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Die Genderdebatte

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Begonnen von Scipio 2.0, 07. Juli 2022, 12:59:49

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RPGNo1

ZitatWeil in den Schriftstücken des Finanzministeriums alle möglichen Sonderzeichen für angeblich geschlechtergerechte Sprache kursierten, wollte die Belegschaft Klarheit. Jetzt verschwinden alle.

https://www.spiegel.de/panorama/christian-lindner-verbannt-den-genderstern-a-fe8cc117-d8b6-402b-8894-5cc05924f2a4

Das wird sicherlich für Aufregung in aktivistischen Kreisen sorgen.


Schwuppdiwupp

Zitat... and that's when I kicked myself.
:grins
Ach, was weiß denn ich ...

RPGNo1

ZitatIm US-Bundesstaat Oklahoma starb eine 16-jährige nicht-binäre Person womöglich an den Folgen eines körperlichen Übergriffs. Der Vorfall fand bereits am 7. Februar statt, am Folgetag war Nex Benedict tot.

Das ist einer tragischer Fall, der auf alle Fälle ermittlungstechnisch aufgeklärt werden muss. Jetzt kommt jedoch das Problem (Hervorhebungen von mir).
ZitatDie bekannte US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU bezeichnete  den Tod von Nex Benedict als »unvermeidliche Folge der hasserfüllten Rhetorik und der diskriminierenden Gesetzgebung, die sich gegen trans Jugendliche richtet«. Jeder Schüler müsse das sichere und bestätigende Umfeld haben, um sich entfalten zu können. Die queere Organisation Freedom Oklahoma räumt ein, dass es noch keinen gesicherten Zusammenhang zwischen dem Tod von Nex Benedict und dem Übergriff des Vortrags gebe, bezeichnet diesen jedoch in einem Statement als »Hassverbrechen«.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/oklahoma-nicht-binaerer-teenager-stirbt-nach-koerperlicher-auseinandersetzung-a-7285d6f8-91cb-4040-b17a-b509131bce53

1) non-binär ≠ trans
2) Die Ermittlungen (s.u.) sind noch nicht abgeschlossen, aber die queere Organisation muss dennoch von einem Hassverbrechen sprechen.

Das ist genau die Art Aktivismus, die z.B. Till Amelung beklagt und die Akzeptanz so gegenüber trans- oder nicht-binären Menschen seit einiger Zeit leider sinken lässt.

ZitatIm US-Bundesstaat Oklahoma starb eine 16-jährige nicht-binäre Person womöglich an den Folgen eines körperlichen Übergriffs. Der Vorfall fand am 7. Februar statt, am Folgetag war Nex Benedict tot. Die genaue Todesursache ist noch unklar. Am Tag zuvor hatte es jedoch einen Zwischenfall an der Schule von Owasso gegeben, einem Vorort von Tulsa. Laut Medienberichten kam es in der Mädchentoilette zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Mitschülerinnen, Nex Benedict sowie einer weiteren Person, die ebenfalls nicht-binär ist.
[...]
In dem Video erzählt Nex davon, Wasser auf die Schülerinnen geschüttet zu haben, nachdem diese sich über Nex lustig gemacht hätten.
[...]
»Wir haben gelacht. Und sie sagten etwas wie: ›Warum lachen die so?‹ Sie haben vor unseren Augen über uns gesprochen. Also ging ich hin und schüttete Wasser aus einer Plastikflasche über sie«, sagt Nex in dem Video. »Und dann sind sie alle drei auf mich losgegangen.«

Während des Streits hätten die Mädchen Nex an den Haaren gepackt. »Ich habe sie festgehalten. Ich habe eine von ihnen in einen Papierhandtuchspender geworfen, dann haben sie mir die Beine unter den Füßen weggezogen und mich auf den Boden geworfen«, sagt Nex in dem Video.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/nicht-binaerer-teenager-in-oklahoma-ueberwachungsvideo-verraet-neue-details-zum-tod-von-nex-benedict-a-64ecd4b8-8452-45af-a435-76876e5b2d0c


eLender

Zitat von: RPGNo1 am 25. Februar 2024, 13:42:21muss dennoch von einem Hassverbrechen sprechen
Das hatte ich schon öfters beobachtet und hier vorgetragen. Es gibt dazu auch Studien, die die angeblich hohe Verbrechensrate an "Transpersonen" sehr in Frage stellen. Das ist der übliche Dreh: alles, was nur im Entferntesten mit Gewalt und Regenbogen zu tun hat, wird als Beweis herangezogen, dass man zu den am meist bedrohten Individuen im Universum zählt. Soll den Druck erhöhen, da noch weiter im Sinne der Aktivisten politisch aktiv zu werden. Klappt ganz gut.

