Neuigkeiten:

Wiki * German blog * Problems? Please contact info at psiram dot com

Main Menu

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist...

Postings reflect the private opinion of posters and are not official positions of Psiram - Foreneinträge sind private Meinungen der Forenmitglieder und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung von Psiram

Begonnen von eLender, 06. November 2022, 20:44:15

« vorheriges - nächstes »

Schwuppdiwupp

Leider wahr!

SPON | Neuer Negativrekord in Frankreich – 32 Tage ohne Regen

ZitatSo viele Tage am Stück ist es in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie trocken geblieben. Einige Dörfer erhalten ihr Trinkwasser bereits jetzt aus Tankwagen. Strengere Regeln zum Wassersparen sollen bald Abhilfe schaffen.

FAZ | Eine Insel im Gardasee erreicht man jetzt zu Fuß

ZitatItalien droht wieder ein Jahr mit Rekorddürre. Am Gardasee ist der Wassermangel schon jetzt extrem, in der Po-Ebene klagen die Bauern über den viel zu trockenen Boden.

Der Wassermangel wird auch in Deutschland noch richtig übel.
Ach, was weiß denn ich ...

Scipio 2.0

Sieht auch nach einem feurigen Jahr aus. Zumindest sind die Grundlagen dafür schon mal gelegt.

Max P

Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.

eLender

Zitat von: Max P am 05. März 2023, 14:12:57Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.
Aber bitte im entsprechenden Faden! Die Trockenheit beobachte ich auch hier (in Mitteleuropa ::) ), das kündigt sich dieses Jahr schon recht früh an. Kann nur hoffen, dass es nicht so weitergeht, das wäre - angesichts der letzten Trockenjahre - fatal. Wir bekommen immer mehr ein Dürreproblem, das sich nicht nur in der (Ober)Böden zeigt, sondern langsam auch auf das Grundwasser durchschlägt. Gut, der Sommer ist noch nicht da und durch, es gibt leichte Anzeichen, dass es sich wie 2021 (eher Durchschnitt) entwickeln könnte. Ist aber noch sehr spekulativ.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

HAL9000

Zitat von: eLender am 05. März 2023, 23:04:52... es gibt leichte Anzeichen, dass es sich wie 2021 (eher Durchschnitt) entwickeln könnte. Ist aber noch sehr spekulativ...
Das hilft aber in manchen Gegenden nicht mehr. Meine Frau, eine begeisterte (Vogel-)Fotografin,
muss in Zukunft wohl auf einen ihrer Lieblingsspots verzichten. Der betreffende See ist voriges
Jahr wohl endgültig ausgetrocknet. Zu retten wäre er laut Expertenauskunft nur durch einen (sehr)
feuchten Winter gewesen. Pustekuchen. Und sein großer Bruder (der Neusiedlersee, eines der größten
Binnengewässer Mitteleuropas) ist vor demselben Schicksal keineswegs gefeit.
Aber das (und die letzten paar Kommentare) gehört eigentlich in den Klimakatastrophe-Thread.

eLender

Zitat von: HAL9000 am 05. März 2023, 23:30:15Das hilft aber in manchen Gegenden nicht mehr.
Es würde nur helfen, die gröbsten Schäden zu verhindern. Das sind (gerade beim Grundwasser) Prozesse, die sich leider über Jahre hinziehen und dann wieder Jahre brauchen, um sich umzukehren.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

Zitat von: eLender am 05. März 2023, 23:04:52
Zitat von: Max P am 05. März 2023, 14:12:57Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.
Aber bitte im entsprechenden Faden! Die Trockenheit beobachte ich auch hier (in Mitteleuropa ::) ), das kündigt sich dieses Jahr schon recht früh an. Kann nur hoffen, dass es nicht so weitergeht, das wäre - angesichts der letzten Trockenjahre - fatal. Wir bekommen immer mehr ein Dürreproblem, das sich nicht nur in der (Ober)Böden zeigt, sondern langsam auch auf das Grundwasser durchschlägt. Gut, der Sommer ist noch nicht da und durch, es gibt leichte Anzeichen, dass es sich wie 2021 (eher Durchschnitt) entwickeln könnte. Ist aber noch sehr spekulativ.

