Psiram Forum

Deutsch => Allgemeine Diskussionen => Politik und Gesellschaft => Thema gestartet von: Juliette am 20. November 2024, 11:33:58

Titel: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 20. November 2024, 11:33:58
Ich mach' jetzt mal einen extra Faden dazu auf, denn hier wie in der Gesellschaft wird das Thema von allen Seiten vereinnahmt, ob von Queer- oder Transaktivisten oder in Threads zu Genderpolitik, die ihre eigene Agenda fährt, oder zu US-Verhältnissen, die nur einen Teil der Welt betreffen. Die alle weisen zwar gewisse Schnittmengen auf, aber mit dem, wofür weltweit Frauen (oft gemeinsam mit Männern) seit Generationen kämpfen, für gleiche Rechte (nicht Gleichheit) und Pflichten, haben sie herzlich wenig zu tun.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 20. November 2024, 11:34:23
Zitat von: Conina am 19. November 2024, 12:57:21Dann weiß man wenigstens, woran man mit denen ist und kann als Frau einen großen Bogen um die Typen machen.

Wäre natürlich schön, wenn das für Frauen so klappen würde und daraufhin kein Mann mehr einer Frau in irgendeiner Art Gewalt antun kann. Gefühlt genauso hilfreich wie diese Vier-Irgendwas-Bewegung in Südkorea und USA.

Leider hält sich ja auch heute noch das Ammenmärchen, mit dem den Frauen meiner Generation von jungen Jahren an das Nachtleben vermiest wurde: Dass es vor allem fremde Männer sind, die den Frauen nachts im Dunkeln auflauern. In Wirklichkeit lauert die größte Gefahr in der Partnerschaft, in der Familie oder im Freundeskreis. Genauso wie für Kinder, die Opfer von Pädophilen werden.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 20. November 2024, 11:48:51
Ein Thema, unter dem man leidet, aber über das man selten redet:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/frauen-oeffentliche-toiletten-wc-klo-100.html

Ganz witzig, aber leider nicht nur.  ;)  :-X
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 20. November 2024, 21:59:09
Hm, schwieriges Thema für den Skeptiker ::)  Man könnte natürlich über gewisse irrationale Annahmen des Feminismus reden, aber das wäre jetzt auch nicht mein Spezialgebiet. Ein paar Anmerkungen trotzdem.

Zitat von: Juliette am 20. November 2024, 11:34:23In Wirklichkeit lauert die größte Gefahr in der Partnerschaft, in der Familie oder im Freundeskreis.
Was natürlich nicht heißt, dass das andere Problem damit verschwindet. Ich kann mich an neuere Diskussionen dazu erinnern: Da hieß es auch, das Problem der Übergrifflichkeit im öffentlichen Raum wäre belanglos und im Vergleich zum häuslichen Bereich vernachlässigbar. Man hatte wohl den Eindruck, das hätte was mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, also weil das mit der Zunahme männlicher Migranten zu tun haben sollte. Dazu passend auch ein aktuelles Beispiel aus Berlin, wo man Frauenabteilungen in S-Bahnen einrichten wollte (von den Grünen vorgeschlagen). Ich erinnere mich auch an ein Statement von Özdemir bzgl. seiner Tochter. Entweder ist das tatsächlich nur ein marginales Problem und wird von "rechten" Medien aufgepustet, oder es ist was dran. Eine wokistische Verzerrung liegt nahe.

Zitat von: Juliette am 20. November 2024, 11:48:51Ganz witzig, aber leider nicht nur.
Es war ein Argument für Unisextoiletten, aber wohl nur vordergründig (hat was mit der Transsache zu tun). Ich sehe das Problem, aber es ist gar nicht so einfach lösbar. Es gibt dazu sogar einen engl. WP-Artikel (ins Deutsche übersetzt): https://en-m-wikipedia-org.translate.goog/wiki/Potty_parity?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq

Es gibt ja Bereiche, wo es deutlich mehr Männer als Frauen gibt (an bestimmten Arbeitsstätten). Man sollte das so planen, dass das auch sinnvoll ausgelastet werden kann. Es ist aber (leider) eine Tatsache: Das kleine Geschäft ist für die Kleingameter schneller und unkomplizierter über die Bühne zu bringen. Ich frage mich allerdings gelegentlich, warum es auf Männertoiletten so viele Kabinen gibt. Die sind eigentlich nur für das große Geschäft nötig. Und wer verrichtet das schon gerne auf solchen Stätten? Eine Kabine reicht, dazu ein paar Pissoirs, und der restliche Platz (im Gebäude) für ganze Batterien an Kabinen für die Damen. Geht alles ::)

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 20. November 2024, 22:57:15
Zitat von: eLender am 20. November 2024, 21:59:09Hm, schwieriges Thema für den Skeptiker ::)  Man könnte natürlich über gewisse irrationale Annahmen des Feminismus reden, aber das wäre jetzt auch nicht mein Spezialgebiet. Ein paar Anmerkungen trotzdem.

