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Autor Thema: Das Bienensterben - kritische Beiträge  (Gelesen 8302 mal)

ZKLP

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #30 am: 28. Mai 2018, 08:40:59 »
Blöd, wenn den Apokalyptikern Fakten in die Quere kommen...

http://salzburg.orf.at/news/stories/2915012/

Fun Fact: Die größte Bio-Imkerei Österreichs hat ihre Völker u.a. am Wiener Zentralfriedhof stehen.
https://www.biorama.eu/bio-honig-bee-local-schwechat/
Gut, dass es noch keine Kampagne gibt, die den Chemieeinsatz im Zierpflanzenanbau thematisiert. Oder Honig auf Spuren von auf Reifenabrieb usw. untersucht. Das könnte so manchen Biohonig-Konsumenten verunsichern...

ZKLP

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #31 am: 18. Juni 2018, 22:34:09 »
Wie man sich richtig unbeliebt macht:
Angesichts der steigenden Zahl an Bienenvölkern in Berlin die Nahrungskonkurrenz zwischen Wild- und Honigbienen thematisieren!

https://www.bz-berlin.de/berlin/treptow-koepenick/verdraengen-berlins-hobbyimker-die-wildbienen
Zitat
Tatsächlich gilt der Berliner Biologe Christoph Saure (59) als Koryphäe im Wildbienenfach, seit 30 Jahren ist er auf diesem Gebiet tätig. „Für Biologen“, stellt er gleich mal klar, „ist die Honigbiene uninteressant.“ Sie sei heute ein Haustier, ein Objekt für die professionelle und hobbymäßig betriebene Honigwirtschaft – und, entgegen der gern verbreiteten Meinung, kein kleiner Helfer beim Naturschutz.
[...]
Saure weiß, dass in letzter Zeit zwischen Honig- und Wildbienenanhängern „aggressive Auseinandersetzungen“ ausgetragen werden. Verteidiger der Wildbienen würden oft „als Spinner“ abgestempelt, nicht zuletzt, weil sie auf eine Konkurrenz um Nahrungsmittel zwischen Wild- und Honigbienen verweisen. Für Saure liegt die hohe Dichte an Honigbienen in Berlin schon „über dem Limit“, sie gefährde das Überleben ihrer wilden Artgenossen.
[...]
Jedes neue Honigbienenvolk, das sich ein Stadtimker zulege, klagt er, gehe „auf Kosten“ der Wildbienen.

Zinkspray

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #32 am: 19. Juni 2018, 00:47:02 »
Aber auch hier wieder...

Zitat
Eine iintensive Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und der Verlust von geeigneten Nistplätzen

Intensive Landwirtschaft. In Berlin? Oder wo?

Wenn Wildbienen in der heutigen Kulturlandschaft weniger Platz finden gibt es halt weniger Wildbienen. Was ist denn das Problem? Welchen Status quo soll man beschützen?

Und soll man nun überall künstliche poröse Gegenstände und Röhren aufhängen nur um einen künstlich hohen Wildbienenbestand zu erhalten? Wie es ja die ganzen Vogelschützer mit den Nistkästen machen? Meinetwegen, warum auch nicht, aber dass das unbedingt sein MUSS will mir nicht in den Kopf.

Eine ähnliche Umwertung wie es hier mit der "bedrohten" Honigbiene passiert ist mir neulich bei einem "bedrohten" Fisxhlein aufgefallen, das schon mehrfach deutscher Fisch des Jahres war: Dem Bitterling. In der NABU Jugend habe ich gelernt wie selten und bedroht der ist, wegen dem Menschen.

Scheint nun es ist ein Kulturfolger der Fischwirtschaft der Muschelbestände sogar belasten kann und dessen Verbreitung als Neozoon in Westeuropa vor allem davon abhängt ob es da warm genug ist.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1467-2679.2007.00239.x

Das sind Kernproblem des Artenschutzes in komplett vom Menschen überformten Gebieten:

Welche Referenz von wann nehmen um Bedrohungsstatus anzugeben.

Wie kommt die Art überhaupt hierher

War sie vielleicht immer selten? Oder ist sie sehr mobil und bewohnt manche Lebensräume nur wenn sie ihr in Konkurrenz zu tausende Kilometer entfernten Lebensräumen zusagen?

Welche Bestandsänderungen sind ok, welche nicht, warum soll der Mensch sich künstlich bemühen Lebensräume aufrechtzuerhalten die er ohne Absicht, den Artenreichtum zu vergrößeren, geschaffen hat? Soll er das überhaupt? Kann er das überhaupt? Und sind das nicht Kinkerlitzchen wenn der Klimawandel bald alles durcheinanderwürfelt und invasive Spezies unaufhaltbar immer wieder auftreten?

