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Neues zu Mollath

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Begonnen von Typee, 06. August 2013, 11:26:07

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sweeper

Zitat von: Groucho am 08. August 2013, 16:06:49
Zitat von: gelegentlich am 08. August 2013, 15:46:11
Nein, abfaulen lassen ist einfach angemessener. Effizienzgebot!

ist doch wirklich einfach:
Profil -> Benutzerkonto -> Aktionen -> Konto löschen

@Groucho: Spielverderber!!

:Sandkasten2:
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Terry Pratchett

Groucho

Zitat von: sweeper am 08. August 2013, 16:08:41
Zitat von: Groucho am 08. August 2013, 16:06:49
Zitat von: gelegentlich am 08. August 2013, 15:46:11
Nein, abfaulen lassen ist einfach angemessener. Effizienzgebot!

ist doch wirklich einfach:
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@Groucho: Spielverderber!!

:Sandkasten2:

Warum? Ich helfe gerne, wenn ich helfen kann!

Belbo


Zitat
ZitatEs wird doch nicht besser wenn Sie hier Dinge als Fakten präsentieren, die sich nur desshalb stabilisiert haben weil sie in den entsrechendenden Furorforen dauernd wiederholt wurden. Gutes Beispiel ist die sogenannte Befangenheit, was sagt den Ihr Messer zu der These dass der Richter nachdem er einen Mann erkannt hat den er 23 Jahre vorher mal trainiert hat, scherzhaft, zum Schöffen meint "oje jetzt muss ich mich wohl als befangen erklären".....
Es wird ganz schlecht weil Sie sich nicht informieren. Sie zitieren nicht falsch, aber Sie lassen das Wesentliche der Aussage von Herrn Westenrieder weg. Die muss ich hier nicht wiederholen. Sie zeigt aber glasklar dass der Richter befangen war und das auch wußte. Und dieser Zeuge kann damit kaum zurück. Dann wäre es eine uneidliche Falschaussage vor dem UA gewesen. Er hat aber verlauten lassen dass er es auch beeiden würde. Und die Richterin Heinemann ist noch nicht vernommen worden - lediglich eine schriftliche Aussage (zu der man deshalb keine Rückfragen stellen kann).

Wessen Rasiermesser ist nun schärfer?

Zitat.....es müssen praktisch alle am Komplott mitgewirkt haben; angefangen bei der Annahme, dass Frau Petra nicht Opfer einer ehelichen Gewalt war, sondern eiskalte Täterin ist, die von Anfang an planvoll intrigiert und alle um den Finger gewickelt hat. Eine verwegene Annahme, die leider auch Herr Strate massiv vertritt.

Rasiermesser? ....wohl eher nicht.

ZitatNicht doch: Occams Razor. Ob die sich ab und zu verprügelt haben, Beide, weiß ich nicht. Es gibt auch Stimmen die bezweifeln dass das "Ursprungsattest" echt ist und dass mit Hilfe der Sprechstundenhilfe da irgendwie was gedreht wurde. Noch hat Herr Reichel nicht unter Eid ausgesagt. Ob dieses Attest fachlich für diesen Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung reicht wissen wir Alle nicht. Einige Medizine sagen: nein, reicht nicht.

Hat ja auch niemand behauptet, die blutergüsse sind erstmal diagnostizierte Blutergüsse und dass die nicht die Praxisinhaberin sondern ihr stellvertreter diagnostiziert hat ist eigentlich egal, Frau Merk zu Liebe ist da jetzt ein falsches Dokument draus geworden.

ZitatEin Komplott kriegt man durch gute Vernetzung und planvoll gesetzte Small Talks sanft, nachdrücklich, auf die Dauer, auch hin.

So wie Herr Mollath seine Freilassung meinen Sie......?

ZitatWenn es gut gemacht wird müssen wichtige Beteiligte hinterher gar nicht mehr genau wissen welche Rolle sie da gespielt haben. Ich vermute z.B. dass ein Brixner gar nicht mehr weiß seit wann genau er der Meinung war Mollath sei wahnhaft - und wer es ihm gesteckt hat. Die angeblich den Wahn beweisende lange Textzusammenstellung hat er ja gar nicht gelesen, wie er sagte. Also?

....und wieder wildes Vermuten.

