Psiram Forum

Deutsch => Andere Webseiten oder Medien => Thema gestartet von: eLender am 16. März 2015, 14:27:12

Titel: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: eLender am 16. März 2015, 14:27:12
ZitatMacht Aluminium in Impfstoffen krank? Trotz fehlender wissenschaftlicher Belege zieht ein Medizinjournalist mit seinen Warnungen durchs Land - und macht aus der Angst vor dem Metall ein Geschäft.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aluminium-in-impfstoffen-das-geschaeft-mit-der-angst-a-1022792.html

Feiner Artikel über Berti, könnte glatt von unserem Wiki-Artikel inspiriert sein  ;)

Der Autor ist schon an anderer Stelle positiv aufgefallen.
Titel: Re: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: ajki am 16. März 2015, 15:37:57
Zitat von: eLender am 16. März 2015, 14:27:12
könnte glatt von unserem Wiki-Artikel inspiriert sein  ;)

Ist es ja mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einem gewissen Teil (wie auch in anderen, ähnlichen Fällen). Und wie immer in solchen Fällen zeigt sich eine der vielen eklatanten Schwächen "journalistischer" Arbeit: Quellennennungen oder gar Verlinkungen sind nach wie vor verpönt - auch und gerade im "seriösen" "Journalismus".
Titel: Re: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: eLender am 16. März 2015, 19:46:09
Gut, Psiram als Schmuddelkind wird kein seriöser erscheinend wollender Journalist gerne als Quelle nennen wollen. Wichtig ist ja vielmehr, dass solche Themen überhaupt aufgegriffen werden, wenn Psiram da eine Quelle ist, um so schöner. Der Spiegel hat ja auch ein ganz anderes Gewicht, die können auch mal Redaktionen zu Stellungnahmen auffordern. Für Berti jedenfalls ist die Geschichte bestimmt nicht schmeichelhaft, da immer klarer wird, in welcher Ecke er steht. Als Verschörungsideologe, Pseudowissenschaftler und Angstunternehmer wird es für Medien, die sich als ernsthaft bezeichnen, schwieriger, ihm eine Bühne zu bieten.

Der Artikel beinhaltet auch einige Aussagen, die wiederum relevant für den Wiki-Artikel sind.
Titel: Re: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: Daggi am 16. März 2015, 22:12:53
Ich sehe das alles im Zusammenhang mit den zwei letzten Änderungen an der Spitze der SPON-Redaktion. Ich meine da in den letzten Jahren drei Phasen erkennen zu können. Unter der letzten Leitung war die Orientierung an der wissenschaftlichen Sichtweise nicht immer vorherrschend. Aktuell scheint sich das wieder etwas zu ändern.
Titel: Re: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: Sauropode am 16. März 2015, 22:37:07
Nebenbei bemerkt: Die Werbe- und Kosmetikindustrie springt auf den Zug auf; es wird mit Deos "ohne Aluminiumsalze" geworben. Dabei ist es noch nicht lange her, dass sog. Deokristalle als etwas ganz natürliches verkauft wurden, ganz ohne böse Chemie. Und die bestanden aus Alaun, einer Aluminiumverbindung.  :hirn:
Titel: Re: SPON: Das Geschäft mit der Aluminium-Angst; B. Ehgartner
Beitrag von: eLender am 12. Juli 2020, 20:16:06
Neuigkeiten zu Deo's
Medwatch
ZitatNeue Studienergebnisse
Offizielle Entwarnung für Aluminium in Kosmetika

Obwohl es bislang wenig verlässliche Studien gab, warnte erst im November 2019 das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): ,,Reduzierung der Aluminiumaufnahme kann mögliche Gesundheitsrisiken minimieren", so der Titel der Stellungnahme. ,,Wer seine Aluminiumaufnahme reduzieren will, sollte sparsam mit aluminiumhaltigen Antitranspirantien und aluminiumhaltigen Zahnpasten umgehen", schrieb das BfR weiter. Beides trage ,,erheblich zur Gesamtmenge an aufgenommenem Aluminium bei." Und: ,,Durch die reduzierte Verwendung oder einen Verzicht dieser Produkte könne die Aluminiumbelastung deutlich gesenkt werden", erklärte das Institut.

Doch dies stimmt laut aktuellen Studien nicht – bei Veröffentlichung der BfR-Stellungnahme waren diese Analysen noch im Abschluss, wobei letzteres dem Institut zumindest in Bezug auf ein damals noch laufendes Risikobewertungsverfahren auf EU-Ebene bekannt war. Auch arbeitete eine Mitarbeiterin des BfR an der Stellungnahme mit. Sie war allerdings gegenüber dem Institut zur Verschwiegenheit verpflichtet, so dass dieses die Ergebnisse noch nicht kannte.
https://medwatch.de/2020/07/11/offizielle-entwarnung-fuer-aluminium-in-kosmetika/

Bei Mailab:

https://www.youtube.com/watch?v=5C_eKavoL8M&t=915s

Schon die alte "Warnung" aus 2015(?) des BfR war sehr spekulativ, da wurde das Vorsorgeprinzip überstrapaziert. Man hat sich auf eine (!), nicht wirklich überzeugende Studie berufen. Sowas ist beinahe Panikmache. Die werden ihre Bewertung wahrscheinlich auch nicht ändern, da sitzt irgendwo ein Alarmist in deren Reihen. Hat wahrscheinlich zuviel Arte gesehen und fand den Ehgartner sympathisch und überzeugend...