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Autor Thema: Junge Erde  (Gelesen 6145 mal)

Sauropode

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Re: Junge Erde
« Antwort #15 am: 19. Juni 2018, 22:28:44 »
Ich habe mich immer gefragt ob der allmächtige Gott tatsächlich so mächtig ist, daß er einen Stein erfindet der so schwer ist daß ihn auch der allmächtigste Mensch nicht anheben kann.

Dann entsteht ein Paradoxon und ein riesiges Schwarzes Loch tut sich auf und verschlingt das gesamte Universum.  ;D
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Nogro

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Re: Junge Erde
« Antwort #16 am: 19. Juni 2018, 22:29:52 »
Dachte immer, das Paradoxon lautet: "...dass er ihn selbst nicht heben kann"  ;D
Korrektur: Der allermächtigste Mensch ist ja der menschgewordene Gott, hast also recht
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

Sauropode

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Re: Junge Erde
« Antwort #17 am: 19. Juni 2018, 22:34:06 »
Dachte immer, das Paradoxon lautet: "...dass er ihn selbst nicht heben kann"  ;D


Nicht nur das, er kann auch durch Null teilen.
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Nogro

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Re: Junge Erde
« Antwort #18 am: 19. Juni 2018, 22:36:24 »
Das war Chuck Norris!
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

ajki

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Re: Junge Erde
« Antwort #19 am: 19. Juni 2018, 23:01:55 »
Janee, weiß nicht recht, das mit der "Allmacht" etc. wird mir persönlich immer nicht ernst genug genommen in der Moderne (also etwa ab 16hundertsowieso). Und insgesamt fehlt mir bei der Behandlung dieser ernsten Themen immer der psirammsche "realistische Blick".

Es ist doch so: der Gründer, alleinige Besitzer, CEO und Vorstandsvorsitzende der Universe, Inc. ist doch wohl auf keinen Fall derjenige, der sich im Zweigwerk 1.735 um die Wasserspülung kümmert. Für sowas bezahlt der Mann/Frau/Dings doch irgendwelche HR-Leute, die ihrerseits wieder irgendwelche Abteilungsleiter einstellen, die dann wiederum geeignete Arbeitskräfte beschäftigen, die ihrerseits dann die Arbeit von Hilfswerkern beaufsichtigen. Wenn nicht der gesamte Service-Bereich nicht ohnehin schon lange outgesourct ist (z.B. an die Vorlonen), weil es nun mal nicht zum Kerngeschäft gehört. Ein Boss kümmert sich doch nicht um derartige Detailfragen - das ist einfach unrealistisch. Mit Glück kann man im Zweigwerk 1.735 darauf hoffen, dass konzernübliche Strategieüberlegungen umgesetzt werden und mit ganz viel Glück macht der große Chef vielleicht auch mal selbst einen Deal klar (früher als "Bund" bezeichnet) - oder gibt zumindest entsprechende grobe Vorgabeweisung an seine Unterhäuptlinge. Mehr kann man da doch wirklich nicht erwarten.

Insofern wollte ich in meiner obigen wilden Abschweifung gar nicht erst auf die Interventionspolitik der Universe, Inc. hinaus. Ich möchte stattdessen - bei diesen wirklichen wahnsinnig wichtigen Themen! - die Position der "Evangelikalen" oder ähnlich wortgläubiger Anhänger des Schrifttums ernst nehmen. Und hierbei geht es dann nur am ganz entfernten Rand um den CEO, jedoch ganz direkt und immer um die Schrift, die von "Menschen" geschrieben wurde und von "Menschen" handelt und dessen Storyline sich am "Menschen" orientiert.

Auch da komme ich wie gesehen auf einige echte Schwierigkeiten - mir in meiner uneingeweihten Uneinsichtigkeit scheint es nicht ganz schlüssig, wie man hier z.B. die Messung vornimmt, und, viel schwieriger, wie man das Messergebnis über gottweißwieviele Generationen auch noch genau ("15 Ellen über Gipfel") transportiert. Ich meine, wenn man sich umschaut in der Welt der Menschen (ich sag nur: Twitter oder sowas), dann käme man einfach nicht darauf, dass irgendwas ordentlich gemessen wird und noch weniger käme man darauf, dass sich das Messergebnis verfälschungssicher auch nur über zwei oder drei Stationen übertragen liesse. Nach allem, was man täglich zu erleben hat, ist es absolut sicher, dass solche Datenübertragungen völlig in die Hose gehen. Vor allem natürlich unter solchen katastrophischen Stressbedingungen, wie sie anscheinend seinerzeit vorlagen.