ZitatIn vielen halbgebildeten Akademikerkreisen reicht zur Zeit die Andeutung "Verschwörungstheorie?", spöttisches Lächeln, um eine Sache zu erledigen ohne sich mit ihr auseinander zu setzen. Der Angesprochene weiß dann dass er "sozial vermintes" Gelände betreten würde. So funktioniert z.B. Selbstzensur bei Journalisten.

...klar auch bei vollgebildeten Akademikerkreisen sind Verschwörungstheorien abseits der Faktenlage eher unbeliebt.

Zitat
Ja, auf der Basis des Veröffentlichten und vom Hörensagen halte ich Frau Maske für eine Intrigantin.

Yepp, dafür aber umso selbstsicherer.

ZitatUnd wenn ein "pietistisch" gepolter Mensch wie Mollath in eine autobiographische Krise gerät, wie das wohl der Fall war, und als dummer "kleiner Mann", der er wohl war, Angst vor dem Gesetz kriegt bei so viel Illegalem (das ja nicht mehr bestritten wird) kann schon sein dass er für seine Umgebung schwer erträglich gewesen ist, damals.

Vermuten Sie mal so?
Zitatwie das wohl der Fall war


ErpelderNacht

Zitat von: Typee am 08. August 2013, 15:16:57
Zitat von: ErpelderNacht am 08. August 2013, 14:10:01

Kennst Du einen Sachverhalt, in der Gustl der Lüge überführt wurde?


Gruß, Nachterpel

Na ja, die Behauptung, er habe Berge von Unterlagen an Beate Klarsfeld geschickt, die aber davon so gar nichts bemerkt hat.

Das hatte Mollath nie behauptet. Er sagte, er hätte Unterlagen irgendeinem Schweizer und Serge Klarsfeld, dem Gatten von Beate Klarsfeld, deponiert. Ein Reporter vom NK, ein Otto Lapp, hatte dann die Beate Klarsfeld angerufen, die natürich von nix wußte, was ja auch kein Wunder ist.

bayle

[geeditet]
Hier steht nichts von Serge Klarsfeld:
ZitatAm Dienstag vergangener Woche trat er als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtages auf. Dort sagte er: Er habe weiteres belastendes Material nach Frankreich und in die Schweiz geschafft, weil er Deutschland nicht für ausreichend sicher gehalten habe. Er nannte auch eine Adresse: das Büro der französischen Journalistin und Nazijägerin Beate Klarsfeld in Paris.

Gustl Mollath behauptet, zu Unrecht seit sieben Jahren in der Psychiatrie zu sitzen. Ein Komplott habe ihn dort hingebracht, auch deshalb, weil er Schwarzgeldgeschäfte seiner Frau bei der HypoVereinsbank angezeigt habe. Am Dienstag vergangener Woche trat er als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtages auf. Dort sagte er: Er habe weiteres belastendes Material nach Frankreich und in die Schweiz geschafft, weil er Deutschland nicht für ausreichend sicher gehalten habe. Er nannte auch eine Adresse: das Büro der französischen Journalistin und Nazijägerin Beate Klarsfeld in Paris.

,,Es gibt keinen Koffer oder Beweismaterial", sagte die 74-Jährige dem Kurier. ,,Aber etwas Anderes." Mollath hatte ihr seit 1998 öfter geschrieben. Die Briefe waren auf gelbem Papier, weswegen sie sich erinnerte. ,,Alle per Einschreiben." Noch heute hat sie diese in einem Ordner abgelegt. Mollath hatte Klarsfeld 1998 für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Immer wieder schrieb er im Laufe der nächsten Jahre ihr und anderen Politikern, darunter dem damaligen Bundesaußenminister Joschka Fischer, Bundespräsidenten Roman Herzog oder der Grünen-Politikerin Amelie Bundenbach.

Das einzige Thema der Korrespondenz sei das Bundesverdienstkreuz gewesen. Das Bundespräsidialamt und das Auswärtige Amt hätten ,,brav geantwortet" und auch Klarsfeld die Antworten geschickt. Aber Beweismittel für Schwarzgeldaffären? ,,Es hätte mich gewundert", sagt Klarsfeld, wenn so etwas gekommen wäre. Der Brief-Kontakt mit Mollath sei 2002 auch abgebrochen.
http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/mollath_keine_beweise_paris_162170

Weder im Minderheitenbericht noch im Abschlussbericht kommen die Worte ,,Paris" oder ,,Klarsfeld" vor. Hast Du noch andere Quellen?

