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Zehn Tipps für einen israelkritischen Text.

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Begonnen von Conina, 15. Dezember 2012, 12:08:49

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Conina

Nicht schlecht und sogar TAZ:

http://www.taz.de/!107442/

ZitatHaben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als ... na, Sie wissen schon....


Belbo zwei

Zitat von: Conina am 15. Dezember 2012, 12:08:49
Nicht schlecht und sogar TAZ:

http://www.taz.de/!107442/

ZitatHaben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als ... na, Sie wissen schon....


....genial.


bayle

Es scheint auch eine vernünftige, nicht-antisemitische Israel-Kritik geben zu können. DIE ZEIT spricht mit Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages und 2000 Generalsekretär der CDU:
Zitat
Polenz: Da geht es ja nicht nur um die Bundesregierung. Es gibt einhelligen internationalen Protest – Frankreich, Großbritannien, die USA, aber auch Russland als Mitglied des Nahost-Quartetts, auch der UN-Generalsekretär, alle haben nachdrücklich vor dem Siedlungsbau gewarnt. Ich will es einmal so formulieren: Wenn Netanjahu und Außenminister Lieberman an diesen Plänen festhalten, dann werden sie es sein, die einen binationalen israelischen Staat vom Mittelmeer bis zum Jordan etablieren. Die Juden würden in diesem Staat aus demografischen Gründen in absehbarer Zeit nur noch eine Minderheit bilden. Der Staat wäre dann entweder nicht mehr jüdisch oder nicht mehr demokratisch. Mit diesem Staat würde der Traum von einem demokratischen jüdischen Staat beerdigt. Das wäre eine Tragödie.
ZEIT: Ist die Zwei-Staaten-Lösung nicht längst tot?
Polenz: Noch ist sie es nicht. Aber sie stirbt Haus für Haus, durch den fortgesetzten Siedlungsbau. Und wenn E1 realisiert wird, dann sehe ich auch keine Chancen mehr.
http://www.zeit.de/2012/50/Interview-Polenz

Belbo zwei

Zitat von: bayle am 18. Dezember 2012, 12:21:54
Es scheint auch eine vernünftige, nicht-antisemitische Israel-Kritik geben zu können. DIE ZEIT spricht mit Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages und 2000 Generalsekretär der CDU:
Zitat
Polenz: Da geht es ja nicht nur um die Bundesregierung. Es gibt einhelligen internationalen Protest – Frankreich, Großbritannien, die USA, aber auch Russland als Mitglied des Nahost-Quartetts, auch der UN-Generalsekretär, alle haben nachdrücklich vor dem Siedlungsbau gewarnt. Ich will es einmal so formulieren: Wenn Netanjahu und Außenminister Lieberman an diesen Plänen festhalten, dann werden sie es sein, die einen binationalen israelischen Staat vom Mittelmeer bis zum Jordan etablieren. Die Juden würden in diesem Staat aus demografischen Gründen in absehbarer Zeit nur noch eine Minderheit bilden. Der Staat wäre dann entweder nicht mehr jüdisch oder nicht mehr demokratisch. Mit diesem Staat würde der Traum von einem demokratischen jüdischen Staat beerdigt. Das wäre eine Tragödie.
ZEIT: Ist die Zwei-Staaten-Lösung nicht längst tot?
Polenz: Noch ist sie es nicht. Aber sie stirbt Haus für Haus, durch den fortgesetzten Siedlungsbau. Und wenn E1 realisiert wird, dann sehe ich auch keine Chancen mehr.
http://www.zeit.de/2012/50/Interview-Polenz

Naklar gibt es diese Kritik, die TAZ-Thesen zielen eher auf den Israelkritiker ab auf den das Zitat "Die deutschen werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen" zutrifft.

Ratiomania

Damit ich gleich auch mal die Tipps umsetze:

*Luft hol* .... selbst Israelis sind gegen Siedlungsbau.

Das Geld ist knapp (siehe Proteste der letzen Jahre). Die "Adler" anscheined nicht.

Wenn man sich mal die Bilder der Besiedlung anschaut Rollen sich einem die Zehennägel hoch. Erinnert stark an eine "Balkanisierung".

Wenn "Homogeniserungstendenzen" kommen wirds ebenso hässlich werden. Genug Sprengstoff isja schon da fehlt nur noch die Lunte.


Und da ich noch mit meiner Ahnungslosigkeit prahlen möchte:

Ich höre nie bis nichts über konkrete oder auch nur langfristige Lösungsansätze für den Israel-Palastina-Konflikt.

Auf was hat sich denn nun die Regierung festgelegt? Ein-;Zwei-; oder Dreistaatenlösung? Oder "warten wir mal bis zum Messias"?

Belbo zwei

Das Problem bleibt die Schaffung eines lebensfähigen palästinensischen Staates, den man von Israel so abkoppeln können muss, dass in 2/3 Generationen, da eine Normalisierung eintreten kann. Wie man nach dem "Danziger Korridor" ein Gebilde Schaffen kann wie die derzeitigen Palästinensergebiete ist mir ein Rätsel. Also her mit einem Grosspalästina aus Teilen Nordisraels (im Tausch gegen Gaza) des Südlibanons Südsyriens, Jordaniens und der Westbank (mit intensiver Wrtschaftförderung)..... lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Mal postulatischer postuliert als ich mir sicher bin.....
Wohnorte der Palästineser:
Westjordanland und Gaza-Streifen    3 700 000
Israel    1 213 000
Jordanien    2 598 000
Libanon    388 000
Syrien    395 000
Saudi-Arabien    287 000
Golfstaaten    152 000
Ägypten    58 000
Andere arabische Staaten    113 000
Vereinigte Staaten von Amerika    216 000
Andere Länder    275 000
Gesamt    9 395 000

Ratiomania

Mhm. Das Hauptptoblem ist, halt das sich keine wirkliche politische Mehrheit für eine Lösung entscheiden kann, da IRGENDWER immer verliert oder befürchtet "zuviel" zu verlieren.

Da ist der in der schwebe gehaltene Status Quo (die "half-assed Ein-Staatenlösung"), die wohl einzige "Lösung".

Dann wird halt von allen darin eingewickelten Parteien auf ein Wunder gehofft. Oder gedacht, das die momentane Situation besser ist als die angebliche Lösungsvorschläge/Optionen.