "dass sich mehrere Geschlechtsunterschiede geringen Ausmaßes summieren und zu einem Vorteil der Männer gegenüber den Frauen im Dartssport führen", hieß es. Darts sei somit "eine geschlechtsspezifische Sportart".

https://www.n-tv.de/sport/Noa-Lynn-van-Leuven-wird-von-allen-Frauenturnieren-ausgeschlossen-id30698483.html
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Zitat von: RPGNo1 am 10. April 2026, 06:36:39stützen sich unter anderem auf einen Bericht der akademischen Entwicklungsbiologin Dr. Emma Hilton
Sehr schön, das freut mich! Emma Hilton ist eine der Personen, die die Vernunft (und die Wissenschaft) auf dem Feld energisch und mit sehr guten Argumenten verteidigen. Es lohnt sich, auch wenn man mit Hass (von der üblichen Sekte) zugeschüttet wird. Macht Hoffnung, dass die Vernunft auch gegen die (hier moralintriefende) Ideologie gewinnen kann. Die Frauenattrappe kann ihren Pfeil ja woanders hinstecken verschießen, die offene Kategorie bietet sich an...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

So, nochmal zu der finnischen Studie. Es ist mittlerweile schon unübersichtlich, was es da an Reaktionen und Gegenreaktionen gibt. RPG hat schon was verlinkt, aber das ist nur die Spitze des Shitbergs. Natürlich haben Studien Schwächen und man darf das auch kritisieren. Aber hier wird sich überwiegend an Strohmännern abgearbeitet (es gibt auch berechtigte Kritik, aber das wird in der Studie selbst z.T. auch zugestanden ("Limitations")). Ansonsten gilt: solche Studien stehen nicht alleine auf weiter Flur, man muss sie im Kontext weiterer Studien in der Art sehen. Und eine direkte Kausalität ist auch schwer bis unmöglich zu belegen, aber eine Plausibilisierung bestimmter Vorstellungen (Schlüsse) ist möglich. Da es berufenere Personen gibt, klaue ich mal ein wenig. z.B.:

ZitatDr. Joe – oder: Wie ich lernte, die finnische Registerstudie zu lieben

Wenn jemand mit dem Gestus einer wissenschaftlichen ,,Fact-Check"-Analyse eine der methodisch stärksten Registerstudien Europas auseinandernimmt und das Ganze mit einem fetten roten ,,False"-Banner versieht, dann erwartet man eigentlich einen Doktortitel -  oder zumindest ein Grundverständnis von Registerdaten, Hazard Ratios und Follow-up-Zeiträumen.
Bei "Dr. Joe"  alias ,,Joelina" von ,,Trans & trotzig" sucht man beides vergeblich. Was bleibt, ist das übliche aktivistische Standard-Repertoire: viel Minority-Stress-Mantra, jede Menge Ausreden (,,besserer Zugang", ,,institutionelle Reaktion", ,,nicht die richtigen Outcomes") und ein bemerkenswertes Talent, klare Zahlen einfach wegzuinterpretieren.
Hier kommt die Punkt-für-Punkt-Zerlegung – ohne akademisches Feigenblatt und ohne Schonung für ideologische Wunschvorstellungen.

Behauptung 1

    Die vorliegende Analyse untersucht [...] inwiefern die erhobenen Daten geeignet sind, Rückschlüsse auf die Wirksamkeit geschlechtsangleichender medizinischer Maßnahmen zuzulassen. [...] die beobachtete Persistenz psychiatrischer Morbidität nicht als Evidenz gegen medizinische Interventionen interpretiert werden kann.

Warum falsch:
Die Studie misst bewusst objektive schwere psychiatrische Behandlungsbedürftigkeit (diagnostizierte F-Diagnosen + spezialisierte psychiatrische Versorgung aus dem nationalen Register). Genau das ist klinisch relevant. Die Belastung steigt von 45,7 % vor der Erstvorstellung auf 61,7 % danach - und bei Personen mit medizinischen Massnahmen (Hormone/OPs) sogar noch stärker. Die Analyse tut so, als würde die Studie etwas anderes behaupten, als sie tatsächlich zeigt.

