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Legalisierung von Cannabis

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Begonnen von Peiresc, 15. Dezember 2021, 21:43:30

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Max P

Zitat von: Max P am 13. März 2024, 15:20:30Es werden Apps kursieren, die im Stadtplan aufzeigen, welce Ecken noch nicht innerhalb einer Spielplatz/Kita/Schul-Bannzone liegen.
https://twitter.com/0xdeef/status/1771161311130321277/photo/1

Conina

Es wäre schön, wenn hinter unserem Spielplatz wenigsten keine Spuren von Heroin- und Crystalkonsum rumliegen würden. :-/

Prioritäten.
Man kann das Pferd zum Wasser führen, aber nicht machen, dass es trinkt.

zimtspinne

Zitat von: Conina am 22. März 2024, 18:08:21Prioritäten.

Augen auf bei der Wohnungswahl!

Ein Bekannter/Nachbar äußerte sich eben so: Die zuvörderst geplanten "lizensierten Fachgeschäfte" (ich erinnere mich dunkel) hatten ihm ja direkt feuchte Träume (ich zitiere) beschert... für faules Volk  wie ihn wäre es schön gewesen, vielleicht sogar fertig zubereitete Joints kaufen zu können.
Der Selbstanbau kommt für ihn nicht in Frage, zu umständlich, zu viel Gedöns, zu viel Arbeit, zu kompliziert, zuviel alles. Beitritt zu einem Club mit festem monatlichen Mitgliedsbeitrag lohnt nicht  für den Gelegenheitskiffer, wenn nicht flexibel nach Menge (oder so) abgerechnet wird. Somit gibt es für ihn weiterhin keine legale Möglichkeit.

Tja, als Drogenkonsument hast du es auch nicht einfach. Ein Problem gelöst und drei neue generiert.
Reality is transphobic.

eLender

Zitat von: Max P am 22. März 2024, 17:47:34Es werden Apps kursieren, die im Stadtplan aufzeigen, welce Ecken noch nicht innerhalb einer Spielplatz/Kita/Schul-Bannzone liegen.
So wie es es gelesen habe, können die einzelnen Länder das auch noch weiter einschränken. Ich würde es tatsächlich begrüßen, wenn man das im öffentlichen Raum gar nicht gestattet. Von mir aus im Wäldchen, wenn es ruhig von statten geht. Das mit den Abstandsregeln wird eher für die Anbauvereine problematisch, da wird man schwer irgendwelche Ecken finden, die nicht von einem Verbot betroffen sind (das ist/war zumind. bei der 500m Regel so).

Ich finde es gut, dass das geklappt hat und mag den Karl jetzt auch wieder ein wenig (mehr). Ich finde die Idee charmant, dass man das selbst anbauen und in Vereinen produzieren darf (hat was Sozialistisches Romantisches). So etwas würde ich mir auch beim Alk wünschen, das wäre eine ganz andere Kultur (nochmal: man vergleiche das mal miteinander, dann wird die ganze Heuchelei erst wirklich deutlich). So wie bei Paffen (inkl. Bubatz) sollte man das auch in der Gastronomie verbieten, die teils nur deswegen existiert, weil sich Leute bedröhnen. Das sollte man zumindest im Hinterkopf haben, wenn man gegen eine Freigabe (mit sehr strengen Restriktionen) ist. Und nochmal für den Hinterkopf (das hat Karl auch immer versucht klar zu machen): das Zeugs ist in der Welt und für diejenigen, für die das problematisch ist, ändert sich erst mal nicht viel. Man wird sehen, ob kriminelle Strukturen an Kraft verlieren. Die sind in der ganzen Veranstaltung eine der problematischsten Akteure. Einen experimentellen Ansatz, wie der jetzige - auch wenn er etwas vermurkst ist - würde ich mir in der Politik / Gesetzgebung öfters wünschen.

Zitat von: zimtspinne am 22. März 2024, 19:17:17Tja, als Drogenkonsument hast du es auch nicht einfach.
Ich erinnere mich an eine Ali G Sendung, in der eine weitere Möglichkeit aufgezeigt wurde, an das Kraut zu kommen: man kann es gewinnen ::)

Ich gehe mal davon aus, dass das Eigenkraut auch in den näheren Bekanntenkreis diffundieren wird. Auch das wird den Schwarzmarkt schwächen, auch wenn das auch eine Art Schwarzmarkt ist. Aber eine andere Art.

