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Autor Thema: Neuer IPPC-Bericht  (Gelesen 6275 mal)

Ridcully

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #15 am: 26. September 2013, 14:12:31 »
Na gut ich verstehe es inhaltlich nicht, die Motivation nur ja nichts ändern zu müssen ist meist recht deutlich.
Ich habe überlegt, was mich an dieser Formulierung stört. Es ist der moralische Impetus, der eine Sachdiskussion erschwert, und der damit gepachtete gesellschaftliche Durchblick. Natürlich müssen Interessenkonflikte offengelegt und berücksichtigt werden, aber wer hat die nicht? Das kann nicht das Ende der Debatte sein.

Schwachfug. Ich habe wenig Probleme damit wenn jemand sagt, scheiss auf die Klimaerwärmung, damit gehen wir um wenn und falls sie kommt, Einschränkungen jetzt ist das nicht wert. Das ist nicht moralisch verwerflich sondern eine plausible Position. Auch die harte Fraktion der Realitätsverweigerer welche schlicht nicht an einen menschengemachten Klimawandel glaubt argumentiert zumindest in sich schlüssig, wenn auch selten dämlich.

Ich hab ein Problem mit der intellektuellen Unredlichkeit derer, welche sich nicht ausdrücklich gegen die praktisch einhellige Meinung der Wissenschaft stellen, sondern diese bloss als unzuverlässig darstellen und sich dann lieber auf die Annahme des Gegenteil stützen und das dann auch noch als vorsichtige Politik darstellen. Das ist die weichgewaschene Klimawandelleugnerposition: man versteift sich einfach darauf, bei 95% Prognosewahrscheinlichkeit doch lieber sicherheitshalber auf das Eintreffen der 5% zu setzen. Die Position kann ich nicht ernst nehmen, die ist schon in sich blödsinnig.





Nogro

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #16 am: 26. September 2013, 14:20:23 »

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-98091084.html

Ein Interview mit Hans von Storch. Der gehört nun wirklich nicht zu den "Klimaleugnern".

Link geht nicht. Was hat er zu sagen?

Bei mir geht der Link.
Zitat
Seit 15 Jahren steigen die Temperaturen nicht mehr an. Sollte die globale Erwärmung
weitere 5 Jahre pausieren, sagt der Klimaforscher Hans von Storch, stecke in
den Modellen ein fundamentaler Fehler – und die Vorhersagen müssten korrigiert werden.
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

bayle

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #17 am: 26. September 2013, 14:24:38 »
Schwachfug. ... die harte Fraktion der Realitätsverweigerer ... selten dämlich. ... ein Problem mit der intellektuellen Unredlichkeit ... und das dann auch noch als vorsichtige Politik darstellen ... weichgewaschene Klimawandelleugnerposition ... kann ich nicht ernst nehmen ...  blödsinnig.
Du, das macht mich jetzt echt betroffen.

Ridcully

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #18 am: 26. September 2013, 15:01:42 »
Schwachfug. ... die harte Fraktion der Realitätsverweigerer ... selten dämlich. ... ein Problem mit der intellektuellen Unredlichkeit ... und das dann auch noch als vorsichtige Politik darstellen ... weichgewaschene Klimawandelleugnerposition ... kann ich nicht ernst nehmen ...  blödsinnig.
Du, das macht mich jetzt echt betroffen.

Ich weiss schon wieso ich dich als einzigen hier auf Ignore hab.  ::)

bayle

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #19 am: 26. September 2013, 15:07:26 »
Schwachfug. ... die harte Fraktion der Realitätsverweigerer ... selten dämlich. ... ein Problem mit der intellektuellen Unredlichkeit ... und das dann auch noch als vorsichtige Politik darstellen ... weichgewaschene Klimawandelleugnerposition ... kann ich nicht ernst nehmen ...  blödsinnig.
Du, das macht mich jetzt echt betroffen.
Ich weiss schon wieso ich dich als einzigen hier auf Ignore hab.  ::)
Die Ignore-Funktion scheint aber noch nicht so richtig zu funktionieren.  :rofl

Ridcully

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #20 am: 26. September 2013, 15:10:11 »
Bei mir geht der Link.
Zitat
Seit 15 Jahren steigen die Temperaturen nicht mehr an. Sollte die globale Erwärmung
weitere 5 Jahre pausieren, sagt der Klimaforscher Hans von Storch, stecke in
den Modellen ein fundamentaler Fehler – und die Vorhersagen müssten korrigiert werden.