sweeper

Unser "gelegentlich" ist ein Verschwörungstheoretiker ersten Ranges.
Der wittert überall Zitierkartelle, Trittbrettfahrer und geheime Seilschaften, nur weil immer mehr einzelne Blogger sich dem politisch korrekten Mollathisten-Credo nicht anschließen wollen.
Hier in einer Diskussion im Wolff-Blog über Mackenthun (über den ja - glaubt man "gelegentlich" - im Wolff-Blog niemals diskutiert wird...) :

Zitathttps://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/26/der-fall-mollath-die-letzte-bastion/#comment-20205

gelegentlich sagte am 8. August 2013 um 18:44 :

Heute ist offenbar Trittbrettfahrer-Tag. Man darf nicht vergessen dass es eine Sache weniger Euro ist solch eine Webseite ins Netz zu stellen, allemal billiger als Anzeigen in den Printmedien, um das zu beschaffen, was hier offenbar gewünscht wird: Aufmerksamkeit und dann Aufträge. Und es geht relativ schnell und leicht, synergistisch wirkende Unterstützung im Sinne eines Zitier- und Verlinkungskartells zu bekommen. Es gibt doch genügend Leute mit ähnlicher Interessenlage und den gleichen Relevanzproblemen.
Das mit der privaten Rente ist offenbar doch keine so gute Idee gewesen. Immer öfter immer verzweifeltere arme Seelen – in aller Öffentlichkeit!
Jetzt darf man wohl nicht mal mehr bloggen ohne in den Geruch von unlauterer Werbung zu geraten.
Komisch nur, dass Frau Wolff als Autorin und Herrn Strate das nicht vorgeworfen wird - zumindest nicht von den Mollath-Fans.

"gelegentlich" hat anscheinend echt einen an der Waffel!
Wenn ich noch an das dumme Geschwätz von "Geschäftsmodell Forensische Psychiatrie" im Blog denke  :stirn

Mackenthun ist natürlich den Hardcore- Mollathisten ein Dorn im Auge mit solchen Statements:

Zitathttp://geraldmackenthun.de/mollath/kommentar/

Der Fall Gustl Mollath
Kommentar zur öffentlichen Diskussion um den Fall Mollath

Auch ich wurde inzwischen Opfer von hochaggressiven Beleidigungen und Belästigungen der Mollath-Unterstützer. Das geht so weit, dass damit gedroht wird, mich in meiner beruflichen Existenz zu vernichten. Ihre Vorgehensweise folgt einem Schema:

1.) Andersdenkende haben prinzipiell keine Ahnung. Sie haben die vielfältigen Beweise für Mollaths Unschuld nicht zur Kenntnis genommen. Wenn sie dies getan hätten, läge seine Unschuld klar zutage. Andersdenkende können also nicht selbst denken, sie sind unfähig oder unwillens oder beides, die klar zutage liegende Wahrheit anzuerkennen.

2.) Andersdenkende können, ja müssen ,,gekauft" sein – von wem, wird nicht ganz klar. Von der Justiz? Von Ministerin Merk? Von der CSU? Sie müssen gekauft worden sein, anders kann man sich die Ignoranz der Andersdenkenden nicht erklären. Es sei denn, sie sind grundsätzlich böswillig oder dumm (siehe 1.).

3.) Die berufliche Expertise der Andersdenkenden wird in Zweifel gezogen beziehungsweise grundsätzlich in Abrede gestellt. Psychiater werden als ,,Psychiater" tituliert, als ob sie möglicherweise keine wären und ihr Diplom in der Lotterie gewonnen hätten (wie Gert Postel). Es wird zum Beispiel rundheraus bestritten, dass ich ein Psychologe bin. Einer, der mich erst beleidigte und sich dann im Internet schlau machte, musste zugeben, dass ich doch Psychotherapeut bin. Aber natürlich bin ich nicht nur dumm (siehe 1.) und gekauft (siehe 2.), sondern zudem noch eine Gefahr für meine Patienten (siehe 1.), "falls Sie überhaupt welche haben".

