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Hochsensibilität

Begonnen von ZweifelnIstGesund, 30. November 2015, 17:48:12

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Groucho

Wieso muss die Dame jetzt ausgerechnet auch noch Schreier heißen ...

duester

Zitat von: Groucho am 22. Dezember 2015, 19:09:44
Früher wäre das wohl in die Rubrik Hysterie gefallen.

:-X Ich äußere mich jetzt nicht zu den damaligen therapeutischen Empfehlungen zur Behandlung der Hysterie. :-X


:-X Gott, ist das mit dem "Nicht-Äußen" schwer.  :-X


Gethen

Zitat von: Groucho... statt von der ganzen Welt zu verlangen, sich nach ihren Vorstellungen zu richten.
Wie jetzt!?!?!? Im Ernst nicht?

Zitat von: Peiresc am 22. Dezember 2015, 19:13:26
Was ist das überhaupt für eine Universität?
ZitatJacobs University is a private, independent university that offers the highest research and academic standards. Young people from every continent are trained as world citizens with leadership qualities at Jacobs University in Bremen.
Das nötige Kleingeld kann den Numerus clausus umschiffen. Aber man kann ja am Parfüm sparen.
;D

Nicht: man kann - man *muß* am Parfum sparen. Das täte doch sonst noch womöglich den Ges... das Aroma von Jacobs Dröhnung mit Kaffeefegsel übertönen!


Groucho

Zitat von: duester am 22. Dezember 2015, 19:15:57
:-X Ich äußere mich jetzt nicht zu den damaligen therapeutischen Empfehlungen zur Behandlung der Hysterie. :-X
:-X Gott, ist das mit dem "Nicht-Äußen" schwer.  :-X


Kleiner Trost: In diesem Forum sind solcher Erläuterungen so explizit gar nicht nötig  8)

duester

Zitat von: Peiresc am 22. Dezember 2015, 19:13:26
Das nötige Kleingeld kann den Numerus clausus umschiffen. Aber man kann ja am Parfüm sparen.
;D

;D http://www.zeit.de/2014/09/jacobs-university-bremen-finanzierung

Man achte auf den Titel des Artikels.

Groucho

Zitat von: duester am 22. Dezember 2015, 19:20:03
Man achte auf den Titel des Artikels.

Naja, die Ambition ist doch sehr ok, aber hat in D wohl wenig Chancen.

ZitatDie Uni ist auch an ihren hohen Ambitionen gescheitert, die nicht in Einklang zu bringen sind mit den Realitäten in Deutschland: Es gibt hierzulande ein starkes staatliches Wissenschaftssystem und, anders als in den USA, keine Tradition, für ein Studium zu bezahlen, weder als Student noch als Alumni.

eLender

Derweil forscht eine andere Schreier an der Tchibo-Universität an der Sensibilität von Polyester-Puscheln. Versuchsaufbau: sie ließt ihre neuesten Beiträge den Puscheln vor. Ergebnis: alle tot.

Zur Jacobs-Krönungs-Universität hätte ich auch noch was in Punkto kuriose Forschung. Wenn ichs denn finden tät.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

duester

Zitat von: Groucho am 22. Dezember 2015, 19:27:19
Zitat von: duester am 22. Dezember 2015, 19:20:03
Man achte auf den Titel des Artikels.

Naja, die Ambition ist doch sehr ok, aber hat in D wohl wenig Chancen.

ZitatDie Uni ist auch an ihren hohen Ambitionen gescheitert, die nicht in Einklang zu bringen sind mit den Realitäten in Deutschland: Es gibt hierzulande ein starkes staatliches Wissenschaftssystem und, anders als in den USA, keine Tradition, für ein Studium zu bezahlen, weder als Student noch als Alumni.

Damit haben sie die Grundlage geschaffen zum Psiram-Dauerthema zu werden. Weil sie so stur eine Forschungs-Uni bleiben wollen, aber knapp bei Kasse sind, haben sie in den letzten Monaten stark auf populärwissenschaftlich umgestellt, gerade bei den Psychologen. Falls ihr es noch nicht wisst: Glatte Haut macht vertrauenserweckend (http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/psyche-glatte-haut-ohne-pickel-und-mitesser-wirkt-vertrauenswuerdiger-2015120451031). Durchbruch!