Zinkspray

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #33 am: 19. Juni 2018, 07:54:07 »
Ah übrigens bezüglich Fische-

Ich habe zB im Naturschutzbereich erlebt wie eine Referenzbiozönose für einem Mittelgebirgsbach aufgestellt wurde anhand von historischen Quellen des 19. Jahrhunderts. Dann wurde der biologische Zustand des Gewässers anhand der Refernzbiözenose beurteilt.

In den Quellen wurden Fischarten genannt wie die Schleie, Arten die sich unter keinen Umständen in dem Gewässer vermehren können. Nur weil der kleine Bach etwas trüb und nicht so schnellfließend ist war der Fachmann anhand der historischen Qjuelle sofort überzeugt es mit einem absoluten Ausnahmebiotop zu tun zu haben- 100mal wahrscheinlicher: Der Autor der alten Quelle war uninformiert und der von ihm genannte Fischbestand besteht ausschließlich aus Teichflüchtlingen, dazu war das Gewässer damals für die eigentlich dem Biotop angemessenen Arten zu stark organisch belastet wegen der umliegenden Weiden und fehlenden Kläranlagen.

Hat wenig mit den Bienen zu tun- aber  mehr als nichts. Vorsichg wenn jemand sagt " aber natürlicherweise müsste es hier xyz geben, das Gelände ist in biologisch schlechtem Zustand".

Sauropode

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #34 am: 19. Juni 2018, 11:52:36 »
Gibt bzw. gab es da noch die potentiell natürliche Vegetation als Kriterium der Naturnähe? (also, nicht bei Bächen) Bin da schon zu lange raus.
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Belbo

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #35 am: 19. Juni 2018, 15:29:32 »
Blöd, wenn den Apokalyptikern Fakten in die Quere kommen...

http://salzburg.orf.at/news/stories/2915012/

Mal gespannt bis wann sie hierzu einen Zusammenhang herstellen.
http://www.salzburg24.at/salzburger-landtag-beschliesst-glyphosat-verbot/5163993

RainerO

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #36 am: 19. Juni 2018, 16:01:23 »
Es ist ja nett von den Bienen, dass sie vorsorglich nicht gestorben sind, weil sie schon
von dem bevostehenden Verbot gewusst haben. Stehen sie jetzt auch als Orakeltiere
für die WM zur Verfügung?
Es ist traurig, dass man nur laut und hysterisch genug plärren muss, um irgendwann
damit anderen die eigene Überzeugung per Gesetz aufdrängen zu können.

Belbo

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #37 am: 19. Juni 2018, 18:31:06 »
Es ist ja nett von den Bienen, dass sie vorsorglich nicht gestorben sind, weil sie schon
von dem bevostehenden Verbot gewusst haben. Stehen sie jetzt auch als Orakeltiere
für die WM zur Verfügung?
Es ist traurig, dass man nur laut und hysterisch genug plärren muss, um irgendwann
damit anderen die eigene Überzeugung per Gesetz aufdrängen zu können.

Das wird nur keinen daran hindern einen Zusammenhang herzustellen, wir leben in einer Trumpwelt.

Zinkspray

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #38 am: 20. Juni 2018, 03:51:45 »
@Sauropode

Potentielle natürliche Vegetation ist eben auch mal wieder wegen dem Begriff natürlich ein Fass ohne Boden bzw. man muss schon auch willkürliche Entscheidungen treffen zum Vergleich.

Es gibt ja bei uns fast nur Kulturlandschaft...die wesentlich artenreicher wäre wenn sie kleinräumig und divers bewirtschaftet würde, was aber leider super aufwändig ist.

*Offtopic* Ich hab nix gegen Naturschutz- manchmal reicht es auch einfach nur völlig blödsinnige Maßnahmen zu unterlassen. So habe ich heute amüsiert und entsetzt gesehen, dass in meinem Heimatort bei baulichen Maßnahmen ein Bachlauf OHNE JEDEN vernünftigen Grund mit einer unüberwindbaren Reihe hübscher Staustufen versehen wurde  :skeptisch: bei existierendem Kleinfischbestand. Sowas zu unterlassen würde niemand auch nur eine Arbeitsstunde kosten- im Gegensatz zu Landschaftspflege, Renaturierungen, Insektenhotels, Vogelkästen etc.






RainerO

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #39 am: 25. Juni 2018, 13:20:37 »
... Das wird nur keinen daran hindern einen Zusammenhang herzustellen, wir leben in einer Trumpwelt.
Das Tolle ist ja, dass die Bienen in ganz Österreich dank des bevorstehenden Verbots von Glyphosat in Salzburg
in vorauseilendem Gehorsam nicht allzu heftig gestorben sind.

https://science.orf.at/stories/2920844

RainerO

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #40 am: 01. Juli 2018, 12:46:38 »
Ich weiß, wieder nur eine Anekdote, aber im Gegensatz zu den Behauptungen der Apokalyptiker
lassen sich Honigerträge messen.

