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Autor Thema: Karma  (Gelesen 15329 mal)

celsus

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Re: Karma
« Antwort #120 am: 08. September 2021, 17:24:45 »
Jetzt ist es nur so, dass deine Meinung alleine auch keine allgemeine Verbesserung des Artikels hervorbringt.
Und wieso "muss man" die Aussagen streichen? Wer sagt das? Wo steht das?

Du bist herzlich eingeladen, eine Überarbeitung des Artikels zu entwerfen. Psiram ist ein Mitmach-Projekt, kein Dienstleister.
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Philos

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Re: Karma
« Antwort #121 am: 08. September 2021, 17:30:06 »
Meine Meinung hat als Anreiz durchaus das Potenzial, den Artikel zu verbessern. Und in der Tat war mir bislang nicht klar, dass Behauptungen (z.B. wie etwas aufzufassen wäre) hier ohne Beleg auskommen. Änderungen am Artikel nehme ich gern vor, würde diese aber gern hier im Forum vorher diskutieren.

celsus

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Re: Karma
« Antwort #122 am: 08. September 2021, 18:19:22 »
Meine Meinung hat als Anreiz durchaus das Potenzial, den Artikel zu verbessern.

Und was machen wir dann mit all den anderen Meinungen?

Und in der Tat war mir bislang nicht klar, dass Behauptungen (z.B. wie etwas aufzufassen wäre) hier ohne Beleg auskommen.

Sollten sie auch möglichst nicht. Das ist aber kein Grund, wahllos in alten Artikeln herumzulöschen.


Änderungen am Artikel nehme ich gern vor, würde diese aber gern hier im Forum vorher diskutieren.

Das wäre auch die bevorzugte Vorgehensweise.
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Daggi

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Re: Karma
« Antwort #123 am: 08. September 2021, 19:01:34 »
Der Artikel ist schlecht und macht keine, bzw nur eine Quellenangabe. Er gehört überarbeitet. Allerdings gibt es ja bereits ausführliches Material zu Karma bei der Wikipedia. Das braucht nicht wiederholt werden. Vielmehr würde ich vorschlagen den Schwerpunkt auf die aktuelle Nutzung von "Karma" zu legen. Also Verwendung ab dem 19. Jahrhundert bei Theosophen, Anthroposophen und Geschäftemacher.n im Esoterik- und Alternativmedizinbereich. 
Der ideale Untertan der totalitären Herrschaft ist nicht der überzeugte Nazi oder der engagierte Kommunist, sondern  Menschen, für die die Unterscheidung zwischen Fakt und Fiktion, wahr und falsch, nicht mehr existiert.
Hannah Arendt

Peiresc

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Re: Karma
« Antwort #124 am: 08. September 2021, 19:24:58 »
"Karma ist so aufzufassen..." - wer sagt das?
("irrwitzig", "über den Haufen fahren") beseitigen
Das sind alles keine wörtlichen Zitate. Da könnte man also nix beseitigen, selbst wenn man wollte.
:gruebel

Ach, übrigens, andere mit den Neologismus
Schaumvormmundigkeit
zu belegen und gleichzeitig über
Sprachpanscher
zu klagen, hat IMHO schon was von Schuss in den eigenen Fuß.
 :grins

Meine Meinung hat als Anreiz durchaus das Potenzial, den Artikel zu verbessern.
Dann lass‘ es mal spielen, Dein Potential. Aber um ehrlich zu sein, viel rechne ich mir da nicht aus.

Der Artikel ist schlecht und macht keine, bzw nur eine Quellenangabe.
Einspruch. Er ist verbesserungsfähig. Alle bisherigen Kritiker haben nur unbrauchbare Vorschläge gemacht, er kann also nicht ganz schlecht sein.

Nehmen wir z. B. die Rechtslastigkeit. Die besteht zweifellos, im Faden sind noch ein paar Beispiele verlinkt. Unser Forist führt z. B. WP an, die "Übertreibungen und Polemik" bei Psiram konstatiere. Ich sage mal ganz kühl, dieser Nachweis ist noch weit schwächer als die Verbindung zwischen Karma und den Nazis. Aber da ist er nicht so pingelig.

Peiresc

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Re: Karma
« Antwort #125 am: 08. September 2021, 19:40:30 »
Zitat
Die Gefolgschaftstreue und Mannestreue standen dem alten Ritter ebenso über Besitz und Glück, wie dem Sänger der Edda. Das Havamal schließt mit den Worten:
    Besitz stirbt, Sippen sterben,
    Du selbst stirbst wie sie;
    Eins weiß ich,
    Das ewig lebt:
    Des Toten Tatenruhm.
Das ist die nordische Form der buddhistischen Karma-Lehre.

