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Autor Thema: Brexit  (Gelesen 50926 mal)

MrSpock

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Re: Brexit
« Antwort #300 am: 27. November 2019, 15:50:32 »
Es wird Zeit für eine Wette:

Was tritt eher ein? Der Brexit oder die Eröffnung des BER?
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

Typee

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Re: Brexit
« Antwort #301 am: 27. November 2019, 22:19:42 »
Es wird Zeit für eine Wette:

Was tritt eher ein? Der Brexit oder die Eröffnung des BER?

Der Brexit wird durch Nichtstun Ereignis, die Eröffnung von BER durch Tun. Nichtstun ist der energetisch niedrigere Zustand, also naturgewollt. Also sag ich mal: der Brexit first.
Damals starben die Menschen früher, aber gesünder.

Peiresc

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Re: Brexit
« Antwort #302 am: 28. November 2019, 19:22:42 »
Philip Pullman ("His Dark Materials") sagt:
Zitat
There comes a point in the history of a nation where stupidity is indistinguishable from wickedness. That's where we are now.

Wenn man seinen Faden liest, gewinnt man einen Eindruck davon, was er meint.
https://twitter.com/PhilipPullman

Peiresc

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Re: Brexit
« Antwort #303 am: 03. Dezember 2019, 14:42:23 »
Was auf die Briten nach dem Brexit zukommt:
Zitat
"The British are among the worst idlers in the world. We work among the lowest hours, we retire early and our productivity is poor" [...]
"the definition of fair dismissal should be widened ... to encompass inadequate performance ... [This] would help employers get the best from their staff." The paper also argued for exempting small businesses from paying the minimum wage for under-21s, the already less-than-lavish hourly sum of between £3.68 and £4.98.
https://www.theguardian.com/politics/2012/aug/22/britannia-unchained-rise-of-new-tory-right
Klar, innerhalb der EU ist das mit einer solchen trumpistischen Sozialagenda schwierig.

Blood, sweat and tears - nur ohne Krieg.

PeterPancake

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Re: Brexit
« Antwort #304 am: 03. Dezember 2019, 21:07:31 »
Alles kein Problem - Großbritannien hat den 2.WK gewonnen, da ist der Brexit doch ein klacks dagegen. Es war nicht das British Empire und insbesondere die Kolonien die teilweise mehr gelitten haben (Hungersnot in Bengalen 1943) um das Mutterland zu versorgen.

Let's be a British Empire again
https://news.sky.com/video/lets-get-back-to-being-a-british-empire-11530606

Typee

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Re: Brexit
« Antwort #305 am: 04. Dezember 2019, 11:43:19 »
Let's be a British Empire again

...und zu diesem Zweck noch einmal Indien erobern...
Damals starben die Menschen früher, aber gesünder.

sailor

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Re: Brexit
« Antwort #306 am: 04. Dezember 2019, 12:12:47 »
Naja, die Royal Navy schrumpft und rottet seit Jahren, hat bald die Größe der Deutschen Marine (mit Ausnahme der QE, aber ein Flugzeugträger macht noch keine Flotte). Da wirds wenig mit Empire, das werden sich selbst "shithole"_Countries nicht bieten lassen...

Nachklapp: Und wenn dann auch noch die Schotten eigene Wege gehen, dann fehlt plötzlich ein erklecklicher Teil kampfstarker Infantrie...

Lt.Havoc

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Re: Brexit
« Antwort #307 am: 11. Dezember 2019, 19:00:34 »
Morgen Wählen die Briten, hier mal warum sich auch nach 3 Jahren die lager immer noch gespalten ist, und warum: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grossbritannien-der-brexit-und-die-zukunft-der-demokratie-kolumne-a-1300181.html

Lt.Havoc

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Re: Brexit
« Antwort #308 am: 13. Dezember 2019, 15:24:14 »
So, die Konservativen haben die Wahl gewonnen, einige sprechen schon von einem Triumph für Boris und das die Wahl die EU eiskalt erwischt. Ist das aber denn wirklich so? Ich sage mal: nein. Ja die Tories haben nun eine Mehrheit im Unterhaus und damit das sagen, aber wenn man bedenkt das die Partei immer noch innerlich Zerstritten ist und es auch nach 3 Jahren immer noch kein Plan gibt, wie der Brexit aussehen soll, glaube ich nicht, das die ganze Sache schon vorbei ist. Der No-Deal Brexit ist ja per Gesetz erst mal vom Tisch, nur sind die Probleme die Gleichen: die hardliner wollen keinen Deal, die Moderaten schon, aber ohne Backstop, Schottland will raus aus der UK und hat nach dem Erdrutsch Sieg gute Chancen das hinzubekommen (und selbst wenn das referndum knapp Gegen eine Unabhängigkeit ausgeht, so ist die Gefahr damit immer noch nicht gebannt). Wie die Presse stimmen sagen: das ist erst das ende der Erste Phase, und ob Boris den Brexit sozial verträglich hinbekommt, beliebt abzuwarten.

