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Autor Thema: J. K. Rowling und Transgender  (Gelesen 1144 mal)

Gefährliche Bohnen

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Re: J. K. Rowling und Transgender
« Antwort #30 am: 08. September 2020, 21:26:46 »
Was mich verwirrt: Wenn das Geschlecht angeblich nur eine gesellschaftliche Konstruktion ist, dann braucht man doch nicht medizinisch invasiv zu agieren, und das Geschlecht, was es ja nicht gibt, umzuwandeln????

Ja, diese Frage kommt einem. Irgendwo wurde im Rahmen einer Rowling-Kritik mit diesem Artikel gewedelt: https://blogs.scientificamerican.com/voices/stop-using-phony-science-to-justify-transphobia/

Zitat
the science is clear and conclusive: sex is not binary, transgender people are real.

Wenn Geschlecht nicht binär ist, wie definiert man denn dann Transgender? Von wo nach wo will man denn dann transitionieren? Und wieso überhaupt? Und was sind denn dann non-binary Leute im Vergleich zu anderen Leuten?
Fragen über Fragen...
"Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich mag Karpfen gar nicht." - Groucho
RIP

Peiresc

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Re: J. K. Rowling und Transgender
« Antwort #31 am: 08. September 2020, 21:48:18 »
  • Differentialdiagnostik, […]
Ja, wo ist also das Problem?

Das Problem ist, dass es offenbar mehr Experten als Betroffene gibt. Das ist jetzt keine Neuigkeit, und es gibt bekannte Vorläufer, die auch die Weihen des DSM hatten. Ich erinnere an die Multiple Persönlichkeit, später weniger anrüchig „dissoziative Identitätsstörung“ genannt, die es 2006 auch bis ins Deutsche Ärzteblatt geschafft hat:
Zitat
Die dissoziative Identitätsstörung - häufig fehldiagnostiziert
https://www.aerzteblatt.de/archiv/53608/Die-dissoziative-Identitaetsstoerung-haeufig-fehldiagnostiziert
Dabei war sie schon 1994 überzeugend debunked worden.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8078970/

Oder die Titelzeile in DIE ZEIT, 2017,
Zitat
Etwa 2 Millionen Deutsche wollen sich nicht festlegen lassen, ob sie Mann oder Frau sind
Und 2 Jahre später beschwert sich die gleiche Zeitung, dass der Anspruch total overhyped gewesen ist (hier).
Das ist noch gar nicht so lange her.

Rowling's "Sorgen" sind allerdings nach wie vor ein Vorwand, um eine "Bathroom Rape"-Panik zu schüren

Mein Kommentar steht schon da:
bei dieser unübersichtlichen Gemengelage und in dieser aufgeheizten Atmosphäre kann man sich nur auf Direktzitate stützen; alles andere ist unbrauchbar.

Sauropode

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Re: J. K. Rowling und Transgender
« Antwort #32 am: 08. September 2020, 21:59:13 »
Erste-Welt-Probleme....  :stirn

Kann doch jeder so leben, wie er/sie/es will. Da muss man doch kein Politikum und keine Sprachverrenkung draus machen.
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Lachen tötet die Furcht. Und ohne Furcht kann es keinen Glauben mehr geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr.

celsus

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Re: J. K. Rowling und Transgender
« Antwort #33 am: 08. September 2020, 22:07:47 »
Erste-Welt-Probleme....  :stirn

Kann doch jeder so leben, wie er/sie/es will. Da muss man doch kein Politikum und keine Sprachverrenkung draus machen.

Schwierig wird es spätestens, wenn du das in einem Ausweis stehen haben willst.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Sauropode

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Re: J. K. Rowling und Transgender
« Antwort #34 am: 08. September 2020, 22:32:44 »
Naja, ganz ehrlich, wozu sollte das denn nötig sein? Und wenn mans denn unbedingt will, gibt es doch die Möglichkeit. Dass man das nicht je nach Laune einfach so machen kann und vorher genau geprüft wird, sehe ich aber auch ein. Identität, welche auch immer, ist ja nix, was man wechselt, wie sein Hemd. Mich nervt es nur, wie sich da einige aufblasen. Mir kommt es so vor, als ginge es denen nicht mehr um die eigentliche Sache.
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Groucho, Du fehlst!

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