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Autor Thema: Der Mollath-Prozess  (Gelesen 88737 mal)

sweeper

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #15 am: 30. Juni 2014, 11:59:22 »
Die Betrachtung des Fall Mollath sagt auch viel über Psiram.
Und zwar was genau?
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Plinius

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #16 am: 30. Juni 2014, 12:03:11 »
Ich lese gerade folgendes Buch des Psychotherapeuten Dr. Mackenthun, der von Mollath-Anhängern wiederholt beleidigt und bedroht worden ist:

http://www.amazon.de/Mollath-Gerechtigkeit-oder-Gerald-Mackenthun/dp/1499236727/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1404115382&sr=8-1&keywords=mollath+gerechtigkeit+oder+tod

Sehr empfehlenswert. Da wird nochmals anhand von Original-Dokumenten penibel aufgezeigt, dass es keine Anhaltspunkte für einen Justizskandal gibt.

sweeper

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #17 am: 30. Juni 2014, 12:10:04 »
@Plinius: Die Lektüre der zweiten Leser-Rezension sowie die Kommentare unter den beiden Psiram-Blogs verschaffen einen realistischen Eindruck über das Naturell der M. - Anhänger.
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MrSpock

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #18 am: 30. Juni 2014, 13:53:25 »
Die Betrachtung des Fall Mollath sagt auch viel über Psiram.
Und zwar was genau?

Dass Fakten lästig sind und nur von Verschwörungstheorien ablenken.
Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die menschlichste. (In Memoriam Groucho)

Zitat aus Star Trek II.

Plinius

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #19 am: 30. Juni 2014, 14:20:41 »
Die Geschichte eines gesunden Mannes, der eine Schwarzgeldaffäre aufgedeckt hat und dafür mit dem Etikett eines psychisch Kranken entsorgt worden ist, elektrisiert die Massen. Vor dem Hintergrund der Theorie der kognitiven Dissonanz werden daher alle Argumente, die Zweifel daran nähren, reflexartig abgeblockt und als Teil der Verschwörung eingeordnet. Renommierte Sendungen wie "Report Mainz", deren Journalisten im dauerempörten Gestus durch rein selektive Auswahl von (vermeintlichen) Fakten einen Justizskandal konstruierten, haben dazu wesentlich beigetragen.

pelacani

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #20 am: 30. Juni 2014, 14:33:51 »
Mackenthun, naja.

In der Sache hat er meistenteils recht, denke ich, aber seine Wertungen sind doch da und dort überzogen. Da ist er ein wenig nassforsch; die Fakten können für sich sprechen. Ich habe mal bei Google books auf den angezeigten Seiten quer gelesen, deshalb kann ich jetzt keine guten Belegstellen anführen. Soweit ich erkennen kann, referiert er die öffentlich zugänglichen Quellen. Es ist also kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten. Aber wahrscheinlich sollte ich mich gar nicht äußern, um mich nicht in eine Reihe mit dieser "Rezension" zu stellen:
Zitat
Selbstverständlich habe ich das Buch nicht gekauft und nicht gelesen.

Bei Simmerl z. B. schwadroniert er zunächst über Geschäftsfähigkeit, dann:
Zitat
… mit diesem sorglosen Gutachten …
Fast sieht es so aus, als ob Simmerl diesen tölpelhaften Mollath ins sadistisch ins eigene Messer laufen ließ, um ihm zu schaden.


Belbo

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #21 am: 30. Juni 2014, 14:44:20 »
Mackenthun, naja.

In der Sache hat er meistenteils recht, denke ich, aber seine Wertungen sind doch da und dort überzogen. Da ist er ein wenig nassforsch; die Fakten können für sich sprechen. Ich habe mal bei Google books auf den angezeigten Seiten quer gelesen, deshalb kann ich jetzt keine guten Belegstellen anführen. Soweit ich erkennen kann, referiert er die öffentlich zugänglichen Quellen. Es ist also kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten. Aber wahrscheinlich sollte ich mich gar nicht äußern, um mich nicht in eine Reihe mit dieser "Rezension" zu stellen:
Zitat
Selbstverständlich habe ich das Buch nicht gekauft und nicht gelesen.

Bei Simmerl z. B. schwadroniert er zunächst über Geschäftsfähigkeit, dann:
Zitat
… mit diesem sorglosen Gutachten …
Fast sieht es so aus, als ob Simmerl diesen tölpelhaften Mollath ins sadistisch ins eigene Messer laufen ließ, um ihm zu schaden.