"Transpersonen" in Gänsehaxen, weil das nun kein so scharfer Begriff ist (so endlos lang wie die Buchstabensuppe). Nichtbinäre zähl man auch dazu, genauso wie Personen, denen leicht die Harnröhre verrutsch ist. Es sollen ja bis zu 20% aller Menschen in diese Kategorie fallen ::) Sind Autounfälle auch Hassverbrechen?
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Wenn wir schon bei Gewalt gegen Transmenschen sind:

ZitatDoch die Euphorie darüber, körperliche Attribute mit chirurgischer Unterstützung nach Gusto frei wählen zu können, macht immer häufiger auch einer Ernüchterung Platz. Laut einer aktuellen Befragung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift BMC Public Health, erhöhen diese Operationen die Zufriedenheit innerhalb der Transgender-Community keineswegs. 1,1 Prozent sind demnach äußerst zufrieden, 17,2 Prozent zufrieden, 30,1 Prozent nur leidlich zufrieden, 7,5 Prozent neutral; der Rest von mehr als 40 Prozent ist jedoch unzufrieden bis zutiefst enttäuscht.
Voriges Jahr machte in England eine Analyse von Forschern der Universität Florida in Gainsville Schlagzeilen. Sie beziffert die Rate der Schmerzen nach solchen Operationen auf über 80 Prozent. Weit mehr als die Hälfte (57 Prozent) sollen dabei die Schmerzen beim Sexualverkehr ausmachen. Nahezu ein Drittel der Operierten konnte den Urin nicht halten, ebenso viele spürten ständig den imperativen Drang, Wasser lassen zu müssen.
Immer öfter klagen Leidtragende an und bemängeln dabei, dass man sie nicht hinreichend über all das aufgeklärt habe. Immer mehr internationale Medien leihen ihnen ein Ohr. ,,NHS trans surgery damaged my body for ever – it's not safe", titelt etwa die Times, und lässt eine Betroffene den Nationalen Gesundheitsdienst in Großbritannien (NHS) als Verantwortlichen anprangern.
Doch auch deutsche Medien nehmen sich hie und da des Themas an: ,,Es hat alles nur schlimmer gemacht", zitiert etwa der Berliner Tagesspiegel ein Opfer der Geschlechtsangleichung. Ein Blogbeitrag stellt schonungslos die Erfahrungen einer Frau mit transsexuellem Hintergrund vor, deren ,,Traum von der Neovagina zum Albtraum" wurde. Sie sei zwar nun eine Frau, doch ihre Neovagina entspreche so gar nicht ihren Erwartungen, erst recht nicht das Sexleben damit.
Die Bloggerin ergänzt dazu: ,,Die Realität sieht nämlich so aus, dass 99 Prozent aller Frauen mit transsexuellem Hintergrund, die in Deutschland operiert wurden, nicht mit ihrer Neovagina zufrieden sind, auch wenn viele in der Öffentlichkeit das Gegenteil behaupten. Und es ist schon fies, wenn man zig Korrektur-OPs über sich ergehen lassen muss, um ein halbwegs gutes Ergebnis zu bekommen, dazu kommt ... irgendwann ist kein Material mehr da zum Korrigieren." Und weiter: ,,Ja ... meine Worte sind hart, aber ... ich schreibe hier die Realität und manche versaute GaOP [Geschlechtsangleichende OP, Anm. d. Red.] bezeichne ich als Genitalverstümmelung. Ich kenne genug Frauen, die völlig fertig sind mit den Nerven." Wer mit den Strukturen des Beckenbodens vertraut ist, den überrascht das nicht. Es grenzt vielmehr an Hybris, mit den derzeit zur Verfügung stehenden Verfahren schadlos an den Genitalien herummanipulieren zu wollen.
https://archive.is/nwmZV (aus Cicero)

Gruselig finde ich die medizinischen Details (unsere gefährliche Hülsenfrucht wird das eher interessieren). Das gehört auch zur Wahrheit und ich frage mich auch, warum man das alles bezahlt bekommt bzw. warum das so einfach möglich ist. Es sind sehr hohe Raten an folgenschweren Nebenwirkungen, das würde man bei anderen Indikationen wahrscheinlich viel kritischer sehen.