Groucho

Zitat von: duester am 22. Dezember 2015, 19:44:51
Damit haben sie die Grundlage geschaffen zum Psiram-Dauerthema zu werden. Weil sie so stur eine Forschungs-Uni bleiben wollen, aber knapp bei Kasse sind, haben sie in den letzten Monaten stark auf populärwissenschaftlich umgestellt, gerade bei den Psychologen. Falls ihr es noch nicht wisst: Glatte Haut macht vertrauenserweckend (http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/psyche-glatte-haut-ohne-pickel-und-mitesser-wirkt-vertrauenswuerdiger-2015120451031). Durchbruch!

Verstehe ...

P.G.

Zitat von: duester am 22. Dezember 2015, 18:56:53
Zitat von: P.G. am 22. Dezember 2015, 18:10:35
Im professionellen universitären Umfeld ist das ansonsten vollkommen unbekannt.

Das soll sich ändern:
https://www.jacobs-university.de/news/zu-laut-zu-grell-zu-viel

Ich bin nicht vom Fach, aber den Ansatz der beiden Damen finde ich fragwürdig. Speziell das hier:

ZitatDas zu ändern, ist eines der Ziele von Margrit Schreier. Sie ist Psychologin und Professorin an der Jacobs University und selbst hochsensibel. ,,Um dem Thema mehr Anerkennung und den Betroffenen mehr Verständnis und Hilfe zu verschaffen, müssen wir das Phänomen zunächst klar definieren", erklärt Schreier.

Persönliche Betroffenheit und wissenschaftliche Distanz passen einfach nicht zusammen. Laut ihrer Institutspräsenz fordert Frau Schreier ein, dass z.B. ihre Sprechstunden unparfümiert aufgesucht werden. Sie geht sogar so weit, das als Bedingung für Lehrveranstaltungen, die sie hält, vorzugeben. Ohne jetzt beurteilen zu können, ob es Hochsensibilität tatsächlich gibt: Das hört sich für mich danach an, als wollte sie erzwingen, dass auf ihre persönlichen Befindlichkeiten Rücksicht genommen wird (und die scheinen mir ein bisschen überspannt). Die Beschreibung des "Krankheitsbildes" ist so vage, dass da doch fast jeder drunter fällt. Ich finde die Welt oft auch "zu laut, zu grell, zu viel" (vorzugsweise beim Besuch von Volksfesten), aber ich vermute, je mehr Aufmerksamkeit ich dieser Wahrnehmung schenke, umso mehr wird sie auch bestätigt werden. Erinnert mich an Elektrosensibilität und MCS.

Aber wie gesagt: Ich bin Laie. Vielleicht muss ich mich in ein paar Jahren auch für diese Auffassung entschuldigen.

"Persönliche Betroffenheit und wissenschaftliche Distanz" geht sogar sehr gut. Ich kenne zahlreiche Beispiele aus der Praxis. Und die Wissenschaftsgeschichte auch. Aber das nur nebenbei.

"Hochsensibel" ist ja nichts neues und es hat immer noch keinen Platz in den Lehrbüchern (und ich habe tatsächlich schon in einigen Standardwerken gesucht) und egal was irgendwelche exzentrischen Professorinnen erzählen: Das wird sich auch nicht plötzlich ändern. Die Informationen im Internet geben ein stark verzerrtes Bild wieder.
Dass es Menschen gibt, die sich in den Beschreibungen (niemand redet von "Krankheit") wiederfinden, lässt sich nicht bestreiten. Aber man könnte auch ein Konstrukt der "Horizontalen" erfinden. Das sind Menschen, die ein horizontales Leben bevorzugen. Ich bin mir sicher es gibt viele Menschen, die "Ja, hier!" schreien. Und trotzdem ist es Unsinn, weil nicht unabhängig von bereits gut etablierten Konstrukten.