Dem schließe ich mich mal an.

Zitat von: eLender am 20. November 2024, 21:59:09
Zitat von: Juliette am 20. November 2024, 11:34:23In Wirklichkeit lauert die größte Gefahr in der Partnerschaft, in der Familie oder im Freundeskreis.
Was natürlich nicht heißt, dass das andere Problem damit verschwindet.

Außerdem: auch von Seiten des Transaktivismus wird das gern betont (die Aussage von Juliette), um die Bedeutung von Unisex-Bereichen (Klos, Umkleiden etc.) herunterzuspielen. Dabei hängt die Gefahr aber wohl vor allem von Zugänglichkeit und Gelegenheit ab. Die sind natürlich im privaten Bereich am größten, daher dort das größte Risiko. Allerdings dürfte sich das Risiko naheliegender Weise auch im öffentlichen Raum erhöhen, wenn dort Barrieren abgebaut werden. So in etwa habe ich das jedenfalls von den Törfs gelernt. Fand ich auch durchaus nicht unplausibel. 
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 21. November 2024, 12:26:31
Zitat von: Gefährliche Bohnen am 20. November 2024, 22:57:15Dabei hängt die Gefahr aber wohl vor allem von Zugänglichkeit und Gelegenheit ab. Die sind natürlich im privaten Bereich am größten, daher dort das größte Risiko.

Das ist sicher richtig, habe ich auch nicht bestritten. Und es ändert auch nichts an der Tatsache, dass es bisher am gefährlichsten im sozialen Umfeld ist.

Zitat von: Gefährliche Bohnen am 20. November 2024, 22:57:15
ZitatHm, schwieriges Thema für den Skeptiker ::)  Man könnte natürlich über gewisse irrationale Annahmen des Feminismus reden, aber das wäre jetzt auch nicht mein Spezialgebiet. Ein paar Anmerkungen trotzdem.

Dem schließe ich mich mal an.

Gut, es gibt hier so einige Themen, die nicht unbedingt und grundsätzlich für Skeptiker interessant sind (Baldur zum Beispiel, Amerika, ich mag die nicht, ich mag jene nicht etc). Und ja, es gibt mehr als genug irrationale Annahmen im Feminismus und das nicht erst neuerdings. Das ging los mit der These, dass Männer dabei ausgeschlossen werden müssen, dann kam in den 90er Jahren auf, dass nur Lesben wahre Feministinnen sein können. Inzwischen wurden die Frauenrechtler vereinnahmt und haben sich zum Teil freiwillig vereinnahmen lassen durch die Queer-Aktivisten, Leute, die teilweise völlig entgegengesetzte Interessen haben. In einer Zeit, in der Postkolonialismus, Genderaktivismus und Identitätspolitik versuchen, alles, was mal irgendwie für Fortschritte in der Gesellschaft eintrat, zu vereinnahmen, sollte auch dem Eintreten für gleiche Rechte für die Hälfte der Bevölkerung ein Plätzchen zugestanden werden. Es gibt genügend falsche Prämissen und Gegenpositionen, die einfach so in den Raum gestellt werden, und bei denen es nicht schlecht wäre, nach Fakten zu suchen. 

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 21. November 2024, 12:42:15
@ Juliette: Alles gut, sollte auch kein Widerspruch sein. Ich wollte nur ebenfalls und hauptsächlich zum Ausdruck bringen, dass ich trotz fehlender Spezialkenntnisse eine Anmerkung machen wollte.  :grins2:
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 22. November 2024, 23:14:35
Nochmal der Strohmann ::)

ZitatDie Idee des Landesverbands ist eine Konsequenz des rapiden Anstiegs von vor allem sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen in Bus und Bahn in den letzten zehn Jahren, so die verkehrspolitische Sprecherin Antje Kapek im Interview mit FOCUS online. So seien bei allen Gewaltvorfällen in der Berliner U- und S-Bahn 90 Prozent der Opfer weiblich und 100 Prozent der Täter männlich gewesen.
https://www.focus.de/politik/deutschland/frauen-waggons-in-u-bahn-es-wird-schlimmer-aus-angst-vor-sexualstraftaten-schlaegt-gruenen-frau-die-tokio-loesung-vor_id_260502413.html

Starker Anstieg in den letzten 10 Jahren. Da wird es wohl auch irgendwelche Zahlen geben (habe nicht tiefer gewühlt). Das sind immerhin Vorschläge der Grünen, nicht etwa der AfD.