Wer das in vollem Bewusstsein über das Risiko machen läßt und es weitgehend selbst bezahlt (das dürfte ein sehr teures Programm sein, daraus ergeben sich ggf. lebenslange medizinische Interventionen) soll das machen können. Aber wir haben immer noch das Problem der sozialen Ansteckung (die genau solche Geschichten verschweigt bzw. schönredet) und Menschen, die noch zu jung sind, die Konsequenzen voll abschätzen zu können.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Weiter gehts; es ist eine endlose Diskussion, aber man kommt voran. Das Thema hatten wir schon, aber nichts genaues wusste man. Man weiß aber jetzt mehr über das, was man eh schon wusste ::)

ZitatNicht gleich: Die Gehirne von Frauen und Männern unterscheiden sich grundlegend in ihrer funktionellen Struktur, wie nun eine KI-gestützte Vergleichsstudie bestätigt. Anhand dieser geschlechtsspezifischen Muster konnte eine künstliche Intelligenz mit 90-prozentiger Sicherheit voraussagen, ob ein Gehirnscan von einem Mann oder einer Frau stammt. Das Wissen um diese Unterschiede könnte künftig helfen, geschlechtsspezifische Verhaltensweisen besser zu verstehen und neurologische Störungen gezielter zu behandeln.
https://www.scinexx.de/news/psychologie/wie-sich-gehirne-von-frauen-und-maennern-unterscheiden/

Die KIs scheinen etwas schlauer zu sein, die sehen Sachen, die offensichtlich sind, die man aber durch die ideologische Brille nicht erkennen kann (will). Gut, die Unterschiede mögen klein sein, was aber nicht viel sagt. Ich hatte es ja schon erwähnt: auch sehr kleine Effekte können in dynamischen Systemen einen riesen Unterschied machen (man denke an den Butterfliegen-Effekt).

Und den Einwand hatte ich natürlich schon beim Lesen der Überschrift erwartet:

ZitatInsgesamt liefert die Studie neue Einblicke in die Unterschiede in der Gehirnfunktion von Männern und Frauen. Ob die beobachteten Unterschiede bei Erwachsenen schon in jungen Jahren oder erst später durch hormonelle oder soziokulturelle Einflüsse entstehen, haben die Forschenden allerdings nicht untersucht. Die Ursachen der Geschlechtsunterschiede im Gehirn bleiben damit unbekannt. Unklar bleibt auch, ob die Gehirne von jüngeren oder älteren Menschen ebenso gut unterscheidbar sind wie bei den Testpersonen.

Puh, nochmal Glück gehabt, schließlich sind auch solche funktionellen Unterschiede nur soziale Konstruktionen. Das wird gebetsmühlenartig von "progressiver" Seite rausposaunt, es darf einfach keine biologischen aka "essenziellen" Unterschiede zwischen den Geschlechtern geben. Punkt. Es ist richtig, dass man das (den essentiellen Unterschied) aus solchen Untersuchungen auch nicht eindeutig ableiten kann, aber das sagt auch kein vernünftiger Wissenschaftler. Es sind die zig anderen Befunde, die das einfach sehr wahrscheinlich machen. Und nur das kann die Wissenschaft leisten. Man kann schlecht das machen, was man machen müßte, nämlich Menschenexperimente.

Alleine die Beobachtungen an Säuglingen, die sich kaum bis gar nicht "sozial konturiert" verhalten dürften, ist ein starker Hinweis. Aber die Kontruktologen behaupten einfach, die soziale Prägung findet bereits beim Embryo statt. Braucht man aber nicht weiter zu belegen. Solange man es nicht widerlegen kann...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Ein ganz interessanter Aufsatz von Korte et al. (den ich aber - bisher - nur teilweise gelesen habe).