Ok, der andere Thread wäre passender gewesen. Mein Post war eine spontane sarkastische Reaktion auf die künstliche öffentliche Aufregung über die jüngste Aktion von Last Generation - die "Schändung" der Grundrechte - während Grundrechte und Lebensgrundlagen vom menschengemachten Klimawandel real bedroht werden.

zimtspinne

Zitat von: Max P am 05. März 2023, 14:12:57Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.

Ja, darf man, wenn man richtig viel zur Schadensbegrenzung beiträgt und keine Kinder in die Welt setzt.

Traut sich natürlich keiner ran, an dieses heiße Eisen. Lieber die SUV und die Urlaubsreise ins Visier nehmen. :angel:

Außerdem geht es hier ums Wetter.
Und das gefällt mir gerade richtig gut und auch die kommende Wetterlage.
Zwar Subtropen-Siff, aber gottseidank sind dafür endlich mal wieder deutliche und vernünftige Niederschlagssignale über einen längeren Zeitraum bis Mitte März dabei.

Die kommende nasse Westlage, die vielleicht 1-2 Wochen anhalten mag, sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es danach wie im harmonischen Frühlingsgedicht weitergeht. Es bleibt auch in einer Woche immer noch eine schmale Gratwanderung, denn das subtropische Hoch macht immer wieder Anstalten von starken Aufwölbungen über Spanien und wartet nur darauf, zwischen der Kette der Tiefs hoch zu keilen. Noch wird es von den starken Tiefs geplättet und zurück gedrängt, wird aber nur ne Frage der Zeit sein, bis es hochkeilt. Und dann könnte wieder vermehrt das meridionale Strömungsmuster mit den bekannten abtropfenden Tiefs westlich von Spanien und östlich die Aufkeilung des Suptropik-Hoch auftreten.
Jenes Muster, dass Dauerhochdruck-Glühling(statt Frühling)-Hitzesommer-Nichtmöger gar nicht leiden können.


Reality is transphobic.

Max P

Zitat von: zimtspinne am 06. März 2023, 18:44:48
Zitat von: Max P am 05. März 2023, 14:12:57Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.
Ja, darf man, wenn man richtig viel zur Schadensbegrenzung beiträgt und keine Kinder in die Welt setzt.
Traut sich natürlich keiner ran, an dieses heiße Eisen. Lieber die SUV und die Urlaubsreise ins Visier nehmen. :angel:
Häh?  :gruebel

ZitatAußerdem geht es hier ums Wetter.
Ach.


PeterPan

Jo, der Winter war im Südosten schon recht trocken. Es gibt eine 7 Monate Vorhersage vom ECMWF (60% Genauigkeit nicht so ernst nehmen). Der Frühling wird etwas nasser und der Sommer eher trocken.

Passt eigentlich Shifting Baseline hierher? Oder eher Assoziationsprobleme mit was wo welches Wetter sein soll? Ein paar Beispiele dazu.

Ungefähr alle 100 Meter sinkt die Durchschnittstemperatur um 0,65°C. Gebirge und Hügel im Süden können rein aus dem Höhenunterschied auch kalt im Winter sein. Insbesondere die Türkei im Osten hat vergleichsweise zu Deutschland brutale Winter. Spanien ist im Norden sehr hügelig entlang der vielen Pilgerwege und es ist halt kalt wenn du auf einem Hügel wohnst. Wenn du nach unten gräbst sind es ungefähr 3°C mehr alle 100 Meter.

Wenn dann der Wettermann erzählt "Schneechaos in Spanien" ist das normal, weil auch in Spanien Winter ist.

eLender

Zitat von: wetterspinne am 06. März 2023, 18:44:48Jenes Muster, dass Dauerhochdruck-Glühling(statt Frühling)-Hitzesommer-Nichtmöger gar nicht leiden können.
Das ist beinahe das Übelste: wochen- bis monatelang kein Wölkchen am Himmel, obwohl es noch gar nicht Sommer ist. Das hatten wir die letzten Jahre immer wieder und immer häufiger (weiß nicht mehr welches Jahr, da war es beinahe 5 Wochen fast komplett wolkenfrei. Ich fühlte mich gezwungen, mir eine Brille mit Wolkenschablonen zu basteln, zwecks Illusion ::) ).