ZitatObwohl die Idee eine pragmatische und schnelle Lösung in Aussicht stellt, sind die Reaktionen unterschiedlich. Neben breiter Zustimmung, nicht nur unter Frauen, gab es auch laute Kritik. Schärfster Widerspruch kam sogar seitens einiger Frauen. ,,Die sagen: Ich möchte jetzt hier nicht so weggesperrt werden. Das ist wie die letzte Kapitulation. Da kann ich mir gleich einen Schleier anziehen", so Kapek weiter. Die Verkehrspolitikerin zeigt Verständnis für ihre Kritiker: ,,Selbstverständlich verstehe ich auch, wenn Menschen es erstmal komisch oder befremdlich finden, wenn hier Geschlechter geteilt werden."

Wenn es da ein Problem gibt (das man nicht wegrelativieren kann), dann kann man auch eine Lösung finden. Aber nur, wenn man sich einig ist. Schutzräume für Frauen waren gestern, heute sind wir inklusiver. Passt ja scheinbar nicht in jeden Kontext.

Man müßte am Grundübel arbeiten, aber das wird schwer. Sind Männers heute einfach nur schlechter erzogen und gewalttätiger? Woran lieg das?. Scheinbar kann man bestimmte Entwicklungen / Ursachen ausschließen (ich nehme an, man hat dazu auch Studien):

ZitatKapek sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Straftaten und der gestiegenen Zahl der Zuwanderer. Zumindest in Berlin würden die Zahlen ,,keinen Zusammenhang zu Nationalitäten" widerspiegeln. Zwar gebe es eine ganze Reihe von rechten Plattformen, die versuchen, den Grünen-Vorstoß in ihrem Sinne zu instrumentalisieren. Doch die 48-Jährige distanziert sich ausdrücklich davon.

Sowas kann man doch sozialwissenschaftlich untersuchen. Es soll ja auch eine rechte Behauptung sein, als Jude wäre man auch im öffentlichen Raum nicht mehr sicher. Man solle dort keine Zeichen der Religionszugehörigkeit tragen.

Zitat von: Juliette am 21. November 2024, 12:26:31Gut, es gibt hier so einige Themen, die nicht unbedingt und grundsätzlich für Skeptiker interessant sind
Klar muss hier nicht immer über den Skeptizismus (bzw. dessen Themen) geredet werden. Ich bin jetzt auch nicht so im Thema, verfolge das überhaupt nur (erst), wegen des Gendergedöns. Da gibt es mindestens zwei Formen von Feminismus, u.a. den neueren Queerfeminismus. Ich meine aber, dass schon im "klassischen" Feminismus angelegt war, was dann heute die "Frauen"rechtler spaltet. Man hatte schon immer (wenn ich mich nicht sehr irre), die Unterschiede zwischen den Geschlechtern als soziales Konstrukt gedeutet. Auch wenn man die körperlichen Unterschiede noch als biologisch begründet angesehen hat, der Schritt zum radikalen Konstruktivismus war dann nicht mehr weit (auch biologische "Unterschiede" sind nur Konstruktionen).
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 29. Januar 2025, 11:28:10
Zitat von: eLender am 22. November 2024, 23:14:35Nochmal der Strohmann ::)

ZitatDie Idee des Landesverbands ist eine Konsequenz des rapiden Anstiegs von vor allem sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen in Bus und Bahn in den letzten zehn Jahren, so die verkehrspolitische Sprecherin Antje Kapek im Interview mit FOCUS online. So seien bei allen Gewaltvorfällen in der Berliner U- und S-Bahn 90 Prozent der Opfer weiblich und 100 Prozent der Täter männlich gewesen.
https://www.focus.de/politik/deutschland/frauen-waggons-in-u-bahn-es-wird-schlimmer-aus-angst-vor-sexualstraftaten-schlaegt-gruenen-frau-die-tokio-loesung-vor_id_260502413.html

Starker Anstieg in den letzten 10 Jahren. Da wird es wohl auch irgendwelche Zahlen geben (habe nicht tiefer gewühlt). Das sind immerhin Vorschläge der Grünen, nicht etwa der AfD.

