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Autor Thema: Maria Divine Mercy - wie finanziert sich diese Sekte?  (Gelesen 353 mal)

Bachblüte

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Maria Divine Mercy - wie finanziert sich diese Sekte?
« am: 22. Januar 2021, 01:35:44 »
Hallo,

die "sehende" Mary Carberry alias "Mary Divine Mercy" wurde schon vor Jahren als PR-Fachfrau enttarnt, die ihre Sekten-Infrastruktur aufgebaut hat bevor sie ihre ersten, angeblichen "Eingebungen von der Jungfrau Maria" hatte.

https://blog.gwup.net/2015/02/09/maria-divine-mercy-die-seherin-ist-eine-pr-fachfrau


Das war so um 2015. Seither scheint sie es geschafft zu haben, weitgehend unter dem Radar zu bleiben. Immer wenn ich nach Neuigkeiten gesucht habe, war es schwer etwas zu finden. Dennoch scheint sie ganz offensichtlich immer noch aktiv zu sein, wie man am immer noch hohen Interesse der katholischen Kirche an ihr erkennen kann:

https://fromrome.info/2020/03/27/followers-of-maria-divine-mercy-have-been-scammed-by-an-extremely-unscrupulous-fraudster/

Auch die oftmals extrem wissenschafts- und gesellschaftsfeindlichen "Botschaften" werden offenbar noch verschickt (sie richten sich ohne jedweden Sinn und Verstand gegen alles und jedes, z.B. gegen Impfungen, 5G, die "Weltvernichtungsmaschine" LHC/CERN, HAARP, etc.).


Nun gab bzw. gibt es zwar ein Online-Shop, durch das ihr Schinken "Das Buch der Wahrheit" verkauft wurde, zusammen mit irgendwelchem anderen hochreligiösen Weihrauch, Elixieren, Kreuzen und Merchandise. Auch auf Amazon ist der Müll erhältlich. Aber irgendwie hätte ich von jemandem wie ihr etwas mehr erwartet, vor allem nach so viel Aufwand zum Aufbau des Spinnen-Netzwerks.

Dass keine finanziellen Interessen im Mittelpunkt stehen, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wie also finanziert sie sich? Womit wird den Leuten letztendlich das Geld aus der Tasche gezogen?

Schöne Grüße
Bachblüte

Frozen Cock XXL

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Re: Maria Divine Mercy - wie finanziert sich diese Sekte?
« Antwort #1 am: 22. Januar 2021, 07:09:23 »
Nun gab bzw. gibt es zwar ein Online-Shop, durch das ihr Schinken "Das Buch der Wahrheit" verkauft wurde, zusammen mit irgendwelchem anderen hochreligiösen Weihrauch, Elixieren, Kreuzen und Merchandise. Auch auf Amazon ist der Müll erhältlich. Aber irgendwie hätte ich von jemandem wie ihr etwas mehr erwartet, vor allem nach so viel Aufwand zum Aufbau des Spinnen-Netzwerks.

Dass keine finanziellen Interessen im Mittelpunkt stehen, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wie also finanziert sie sich? Womit wird den Leuten letztendlich das Geld aus der Tasche gezogen?
Ich finde die zweigleisige Aktivität im Aufbau und Erhalt eines Kult  ("Jesus to the Mankind"-Seminare etc.) einerseits und dem Verkauf von Devotionalien mit hoher Marge andererseits jetzt auch nicht soooo neu oder kreativ, aber es scheint die finanziellen Interessen durch die internationale Ausrichtung der Shops (eigene Shops für EU/USA/CAN/PHL und vermutlich noch mehr) und Artikel (Übersetzungen des Hauptwerks in ein Dutzend Sprachen alleine im EU-Shop (wenn auch nicht alle 5 Bände in jeder Sprache), Farbdrucke mit Gebetszeug in noch mehr Sprachen zum zehnfachen Preis ggü. selber in Kleinauflage drucken lassen u.v.m. dieser Art) zumindest ausreichend zu befriedigen. Der Krempel ist (bzw. war) so spottbillig herzustellen, dass jeder Bestelleingang inzwischen eine Geldspende sein dürfte, wobei echte Geldspenden sicher auch ein Thema sind.