...interessant wär ja mal eine ungefilterte, vollständige Zeittafel, in der auch alle vorherigen Prozesse und Anwälte Mollaths auftauchen. Immer schade wenn sich jemand verrennt, in welche Richtung auch immer.... wobei Quellen zu diesen Aussagen schon interessant wären.

http://geraldmackenthun.de/mollath/

Zitat
Gustl Mollaths psychische Störung bildete sich vermutlich schon ab etwa Mitte der 1990er Jahre aus. Er scheiterte deswegen als Geschäftsmann. Seine Autowerkstatt warf nie Gewinn ab, seine Ehefrau Petra musste erhebliche Geldmittel zuschießen. Es gibt verschiedene Aussagen, dass er schon damals zeitweise aggressiv war. Mollath war zur Zeit der Trennung 2002 hoch verschuldet. Es gab gegen ihn Zwangsvollstreckungen und Pfändungen, sein Haus musste später zwangsversteigert werden.

2006 hatte er wegen Geschäftsunfähigkeit für einige Monate einen Betreuer. Mehrere seiner zahlreichen Rechtsvertreter beantragten über Jahre hin immer wieder seine rechtliche Betreuung, weil er sein Leben nicht selbständig führen könne. Gerichte lehnten die Anträge (bis auf den ersten) ab; Mollath sei uneinsichtig und nicht betreubar.

Als Mollath seine Frau und andere der Schwarzgeldschiebereien verdächtigte, wurde er offenbar bereits von seiner Krankheit gesteuert. Nicht seine Ehestreitigkeiten beförderten seine Erregung bis hin zum Verfolgungswahn, vielmehr umgekehrt führte seine Paranoia zu den nicht lösbaren Eheproblemen. Der Konsequenzen seiner vielfältigen Anzeigen und Anschuldigungen war er sich offenbar nicht bewusst. Petra Mollath wiederum hatte ab etwa 2000 nur noch den Wunsch, ihren gewalttätigen und unfähigen Mann loszuwerden.

Plinius

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #22 am: 30. Juni 2014, 14:47:46 »
So eine Zeittafel bietet Mackenthun hinten im Buch ;)

Belbo

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #23 am: 30. Juni 2014, 14:53:42 »
....kannste mir mal leihen. :grins2:

....schade dass er auf der webseite die Fakten und Kommentare so vermischt, ansonsten könnten wir ja mal anfragen ob wir zum Prozesstart die Zeitleiste  im blog veröffentlichen dürfen, natürlich mit Hinweis auf die Quelle?

Belbo

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #24 am: 30. Juni 2014, 15:09:11 »
Zitat
In der Sache hat er meistenteils recht, denke ich, aber seine Wertungen sind doch da und dort überzogen. Da ist er ein wenig nassforsch; die Fakten können für sich sprechen. Ich habe mal bei Google books auf den angezeigten Seiten quer gelesen, deshalb kann ich jetzt keine guten Belegstellen anführen. Soweit ich erkennen kann, referiert er die öffentlich zugänglichen Quellen. Es ist also kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten. Aber wahrscheinlich sollte ich mich gar nicht äußern, um mich nicht in eine Reihe mit dieser "Rezension" zu stellen:
Zitat
Selbstverständlich habe ich das Buch nicht gekauft und nicht gelesen.

Scheinbar hat Frau Lakotta im neuen Spiegel auch wieder einen Artikel geschrieben, es wird im Wolffblog zu einer ähnlichen Herangehensweise geraten....

http://gabrielewolff.wordpress.com/2014/04/10/wiederaufnahmeverfahren-im-fall-peggy-dekonstruierung-einer-konstruktion/comment-page-2/#comment-37134
Zitat
Im aktuellen Spiegel 27 findet sich ein Artikel zum neuen Mollath-Prozess, verfasst von Beate Lakotta.
Wer sich schlechte Laune und unnötige Aufregung ersparen möchte, sollte das Traktat komplett vermeiden. Lakotta ist auch weiterhin komplett ignorant und unbelehrbar, nur ihre Antipathie gegenüber Mollath und allen Unterstützern wird nochmals ausführlichst ausgebreitet.

Immunisierung eben.

Plinius

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #25 am: 30. Juni 2014, 15:22:04 »
Ja, das ist auch ein typisches "Argument" der Mollath-Anhänger: Wer am behaupteten Justizskandal auch nur zweifelt, der hasst Mollath und will dem armen Mann Böses.