Die Briten werden in de Nächsten Jahren realisieren, was dass ganze überhaupt bedeutet für sie, und wie Groß der Schaden sein wird. Ich kann mir gut Vorstellen, das Boris oder die Tories gar nicht mehr an der Macht sind, wenn der Brexit erst mal vollzogen ist (wir reden ja hier das es zwischen 4 bis 6 Jahre dauern kann bis das alles durchgezogen ist, wenn nicht sogar länger).

Mal sehen was noch so passiert und in wie viele Fettnäpfchen Boris noch so tappt und was da noch alles für Skandale offengelegt wird. Wenn ich Boris wäre, ich würde mich nicht zu sehr Freuen.

celsus

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Re: Brexit
« Antwort #309 am: 13. Dezember 2019, 15:50:10 »
Dass eine Partei mit solchen Gestalten an der Spitze überhaupt einen relevanten Stimmenanteil oder sogar eine Mehrheit bekommt, deutet für mich auf einen massiven gesellschaftlichen Notstand hin. Man wählt lieber Vollidioten, Verbrecher und Lügner, nur um irgendwie die ersehnte Veränderung hinzubekommen. Und da erwarten viele sicher nicht mal eine Verbesserung. Es ist nur eine Abrechnung mit der Politik der Vergangenheit.
The best thing about science is that it works - even if you don't believe in it.

sailor

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Re: Brexit
« Antwort #310 am: 13. Dezember 2019, 16:55:40 »
Das Problem an der Wahl war, dass Corbyn noch unbeliebter ist als französisches Bier und Johnson zusammen. Kommt halt davon, wenn man keine Eier aka eigene Meinung zeigt und Antisemiten in der eigenen Partei gewähren lässt. Darüber hinaus war sein "Angebot" zum Thema Brexit noch weniger substanziell als Boris moralische Grundwerte. So oder so, die Briten kriegen, was sie verdienen.

Mir war klar, dass ein Brexit nicht aufzuhalten ist, so wie die Lage die letzten Monate lief. Boris hatte immer keine Argumente, dafür eine starke Meinung. Corbyn hatte nix von beidem.

Die Frage ist, was passiert. England wird leiden, wirtschaftlich und sozial, die Gelddrucker funktionieren nur 2-3 Jahre, eher weniger, wenn das Pfund frei gehandelt wird. Nordirland hat jetzt alles Potential wieder richtig garstig zu werden und Schottland... das ist die große Unbekannte. BJ (ist das nicht die Abkürzung für bl*wjob?) wird Sturgeon nie gehen lassen, aber die Schotten sind jetzt schon sauer... auch wird BJ keinen Extrapfund über den Hadrianswall schicken, wenn überhaupt in Torie-Wahlkreise. Also bleibt es spannend, was die Rockträger tun. In meinen Augen haben sie sich schon viel zu viel gefallen lassen, in die EU würde ich sie zurück begrüßen (weil ich Islay Scotch mag:) ).

Scipio 2.0

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Re: Brexit
« Antwort #311 am: 13. Dezember 2019, 20:39:10 »
Derweil feiert man hier zu lande Boris und die "Klatsch" die er der EU verpasst hat.  :skeptisch:

Gleichzeitig beschwert man sich über die "Propaganda" der "zwangsfinanzierten Staatsmedien".

sailor

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Re: Brexit
« Antwort #312 am: 13. Dezember 2019, 20:55:33 »
Wer freut sich ausser den AfDern und den neidischen Linken (die die "Internationale" nie allein hinbekommen haben)?

Scipio 2.0

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Re: Brexit
« Antwort #313 am: 13. Dezember 2019, 21:01:30 »
Wer hinter den Nicknames in den Kommentarspalten steht weiß ich natürlich nicht aber ich würde mal auf AfDler & Co. tippen

sailor

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Re: Brexit
« Antwort #314 am: 13. Dezember 2019, 22:21:40 »
Es heisst AfDer und Bernd, danke! :D

Ne Klatsche für die EU ist es nur insofern, als dass man ein historisch wichtiges Land verliert. Für die Prozesse in der EU ist es ein Gewinn, da die Briten immer Sonderlocken wollten/bekamen... Was wirklich problematisch ist: D und FR sind jetzt alleine, bisher mussten/konnten beide noch GB einbeziehen, aber jetzt muss man es untereinander ausmachen... und Macron zeigt für mich immer mehr, dass er FRANZOSE ist statt europäer. Seine "Initiativen" der letzten Monate zielen für mich darauf ab, das Maximum für Frankreich rauszuholen und wo das nicht geht, die Institution schlechtzumachen (NATO). Gleichzeitig kommt er mit Putin um die Ecke, womit er die Osteuropäer echt ärgert... was aber Frankreich nützen kann...