4.) Die Reaktionen der Mollath-Fans gleiten (neben 1.-3.) meist sofort und unmittelbar ab in persönliche Beleidigungen und Unterstellungen. Ihre Angst lässt sie so handeln. Psychiatrie und Psychologie sprechen von Projektionen (eigene Fehler und Unzulänglichkeiten werden dem Anderen zugeschoben und unterstellt). Eine Projektion ist ein seelischer Mechanismen zur Abwehr von seelisch Unerträglichem (aus der Sicht der Projizierenden). Mollath-Fans halten es für eine unerträgliche Vorstellung, dass Mollath eventuell zu Recht in der Psychiatrie einsitzt, dass es eventuell nur marginale oder gar keine ,,Schwarzgeldschiebereien" gab, dass die Mollaths in einem unerfreulichen Ehekrieg verstrickt waren, den die Öffentlichkeit aber grundsätzlich nichts angeht, dass die vier psychiatrischen Gutachten im Großen und Ganzen Mollaths psychischen Zustand korrekt abbildeten und dass Ministerin Merk zu keinem Zeitpunkt Anlass hatte, in den Fall einzugreifen, was ihr im Übrigen auch verboten war und ist...

...

7.) Gemeinsames Merkmal der unter Gruppenzwang Stehenden ist die partielle Unfähigkeit, sich in das Gegenüber oder den Anderen hineinzuversetzen, seine Intentionen und Überlegungen zumindest ansatzweise nachzuvollziehen und ihm das Recht auf eigene Überlegungen und Meinungen zuzugestehen. Die Mollath-Fans streiten dem Andersdenkendem dieses Recht grundsätzlich ab (siehe 1. und 2.)...

Passt sehr genau zu dem Eindruck, den "gelegentlich" hier hinterlässt - inclusive seiner Kommentare bei dem FREITAG-Blogger



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Terry Pratchett

ErpelderNacht

Zitat von: bayle am 08. August 2013, 17:44:35
[geeditet]
Hier steht nichts von Serge Klarsfeld:
ZitatAm Dienstag vergangener Woche trat er als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtages auf. Dort sagte er: Er habe weiteres belastendes Material nach Frankreich und in die Schweiz geschafft, weil er Deutschland nicht für ausreichend sicher gehalten habe. Er nannte auch eine Adresse: das Büro der französischen Journalistin und Nazijägerin Beate Klarsfeld in Paris.

Gustl Mollath behauptet, zu Unrecht seit sieben Jahren in der Psychiatrie zu sitzen. Ein Komplott habe ihn dort hingebracht, auch deshalb, weil er Schwarzgeldgeschäfte seiner Frau bei der HypoVereinsbank angezeigt habe. Am Dienstag vergangener Woche trat er als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtages auf. Dort sagte er: Er habe weiteres belastendes Material nach Frankreich und in die Schweiz geschafft, weil er Deutschland nicht für ausreichend sicher gehalten habe. Er nannte auch eine Adresse: das Büro der französischen Journalistin und Nazijägerin Beate Klarsfeld in Paris.

,,Es gibt keinen Koffer oder Beweismaterial", sagte die 74-Jährige dem Kurier. ,,Aber etwas Anderes." Mollath hatte ihr seit 1998 öfter geschrieben. Die Briefe waren auf gelbem Papier, weswegen sie sich erinnerte. ,,Alle per Einschreiben." Noch heute hat sie diese in einem Ordner abgelegt. Mollath hatte Klarsfeld 1998 für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Immer wieder schrieb er im Laufe der nächsten Jahre ihr und anderen Politikern, darunter dem damaligen Bundesaußenminister Joschka Fischer, Bundespräsidenten Roman Herzog oder der Grünen-Politikerin Amelie Bundenbach.

Das einzige Thema der Korrespondenz sei das Bundesverdienstkreuz gewesen. Das Bundespräsidialamt und das Auswärtige Amt hätten ,,brav geantwortet" und auch Klarsfeld die Antworten geschickt. Aber Beweismittel für Schwarzgeldaffären? ,,Es hätte mich gewundert", sagt Klarsfeld, wenn so etwas gekommen wäre. Der Brief-Kontakt mit Mollath sei 2002 auch abgebrochen.
http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/mollath_keine_beweise_paris_162170

Weder im Minderheitenbericht noch im Abschlussbericht kommen die Worte ,,Paris" oder ,,Klarsfeld" vor. Hast Du noch andere Quellen?


http://waz.m.derwesten.de/dw/panorama/ist-mollath-irrtuemlich-in-der-psychiatrie-id8059509.html?service=mobile

Ob denn ein Gespräch mit der Steuerfahndung, der Staatsanwaltschaft und weiteren Behörden über seinen Schwarzgeldverdacht geführt worden sei, wollten Abgeordnete wissen: "Nie." Ob er denn noch Beweismaterial in Händen habe? Mollath: "Man rechnet mit allem. Deshalb habe ich Unterlagen an Serge Klarsfeld (Ehemann von Beate Klarsfeld und Anwalt in Frankreich) und an Jean Ziegler (Schweizer Autor) gegeben."

sweeper

@ErpelderNacht:

Für wie realistisch und "wahr" hältst du Mollaths Behauptungen, er habe seine Frau von illegalen Geschäftspraktiken abhalten wollen, aber über sein Faxgerät seien immer noch massenweise belastende Unterlagen gekommen (oder so ähnlich) ?