Ich könnte die Zeitleiste gerne adaptieren. Mit "zitiert nach Mackenthun (...)" dürfte das eigentlich recht problemlos gehen.

Für alle zitierten Behauptungen Mackenthuns gibt es übrigens zahlreiche Belege. Dazu heute Abend mehr.

sweeper

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #26 am: 30. Juni 2014, 15:28:37 »
Klingt inzwischen schon recht "down to earth" :

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Mollaths-Prozess-beginnt-am-7-Juli-Er-misstraut-der-Justiz-id30392152.html
Zitat
...Mollath schreibt zahllose, oft verworrene Briefe an Behörden, Staatsanwälte, die HypoVereinsbank, seine Frau, den Papst, Kofi Annan und andere. Was Mollath selbst als seine staatsbürgerliche Pflicht begreift, erlebten die Empfänger seiner Schreiben immer häufiger als Querulanz und Verfolgungswahn. Ein «bisschen knorrig und skurril» sei Mollath schon, räumt sein Anwalt Gerhard Strate ein. Er habe eben «Angewohnheiten, die nicht jeder hat»...

...Mollath erwartet keinen vollständigen Freispruch
Mollath selbst erwartet keinen vollständigen Freispruch. Das System werde versuchen, «mir irgendwas anzuhängen, um sich selbst reinzuwaschen», sagt er dem Magazin der «Süddeutschen Zeitung».
...
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Terry Pratchett

Plinius

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #27 am: 30. Juni 2014, 15:34:09 »
Ja, Strate, der aus meiner Sicht ein reiner Selbstdarsteller ist und aus purem Aktionismus bislang nur erfolglose Rechtsmittel erhoben hat, will damit paranoide Schizophrenie zu einem harmlosen Spleen verklären.

Belbo

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #28 am: 30. Juni 2014, 15:43:52 »
Ja, das ist auch ein typisches "Argument" der Mollath-Anhänger: Wer am behaupteten Justizskandal auch nur zweifelt, der hasst Mollath und will dem armen Mann Böses.

Ich könnte die Zeitleiste gerne adaptieren. Mit "zitiert nach Mackenthun (...)" dürfte das eigentlich recht problemlos gehen.

Für alle zitierten Behauptungen Mackenthuns gibt es übrigens zahlreiche Belege. Dazu heute Abend mehr.

Fände es immer noch ganz gut das zum Prozessbeginn im Blog zu bringen, was sagt denn das backoffice  :grins, sollte man da mal auf Herrn Mackenthun zugehen?

Ab heute abend habe ich Zugriffauf den Spiegel, vielleicht könnta man ja Frau Lakottas Recherchen auch noch einfliessen lassen, Eispickel etc.....

echt?

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Re: Der Mollath-Prozess
« Antwort #29 am: 30. Juni 2014, 19:42:32 »
Tja, was soll man dazu sagen? Ich als echt? gehöre ja nicht zum harten Kern von Psiram. Ich kommuniziere immer mal mit Gleichgesinnten - oftmals, weil ich mein Passwort verbasselt habe und ein neues brauche. Mein Ziel ist es, Anbietern von Scharlatanerie auf dem Gesundheitsmarkt das Handwerk zu legen. Auch unter Klarnamen, anders geht das oft leider nicht. Ich schätze dabei die Objektivität von Psiram und bewundere die viele Arbeit, die dahinter steckt. Dies ist eine wesentliche Grundlage um glaubwürdig und erfolgreich tätig zu werden. Wenn man die eigene Meinung transportieren will oder sich über Spinner lustig machen will, ist man im Behördle, beim Niederrheiner oder im Anti Reichdeppen Forum besser aufgehoben.

Psiram ist das Gegenteil von "Sekte". In einer Sekte verschließt man die Augen vor bestimmten Informationen. Man ist überzeugt recht zu haben. Abweichende Meinungen sind unglaubwürdig. Blogs oder Foren, in denen abweichende Meinungen diskutiert werden, sind Sekten oder Pädoforen oder Schlimmeres. Ein kritisches Hinterfragen der eigenen Meinung wird unterlassen.

Beim Fall Mollath scheint mir die Objektivität gelitten zu haben. Hier zeigte sich mir - subjektiv - der Wunsch, recht zu behalten.

Grüßt echt?