Honigrekordernte in Wien: http://wien.orf.at/news/stories/2921129/

eLender

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #41 am: 01. Juli 2018, 16:27:32 »
So langsam scheint man von dem Narrativ "Bienensterben" abzurücken, die Evidenzlage zwingt auch die Baumumarmer zur Anpassung ihrer Apokalyptik. Man hört jetzt des öfteren, die Honigbiene und die Imkerei seien ein wichtiger Faktor des - festhalten - Wildbienensterbens. Die von profitgeilen Mafiaimkern instrumentalisierten Hochleistungs-Kahlschlagbrummer nehmen den unterdrückten Wildbienen das Futter weg. Lösung: Totschlagen. Die Imker, nicht die Bienen. Isklar.

https://www.youtube.com/watch?v=C-6UfT1pZcM
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Yadgar

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #42 am: 01. Juli 2018, 22:22:58 »
Hi(gh)!

Das Gerede vom Bienensterben ging vor etwa fünf Jahren los - und ich wundere mich seitdem, wieso in Deutschland die Preise für Honig nicht durch die Decke gegangen sind, sondern auf ziemlich gleichem Niveau bleiben...

Ach ja, Naturideale... hier mal differenziert nach politischen Grundüberzeugungen:

1. Grüner
Natur muss kleinteilig, artenreich und vielgestaltig sein, mit akkurat restaurierten Fachwerkstädtchen und mustergültig ausgeschilderten Radfernwanderwegen - und zwar für immer und ewig! Betreten abseits der Wege natürlich strengstens verboten!

2. AfD-Fanboy
Natur sollte so sein wie im guten alten Däutschland vor 1968: ordentlich in Reih und Glied, ohne von linksgrünen Gutmenschen eingeschleuste Killerbestien wie Bären, Wölfe, Luchse und das ganze andere Raubzeug, mit dunklem Tann, wo herzallerliebste Bambilein äsen und wo das däutsche Märchen rauscht, durchzogen von ebenso rauschenden däutschen Autobahnen - wie soll der hacht aaabeitende däutsche Vamilienfater denn sonst die Natur unseres schönen däutschen Faterlandes genießen können?

3. Nazi
Hier zeigt sich wieder, wie sehr das verzärtelte, verweichlichte Zivilisationsmenschlein den ehernen Gesetzen des Lebens entwöhnt ist! Als kerndeutscher Mann mit grundgesunder Lebenshaltung, der sowohl zu töten wie auch zu sterben weiß, wenn das Schicksal es befiehlt, begrüße ich hingegen frenetisch jeden Befreiungsschlag der Elemente gegen die widernatürliche Wohlstandszivilisation! Naturgewalten haben in Deutschland endlich wieder für gesunde Ausmerze von Schwächlingen und Kränklingen zu sorgen, weshalb ich als kerndeutscher Mann mit grundgesunder Lebenshaltung auch die Wiederansiedlung des Wolfes, dieses freien herrlichen Raubtieres, in unserem Vaterland aufs Entschiedenste begrüße! Wie lacht mir das Herz, wenn jene urnordischen Bestien rudelweise in die Asozialenviertel einfallen und sich hier und dort mal einen Murat, einen Kevin, eine Aische, eine Schackeline vom Spielplatz holen!

4. Neolib
Bestäubungsleistung durch Bienen = 1,000,000,000 € p. a.
Tourismus-Mehreinnahmen bei Präsenz von Luchsen = 25,000,000 € p. a.
Tourismus-Mehreinnahmen bei Präsenz von Wölfen = -40,000,000 € p. a.
Sauerstoffproduktion der gesamten Biosphäre auf dem Gebiet der BRD = 35,000,000,000 € p. a.
CO2-Senke Mischwälder = 7,000,000,000 € p. a.

5. Technofuturist:
Das Problem des Naturschutzes wird durch die Matrix-Technologien gelöst werden: während die Menschen als Bewusstseins-Software in beliebig gestaltbaren elektronisch simulierten Welten existieren, kann außerhalb der Serverstationen und der vollautomatisierten Kernfusionskraftwerke alles mit Eichen-Buchen-Mischwald zuwuchern!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar

Sauropode

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #43 am: 01. Juli 2018, 22:33:29 »
 ;D

Und die linke Natur, und die sozialdemokratische?
Die schlimmste Idee ist die einer besseren Welt.

Groucho, Du fehlst!

Peiresc

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Re: Das Bienensterben - kritische Beiträge
« Antwort #44 am: 01. Juli 2018, 22:37:56 »
Wenn er gerade mal nicht das Internet in die Luft sprengen will, kann er auch ganz originell sein.  :grins2:

Übrigens, müsstest Du Deine Botschaft über die Abschaffung des Internets nicht per Flugblatt verbreiten? Ich sehe da irgendwie einen Stilbruch, Yadgar.  8)