Btw: Da ich dem Alk jetzt weitgehend entsagt habe (nein, ich hatte kein "Problem") wäre das eine gute Alternative. Habe aber immer noch nicht rausgefunden, ob man jetzt (demnächst) auch Samen ordern darf. Oder muss ich dafür in den Hasengarten?
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Man könnte da auch noch weiter gehen und das für andere Drogen (die man mit Verboten alleine nicht aus der Welt schaffen kann) ähnlich machen. Für Psychodelika bspw. könnte man Pilzzuchtvereine erlauben, die auch staatlich geprüfte Tripsitter in der Vereinsliste haben sollten. Schön wären auch Synthesevereine für ausgewählte "Designerdrogen". Gut, könnte schwierig mit dem Schämikalienrecht werden, aber man muss die jungen Leute heute anders für die Naturwissenschaften begeistern, nichwa.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Typee

Zitat von: Max P am 22. März 2024, 15:32:23Weiß jemand, warum das Gesetz überhaupt in den Bundesrat musste Angeblich ist es doch gar nicht zustimmungspflichtig. :gruebel
Ja, kann ich dir sagen: der Bundesrat muss bei allen Bundesgesetzen mitwirken. Soweit das GG die Zustimmung nicht vorschreibt, ist es zumindest ein Einspruchsgesetz. Das weitere Verfahren sieht dann etwas anders aus.
The universe is under NO obligation to make sense to us
(Neil deGrasse Tyson)

Typee

... und wer es genau wissen will, schaut sich Art. 77 und 78 GG an.
The universe is under NO obligation to make sense to us
(Neil deGrasse Tyson)

Nogro

Wenn man ab April 3 Pflänzchen wachsen lässt und nächstes Jahr macht FM das Gesetz rückgängig, kann ich dann nachträglich bestraft werden? Ich frage für einen Freund.
Es genügt nicht, keine Ahnung zu haben. Man muss auch dagegen sein (Hermann Hinsch)

Typee

Zitat von: Nogro am 23. März 2024, 16:09:53Wenn man ab April 3 Pflänzchen wachsen lässt und nächstes Jahr macht FM das Gesetz rückgängig, kann ich dann nachträglich bestraft werden? Ich frage für einen Freund.

Fürs Anpflanzen nein, die Tat müsste schon zur Zeit der Begehung mit Strafe bedroht gewesen sein (nulla poena sine lege). Aber für das Weiterbetreiben der Anpflanzung schon.
 
The universe is under NO obligation to make sense to us
(Neil deGrasse Tyson)

zimtspinne

Cannabis-Delikte auf dem Balkon wurden schon in den letzten Jahren larifari behandelt (gar nicht zur Kenntnis genommen). Man könnte sich fast schon drüber ärgern. Wenn man 16 wäre.

Von einer Droge zur nächsten hoppen sollte und kann man nicht, da zB psychotrope Substanzen völlig unterschiedliche Wirkprofile haben. Das gilt dann auch für die Wechsel- und Nebenwirkungsprofile.
Außerdem spricht nicht jeder gleich stark auf jede x-beliebige Substanz an. Positiv oder überhaupt. Ich zB bin nikotinresistent/wirkt bei mir gar nicht.

mich würde mal interessieren, wie HHC (gehört zur Stoffgruppe der Cannabinoide) dann in Zukunft behandelt wird. Derzeit geistert das ja völlig unreguliert durch die Nacht -> findet sich im Zigarettenregal.
Diese Raucher schlängeln sich irgendwie immer durch. Ob in den Eckkneipen oder im Krankenhaus (dort nuckeln sie im Mehrbettenkrankenzimmer an ihren E-Ziggis - was lästiges Suchtverhalten ist und in Patientenstuben genauso nichts zu suchen hat wie alkoholfreies Bier am laufenden Band.)

 
Reality is transphobic.

Schwuppdiwupp

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Ach, was weiß denn ich ...

eLender

Zitat von: Nogro am 23. März 2024, 16:09:53nächstes Jahr macht FM das Gesetz rückgängig
Das sind zwar starke Ankündigungen, aber das halte ich für Wunschdenken. Selbst wenn Merz das rückgängig machen will (weil es ihm nicht schmeckt, wie er sagt), dann wird er das erst mal verhandeln müssen. Ich gehe davon aus, dass mindestens einer der Ampelparteien für eine Koalition gebraucht wird (glaube kaum, dass die AfD in Frage kommt). Wahrscheinlich wird das die SPD sein, und Karli wird dann immer noch Gesundheitsminister sein /werden. Habsch schon gesagt: da wird die CDU andere Kröten zum Fraß vorwerfen müssen, die noch schwerer zu schlucken sein werden. Wenn dann noch der "freie" Verkauf Milliarden in die Kassen spülen wird, kann man sich plötzlich an nichts mehr erinnern.