Selbst ein Presseorgan des wohl größten und bekanntesten Devotionalienhändlers, der katholische Kirche, prangert ihre überteuerten Preise an. Denn bei dieser ehrenhaften Organisation gibt es z.B. echte™ Heiligenmedaillen schon viel günstiger:
Doch was an der Medaille, die Milliarden Menschen erlösen soll, vor allem erstaunte, war ihr Preis, der bei einem stolzen Euro pro Stück liegen sollte. Und da sich die irische Seherin nicht mit Kleingeld abgibt, wurden die Medaillen auch nur in Tüten a 25 Stück, also für 25 Euro Mindestbestellwert abgegeben. Zum Vergleich: Die Wundertätige Medaille der Katharina Labouré wird für 10 Cent/Stück vertrieben, das Heiligtum in der Rue du Bac in Paris verschickt sie sogar gratis, allein gegen einen frankierten Rückumschlag.
:ironie:


Zur weiteren Orientierung:
Aus dem Jahr 2015 existiert ein (kostenloses) Ebook mit Namen The Outing of Mary Carberry (Direktlink zur .pdf) mit mehr Infos zur Person und ihren Firmenkonstrukten.

Immer wenn ich nach Neuigkeiten gesucht habe, war es schwer etwas zu finden.
http://mariadivinemercytrueorfalse.blogspot.com/ hat, nach 3 Jahren Beitragspause von 2016 bis 2019, zumindest einige aktuelle Meldungen drin.

Aber irgendwie hätte ich von jemandem wie ihr etwas mehr erwartet [...]
Wieso und was z.B.?

Gesegnete irische Grüße,
Cocky McFrozenCock

Bachblüte

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Re: Maria Divine Mercy - wie finanziert sich diese Sekte?
« Antwort #2 am: 22. Januar 2021, 22:44:29 »
Hallo Cocky,

danke für Deine Antwort!

Die Links habe ich alle schon mal gesehen gehabt, aber ich bekomme immer so ein unangenehmes Kribbeln wenn ich diese Sachen lese, und das tiefe Verlangen alles in den Müll zu werfen (was man mit Online-Ressourcen ja leider nicht tun kann).  :muel

Das "The Outing of Mary Carberry"-PDF habe ich jetzt immerhin bis Seite 23 geschafft und den Rest teilweise überflogen. Jetzt ist mir zum  #) wobei es allerdings lustig ist zu sehen, wie sich Vertreter der katholischen Kirche winden: Einerseits wollen sie offenbar diese ganze "Seherei" insgesamt als völligen Schwachsinn abtun, andererseits können sie das aber aus gutem Grund nicht.  :grins

Aber irgendwie hätte ich von jemandem wie ihr etwas mehr erwartet [...]
Wieso und was z.B.?

Tja, das weiß ich eben nicht so genau. Vermutlich würde ich mehr verstehen, wenn ich den ganzen Müll lesen würde, aber dafür ist mir die Zeit irgendwie zu schade. Die Hoffnung ist also, dass jemand bereits aus anderen Gründen mehr weiß (z.B., weil er oder Bekannte selbst irgendwie betroffen sind, oder weil er mehr Durchhaltevermögen hat als ich).

Du hast bestimmt recht, dass durch Spenden und den Verkauf von Merchandise eine Menge Geld reinkommt. Mir war nicht klar gewesen, wie unglaublich groß diese Organisation mittlerweile geworden ist.

Es gibt doch aber auch Sekten, die viel radikaler vorgehen? Beispielsweise völlige Versklavung der "Gläubigen", die ihrer Sekte alles vermachen müssen und ihr ihr Leben opfern müssen? Einfach nur so vom Gefühl her würde ich dieser Mary zutrauen, nicht besonders zimperlich zu sein. Zumindest halbkriminell sieht die Sache ja schon aus.

Schöne Grüße
Bachblüte