Behauptung 2

    Die Studie operationalisiert psychische Belastung über die Inanspruchnahme spezialisierter psychiatrischer Versorgung und misst damit institutionelle Reaktionen auf Belastung, nicht jedoch subjektive Gesundheitszustände oder Lebensqualität.

Warum falsch:
Das ist technisch korrekt beschrieben, aber irreführend. Die Studie will gar keine subjektive ,,Lebensqualität" messen. Sie zeigt mit harten Registerdaten, dass Jugendliche, die eine spezialisierte Geschlechtsidentitätssprechstunde aufsuchten, eine dramatisch höhere Rate schwerer psychischer Erkrankungen haben – und diese Rate nach der Vorstellung in der Geschlechtsidentitätssprechstunde weiter steigt, besonders bei medizinisch Behandelten. Die Kontrollen (16.643 gematchte Personen) bleiben stabil bei ca. 15 %.

Behauptung 3

    Was die Studie zeigt, ist nicht das, was ihr zugeschrieben wird.

Warum falsch:
Die Studie zeigt genau das, was ihr zugeschrieben wird: extrem hohe und weiter steigende psychiatrische Belastung, auch nach medizinischen Massnahmen. Die Analyse versucht, diesen klaren Befund wegzuinterpretieren.

Behauptung 4

    Eine Zunahme solcher Kontakte kann [...] auf verbesserten Zugang zu Versorgung, auf veränderte diagnostische Praxis oder auf intensivere Begleitung zurückzuführen sein.

Warum falsch:
Die Studie widerlegt genau diese Ausreden. Der Anstieg ist besonders stark bei der medizinisch behandelten Gruppe (feminisierend: 9,8 % -> 60,7 %; maskulinisierend: 21,6 % -> 54,5 %). Die Allgemeinbevölkerungskontrollen bleiben konstant. ,,Besserer Zugang" erklärt nicht, warum die Rate bei denen, die die ,,Behandlung" bekommen haben, so stark ansteigt.

Behauptung 5

    Nach statistischer Kontrolle für vorherige psychiatrische Belastung nähern sich die Gruppen in ihrem Risikoprofil deutlich an. Ein klarer kausaler Zusammenhang zwischen medizinischer Intervention und erhöhter Morbidität lässt sich daraus nicht ableiten.

Warum falsch:
Das ist schlicht falsch. Auch nach Adjustierung für vorherige Psychiatrie bleibt das Risiko in der Geschlechtsidentitätsgruppe deutlich höher (Hazard Ratios ca. 3- bis 5-fach). Der weitere Anstieg nach der Vorstellung wird nicht wegadjustiert.

Behauptung 6

    Der gewählte Indexzeitpunkt orientiert sich am ersten Kontakt mit geschlechtsbezogener Versorgung. Dadurch entstehen systematische Unterschiede [...] Die Vergleichbarkeit der Gruppen bleibt eingeschränkt.

Warum falsch:
Das ist Standard in Registerstudien und wird transparent gehandhabt. Die behandelte Gruppe hatte zu Beginn sogar niedrigere Werte – und stieg danach trotzdem massiv an. Das ist kein Bias, das ist das zentrale Ergebnis.

Behauptung 7

    Die beobachtete psychiatrische Morbidität sei nicht primär durch Geschlechtsdysphorie erklärbar. [...] Wenn Dysphorie nicht der Haupttreiber ist, dann verschiebt sich der Fokus zwangsläufig auf externe Faktoren.

Warum falsch:
Verdrehung. Die Autoren meinen damit, dass bei vielen Jugendlichen die Geschlechtsdysphorie sekundär zu anderen schweren psychischen Problemen auftritt – nicht umgekehrt. Das ist eine klinische Warnung, keine Einladung zum Minority-Stress-Modell.

Behauptung 8

    Die persistente Belastung trans Jugendlicher lässt sich konsistent im Rahmen der Minority Stress Theorie verstehen. [...] Diskriminierung, soziale Exklusion, institutionelle Hürden, politische Angriffe...