ZitatObwohl die Idee eine pragmatische und schnelle Lösung in Aussicht stellt, sind die Reaktionen unterschiedlich. Neben breiter Zustimmung, nicht nur unter Frauen, gab es auch laute Kritik. Schärfster Widerspruch kam sogar seitens einiger Frauen. ,,Die sagen: Ich möchte jetzt hier nicht so weggesperrt werden. Das ist wie die letzte Kapitulation. Da kann ich mir gleich einen Schleier anziehen", so Kapek weiter. Die Verkehrspolitikerin zeigt Verständnis für ihre Kritiker: ,,Selbstverständlich verstehe ich auch, wenn Menschen es erstmal komisch oder befremdlich finden, wenn hier Geschlechter geteilt werden."

Wenn es da ein Problem gibt (das man nicht wegrelativieren kann), dann kann man auch eine Lösung finden. Aber nur, wenn man sich einig ist. Schutzräume für Frauen waren gestern, heute sind wir inklusiver. Passt ja scheinbar nicht in jeden Kontext.

Man müßte am Grundübel arbeiten, aber das wird schwer. Sind Männers heute einfach nur schlechter erzogen und gewalttätiger? Woran lieg das?. Scheinbar kann man bestimmte Entwicklungen / Ursachen ausschließen (ich nehme an, man hat dazu auch Studien):

ZitatKapek sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Straftaten und der gestiegenen Zahl der Zuwanderer. Zumindest in Berlin würden die Zahlen ,,keinen Zusammenhang zu Nationalitäten" widerspiegeln. Zwar gebe es eine ganze Reihe von rechten Plattformen, die versuchen, den Grünen-Vorstoß in ihrem Sinne zu instrumentalisieren. Doch die 48-Jährige distanziert sich ausdrücklich davon.

Sowas kann man doch sozialwissenschaftlich untersuchen. Es soll ja auch eine rechte Behauptung sein, als Jude wäre man auch im öffentlichen Raum nicht mehr sicher. Man solle dort keine Zeichen der Religionszugehörigkeit tragen.

Ich kann da eher nur anekdotischen Kram beisteuern, aber in meiner Jugend wurde Mädchen eingeimpft (ich kann nicht mal sagen, von welcher Seite, das war allgemeiner Konsens), dass man nachts und alleine immer in Gefahr war, von irgendwelchen fremden Männern überfallen zu werden. Schon zu einer Zeit, wo ich gar nicht wusste, was sie ggf tun würden.  ;) Ich gehe heute noch nicht alleine in den Wald, weder tagsüber noch nachts, ich fühle mich da einfach äußerst unwohl - obwohl ich Wälder und Waldspaziergänge liebe. Damals gab es auch noch keine Social Media (Social als sozial zu übersetzen ist ein falscher Freund) oder ähnliches, ich vermute aber, dass die Kriegszeit und die direkte Nachkriegszeit einer ganzen Generation von Frauen (und Männern) vor meiner ein Gefühl der totalen Unsicherheit in dieser Hinsicht hinterlassen hat. Mir selbst ist nachts draußen nie etwas passiert, nur vor Angst bin ich des Öfteren fast gestorben.  ::) Und das kriegt man nie wieder wirklich weg, dieses Gefühl - egal wie die Realität aussieht. Und irgendwie scheint diese Grundangst heute noch genauso zu existieren, sonst hätte es die Geschichte mit dem Bären oder dem Mann im Wald nicht geben können.

Bei dem Artikel oben drüber scheint es eigentlich nur um Berlin zu gehen. Ich weiß von Reisen nach Berlin, dass es da U- oder S-Bahnhöfe gibt, die noch genauso aussehen, wie direkt nach dem Krieg (dixit damals mein Mann, der sie noch als Schüler kannte): Dunkel, unübersichtlich, eng, ein wahrer Albtraum für das Sicherheitsgefühl. In München sind die Bahnhöfe hell und geräumig und ziemlich übersichtlich, da wurde alles getan, um das Benutzen so weit wie möglich angstfrei zu gestalten. Vielleicht sollte man statt Frauenabteile Frauenwälder einführen. :Opa:

Zitat von: eLender am 22. November 2024, 23:14:35
Zitat von: Juliette am 21. November 2024, 12:26:31Gut, es gibt hier so einige Themen, die nicht unbedingt und grundsätzlich für Skeptiker interessant sind
Klar muss hier nicht immer über den Skeptizismus (bzw. dessen Themen) geredet werden. Ich bin jetzt auch nicht so im Thema, verfolge das überhaupt nur (erst), wegen des Gendergedöns. Da gibt es mindestens zwei Formen von Feminismus, u.a. den neueren Queerfeminismus. Ich meine aber, dass schon im "klassischen" Feminismus angelegt war, was dann heute die "Frauen"rechtler spaltet. Man hatte schon immer (wenn ich mich nicht sehr irre), die Unterschiede zwischen den Geschlechtern als soziales Konstrukt gedeutet. Auch wenn man die körperlichen Unterschiede noch als biologisch begründet angesehen hat, der Schritt zum radikalen Konstruktivismus war dann nicht mehr weit (auch biologische "Unterschiede" sind nur Konstruktionen).