Ich meine: wenn man nicht will, dass einem der Ehemann auf die Schliche kommt, dann sucht man sich doch andere Wege für die geschäftliche Kommunikation mit den Kunden, oder?

Und kannst du dir eine Situation vorstellen, in der P.M. "ganz normale" i.e. legale Kundenkontakte hatte und ihr Mann diesen auch hinterherspioniert hat - inclusive die Kunden in ihrem privaten Umfeld aufzusuchen (worauf die "Wörthmüller-Episode" hindeutet)?

Was bedeutet es für einen Bankmitarbeiter, wenn der Ehepartner anfängt, die Kunden zu belästigen?
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Terry Pratchett

bayle

@ErpelderNacht
Für mich ist jetzt nicht klar, wer exakter ist: Lapp oder Preuß (wo Deine Präferenzen sind, brauchst Du jetzt nicht zu sagen). Immerhin hat Lapp nachgefragt; Frau Klarsfeld hatte früher Kontakt mit Mollath, und ich habe keinen Hinweis auf getrennte Büros von Serge und Beate K. gefunden. Es mag ein Restrisiko bleiben, dass Lapp nicht alle Möglichkeiten abgeklopft hat, aber ich halte es für nicht groß. Auf jeden Fall nicht so groß, dass ich hier sagen würde: "kein Wunder".

P.G.

Das Ehepaar Klarsfeld gibt es nur im Doppelpack. Jean Ziegler hat mittlerweile auch irgendeinem Journalisten erzählt, er wüsste von nichts. Quelle hab ich gerade keine.
Ob Mollath hier aber bewusst die Unwahrheit sagt, ist ja nochmal eine andere Frage.

bayle

ZitatMollaths-Anwalt Gerhard Strate kündigte für den Fall eines Freispruchs im Wiederaufnahmeverfahren einen Schadenersatzprozess gegen den bayerischen Staat an. Das werde wahrscheinlich ein sehr kurzes Verfahren werden und zugleich mit der Rehabilitierung Mollaths verbunden sein, sagte der Hamburger Anwalt am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. Das sei aber im Moment eher nebensächlich. Auf keinen Fall werde sich Molath psychiatrisch begutachten lassen. ,,Es gibt keinen Hinweis, dass er unter einem Wahn gelitten hat", sagte Strate.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/nach-der-entlassung-aus-der-psychiatrie-mollath-will-weiter-kaempfen-1.1741520
Hier kannste echt was lernen. Drei Fachleute, ein Haufen von jedem einsehbarer Dokumente und einige journalistische Recherchen können nicht mal den kleinsten "Hinweis" bieten, wo ein Laie (bzw. ein Profi auf anderem Gebiet) das Sagen hat.

sweeper

@bayle:
Ich kann mich täuschen, aber mein Gefühl sagt mir, dass Strate noch richtig auflaufen könnte.
Der nimmt den Mund einfach zu voll in aller Öffentlichkeit...
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ErpelderNacht

Zitat von: sweeper am 08. August 2013, 18:32:07
@ErpelderNacht:

Für wie realistisch und "wahr" hältst du Mollaths Behauptungen, er habe seine Frau von illegalen Geschäftspraktiken abhalten wollen, aber über sein Faxgerät seien immer noch massenweise belastende Unterlagen gekommen (oder so ähnlich) ?

Ich meine: wenn man nicht will, dass einem der Ehemann auf die Schliche kommt, dann sucht man sich doch andere Wege für die geschäftliche Kommunikation mit den Kunden, oder?


Ich habe keine Ahnung. Aber wie hätte seine Frau das ihren Kunden erklären sollen, ohne daß die sich von ihr abwenden?

Zitat


Und kannst du dir eine Situation vorstellen, in der P.M. "ganz normale" i.e. legale Kundenkontakte hatte und ihr Mann diesen auch hinterherspioniert hat - inclusive die Kunden in ihrem privaten Umfeld aufzusuchen (worauf die "Wörthmüller-Episode" hindeutet)?