Warum falsch:
Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Minority Stress Theory (Meyer 2003) prognostizierte vor über 20 Jahren: Je mehr gesellschaftliche Akzeptanz, rechtliche Gleichstellung und Sichtbarkeit, desto kleiner die psychischen Gesundheitslücken. Genau diese Entwicklung ist weltweit eingetreten – Rekord-Akzeptanz, Pride im Mainstream, Identifikationsraten von 3,5 % auf 9 %.
Doch die Daten zeigen etwas anderes: Die Lücken bleiben stabil, besonders bei jungen Erwachsenen (siehe z. B. die große neuseeländische Langzeitstudie Clarke et al. 2025). Die Theorie ist zu simpel, zu defizitorientiert und hält der Realität nicht mehr stand. Gerade in Ländern mit höchster Akzeptanz (wie Finnland) müsste die Belastung nach sozialer Anerkennung und medizinischer Transition sinken. Sie steigt aber weiter - genau das Gegenteil dessen, was das Modell vorhersagt. Die Theorie erklärt die Vergangenheit besser als die Gegenwart und ist mittlerweile als alleinige Erklärung überholt.

Behauptung 9

    Methodisch handelt es sich um eine registerbasierte Beobachtungsstudie. Sie erlaubt keine kausalen Schlussfolgerungen über die Wirkung medizinischer Interventionen.

Richtig - und von der Studie selbst so gesagt.
Die Autoren behaupten keine einfache Kausalität. Sie stellen aber klar fest: Die psychiatrische Belastung lässt nicht nach und steigt bei medizinisch Behandelten sogar. Daraus folgt die dringende Forderung nach gründlicher psychiatrischer Abklärung - genau das, was die Analyse leugnet.

Behauptung 10

    Im internationalen Vergleich zeigt sich ein konsistentes Bild. Prospektive Studien [...] weisen deutlich darauf hin, dass geschlechtsangleichende Maßnahmen mit einer Reduktion von Depression, Angst und Suizidgedanken [...] einhergehen.

Warum falsch:
Die genannten Studien (Bränström 2020 - später teilweise korrigiert, Tordoff 2022, Turban 2020) sind methodisch schwach (kurzes Follow-up, Selbstberichte, keine guten Kontrollen). Die hochwertigen europäischen Registerstudien und die Cass Review zeigen ein deutlich anderes Bild.
Gesamtfazit der Analyse

    Die finnische Studie zeigt nicht, dass geschlechtsangleichende Maßnahmen scheitern. Sie zeigt, dass trans Jugendliche in einem Kontext leben, der ihre psychische Gesundheit nachhaltig belastet.

Warum diese Gesamtinterpretation falsch ist:
Die Studie zeigt beides: hohe Vorbelastung und dass medizinische Transition diese Belastung bei der aktuellen jugendlichen Kohorte nicht auflöst, sondern bei vielen sogar mit einer weiteren Verschlechterung einhergeht. Genau das ist der unangenehme, aber klare Befund.

Der Erdbeben-Bunker

Und zum krönenden Abspann steht da noch in zarten, dramatischen Lettern:

    By Joelina + Unbekannt (Person möchte nicht benannt werden, könnte zum Erdbeben führen).

Wie bezeichnend.
Diese finnische Registerstudie ist längst eines der kräftigen Vorbeben, die die Rückkehr zur evidenzbasierten Medizin einläuten.
https://x.com/ManlyManViking/status/2042610679660577087

Die, die sich mit "vernichtender" Kritik zur Studie äußern, sind auffällig oft hodenhabende Frauenimitate mit Fetischneigung (wie auch generell die Chefideologen dieser Lehre). Aber gut, es geht ja um sachliche Punkte, die man prüfen kann. Ich habe noch einen anderen Einwändler, der keine Pushies trägt. Kommt noch...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Das noch als Hinweis, wie die finnische Studie "diskutiert" wird. Hier ist es keine Nebenperson, wenn ich dem Profil glaube:

ZitatHealth Nerd@GidMK

Recently, a study came out claiming that gender-affirming care doesn't improve mental health and may in fact make things worse.