Bei mir jetzt auch. Und?

Ridcully

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #21 am: 26. September 2013, 15:13:35 »
Die Ignore-Funktion scheint aber noch nicht so richtig zu funktionieren.  :rofl

Ich muss sie ab und zu nachjustieren. Ging heute besonders schnell.

bayle

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #22 am: 26. September 2013, 15:22:40 »
Ich muss sie ab und zu nachjustieren. Ging heute besonders schnell.
Kürzlich war ich in einem Seniorenheim zu Besuch. Dort saß eine ältere Dame in einem Lehnsessel am Fenster. Sie hatte große Mühe, sich zu erheben. In der Hand hielt sie eine fast leere Literflasche Wermut, und in einem Korb neben ihr waren noch 6 weitere Wermutflaschen. "Sie sollten nicht so viel trinken!" - "Wie kommen Sie auf die Idee? Ich trinke keinen Tropfen!", war die Antwort.  :grins

Ridcully

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #23 am: 27. September 2013, 14:22:45 »
Die Zusammenfassung ist übrigens fertig: http://www.climatechange2013.org/images/uploads/WGIAR5-SPM_Approved27Sep2013.pdf

Zitat
 In addition to robust multi-decadal warming, global mean surface temperature exhibits substantial decadal and interannual variability (see Figure SPM.1). Due to natural variability, trends based on short records are very sensitive to the beginning and end dates and do not in general reflect long-term climate trends. As one example, the rate of warming over the past 15 years (1998–2012; 0.05 [–0.05 to +0.15] °C per decade), which begins with a strong El Niño, is smaller than the rate calculated since 1951 (1951–2012; 0.12 [0.08 to 0.14] °C per decade)5. {2.4}

5 Trends for 15-year periods starting in 1995, 1996, and 1997 are 0.13 [0.02 to 0.24], 0.14 [0.03 to 0.24], 0.07 [–0.02 to 0.18] °C per decade, respectively.

Oder noch kürzer: http://www.climatechange2013.org/images/uploads/WG1AR5_Headlines.pdf

Bartimaeus

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #24 am: 27. September 2013, 18:37:08 »
Bei den Scilogs hat Stefan Rahmstorf jetzt auch gebloggt:

Zitat
Wer diese Daten vor Augen hat, der sieht sofort, wie verfehlt die große Medienaufmerksamkeit für das „Zappeln“ der Kurven gegen Ende war – kurzfristige Schwankungen hat es in diesen Daten schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Diese sind stark zufallsbedingt, sie sind (zumindest bislang) nicht vorhersagbar, und IPCC hat auch nie behauptet, über kurze Zeiträume von 10-15 Jahren Vorhersagen machen zu können, eben weil diese durch solche natürlichen Schwankungen dominiert werden.

Zitat
Fazit

Der neue IPCC-Bericht liefert keinen Grund zur Entwarnung – auch wenn politisch motivierte „Klimaskeptiker“ im Vorfeld mit hektischen PR-Aktivitäten diesen Eindruck zu erwecken versucht haben. Das Gegenteil ist richtig. Viele Entwicklungen werden heute als dringlicher eingeschätzt als noch im 4. IPCC-Bericht aus dem Jahre 2007. Dass der IPCC sich öfters „nach oben“ korrigieren muss ist Ausdruck der Tatsache, dass er aufgrund seiner Konsens-Struktur zu sehr vorsichtigen und zurückhaltenden Aussagen neigt – die IPCC-Aussagen bilden eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den sich viele Forscher einigen können. Trotzdem oder gerade deshalb sind sie sehr wertvoll, wenn man sich dessen bewusst ist.
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2013-09-27/der-neue-ipcc-klimabericht

Hildegard

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #25 am: 06. Oktober 2013, 22:14:10 »

Groucho

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #26 am: 07. Oktober 2013, 00:06:39 »
Überraschung: 
Widersprüchliche Prognosen: Forscher entdecken Unstimmigkeiten im Uno-Klimabericht
Ich sach mal Popcorn!

Janee, die Dramaturgie muss schon noch etwas steigen, um deswegen arme Maiskinder zum Platzen zu bringen. Schnorchelpflicht als Sicherheitsausrüstung? Irgendwie sowas muss schon noch kommen.
"Ich bin gerne langsamer, dann erwische ich den Hasen, bevor er weg rennt. " (D.I.W.)