ZitatDer Beitrag diskutiert eine Reihe von Parallelen zwischen Genderdysphorie und Magersucht. Beide sind ,,körperdysphorische Störungen mit direktem Bezug zur Sexualität".
Trotz vieler Gemeinsamkeiten unterscheiden sich die jeweiligen Therapieansätze erheblich. Während bei der Behandlung der Anorexie vor allem eine Kombination verschiedener psychotherapeutischer Verfahren zum Einsatz kommen, besteht die Therapie bei genderdysphorischen Minderjährigen in Deutschland in der Regel aus Affirmation und der frühzeitigen Einleitung körperverändernder medizinischer Transitionsmaßnahmen.
Mehrere Länder haben sich von der transaffirmativen Transitions-Behandlung abgewandt. Aber in Deutschland ist der transaffirmative Ansatz mit sehr frühen und drastischen körperverändernden Maßnahmen weit verbreitet. Eltern haben große Schwierigkeiten Therapeutinnen zu finden, die den ergebnisoffenen explorativen Ansatz vertreten.

Nur als PDF verfügbar: https://transteens-sorge-berechtigt.net/images/pdfs/GD_und_AnorexiaN_bei_Maedchen_Korte_Gille_Bd30_2023-2_c.pdf

Es geht u.a. um ROGD, Werther-Syndrom und Barbie...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Alexandre Korte? Das ist doch ein ganz übler transphober Rechter, der nicht affirmativ behandeln, sondern Konversionstherapien anwenden will.  ::)

Ich übertreibe. Aber nur ein wenig. 

Den Vergleich von Magersucht und Genderdysphorie hatte ich woanders auch schon gelesen. Da es erwiesen ist, dass Magersucht in gewissen Peergroups verbreitet und somit auch sozial ansteckend ist, liegt für mich der Schluss nicht fern, dass das bei Genderdysphorie ähnlich sein kann.

Eigentlich wäre eine vertiefte Forschung in diesem Bereich zwingend erforderlich. Bei der Magersucht wurde es schließlich auch so gehandhabt und führte zu verbesserten Therapiemethoden, die vielen Jugendlichen, besonders Mädchen gesundheit oder sogar das Leben gerettet haben. Aber im Themenkomplex Genderdysphorie wird aus offensichtlich ideologischen Gründen diesbezüglich opponiert, geblockt, oder Befürworter einer weitergehenden Forschung müssen einen aggressiven Shitstorm über sich ergehen lassen.


eLender

Zitat von: RPGNo1 am 28. Februar 2024, 07:39:26Da es erwiesen ist, dass Magersucht in gewissen Peergroups verbreitet und somit auch sozial ansteckend ist, liegt für mich der Schluss nicht fern, dass das bei Genderdysphorie ähnlich sein kann.

Der Text ist sehr aufschlussreich und zeigt die Problematik nochmal deutlich und klar. Wer so tut, als wäre so eine Betrachtung irgendwie "menschenfeindlich", der hat sich im Adressaten geirrt (der man dann selbst wäre). Ich zitiere mal nur einen Abschnitt, der auf das Problem mit ähnlichen Phänomenen deutet.