Sadly, it's not a useful paper. My new piece.
https://x.com/GidMK/status/2042443551251054610

Er verweist auf einen längeren Artikel auf Substack, den ich nicht voll gelesen habe, mir hat schon die Einleitung gereicht: https://gidmk.substack.com/p/does-gender-affirming-care-make-mental

Auf den Icks-Post gibt es genug Antworten, die diese "Analyse" zerlegen. Es gibt auch einen eigenen Faden dafür: https://x.com/benryanwriter/status/2042589859403936141
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Zitat von: eLender am 10. April 2026, 21:13:22Die genannten Studien (Bränström 2020 - später teilweise korrigiert, Tordoff 2022, Turban 2020) sind methodisch schwach
Jack Turban ist keine seriöse Quelle. Er ist zwar Psychiater, betätigt such aber hauptberuflich las Transaktivist, für den die genderaffirmative Behandlung der einzig korrekte Schritt ist. Seine veröffentlichen Studien wurden heftig kritisiert, da sie fehlerhaft sind und auf falschen Prämissen beruhen. Zudem hat(te) er Verbindungen zu einer pharmazeutischen Firma, die Pubertätsblocker prroduziert.

Zitat von: eLender am 10. April 2026, 21:13:22Im internationalen Vergleich zeigt sich ein konsistentes Bild. Prospektive Studien [...] weisen deutlich darauf hin, dass geschlechtsangleichende Maßnahmen mit einer Reduktion von Depression, Angst und Suizidgedanken [...] einhergehen.
Chase Strangio, Transmann, Transaktivist und ACLU-Rechtsanwalt, gab während des vor dem US Supreme Court verhandelten Falles United States v. Skrmetti unter Eid zu, dass es keinerlei Beweise dafür gäbe, dass eine genderaffirmative Behandlung für eine Reduktion von Suiziden sorge. Dies wurde auch so im Cass-Report berichtet.
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

RPGNo1

ZitatKonversionstherapieverbote: Warum sie bei Geschlechtsidentität schaden

Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte nun, dass ein Gesetz zum Verbot von Konversionstherapien im Bundesstaat Colorado die Meinungsfreiheit einer evangelikalen Psychotherapeutin unzulässig einengt. Denn das Gesetz erlaubt bei Trans nur die Bestätigung der Identität. Dabei zeigt eine neue Studie aus Finnland, dass gerade viele Jugendliche mit Geschlechtsdysphorie zugleich auch schwere psychische Erkrankungen haben und eine Transition diese nicht besserte.
https://queernations.de/konversionstherapieverbote-geschlechtsidentitaet/

Till Amelung verweist in seinem Artikel auf die finnische Studie sowie den Versuch der deutschen Transaktivisten, diese Studie schlechtzureden.
(At Bhaal Temple)
Karlach: What a pesthole! Can't wait to clear this place out.
Minsc: There will be much trading of threats and insults, no doubt. But Minsc will be ready when it is time for boot to meet butt.
Karlach: You and me both, pal.

eLender

Dabei ist die Transformation eher eine Konversionstherapie (es sind ja viele homosexuell veranlagte Menschen, die sich verwandeln lassen wollen). Passend dazu ein Text von Stella O'Malley (Genspect), die sich auch mit der finnischen Studie befasst. Es lohnt sich, den ganzen Text zu lesen. Das ist nur die Einleitung:

ZitatAlthough acres of print have been devoted to the trans issue, most people still assume that medical transition is a well-researched and reliable treatment for vulnerable individuals with gender dysphoria.

This is a stark example of how misinformation takes hold. In truth, those who have studied the field know that, in terms of long-term outcomes, medical transition for both adults and children sits somewhere between homeopathy and lobotomy.

A new Finnish study published last Saturday caused public consternation by showing unfavourable long-term outcomes for those who medically transitioned. Among adolescents who underwent medical transition, psychiatric morbidity rose sharply. Their mental health did not improve after treatment and, in fact, worsened over time. For those familiar with the evidence, the findings came as no surprise. Although helpful, it is one more study pointing in the same direction. There are now many such studies, and none reliably demonstrate a clear long-term benefit for medical transition in either adults or children.

Any apparent positive findings in the literature typically rely on short-term, self-reported measures drawn from studies that are often small, heterogeneous, and methodologically limited. These limitations are frequently carried into systematic reviews – for example, the recent Lancet paper reports improvements in quality of life and mental health, yet these outcomes are drawn largely from observational studies using subjective endpoints, with inconsistent use of control groups, variation in outcome measures across studies, and limited long-term follow-up, which constrains the strength of any conclusions about sustained, objective clinical benefit. This is a generalisation and individual studies may be cited in response, but the larger point remains – there is no robust, replicable, high-quality body of evidence demonstrating clear, objective long-term benefits of medical transition in either adults or children.

