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Legalisierung von Cannabis

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Begonnen von Peiresc, 15. Dezember 2021, 21:43:30

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zimtspinne

Zitat von: Max P am 10. März 2024, 22:37:50Nö, gegrowt wird rund um den Görli eher in Wintergärten und auf Dachterrassen. Wie sailor richtig bemerkt hat, reden wir hier nicht über eine Armutsdroge. ;D

Bitte um Details.
Für mich lief Gras bisher unter "leicht verfügbar + günstig"-Droge.
Andererseits wurden hier Tabakwaren zusammen mit Fusel als Armen-Suchtmittel gehandelt, was ich zumindest für Zigaretten nicht wirklich nachvollziehen kann.
Der Preis für eine Packung ist doch über die letzten Jahre hochgegangen wie Hefeteig. Kontinuierlich.
Bei einer Schachtel am Tag (bei Intensivrauchern werden das gerne auch mal zwei oder mehr) geht das ganz schön ins Geld.
Alkohol hingegen hat diesen Preisaufschwung nicht mitgemacht. Geht als billige Rauschdroge durch.

Reality is transphobic.

zimtspinne

Zitat von: Max P am 29. Februar 2024, 14:56:54Eher nein, weil historische Erfahrungen zeigen, dass Prohibition oder prohibitionsähnliche Restriktionen nichts bringen, sondern nur den Schwarzmarkt mit all seinen negativen Begleiterscheinungen stärken. Die beste Anti-Drogenpolitik besteht aus Prävention, Behandlung, Erziehung zu vernünftigem Gebrauch als Genussmittel und - zuerst und zuletzt - eine Gesamtpolitik, die möglichst Viele das Leben auch ohne Drogen(sucht) ertragen lässt...


Dir ist aber aber schon klar, dass konsequenterweise sämtliche Substanzen als Genussmittel bezeichnet werden sollten?
Der Haschkeks genauso wie die Ketamin-Line, LSD, Crystal, ja und auch Krok.
Im übrigen kann man nicht nur über die Sinnhaftigkeit und Nutzerfreundlichkeit illegaler und legaler Drogen sinnieren, sondern auch über die Sinnhaftigkeit und Nutzerfreundlichkeit von Magersucht, Bulimie, Binge-Eating, Ritzen & Schlitzen, uvm, denn all das erfülllt genau den gleichen Zweck für die Nutzer wie sämtliche Drogen. Wenn das eine gut ist, ist das andere nur billig. Und vor allem genauso legitim. 
Transitionen könnte man auch noch dazu nehmen. Auch die erfüllen (bei niemandem) einen anderen Zweck.



Reality is transphobic.

Max P

Zitat von: eLender am 10. März 2024, 23:03:03Ah, danke, gut zu wissen, falls man mal wieder nen Hauptstadtbesuch macht (bei mir eher unwahrscheinlich). Dass Hasen auf Gras stehen, ist nun keine Überraschung. So als Wiederkifferkäuer :grins
In der Hasenheide gibt es schon lange keine Kaninchen mehr, nur noch Ratten und ein paar Eichhörnchen. Erstere sind aber immerhin auch funktionelle Wiederkäuer. 8)

Max P

Zitat von: zimtspinne am 11. März 2024, 18:21:10
Zitat von: Max P am 10. März 2024, 22:37:50Nö, gegrowt wird rund um den Görli eher in Wintergärten und auf Dachterrassen. Wie sailor richtig bemerkt hat, reden wir hier nicht über eine Armutsdroge. ;D
Bitte um Details.
Kann ich mangels Erfahrung und auch mangels einer solchen Wohnung nicht liefern. Ansonsten, Cannabis ist wohl weder Armuts- noch Schickimickidroge.

Max P

Zitat von: zimtspinne am 11. März 2024, 18:41:09
Zitat von: Max P am 29. Februar 2024, 14:56:54Eher nein, weil historische Erfahrungen zeigen, dass Prohibition oder prohibitionsähnliche Restriktionen nichts bringen, sondern nur den Schwarzmarkt mit all seinen negativen Begleiterscheinungen stärken. Die beste Anti-Drogenpolitik besteht aus Prävention, Behandlung, Erziehung zu vernünftigem Gebrauch als Genussmittel und - zuerst und zuletzt - eine Gesamtpolitik, die möglichst Viele das Leben auch ohne Drogen(sucht) ertragen lässt...
Dir ist aber aber schon klar, dass konsequenterweise sämtliche Substanzen als Genussmittel bezeichnet werden sollten?
Sollten nicht, aber natürlich könnten. Man muss aber nicht immer und überall konsequent sein. Vor Jahren bin ich mal auf einen Artikel über Kakao gestoßen. Dieser enthielte, so hieß es, das Genussgift Theobromin. Beide Begriffe waren mir bis dahin unbekannt, aber die Wortkombination aus Genuss und Gift finde ich bis heute bemerkenswert. Eine ganze protestantische Welt liegt in diesem Wort... :grins 

eLender

Zitat von: Max P am 11. März 2024, 20:44:28Ansonsten, Cannabis ist wohl weder Armuts- noch Schickimickidroge.
Gut, man müßte auch definieren, was das genau bedeutet. Wenn man sich das Zeugs selbst anbauen darf, dann sollte das doch recht günstig sein. Man ließt, eine Pflanze kann einen Ertrag von ca. 60 g Gras erzeugen. Eine Ladung wird mit 0,3 g angegeben. 1 g soll aktuell auf dem Schwarzmarkt für ca. 10 € käuflich zu erwerben sein. Es gibt da verschiedenen Rechnungen, aber wenn man 50 g legal besitzen kann, dann sollte das für einige Monate reichen (wenn man sich nicht permanent benebelt). Scheint mir - wenn man es legalisiert - eher eine Droge für die armen Leute zu sein, die ein wenig Gartenarbeit nicht scheuen. Wenn man dafür allerdings zusätzliche Ausstattung braucht (Gewächshaus etc.) wird es erst mal etwas teurer. Sollte sich aber auch zügig refinanzieren.