Zitat von: zimtspinne am 23. März 2024, 19:35:44Cannabis-Delikte auf dem Balkon wurden schon in den letzten Jahren larifari behandelt (gar nicht zur Kenntnis genommen). Man könnte sich fast schon drüber ärgern. Wenn man 16 wäre.
Es galt ja schon bisher als "entkriminalisiert", kleinere Vergehen sollten gar nicht mehr zur Anzeige kommen. Sie wurden allerdings trotzdem angezeigt, auch wenn da kein Strafverfahren eröffnet wurde. Es ging darum, die Führerscheinstelle zu informieren, damit die eine MPU einleitet. Das war die Bestrafung durch die Hintertür. Das ist im Prinzip demnächst immer noch so, aber man arbeitet an neuen Grenzwerten. Sollte man auch, weil das erstens totaler Humbug ist/war und weil es jetzt wahrscheinlich mehr Fälle geben wird.

Zitat von: zimtspinne am 23. März 2024, 19:35:44mich würde mal interessieren, wie HHC (gehört zur Stoffgruppe der Cannabinoide) dann in Zukunft behandelt wird
Gute Frage, man wollte es wohl verbieten, aber das wird sich jetzt ggf. erübrigen. Es ist auch natürlicher Bestandteil von Cannabis. An solchen Stoffen sieht man schön, wie sinnlos oder wenig erfolgreich Verbote sind. Es gab schon vorher Stoffe, die nicht auf der Liste standen, weil es schwer ist, alles zu verbieten, insbesondere ganze Stoffgruppen. CBD ist legal, weil es nicht dröhnt und als Wundermittel aller erster Güte gilt. Daraus kann man - relativ leicht - THC oder andere Cannabinoide machen (wie HHC, das man teilsynthetisch aus Nutzhanf erzeugen kann).

So Zeugs (und noch mehr die ganzen vollsynthetischen THC-Analogika) kann man im Prinzip frei verkaufen, auch wenn man das ganz anders labelt (Badesalz etc.). Man kann das auch auf reinen Nutzhanf sprühen und dann als potentes Gras verkaufen, was auch gemacht wird. Man muss sich klar machen, dass man nur sehr kleine Mengen braucht und das dann mit einem hohen Reibach verkaufen kann (das sind beinahe so hohe Margen wie bei NEMs ::) ). Alleine deswegen ist eine Freigabe sinnvoll, so synthetisches Zeugs hat ein ganz anderes Nebenwirkungsprofil und ist ggf. toxikologisch problematisch. Die Eigenerzeugung zum Selbstkostenpreis wird eine sehr hohe Konkurrenz zum Schwarz- und Graumarkt sein, von daher gehe ich voll mit Karli.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

Zitat von: eLender am 22. März 2024, 22:07:09
Zitat von: Max P am 22. März 2024, 17:47:34Es werden Apps kursieren, die im Stadtplan aufzeigen, welce Ecken noch nicht innerhalb einer Spielplatz/Kita/Schul-Bannzone liegen.
So wie es es gelesen habe, können die einzelnen Länder das auch noch weiter einschränken. Ich würde es tatsächlich begrüßen, wenn man das im öffentlichen Raum gar nicht gestattet. Von mir aus im Wäldchen, wenn es ruhig von statten geht.
Ein Totalverbot von Cannabis im öffentlichen Raum fände ich genauso übertrieben wie das totale öffentliche Alkoholverbot in den USA. Zumal es dann trotz grundsätzlicher Legalisierung immer noch den Reiz des Verbotenen hätte und damit für bestimmte Leute erst recht attraktiv wäre.

Zitat von: eLender am 22. März 2024, 22:07:09Habe aber immer noch nicht rausgefunden, ob man jetzt (demnächst) auch Samen ordern darf. Oder muss ich dafür in den Hasengarten?
Du meinst vermutlich die Berliner Hasenheide. Ob man dort dann auch Samen in guter Qualtät wird erstehen können, wird sich zeigen. Allerdings werden die Händler* dort auf andere Drogen umsteigen, meinte gestern in der Kneipe ein junger Mann mit Expertise in diesem Gewerbe.

* Es sind tatsächlich nur Händler. Händlerinnen habe ich noch nie gesehen. Aber vielleicht drängen demnächst auch Gärtnerinnen auf den Markt...

Rechenknecht

Zitat von: zimtspinne am 23. März 2024, 19:35:44mich würde mal interessieren, wie HHC (gehört zur Stoffgruppe der Cannabinoide) dann in Zukunft behandelt wird. Derzeit geistert das ja völlig unreguliert durch die Nacht -> findet sich im Zigarettenregal.

Dieser Markt wird nächsten Monat aussterben. Keiner will sich mehr solche "legalen Umwegsubstanzen" reinpfeifen, wenn das "Original" erlaubt ist, es sei denn, er hat ein anderes Problem.




Rechenknecht

Die konservativen Argumente sind auch Blödsinn!

Theoretisch gibt es auch einen Alkohol-Schwarzmarkt! Ist schon etwas her, aber ich erinnere mich an Schlagzeilen, wo Urlauber an billigem Fusel vom Schwarzmarkt gestorben sind!

Wieso sollte also jemand den, potenziell billigeren Schwarzmarkt, einer sauberen, teureren Alternative vorziehen?