By contrast, the Finnish study is by orders of magnitude more comprehensive and methodologically rigorous than much of the literature routinely cited to support claims that paediatric gender medicine is evidence-based. It draws on national-level data, follows individuals over extended periods, and captures real-world clinical outcomes rather than relying on short-term self-report. The tendency to dismiss such large-scale, longitudinal evidence while leaning on far weaker studies reflects a field that has struggled to maintain consistent evidentiary standards.

To understand how we arrived here, it is worth tracing the history.
...
https://gript.ie/finnish-study-more-evidence-re-bad-outcomes-for-gender-transition/

Einen Hinweis noch aus dem Text, weil ich das schonmal erwähnt habe, aber nicht mehr wusste, wo ich das las.

ZitatLoss to follow-up is a central methodological problem in this field. When the majority of participants disappear from studies, and when 76% of detransitioners report never informing their clinic, any outcome data claiming success becomes deeply questionable, particularly in a population already at elevated risk of suicide.

Man erfährt, dass die finnische Studie nicht alleine auf weiter Flur steht. Das Gegenteil ist der Fall.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Gefährliche Bohnen

Ich habe auch noch eine Leseempfehlung:
Das Schweigen der Institutionen: Geschlechtsmedizin bei Minderjährigen zwischen schwacher Evidenz und verwaltetem Konsens

Eine aktuelle, kompakte und sehr gelungene Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zur Frage der Evidenz und Ethik bezüglich Gender Affirming Care bei Minderjährigen.

Die finnische Studie wird auch erwähnt:
ZitatEine der wesentlichen Lücken, die Cass bemängelt, beginnt sich mittlerweile zu schließen. Eine 2026 in Acta Paediatrica veröffentlichte finnische Registerstudie (Ruuska et al., 2026) untersuchte alle 2.083 Personen unter 23 Jahren, die zwischen 1996 und 2019 finnische Spezialambulatorien für Geschlechtsidentität kontaktierten, und verglich sie mit 16.643 gematchten Kontrollen über bis zu 25 Jahre. Das ist genau das Studiendesign – groß, bevölkerungsrepräsentativ, mit Kontrollgruppe, mit langem Follow-up –, das die bisherige Forschung vermissen ließ. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Psychiatrische Morbidität war bei den überwiesenen Jugendlichen bereits vor dem ersten Kontakt deutlich erhöht (45,7% vs. 15,0% in der Kontrollgruppe) und stieg im Verlauf weiter – bei denjenigen, die eine medizinische Geschlechtsangleichung erhielten, besonders stark: von 9,8% auf 60,7% bei feminisierender und von 21,6% auf 54,5% bei maskulinisierender Behandlung. Nach Kontrolle für psychiatrische Vorbelastung blieb das Risiko für alle betroffenen Jugendlichen gegenüber Kontrollen etwa drei- bis fünffach erhöht, unabhängig davon, ob sie medizinisch behandelt wurden oder nicht (Ruuska et al., 2026). Wichtig ist dabei, was die Studie nicht zeigt: Sie erlaubt keine Kausalaussage. Die erhöhte Morbidität nach Behandlung könnte auf nicht erfüllte Erwartungen, hormonelle Effekte oder Selektionseffekte zurückgehen. Aber sie widerspricht der These, dass medizinische Geschlechtsangleichung psychiatrische Behandlungsbedarfe konsistent reduziert und damit das Leiden der Betroffenen gemildert wird. Anders gesagt: Die Effektivität der Behandlung ist nach diesen Daten weiterhin fragwürdig.