Mir scheint da einfach keine Validität des Geschriebenen vorzuliegen. Also nicht nur einfach, dass die Story schlecht recherchiert ist oder geringfügige Aufhypungen vorliegen (normal im Journalismus) - hier stimmt ziemlich offensichtlich der gesamte Grundansatz nicht (also nur der reine "Menschen"part). Und wenn man mal an dieser literaturkritischen Position angelangt ist, dann sind die - sicherlich wichtigen Fragestellungen! - des Erstpostenden doch eher nachrangig.

Anstelle der Buchgläubigen würde ich erstmal die Story komplett umschreiben und zeitlich anpassen.

Sowas geschieht ja permanent, da gäbe es viele Beispielskripte. Beispielsweise aus einer modernen Chronik des gewaltigen Kampfes der transhumanen Superwesen:

Zitat
Alfred: You're gonna go to war?

Bruce Wayne: That son of a bitch brought the war to us two years ago. Jesus, Alfred, count the dead... thousands of people. What's next? Millions? He has the power to wipe out the entire human race, and if we believe there's even a one percent chance that he is our enemy we have to take it as an absolute certainty... and we have to destroy him.

Alfred: But he is not our enemy!

Bruce Wayne: Not today. Twenty years in Gotham, Alfred; we've seen what promises are worth. How many good guys are left? How many stayed that way?
every time you make a typo, the errorists win

Peiresc

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Re: Junge Erde
« Antwort #20 am: 20. Juni 2018, 22:23:35 »
Ich hab immer noch nicht herausgefunden was mit "allmächtig" im Bezug auf Gott überhaupt gemeint ist.

Abgelehnt. Diese Frage ist nicht legitim, darüber belehrt der flüchtigste Blick in die Holyge Bimbel:
Zitat
Gott: i bim allmächtig du Hässlichkeit

Nogro

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Re: Junge Erde
« Antwort #21 am: 20. Juni 2018, 23:09:47 »
Bei diesem Gott ist die Mächtigkeit aber definiert:
"Allah ist groß, Allah ist mächtig! Hat einen Bauch von drei Meter sechzig"
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

prolllux

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Re: Junge Erde
« Antwort #22 am: 21. Juni 2018, 01:12:07 »
Radiologische Messmethoden

Da wir gerade dran sind, den Bericht über Junge Erde zu revidieren, habe ich noch ein Problem mit der Argumentationsmethode.
Man sollte nie gegen eine Pseudowissenschaft durch eine andere Pseudowissenschaft argumentieren! Da habe ich mit meinem Realitätssinn doch große Probleme.
Wenn wir gegen eine Junge Erde argumentieren wollen, können wir nicht die Radiometrischen Methoden heranziehen.
Es wurde das Lavagestein im Grand Canyon mit verschiedenen radiometrischen Methoden gemessen:
Kalium Argon:                 516 Millionen Jahre
Rubidium Strontium:      892 Millionen Jahre
Samarium Neodym:     1588 Millionen Jahre, das ist das 3 fache von Kalium     Argon.
Anscheinend kommt es wohl auf paar Millionen Jahre nicht darauf an, hauptsächlich es sind Millionen, gell?
Für einen Realist nicht gerade überzeugend. Mir ist auch egal, wieviel Menschen daran glauben. Unwissenschaftlich ist unwissenschaftlich!
Wieso ist das so mit den doch sehr lustigen Zahlen?

Radiometrische Methoden müssen 3 Annahmen bestehen:
a). Die Anfangsbedingungen müssen bekannt sein
b). Es dürfen keine Mutter - oder Tochterisotope entweichen oder hinzukommen ( das System muss ein geschlossenes System sein)
c)  Die Halbwertszeit muss während der gesamten Zerfallszeit konstant bleiben.