ZitatAnorexia und Bulimia nervosa werden häufig als moderne
ethnische Störung bezeichnet; für den gegenwärtigen Hype
um das Phänomen Geschlechtsinkongruenz, ,,trans" und ,,Non-
Binarität", das besonders unter Angehörigen der jungen Gene-
ration in den westlichen Industriestaaten so stark verbreitet ist,
gilt dies sicherlich in noch größerem Maße. Die dynamischen
Wechselwirkungen von Zeitgeist und Rollenverständnis und die
wichtige Bedeutung kultureller Einflussfaktoren, insbesondere
die Verstärkungsmechanismen durch soziale Netzwerke und
Internetforen, sind für beide Konditionen bzw. maladaptiv-
dysfunktionale Konfliktverarbeitungsmodi hinlänglich bekannt
und ebenso schlüssig beschrieben wie die fatale Wirkung
sozialer Ansteckung, welche offensichtlich auch über mediale
Austauschprozesse, also einer lediglich virtuellen Begegnung
mit gleichgesinnten bzw. ähnlich vulnerablen Peers erfolgen
kann (Littman, 2018). Im Falle der psychogenen Essstörungen
war dies immer wieder Anlass für Verbotsinitiativen bzw. für nur
bedingt erfolgreiche Versuche, die ,,Pro-Ana"-Internet-Seiten,
auf denen die Anorexie als Lebensform verklärt und offensiv für
Hungerdiäten geworben wird, wegen ihres jugendgefährdenden
Potentials sperren zu lassen.
Auf die Bedeutung kultureller Umbrüche bzw. zivilisa-
torischer Krisen für die Zunahme des Zeitgeist-Phänomens
,,Transgenderismus" in der Postmoderne und unsere These, dass
es sich dabei um eine ins Individuum verlagerte Krisenlösung
handeln könnte, sind wir unlängst ausführlichst eingegangen
(Korte & Tschuschke, 2023). Ergänzend dazu sei angemerkt,
dass es in unserer Gesellschaft ein höchst auffällige, bisweilen
voyeuristisch anmutende Faszination für selbstschädigende
Verhaltensweisen im Speziellen von jungen Frauen gibt, die
sich Trends unterwerfen. Beispiele dafür wären der Kult um
das 1960er Magersuchtsmodell Twiggy, das zur Stilikone ihrer
Zeit wurde und maßgeblich zur Popularisierung der Anorexie
beigetragen hat; ebenso das breite Interesse einer schockierten
Öffentlichkeit am Schicksal der heroinabhängigen 13-jährigen
Christiane F., die kollektive ,,Angstlust" angesichts von Beschaf-
fungsprostitution und Drogentod der Kinder vom Bahnhof Zoo,
nach Erscheinen des gleichnamigen, weltweit mehr als drei
Millionen Mal verkauften Buchs im Jahr 1978, das kurz darauf
auch verfilmt wurde.
Unübersehbar ist aber auch die Anfälligkeit der Medizin
und Psychologie für das Phänomen einer (medial getrigger-
ten) Massenhysterie, im Zuge derer die Begeisterung für schein-
bar neue Phänomene zu neuen und irreführenden Diagnosen
führt, die Eingang in medizinische Klassifikationssysteme fin-
den und unkorrigierbar jahrzehntelang einer angemessenen
wissenschaftlichen Überprüfung ,,standhalten". Sobald die
Symptommuster kodifiziert und validiert sind, können sie von
denjenigen gefunden werden, die unbewusst nach einer Aus-
drucksmöglichkeit für ihre ansonsten schwer verbalisierbare
Not suchen (Marchiano, 2021). Hier zeigt sich eine deutliche
Parallele zwischen der sog. Multiplen Persönlichkeitsstörung
der 1990er Jahre und der unter Jugendlichen heute so häufig
gewordenen Trans-Diagnosen, respektive deren frühzeitige
Affirmation durch das medizinische Establishment, Aktivisten
und die Medien. Beides betrifft – wie auch selbstverletzendes
Verhalten und die ,,klassische" Hysterie – bevorzugt junge Frau-
en, die sich für soziale Ansteckungsphänomene stets als beson-
ders empfänglich erwiesen (Papadima, 2019).

Und noch ein Abschnitt, auf den ich gleich nochmal komme:

ZitatEine ausschließlich transaffirmative Therapie, welche
den Trans-Wunsch nicht hinterfragt und die mehr oder
weniger automatisch auf eine pubertätsblockierende Be-
handlung hinausläuft, die als medizisch unbedenklich
und ethisch unproblematisch dargestellt wird (Chen et al.,
2023; Coleman et al., 2022; de Vries et al., 2011; Hembree,
2011; Romer & Lempp, 2022; Romer & Möller-Kallista,
2020, 2021). Befürworter dieses Ansatzes gehen meist von
der (angesichts der wissenschaftlichen Datenlage nicht
haltbaren) Annahme einer neurobiologisch-genetischen
Determinierung von Geschlechtsidentität aus

Der letzte Satz wird ja gelegentlich als "Genderseele" abgekürzt, reine Pseudowissenschaft. Und genau dieser Romer (der zitiert wird) ist federführend für die S3-Richtlinie zur Behandlung der GD. Das geht gegen jede Evidenz:

(pubertätsblockierender Präparate (PB), Cross-Sex-Hormone (CSH), Geschlechtsdysphorie (GD))
ZitatDie Studienlage zur PB- und CSH-Gabe bei Minderjährigen mit GD ist weiterhin sehr begrenzt und basiert auf wenigen Studien mit unzureichender Methodik und Qualität. Aussagekräftige Langzeitstudien fehlen bisher. Die aktuelle Studienlage deutet derzeit nicht darauf hin, dass sich die GD im Speziellen und die psychische Gesundheit im Allgemeinen im Verlauf der weiteren Entwicklung nach Gabe von PB oder CSH bedeutsam verbessern. Begleitende psychotherapeutische Interventionen bei Kindern und Jugendlichen mit GD zur Unterstützung bzw. zur Minderung der erlebten Belastungen können je nach individueller Situation der Betroffenen ggfs. notwendig werden. Sofern PB- und CSH-Gaben bei Minderjährigen mit GD nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Analyse, abgeschlossener kinder- und jugendpsychiatrischer Diagnostik und ggfs. folgender Behandlung auch begleitender psychischer Symptome oder Störungen bzw. Belastungsfaktoren zum Einsatz kommen sollten, so kann ein solches Vorgehen im Rahmen von Forschungsprojekten bzw. klinischen Studien – wie aktuell in England praktiziert – zum weiteren Erkenntnisgewinn beitragen und wichtige Daten liefern.
https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/1422-4917/a000972

Ich las heute, dass der S3-Entwurf runtergestuft wurde, in S2. So wie ich das verstanden habe, bedeutet das, dass die Leitlinie nicht auf Evidenz, sondern auf Konsens beruht. So ähnlich wie bei der Homöopathie...
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

ZitatAls »hässlichste Gefahr der heutigen Zeit« hat der Papst die Gendertheorie bezeichnet. Er möchte weiterhin eine klare Unterscheidung zwischen Männern und Frauen gesichert sehen.

https://www.spiegel.de/panorama/franziskus-verdammt-gendertheorie-a-8ac712d2-6fa5-4e5f-bf8b-de96cb0a04ec

Na ja, jede andere Aussage seitens des Papstes oder der katholischen Kirche wäre auch überraschend.

eLender

Zitat von: RPGNo1 am 01. März 2024, 19:21:48Na ja, jede andere Aussage seitens des Papstes oder der katholischen Kirche wäre auch überraschend.
Nuja, so ganz fundamentale Sachen werden ja auch vom Pfaffentum nicht in Zweifel gezogen. Die Evolutionstheorie und die Gestalt der Erde wird man kaum leugnen. Und wer die Evolution für eine Realität hält, der kann auch nicht an der Zweigeschlechtlichkeit zweifeln. Aber man wird ihm Stadionverbot erteilen müssen... ::)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Gurkerl

Amelung:

ZitatSCHLAU hat viel erreicht, Aufklärung zu LGBTI in Schulen zu bringen. Mit dem, was in den Pics steht, reißt man in einer schnellen Drehung mit dem Arsch wieder ein, was man sich vorher mit den Händen mühsam aufgebaut hat. Schade.


https://twitter.com/TillRandolf/status/1763672716161196196

"Fluidfeindlichkeit"  :P

Ein Kommentar darunter fasst es gekonnt zusammen.
BatFox-Offischl:
ZitatIst schon schlimm...
Irgendwann ist man so "besonders" wie ein größerer Teil der Bevölkerung. Dann muss man noch "besondererererer" werden...

"Ihr seid alle Individuen!...Und ihr seid alle völlig verschieden!"
"Ich nicht"

Kaum zu glauben, dass der Film gut 45 Jahre alt ist

Schwuppdiwupp

Ach, was weiß denn ich ...

RPGNo1

:facepalm

"Ihr seid alle Individuen!"

ZitatIrgendwann ist man so "besonders" wie ein größerer Teil der Bevölkerung. Dann muss man noch "besondererererer" werden...

Wie nennt man so ein Verhalten? Ich denke, Narzissmus. Und Verbände wie SCHLAU oder auch Medien oder manche Politiker fördern diese narzistisschen Selbstdarsteller auch noch nach Kräften anstatt sie zu ignorieren oder ihnen die Tür zu weisen.