Alfred Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts, 143.-146. Auflage, München 1939, S. 187

Peiresc

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Re: Karma
« Antwort #126 am: 08. September 2021, 23:19:05 »
Zitat
Nicht nur, dass extremistische Hindu-Nationalisten sich bis heute bei ihren Gewaltexzessen auf die Kriegerethik der Bagavad Gita stützen – Tietke erlebt auch hierzulande weiterhin den Missbrauch. Wer die Schoa damit erkläre, dass die Juden zu viel schlechtes Karma angehäuft hätten, so Tietke, der habe den Kern der altindischen Philosophie, die im Grunde auf Frieden und Gewaltlosigkeit hin ausgerichtet sei, nicht verstanden.

Mathias Tietke: »Yoga im Nationalsozialismus. Konzepte, Kontraste, Konsequenzen«. Ludwig, Kiel 2011, 220 S., 24,90 €
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/karma-und-endloesung/

Oder, vielleicht hat er ihn doch verstanden:
Zitat
Lati Rinpoche: The proper Buddhist answer to such a question is that the victims were
experiencing the consequences of their actions performed in previous lives. The individual
victims must have done something very bad in earlier lives that led to their being treated in
this way. Also there is such a thing as collective karma.

Hayes: Do you mean that the Jewish people as a whole have a special karma?

Lati Rinpoche: Yes. All groups have karma that is more than just the collection of the karma
of the individuals in the group. For example, a group of people may decide collectively to
start a war. If they act on that decision, then the group as a whole will experience the
hardships of being at war. Karma is the result of making a decision to act in a certain way.
Decisions to act may be made by individuals or by groups. If the decision is made by a group,
then the whole group will experience the collective consequences of their decision.

link hier
[1  The full text of the interview is in Richard P. Hayes, Land of No Buddha: Reflections of a Sceptical Buddhist, (Birmingham, England:  Windhorse Publications, 1998).]
Richard Hayes, University of New Mexico
Lati Rimpoche: Berater des Dalai Lama (WP)

Klingt doch ganz interessant, nicht?

HAL9000

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Re: Karma
« Antwort #127 am: 08. September 2021, 23:59:45 »
Klingt doch ganz interessant, nicht?
Ja, das ist ohnehin die bequemste aller "Lösungsangebote": Tja, wenn es dir jetzt schlecht ergeht,
musst du in einem früheren Leben ein ziemliches A*******h gewesen sein. Kamma halt nix machen."

Ähnliches kennt man auch als bequemen Erklärungsansatz bei den ganzen Eso-Schwurblern: Du hattest
schlechte Gedanken, daher hast du jetzt Krebs. Meine Behandlung wirkt nicht, weil du nicht reinen Herzens bist...

Das "Selber Schuld" als Prinzip.

Daggi

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Re: Karma
« Antwort #128 am: 09. September 2021, 00:07:55 »
Vielleicht kann man das in einem Wort zusammenfassen: "Zufallsgegnerschaft", oder "Zufallsablehnung". Denn die Existenz des Zufalls machte alle diese prinzipiell unbeweisbaren Hypothesen zunichte.
Der ideale Untertan der totalitären Herrschaft ist nicht der überzeugte Nazi oder der engagierte Kommunist, sondern  Menschen, für die die Unterscheidung zwischen Fakt und Fiktion, wahr und falsch, nicht mehr existiert.
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eLender

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Re: Karma
« Antwort #129 am: 09. September 2021, 03:03:45 »
Der Begriff ist in der Esoszene ein Dreh um die vielen Wühltisch-Lebenslehren aka Abzocke besser verkaufen zu können. Haste Krebs, selber schuld. Wirste vergast auch.

Zitat
Ein zentraler Aspekt dabei ist die Karma-Theorie. Doch die esoterische Version hat wenig mit der hinduistischen zu tun. Die westliche (Fehl-)Interpretation lautet so: Gutes tun und die karmische Belastung aus früheren Leben abbauen, um im nächsten Leben vom Schicksal reich beschenkt zu werden. Oder anders herum: Wer in einem früheren Leben Böses tat, wird im aktuellen Leben mit Schicksalsschlägen bestraft.
https://hpd.de/artikel/moderne-esoterik-hitler-und-den-holocaust-verharmlost-15931

Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

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Re: Karma
« Antwort #130 am: 09. September 2021, 03:10:23 »
Achso, Corona ist auch nur eine karmische Nebenwirkung:

Zitat
Individuelle Akteure der Esoteriker-Szene bieten oft vermeintliche Lösungen, um mit der Pandemie umzugehen. So erzählen sie, man erkranke nur, wenn der "Gesamtorganismus" das auch wolle, etwa wegen einer "karmischen Schuld". Dabei berufen sie sich entweder auf angeblich höheres, nicht nachprüfbares Wissen – zum Beispiel Informationen von "Engeln" – oder auf klar verschwörungsideologische Quellen.

"Dass unser Leid selbstverschuldet ist, weil man beispielsweise keine höhere Schwingungsfrequenz hat, ist eine typisch esoterische Krankheitsdeutung", sagt Religionswissenschaftler Andreas Grünschloß, der sich ausführlich mit dem religiösen und esoterischen Umgang mit der Corona-Pandemie beschäftigt.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/irrglaube-wie-esoteriker-falschinformationen-verbreiten,S2udiRS
Wollte ich nur mal gesagt haben!