Ein Einwand, der in dieser Debatte erfahrungsgemäß schnell kommt: Die führende Autorin Riittakerttu Kaltiala saß im Beirat des Cass Reviews – ein potenzieller Interessenkonflikt, der im Paper jedoch transparent deklariert ist. Wer mit dem Garden of Forking Paths-Problem vertraut ist, weiß, dass solche Verflechtungen die Frage aufwerfen, ob Analyseentscheidungen unbewusst in eine bestimmte Richtung gelenkt wurden. Hier greift jedoch ein strukturelles Gegenargument: Die Rohdaten stammen aus dem finnischen Nationalregister und wurden von Statistics Finland pseudonymisiert und die Autorinnen hatten daher keinen Einfluss auf die Erhebung. Das schließt selektive Datenauswahl auf der Primärquellenebene aus, also genau jene Form von Bias, die in kleineren klinischen Studien besonders schwer zu kontrollieren ist. Was bleibt, sind legitime Fragen zu Analyseentscheidungen, wie bei jeder Registerstudie, die den Grundbefund jedoch nicht entwerten.

Auch gut den seriöseren Kritiken an der Studie begegnet: ja, einen Kausalzusammenhang belegt so eine Studie natürlich nicht und man kann vielleicht auch überlegen, ob es nicht noch eine bessere Operationalisierung der psychischen Morbidität gegeben hätte, aber zumindest kann man festhalten: die Ergebnisse lassen sich nur schwer vereinbaren mit dem transaktivistischen Narrativ.

Ebenfalls interessant:
ZitatIn Deutschland ist die Entwicklung komplizierter. Das seit 1. November 2024 geltende Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) erleichtert die Änderung des Geschlechtseintrags ab 14 Jahren durch einfache Erklärung (Bundesgesetzblatt, 2024). Dabei fehlen für Deutschland bislang quantitative Daten zur Größenordnung des Phänomens – eine Lücke, die eine im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Analyse bundesweiter Routineversicherungsdaten nun erstmals schließt. Bachmann et al. (2024) werteten die Abrechnungsdaten aller gesetzlich Versicherten zwischen 5 und 24 Jahren für die Jahre 2013–2022 aus. Ihr Befund: Die Prävalenz gesichert kodierter F64-Diagnosen (Störungen der Geschlechtsidentität) stieg in diesem Zeitraum auf das 8-Fache – von 22,5 auf 175,7 pro 100.000 Versicherte. Den stärksten Anstieg zeigten 15- bis 19-jährige weibliche Jugendliche, bei denen 2022 eine Prävalenz von 452,6 pro 100.000 festgestellt wurde. Bei 72,4% der Personen mit F64-Diagnose wurde mindestens eine weitere psychiatrische Diagnose kodiert, am häufigsten depressive Störungen, Angststörungen und emotional instabile Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ. Besonders bemerkenswert ist ein weiterer Befund: Im 5-Jahres-Follow-up wiesen in allen Altersgruppen weniger als 50% noch eine gesicherte F64-Diagnose auf. Die Autoren interpretieren dies als möglichen Hinweis auf die Fluidität des Konzepts ,,Geschlechtsidentität" im Kindes- und Jugendalter und als Argument für ein umfassendes, standardisiertes diagnostisches Vorgehen vor dem Beginn medizinischer Interventionen (Bachmann et al., 2024). Die 2025 veröffentlichten deutschen Leitlinien der DGKJP zur Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter üben zwar punktuelle Kritik am Cass Report – werfen ihm selektive Evidenzrezeption vor und stützen sich dabei auf das Yale Integrity Project (McNamara et al., 2024) –, kommen in ihrer eigenen Evidenzbewertung aber zu bemerkenswert ähnlichen Schlussfolgerungen (DGKJP, 2025).

Das ist der entscheidende Punkt, der in der deutschen Debatte zu wenig beachtet wird: Die DGKJP-Leitlinie bestätigt, dass hochwertige Studien fehlen, bezeichnet die Evidenzlage für Hormonbehandlungen als ,,unsicher bis moderat" und stellt fest, dass eine ,,generelle Risiko-Nutzen-Abwägung der Pubertätsblockade bei der Behandlung einer Geschlechtsinkongruenz mit Geschlechtsdysphorie im Jugendalter anhand der aktuellen Studienlage nicht möglich" erscheint (DGKJP, 2025, S. 167). Der Dissens zwischen der deutschen Leitlinie und dem Cass Report ist also kein Evidenzdissens – er ist ein Schlussfolgerungsdissens: Beide Seiten sehen dieselben Lücken in der Studienlage. Cass zieht daraus den Schluss, dass diese Unsicherheit Zurückhaltung gebietet. Die DGKJP hält dagegen individuelles klinisches Abwägen – unter strengen Auflagen – weiterhin für vertretbar.
(Enormung von mir)

