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Von Ressourcen und Rohstoffen – Eine Zeitreise

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Begonnen von Dr. Ici Wenn, 26. Februar 2013, 00:44:56

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sweeper

Zitat von: Tritium am 29. März 2013, 16:50:09

Zitat von: mag.univers.purgat. Sweeper am 29. März 2013, 16:21:22
ZitatIch meinte Hoffmanns Anstalt 'Primaklima'. Die ultimative Freakshow - auch, was 'Skeptiker' betrifft. Dort trifft sich weirklich nur der behandlungsbedürftige Teil der Bevölkerung.
Ja, ich sehe es schon selbst:
an zweiter Stelle kommentiert Ulrich Berger.
Ja. er kommentiert. Abfällig und genau ein mal. Ist offenbar der selben Meinung wie ich. Hat nur noch nicht eingesehen, wie futil es ist, mit den Insassen zu kommunizieren.

Oh Mann... Bei Ulrich Berger läuft exakt so eine Diskussion über die Klima-Skeptiker und ihre "Argumente", und zwar anlässlich eines angekündigten Auftritts von Vince Ebert in Wien:

http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2013/03/11/vince-ebert-in-wien/

Da kann in der Kommentarspalte jeder selbst verifizieren, was Ulrich Berger von Klimaskeptikern hält:
Zitat#76  Ulrich Berger
30. März 2013

Interessant in diesem Zusammenhang: http://pss.sagepub.com/content/early/2013/03/25/0956797612457686.abstract

With magic, you start with a frog and end up with a prince.
With science, you start with a frog, get a PhD and are still left with the frog you started with...


Terry Pratchett

general winter

Zitat von: Dr. Ici Wenn am 28. März 2013, 18:32:17
.......Man könnte aber auch, sofern eine Region wirklich betroffen ist, konkrete Maßnahmen vor Ort unterstützen. Man frage die Niederländer, die kennen sich mit sowas aus, die haben sich einen künstlichen Meeresanstieg selber geschaffen, indem sie unter Niveau Land gewonnen haben.
Willst Du wissen was die Niederländer machen? Die kaufen in Größenordungen z.B. in den tschechischen Mittelgebirgen Häuser und Land. Die hauen einfach ab. Zumindest die es sich leisten können. Das ist kein Witz.
Im Zweifel für die Freiheit.

eLender

Ich mache das mal hier rein, weil es im Faden schon mal angesprochen wurde (2013!). Ich habe heute in der Welt gelesen, dass Tuvalu (das Südseearchipel) gar nicht am absaufen ist. Der Artikel ist hinter Bezahlschlagbaum und von Axel Bojanowski (der immer etwa über den Bogen spannt) geschrieben - und das erst mal für eine Über-/Untertreibung gehalten. Es gab ja neulich erst die Meldung, dass Maustralien die Tuvalulianer aufnehmen will, bevor denen das Wasser aus über den Ohren steht. Dann habe ich mal etwas gegraben (das muss man wirklich, das Thema wird nicht an die große Glocke gehängt). Es gibt eine Studie aus 2018, die zu ziemlich eindeutigen Ergebnissen kommt:

ZitatSea-level rise and climatic change threaten the existence of atoll nations. Inundation and erosion are expected to render islands uninhabitable over the next century, forcing human migration. Here we present analysis of shoreline change in all 101 islands in the Pacific atoll nation of Tuvalu. Using remotely sensed data, change is analysed over the past four decades, a period when local sea level has risen at twice the global average (~3.90 ± 0.4 mm.yr−1). Results highlight a net increase in land area in Tuvalu of 73.5 ha (2.9%), despite sea-level rise, and land area increase in eight of nine atolls. Island change has lacked uniformity with 74% increasing and 27% decreasing in size. Results challenge perceptions of island loss, showing islands are dynamic features that will persist as sites for habitation over the next century, presenting alternate opportunities for adaptation that embrace the heterogeneity of island types and their dynamics.
https://www.nature.com/articles/s41467-018-02954-1
(Enormung von mir)

Nein, ich will gar nichts verharmlosen oder leugnen, aber manchmal wundert man sich doch, dass es anders ist, als man immer wieder hört. Wie so etwa zustande kommt und wie schwierig es überhaupt ist, einen (lokalen) Meeresspiegelanstieg zu messen, ist an sich schon interessant (das ist nämlich überhaupt nicht trivial und erklärt so manche Fehlvorstellungen). Das Bild vom Landverlust dort ist nicht einheitlich, aber man gewinnt sogar an Größe. Es wird geschätzt, dass man mindestens noch bis ins nächste Jahrhundert Zeit hat, bevor man tatsächlich kein Land mehr unter den Füßen hat.

Soll nicht heißen, dass alles gut wird. Aber es gibt immer wieder auch Beobachtungen, die der Apokalyptik nicht ganz entsprechen. Es ist nur bezeichnend, dass das dann lieber verschwiegen wird und dafür weiter als Sinnbild für unseren Untergang (im wahrsten Sinne) gehandelt wird.
Wollte ich nur mal gesagt haben!