Die Wörthmüller-Episode war tatsächlich nicht zufällig. Er vermutete tatsächlich einen Nachbarn und Duzfreund Wörthmüllers, einen Herrn Roggenhöfer, als Teil der Schwarzgeldverschiebungen, was sich glaub ich auch als wahr herausstellte.

Das war sogar einer der Wiederaufnahmegründe der Staatsanwaltschaft in ihrem Wiederaufnahmeantrag!

http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf

Siehe Aussage Roggenhöfer ab Seite 91, und speziell auf Seite 93:
Zitat
Abschließend erklärte der Zeuge ungefragt:

"Aus heutiger Sicht der Dinge und den mir auch aus den Medien bekannten Informationen kann ich mir schon erklären, warum auch ich und Herr Wörthmüller in den Augen des Herrn Mollaths sich gegen ihn verschworen haben. Mein Geschäftspartner Dirsch war Kollege von Mollaths Frau in der Hypo Vereinsbank. Ich gründete mit ihm (Dirsch) eine Firma auf dem Finanzsektor. Herr Wörthmüller ist mein unmittelbarer Nachbar. Wenn Herr Mollath jetzt auf Herrn Wörthmüller als Gutachter trifft, ist es aus meiner Sicht denkbar, dass er Herrn Wörthmüller und mich mit seiner Frau damals in Verbindung brachte."

Die Aussagen Wörthmüller stehen gleich dahinter, da hab ich jetzt aber keine Lust, das abzutippen.

Und auf Seite 97 werden die Aussagen Wörthmüllers und Roggenhofers als neue Tatsachen für die Wiederaufnahme aufgeführt.

Die Wörthmüller-Episode ist als Beweis eines Wahns ungeeignet, von der Staatsanwaltschaft und den Zeugenaussagen quasi widerlegt.

Gruß, Nachterpel

sweeper

@ErpelderNacht:

Mit "Wörthmüller-Episode" meine ich hier v.a. den Anfang derselben:

da hatte sich Mollath nämlich (auch wieder) auf den Weg gemacht, um Wörthmüllers Nachbarn Roggenhofer  (den er nicht persönlich kannte) in dessen privatem Umfeld aufzusuchen wegen der vermuteten bzw gewähnten Verflechtungen.
Er traf dann Wörthmüller, den er ebenfalls nicht kannte, und erzählte ihm gleich (einem bis dato Fremden!), was er - G.M. - von Roggenhofer wisse und weshalb er jetzt hier sei.

Für mich ist das - völlig egal, was Roggenhofer auf dem "Kerbholz" haben mag - eine klare Form von Stalking, verbunden mit einer Distanzlosigkeit (dem fremden Wörthmüller gegenüber) und ohne Rücksicht darauf, was denn Wörthmüller überhaupt angeht, was sein Nachbar macht (abgesehen von der Tatsache, dass unklar bleibt, was Mollath da genau rausgefunden haben will).

Aus meiner Sicht sind solche Verhaltensweisen ganz klar Stalking - mit u.U. desaströsen Folgen für die Beteiligten, über die irgendwelche nachteiligen und unbewiesenen Gerüchte von G.M. in die Welt gesetzt wurden.

Vor diesem Hintergrund muss man auch das vom Zahnarzt Braun behauptete (!) Telefonat der P.M. sehen:
die kann durchaus in völliger Verzweiflung gesagt haben:

"Ich habe gute (Kunden-)Beziehungen (die ich mir von meinem stalkenden Mann nicht kaputt machen lasse)"* etc.

Warum ich die Aussage von Braun ansonsten für einen Fake halte, habe ich an anderer Stelle erklärt.

*das konnten übrigens auch ganz reguläre, legale  Kundenbeziehungen sein
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Terry Pratchett

ErpelderNacht

@sweeper:

Ich kann dir nicht folgen. Du schreibst ja selber, daß Roggenhöfer und Mollath sich nicht kennen und nie Kontakt miteinander hatten.

Und die Aussage von Wörthmüller über die Begegnung beschreibt eben nicht, daß Mollath ihn wegen Schwarzgeldvorwürfen vollgeblubbert hätte. Nein, Roggenhöfer blubberte Wörthmüller über diese Schwarzgeldvorwürfe voll! Das kannst Du alles auf Seite 93 nachlesen.

Stalking sieht anders aus.

Ich verstehe deine Argumentation nicht.