Der März wird wohl ein Wintermärz, der scheinbar bis nach Ostern anhält und auch noch - vorwiegend im Westen - ziemlich nass wird. Das gefällt mir (auch wenn es nicht unbedingt Dauerregen sein muss, aber das ist wenigstens Wetter). Ich wage mal eine sehr spekulative und völlig subjektive Einschätzung: der Sommer wird zumindest nicht so sonnig und trocken wie der letzte. Die Sonnen- und Dürresommer haben sich meist schon im Februar bis März angekündigt, das ist diesmal nicht so. Schaumermal.

Zitat von: PeterPan am 06. März 2023, 21:13:40Insbesondere die Türkei im Osten hat vergleichsweise zu Deutschland brutale Winter.
Das hängt auch mit der zunehmenden Kontinentalität zusammen, aber das mit der Höhe ist schon richtig. Wenn man es in Zukunft kühler haben will (ganzjährig), dann muss nan nicht notwendigerweise nach Norden wandern, man kann auch in die Höhe siedeln. Sommerurlaub würde ich sowieso nur noch in den Bergen machen, am Mittelmeer wird man gegrillt (aber auf den Bergen dort kann man auch noch erfrieren). Südspanien ist ganz interessant, da geht es auf über 3000 m hoch und man kann ggf. der Killerhitze entgehen (im Sommer).
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Peiresc

Zitat von: Max P am 05. März 2023, 14:12:57Wird schon. Plustern wir uns lieber über die letzte Aktionskunst von Last Generation auf.

Man sollte mehr Spinoza lesen, das beruhigt:
ZitatWir haben überdies gezeigt, daß die Vernunft bei der Zügelung und Mäßigung der Affekte zwar viel vermag, zugleich aber gesehen, daß der Weg, den gerade die Vernunft weist, sehr schwierig ist. Wer sich deshalb einredet, eine Menschenmenge oder diejenigen, die in öffentlichen Angelegenheiten zerstritten sind, könnten dazu gebracht werden, nach einer bloßen Vorschrift der Vernunft zu leben, der träumt vom goldenen Zeitalter der Dichter oder von einem Märchen.

Politischer Traktat, 1677

eLender

Es gibt zumindest leichte Entspannung, auch die Grundwasserstände steigen leicht. Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber immerhin sind die Böden gut durchnässt, der Wald wird dieses Jahr nicht zu sehr gestresst. Ich vermute mal, es wird ein etwas normalerer Sommer (zumind. niederschlagsmäßig), aber das ist mehr geraten als schlüssig belegt.

ZitatDennoch gilt: Der nasse März 2023, auch wenn er doppelt so viel Regen gegenüber dem langjährigen Mittel gebracht hat, reicht nicht aus, dass die Grundwasserstände wieder so sind wie vor dem Sommer 2018. Nicht einmal ein von den Niederschlägen her durchschnittliches Jahr würde dafür sorgen, meint Kämmerer. ,,Es bräuchte schon ein paar überdurchschnittlich feuchte Jahre", um das inzwischen über fünf Jahre aufgebaute Defizit wieder auszugleichen. Aber genau die gibt es schon länger nicht mehr, so der Experte. Seit 2003 habe es in keinem Jahr mehr überdurchschnittliche Niederschläge gegeben.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/wassermangel-in-hessen-ein-verregneter-monat-reicht-nicht-18812061.html
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Ich bekomme mit meiner Prognose leichten Rückenwind. Ist aber auch nur spekulativ, aber das Vulkanchen bläst bis in die Stratosphäre. Mal abwarten, was Nasa und Co. sagen.

ZitatWie der russische Klimaforscher Alexej Kokorin der Nachrichtenagentur "Ria Novosti" gegenüber erklärt, könnte der Ausbruch des Schiwelutsch durch die ausgestoßenen Partikel sogar eine kurzfristige Abkühlung der Erdatmosphäre in den kommenden zwei Jahren auslösen. Behörden zufolge dauerte der Ascheregen an. Die Partikel fielen demnach teils mit Schnee vermischt auf den Boden. Menschen wurden aufgerufen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Die Schulen sagten den Unterricht ab. Teilweise fiel die Stromversorgung aus.
https://www.nordbayern.de/panorama/gigantische-rauchwolke-welche-auswirkungen-hat-dieser-vulkanausbruch-aufs-weltklima-1.13153137
Wollte ich nur mal gesagt haben!