Bartimaeus

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #27 am: 14. November 2013, 08:38:58 »
http://www.scilogs.de/klimalounge/erwaermung-unterschaetzt/
Zitat
Eine neue Studie britischer und kanadischer Forscher zeigt, dass die globale Erwärmung der letzten 15 Jahre erheblich unterschätzt worden ist. Grund sind die Datenlücken im Temperatur-Messnetz, vor allem in der Arktis. Füllt man diese Datenlücken mithilfe von Satellitenmessungen, wird der Erwärmungstrend in den weithin verwendeten britischen HadCRUT4-Daten mehr als verdoppelt, und die zuletzt vieldiskutierte „Erwärmungspause“ ist praktisch verschwunden.
Zitat
Nach Füllen der Datenlücken liegt dieser Trend aber bei 0,12 Grad pro Jahrzehnt und ist genau gleich dem vom IPCC genannten Langzeittrend.
Zitat
Fazit

Die Autoren schreiben in ihrer Einleitung den allzu wahren Satz:

While short term trends are generally treated with a suitable level of caution by specialists in the field, they feature significantly in the public discourse on climate change.

Eine Medienanalyse hat gezeigt, dass zumindest in den USA rund die Hälfte aller Berichte zum neuen IPCC-Bericht das Thema "Erwärmungspause" aufgegriffen haben, obwohl es in den Aussagen des IPCC eine völlig untergeordnete Rolle spielt. Oft war der Tenor so, dass die angebliche Pause Zweifel an der globalen Erwärmung und den Warnungen des IPCC wecken sollte.
[...]
Die öffentliche Debatte über die angebliche “Erwärmungspause” war von vornherein überzogen, weil hier viel zu viel in einen herausgepickten kurzfristigen Trend hineininterpretiert wurde. Nun ist der Debatte vollends die Grundlage entzogen, weil der Trend der letzten 15 oder 16 Jahre – also selbst mit dem Rekord-El-Niño-Jahr zu Beginn des Zeitraums – nicht besonders auffällig ist. Er ist zwar noch ein Viertel geringer als der Aufwärtstrend seit 1980, der bei 0,16 Grad pro Dekade liegt. Aber das ist kein Wunder, wenn man mit einem extremen El Niño beginnt und mit anhaltenden La Niña Bedingungen endet, und zudem in der zweiten Hälte des Zeitraums durch ein besonders tiefes und anhaltendes Sonnenminimum gelaufen ist. Wie schon so oft gesagt: all dies bewegt sich im Rahmen der üblichen Schwankungen um den langfristigen globalen Erwärmungstrend herum und sollte nicht aufgeregt überinterpretiert werden.

Groucho

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #28 am: 14. November 2013, 14:12:02 »
Jaja. Erinnert mich an Zaubervorstellungen in meiner Kindheit, Kaninchen aus dem Hut und so  ;D
Oder an die Schule: "Herr Lehrer, meine Matheaufgaben waren nicht falsch, schauen sie, ich hab hier noch Zahlen gefunden, die ich vergaß einzusetzen!"

Herr Rahmstorf hat einen massiven COI und ist auch noch von einer Mission besessen. Was nicht heißen muss, dass er unrecht hat, aber doch mit sehr spitzen Fingern zu betrachten ist.

Als Wissenschaftler ist der bei mir unten durch, nachdem er es als Ozeanograph mal fertig brachte, in eine absteigende Amplitude reinzumessen und das linear projizierte und behauptete, der Golfstrom käme in x Jahren zum erliegen. Das ist anscheinend noch heute das Niveau, mit dem er arbeitet.
"Ich bin gerne langsamer, dann erwische ich den Hasen, bevor er weg rennt. " (D.I.W.)

Groucho

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Re: Neuer IPPC-Bericht
« Antwort #29 am: 14. November 2013, 20:13:52 »
Achja: Hier noch eine Hypothese, Man gräbt das Ozonloch wieder aus:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/erderwaermung-montreal-protokoll-bremst-klimawandel-a-933016.html

Wenn man das zusammenrechnet, also Rahmstorfs fehlende Daten und das Ozonloch, dann müsse es doch kälter werden? Fragen über Fragen.
"Ich bin gerne langsamer, dann erwische ich den Hasen, bevor er weg rennt. " (D.I.W.)