Das ist der Punkt, der mir bei allen ernst zu nehmenden Diskussionen auffällt, auch bei gewissen anderen Themen - am Ende kommt man doch nicht umhin, zuzugeben, dass die Evidenz schlecht ist - die Frage ist aber, wie geht man damit um, wenn man keine gute Evidenz für etwas hat? Was schließt man daraus? Erinnert mich auch direkt an die Gesprächsrunde beim DGN mit Frau Scheibenbogen zu ME/CFS. In die Ecke getrieben blieb ihr nichts anderes übrig als zuzugeben, dass die Evidenz für Immunhypothesen mit diversen Antikörpern schlecht ist und sie fragt an einer Stelle selbst sinngemäß "Aber was bedeutet das?" - die offensichtliche Antwort lautet: es bedeutet, dass die Hypothese falsch sein kann und man nicht andere Hypothesen von vornerein ausschließen kann - insbesondere, wenn andere Hypothesen die beobachtbaren Phänomene sogar besser erklären, wenn man es wagt die Prämissen zu hinterfragen. Aber das schien ihr nicht in den Sinn zu kommen.

"Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich mag Karpfen gar nicht." - Groucho
RIP

eLender

Zitat von: Gefährliche Bohnen am Gestern um 20:59:34ja, einen Kausalzusammenhang belegt so eine Studie natürlich nicht
(ich schaue mir den Volltext auch später mal an)

Man muss das auch immer im Kontext dessen sehen, was man bisher weiß (also an sonstiger Evidenz hat). Wenn das alles zusammenpasst, dann kann man daraus zumindest weitere Hypothesen formulieren oder seine Vermutung festigen (es geht ja nicht um absolute WahrheitenTM, sondern um die wahrscheinlich richtige Deutung). Deshalb von mir auch passend ein Text, den man bei der ganzen Sache immer im Hinterkopf haben sollte (wie wir es hier ja überwiegend haben).

Volltext aus Icks (da fält es mir schwer, nur Teile zu zitieren, das ist als Ganzes gut):

ZitatRead some Piaget please!@prof_curiosity1

"It gave them an answer before they had finished asking the question"

Adolescence is, by design, a period of not knowing. Erikson was the first to map this systematically. Identity formation, he argued, is not something that happens to a child. It is something a child has to achieve, through a process that is genuinely uncomfortable, genuinely open ended, and genuinely necessary. He called the healthy version of this process moratorium. A period of exploration, of trying on commitments provisionally, of living with uncertainty long enough for something real to emerge from it.

Moratorium is not a pleasant state. It is characterised by anxiety, self doubt, a destabilised sense of who you are and where you belong - often linked to teenage years. For a child already carrying psychological difficulty, already uncertain about their body, their relationships, their place in a social world that can feel bewildering and hostile, the discomfort of moratorium is not abstract. It is acute and daily and exhausting.
Into that state, the gender identity framework arrives with something that feels like relief and answers.

It offers a name for the distress. It offers a community of people who describe having felt exactly what this child feels. It offers a narrative in which the confusion and the bodily discomfort and the sense of not fitting are not random suffering but meaningful signals pointing toward a true self waiting to be uncovered. It offers, above all, certainty. And certainty, to a child in moratorium, is not just attractive. It is almost irresistible.

James Marcia, extending Erikson's work, identified the pathological alternative to healthy moratorium. Identity foreclosure occurs when a young person adopts a firm identity commitment without passing through genuine exploration, typically by internalising an identity offered by an authoritative external source. The foreclosed identity feels stable and real. The anxiety of moratorium disappears. What has actually happened is that the developmental work has been bypassed rather than completed. The identity is load bearing before the foundations are in place.

The gender identity framework, as currently transmitted to young people through peer networks, online communities, and institutional affirmation, is structured in a way that produces foreclosure. It presents a definitive explanatory account of the child's distress. It offers belonging conditional on commitment. It discourages the kind of open ended questioning that genuine moratorium requires, framing doubt as internalised prejudice to be overcome rather than developmental information to be sat with. A child who enters that framework in a state of genuine identity uncertainty does not emerge into exploration. They emerge into premature closure.