Jetzt, wo die Hasenheide hasenfrei ist, könnte man doch auch dort eine Plantage errichten (Ratten und Eichhörnchen stehen doch nicht auf Gras, oder?). Die Dealer könnte man zu Gärtnern umschulen und ihnen damit eine legale Perspektive geben. Den Bock zum Gärtner machen, nichwa. Es gibt also nur Vorteile ::)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

Ich fürchte, der Aufwand, öffentlich zugängliche Plantagen zu schützen, wäre zu groß, zumal die Anforderungen an eine Cannabisgenossenschaft sehr hoch und bürokratisch sein sollen. Aber ein Parkverein "Gras für Alle" oder so wäre schon ein paar Überlegungen wert. ;D

Die Bierzeltwelt gibt allerdings nicht kampflos auf: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/csu-will-cannabis-konsum-ueber-abwasser-messen-a-5be74841-677b-42e2-94e4-22d0c8444832?sara_ref=re-so-app-sh

eLender

Wird immer absurder:

ZitatDabei argumentiert der Ausschuss auch, dass eine Legalisierung und die damit verbundene Straffreiheit ab 1. April dazu führten, dass zunächst nur illegal erworbenes Cannabis mit sich geführt werden könne. "Denn zum 1. April 2024 wird es noch keine Ernte oder getrocknetes Material von im Eigenanbau erzeugten Cannabis geben können." Der Lebenszyklus legal angebauter Pflanzen sei zu dann nicht beendet, er könne erst dann legal beginnen. "Ein konsequenter Vollzug ist daher nur möglich, wenn das Inkrafttreten des Cannabisgesetzes so geregelt ist, dass nur legal angebautes Cannabis im öffentlichen Raum mitgeführt werden kann."
https://www.n-tv.de/politik/Bundesratsausschuesse-versuchen-Cannabis-Blockade-article24798301.html

Auch wenn man das macht, muss dann natürlich weiterhin geprüft werden, ob der Delinquent nicht Gras aus der Zeit vor dem 1. April mit sich führt. Die Polizei wird tragbare C14-Datierungsgeräte brauchen, was auch wieder Monate und Jahre braucht (sie müssen erst entwickelt und zertifiziert werden). Man könnte in 100 Jahren dann ggf. so weit sein. Bis dahin haben sich eh alle totgesoffen und die Sache hat sich erledigt. Apropos: was mich wirklich an der ganzen Sache so ärgert:

ZitatDer Konsum solle zudem "nur in privaten Räumen und befriedeten Besitztümern, nicht jedoch im öffentlichen Raum" ermöglicht werden. Für nicht-private Innenräume sei nur dann eine Möglichkeit des Konsums einzuräumen, wenn ein Mindestabstand von 500 Metern etwa zu Kitas, Schulen und Spielplätzen sichergestellt sei.

Ja, finde auch, dass das nicht in die Öffentlichkeit gehört und auch nicht so gefeiert wird, wie teilweise in den USA (wo das ein riesen Business ist). Aber bitte dann auch bei Alk. Warum sollte man das da anders regeln. Das sind ja noch viel problematischere Zustände. Immer diese Doppelmoral.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Max P

500 Meter?? Erst hieß es 100 m Luftlinie. Meine Fresse, was sind das für Schisser! >:(

zimtspinne

Zitat von: Max P am 13. März 2024, 02:09:53500 Meter?? Erst hieß es 100 m Luftlinie. Meine Fresse, was sind das für Schisser! >:(

Finde ich korrekt, du nicht?
Erwiesernermaßen ist die Hürde für substanzsuchendes Verhalten relevant.
Reality is transphobic.

Max P

Ich finde es nicht korrekt, wenn eine Teillegalisierung durch (offenbar absichtlich) überzogene Vorschriften gleich wieder extrem eingeschränkt wird. Im Übrigen sammeln sich die Kids dann erst recht an den wenigen Stellen, an denen Cannabis legal konsumiert werden kann. Es werden Apps kursieren, die im Stadtplan aufzeigen, welce Ecken noch nicht innerhalb einer Spielplatz/Kita/Schul-Bannzone liegen. Selbst 100m finde ich fragwürdig und glaube auch nicht, dass sie präventiv wirken würden.

zimtspinne

Zitat von: Max P am 11. März 2024, 20:54:18Sollten nicht, aber natürlich könnten. Man muss aber nicht immer und überall konsequent sein.

Es sollte so konsequent sein, um informierte Entscheidungen treffen zu können.

"Genussmittel" sowie auch "Genussgifte" verfälschen die individuelle Bewertung.

Reality is transphobic.

zimtspinne

der Bundesrat hat das Cannabisgesetz jetzt mal für den 1. April durchgewunken. Schöner Kalendertag. Könnte gleich mit der Tag des Breitseins werden. Gibts sicher schon, ein zweiter kann aber nicht schaden. Oder gleich ein ganzer Monat (Drogenpridemonth).

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/cannabis-bundesrat-102.html

Reality is transphobic.

Max P

Weiß jemand, warum das Gesetz überhaupt in den Bundesrat musste Angeblich ist es doch gar nicht zustimmungspflichtig. :gruebel 

zimtspinne

Keine Ahnung, hauptsache, ich kann ab 1. April Cannabis hamstern und horten.  :laugh: 
Reality is transphobic.