Zu A).  Keiner weiß, wie die Anfangsbedingungen im Zeitpunkt des big bang waren.
Zu B).  Von Kalium zu Argon zerfallen noch 3 andere Elemente zu Argon, die ja dann auch  mit gemessen werden und die Resultate verfälschen.
Bei Thorium 232 zu Blei 208 sind es sogar 26 zusätzliche Elemente, bei Uran 235 zu Blei 207 sogar 45 Isotope.
Zu C). Bei Plasmatemperaturen sinkt die Halbwertszeit von Uran 238 von einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahre auf 2,08 Minuten, bei Samarium 147 sinkt die Halbwertszeit von 106 Milliarden Jahre auf 1,56 Minuten

Mit anderen Worten: Die Radiometrischen Methoden fallen bei allen drei Annahmen durch. Eine von den dreien hätte schon ausgereicht, um die radiometrischen Methoden als unwirksam zu erklären.  :hirn:
Man sollte sie einfach in die Abfalltonne werfen.   

Das sollte man wissen, wenn man mit Radiometrischen Methoden argumentieren will.

Also bitte auch das prüfen, und schnellstens verbessern, denn wir wollen ja weiterhin realistisch bleiben und nicht in wissenschaftliche Mythen verfallen, oder?   :2thumbs:

Viel Spaß beim Nachdenken wünscht,
prolllux

Sauropode

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Re: Junge Erde
« Antwort #23 am: 21. Juni 2018, 01:18:57 »
Zitat
Es wurde das Lavagestein im Grand Canyon ....

Quelle?
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Sauropode

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Re: Junge Erde
« Antwort #24 am: 21. Juni 2018, 01:32:27 »
Und wo gibt es in Grand Canyon Lavagesteine?

http://www.geo-aktuell.de/homepage2/Grand_Canyon.html
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Daggi

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Re: Junge Erde
« Antwort #25 am: 21. Juni 2018, 02:26:11 »
Die Quellen muss man bei den Kreationisten suchen. Gefunden habe ich als Quellen einen Don DeYoung und ein Buch von ihm (erschienen bei Master Books, ein Verlag der kreationistischen Creation-Life Publishers), sowie das Institute for Creation Research. Die englischsprachige Wikipedia schreibt zum Institute for Creation Research:

Institute for Creation Research
Young Earth creationist apologetics
Established   1970
Location   Dallas, Texas, United States
Website   www.icr.org
The Institute for Creation Research (ICR) is a Creationist apologetics institute in Dallas, Texas that specializes in media promotion of pseudoscientific creation science and interpretation of the Genesis creation narrative as a historical event.
For Hinweiße that lead to the identification of the operators of Esowatch.com, a reward is offered

Ein Impfgegner, ein Reichsbürger und ein Chemtrailanhänger kommen in eine Kneipe. Er bestellt ein Bier.

eLender

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Re: Junge Erde
« Antwort #26 am: 21. Juni 2018, 02:47:03 »
Kalium Argon:                 516 Millionen Jahre
Rubidium Strontium:      892 Millionen Jahre
Samarium Neodym:     1588 Millionen Jahre, das ist das 3 fache von Kalium     Argon.

Würde mich auch mal interessieren, wo du das her hast. Sicherlich gibt es bei unterschiedlichen Methoden unterschiedliche Ergebnisse, aber das ist auch trivial. Solche Unterschiede halte ich aber für hanebüchen.

Zitat
Radiometrische Methoden müssen 3 Annahmen bestehen:
a). Die Anfangsbedingungen müssen bekannt sein
b). Es dürfen keine Mutter - oder Tochterisotope entweichen oder hinzukommen ( das System muss ein geschlossenes System sein)
c)  Die Halbwertszeit muss während der gesamten Zerfallszeit konstant bleiben.