Winnicott adds the deeper clinical layer. A child who has experienced attachment difficulty, whose sense of self is fragile, whose relational environment has made authentic development feel unsafe, is precisely the child most vulnerable to False Self formation. The False Self is not adopted cynically. It is adopted because it resolves, or appears to resolve, an unbearable internal situation. It organises the chaos. It provides a coherent story where there was only confusion. It feels, from the inside, like coming home.

That feeling is real. The relief is real. The sense of recognition, of finally understanding oneself, is genuinely experienced. Winnicott never disputed this. What he observed was that the felt authenticity of a constructed identity is not evidence of its developmental validity, and that an identity adopted under conditions of distress and reinforced by an environment that rewards commitment will feel more rather than less real as the reinforcement continues. The emotional intensity of the conviction is not a sign that the clinical work is done. It may be a sign that it has not yet begun.

The children most drawn to the certainty the gender identity framework offers are frequently the children for whom moratorium is most painful, those carrying the heaviest psychological loads, the most significant attachment histories, the greatest difficulty with the ordinary developmental discomfort of not yet knowing who they are. The Finnish data shows that psychiatric morbidity in gender referred young people ran at nearly three times the rate of matched controls before referral. These are not children whose distress began with gender. These are children in significant difficulty for whom a compelling identity framework arrived at a moment of acute vulnerability.

The framework did not create their distress. But it offered them a resolution that foreclosed the exploratory process through which genuine resolution becomes possible. It gave them an answer before they had finished asking the question. And it did so at an age, and in a developmental moment, when the ability to assess the long term consequences of that answer was not yet in place.

Erikson understood that the purpose of moratorium is not to prolong suffering. It is to protect the developmental space in which a real (true) self can form. A culture that offers children a shortcut out of that space, however compassionate its intentions, is not serving their development. It is interrupting it.
The answer that feels like the answer is not always the answer. Sometimes it is the thing that makes finding the real answer harder.
https://x.com/prof_curiosity1/status/2044662219518902774

Die finnische Studie passt zu dieser Vorstellung. Und diese Studie steht nicht auf weiter Flur.

Zitat von: Gefährliche Bohnen am Gestern um 20:59:34wenn man es wagt die Prämissen zu hinterfragen
Ja, das ist meist der große Knackpunkt an den allermeisten Studien (will dazu noch ein Beispiel aus einer ganz anderen Ecke posten, später...). Manche Annahmen sind nur mal arbeitstechnisch festgelegt, man kann sie allenfalls aus Plausibilitätsgründen ableiten. Aber sie sind schwer zu beweisen bzw. nicht alternativlos. Aber wenn man so absurde (also schon pseudowissenschaftliche) Annahmen machen muss, wie hier die "Genderseele" (aka angeborene Geschlechtsidentität), dann können die Schlussfolgerungen nicht besser sein. Das sind dann die berühmten Zirkelschlüsse, die man bemüht. Merkmal für Pseudowissenschaft.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Zitat von: Gefährliche Bohnen am Gestern um 20:59:34Ich habe auch noch eine Leseempfehlung:
Wirklich guter Text, das hatten wir hier alles auch schon mal angesprochen (man müßte das bookmarken, falls jemand mal wieder bei null anfangen möchte). Zu der Sache mit der finnischen Studie ein Beitrag von Benjamin Ryan, der die Autoren zu Wort kommen läßt (habe ihn auch noch nicht durch).

ZitatWhy, in both this study and your 2024 suicide study, did you decide to use as your control group age-matched individuals from the general population, as opposed to directly comparing the GR+ [people who went to the gender clinic and underwent gender reassignment] and GR- [people who went to the gender clinic but did not undergo gender reassignment] groups with one another?

General population controls are the baseline. We cannot say that any health issue is or is not "common" or "more common" among people with GD if we do not compare to same age general population controls. To the best of our knowledge hardly any earlier studies have directly compared mental health issues in people with GD to the situation in the same aged population at large.
https://benryan.substack.com/p/the-author-of-the-controversial-finnish

Wollte ich nur mal gesagt haben!