Zu A).  Keiner weiß, wie die Anfangsbedingungen im Zeitpunkt des big bang waren.
Zu B).  Von Kalium zu Argon zerfallen noch 3 andere Elemente zu Argon, die ja dann auch  mit gemessen werden und die Resultate verfälschen.
Bei Thorium 232 zu Blei 208 sind es sogar 26 zusätzliche Elemente, bei Uran 235 zu Blei 207 sogar 45 Isotope.
Zu C). Bei Plasmatemperaturen sinkt die Halbwertszeit von Uran 238 von einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahre auf 2,08 Minuten, bei Samarium 147 sinkt die Halbwertszeit von 106 Milliarden Jahre auf 1,56 Minuten

Soso. Und das alles hat man natürlich niemals nie auch nur ansatzweise berücksichtigt? Deine Vorstellungen zu Punkt C. sind so absurd, da braucht man gar nicht weiter nachfragen.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Daggi

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Re: Junge Erde
« Antwort #27 am: 21. Juni 2018, 02:54:59 »
Also, die oben genannten Zahlen stammen aus dem Buch aus den Master Books Verlag, Autor war Donald DeYoung. Er ist Physik-Professor an einer evangelikalen Uni Grace College (Indiana) und wird als Creationist Physicist bezeichnet und hat Eintrag Nr 105 auf der Liste Encyclopedia of American Loons.   http://americanloons.blogspot.com/2010/11/105-donald-b-don-deyoung.html  Er leitet die Creation Research Society. Er glaubt die Erde sei etwa 6000 Jahre alt (demnach müsste der Kontinentaldrift auch innerhalb 6000 Jahren abgelaufen sein). Seiner Meinung nach wurde der Mond natürlich auch "created". DeYoung will Messergebnisse stets in "proper biblical direction" interpretieren, wie er in seinem Werk ehrlicher Weise zugibt.

Sein Werk: D. DeYoung: Thousands, not Billions, Challenging an Icon of Evolution, Master Books, 2005

DeYoung untersuchte einen Cardenas-Basalt (bezeichnet als Lavagestein im Grand Canyon). Um auf die 6000 Jahre zu kommen wurden nach Bibelangaben Menschengenerationen zusammengezählt. Den damit inkonsistenten Kernzerfall erklärt er durch einen ansonsten unbekannten Effekt eines beschleunigten Zerfalls während der Sintflut: "..Halos are present in abundance in granites whose formation accompanied the Genesis flood. This indicates that a large-scale acceleration of nuclear decay occurred during the year-long Flood event.." Das Wasser unter der Arche Noah soll die Insassen vor der starken Strahlung abgeschirmt haben. Ob der Mensch nun aber vor (Genesis 2) oder nach Tieren und Pflanzen (Genesis 1) kreiert wurde? Hier muss DeYoung wohl würfeln oder verzweifeln.

Aktiv ist auch ein deutscher Verein CLV. Im Hintergrund argumentiert die Szene auch mit Zillmer, trotz seiner haarsträubenden Behauptungen. Erkennbar sind manche Krationisten daran, dass sie sich in Veröffentlichungen auf die christliche Bibel und die Sintflut berufen. (nicht auf andere Sintflutlegenden anderer Religionen). Das liest sich dann beispielsweise so:     ....vor der Flut.....    .....nach der Flut......     ......nach der Sintflut.......  D.H. es werden Bilbelinhalte, also Inhalte einer Religion als scheinbare Tatsachen angesehen.
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celsus

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Re: Junge Erde
« Antwort #28 am: 21. Juni 2018, 03:06:03 »
Keiner weiß, wie die Anfangsbedingungen im Zeitpunkt des big bang waren

Zumindest wissen wir sicher, dass es die Erde damals noch nicht gab. Und eine ganze Weile danach auch noch nicht.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

Daggi

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Re: Junge Erde
« Antwort #29 am: 21. Juni 2018, 03:06:43 »
Hier eine Darstellung aus wissenschaftlicher Sicht:


http://www.talkorigins.org/faqs/dalrymple/scientific_age_earth.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Historische_Geologie


J.D. MacDougall: Nature's Clocks: How Scientists Measure the Age of Almost Everything

James Lawrence Powell: Mysteries of Terra Firma: The Age and Evolution of the Earth

In beiden Büchern wird auf Altersdatierungen mit Isotopen eingegangen.
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