Ich habe die Frauenbewegung der 70er und 80er (die sogenannte 2. Frauenbewegung) hautnah miterlebt, allerdings nicht aktiv. Damals ging der Streit darum, ob eine eigene Frauenpartei notwendig wäre und im Lauf der Jahre dann immer mehr auch darum, ob Männer überhaupt dabei sein sollten. Da gab es zwei sich ziemlich verfeindet gegenüber stehende Lager, schon damals sagte ein Teil, Männer könnten überhaupt nicht feministisch sein oder Frauen in ihren Anliegen unterstützen. Eigentlich und im Grunde nichts anderes, als das, was heute diese ganzen Identitätsaktivisten treiben.
Reduzierte also die Männer rein auf das Geschlecht. Aus dieser Richtung entwickelten sich dann auch die Genderstudies, die ja eigentlich erstmal nichts Böses sind, aber von Anfang an unterwandert waren von einer Anti-Männer-Ideologie. Aber ich bin keine Wissenschaftlerin, das ist mein persönliches Fazit.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 29. Januar 2025, 11:33:15
Bin hier drüber gestolpert und finde, dass ein großer Teil davon nichts mit Feminismus zu tun hat. Da wird wieder mal der Feminismus für etwas gekapert, das nur gut für die Genderaktivisten ist:

https://editionf.com/feminismus-glossar/
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 29. Januar 2025, 12:06:16
Das ist ähnlich wie mit ,,rassistisch" das wird inzwischen synonym für ,,bähbäh" verwendet.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 29. Januar 2025, 13:36:58
Zitat von: eLender am 22. November 2024, 23:14:35Man hatte schon immer (wenn ich mich nicht sehr irre), die Unterschiede zwischen den Geschlechtern als soziales Konstrukt gedeutet. Auch wenn man die körperlichen Unterschiede noch als biologisch begründet angesehen hat, der Schritt zum radikalen Konstruktivismus war dann nicht mehr weit (auch biologische "Unterschiede" sind nur Konstruktionen).

Soweit ich mich erinnere, wurde beklagt, dass Jungen und Mädchen schon ab dem Mutterleib unterschiedlich behandelt werden (oft unbewusst) und so die Unterschiede zu 100% zementiert würden. Man gab Mädchen gar nicht die Möglichkeit, sich anders zu verhalten, als es ihrer zugewiesenen Frauenrolle (hihi) in der Gesellschaft zukam. Noch heute wird man, wenn man einen Strampelanzug kaufen will, sofort gefragt: Junge oder Mädchen? Ich finde allerdings, von da aus ist es ein sehr weiter Schritt zum radikalen Konstruktivismus. Genauso, wie es ein sehr weiter Schritt von antirassistischen Bemühungen bis zu postkolonialistischen Hamasverherrlichungen ist. Es hat ja auch weit über 100 Jahre gedauert, bis es in beiden Fällen so weit kam.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 02. April 2025, 13:47:59
Eben entdeckt: Für Geschichtsinteressierte eine kleine dokumentarische Info, die beweist, dass in den 70er bis 90er Jahren der Feminismus bzw. die sogenannte 2. Frauenbewegung alles andere als ein ideologischer Einheitsbrei waren:


Und dass Biologie und Wissenschaft nicht überall zwingend Antagonisten der politischen Ideen waren. Heute wirkt es in Berichten oft, als hätte die Frauenbewegung in Stein gemeißelte Ideen gehabt. Das war sicher nie der Fall.

Zitat aus der Doku (schätzungsweise von Anfang der 2000er-Jahre): "Gender ist intellektuelle Kacke"  ;)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: t385 am 26. April 2025, 21:31:01
Was haltet ihr von der These, dass der Feminismus den Mann entmannt habe und ein natürliches Ordnungsprinzip zerstört worden sei. Immer mehr Männer bleiben allein und müssen auf einem Partnermarkt, der wenige Alpha-Männer begünstigt, darum kämpfen, ihre Gene weitergeben zu dürfen. Wo früher der Mann als Versorger agiert hat, springt heute der Nanny-Staat ein und ermöglicht es Frauen, ohne Mann zu (über)leben.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 26. April 2025, 22:08:59
Ich finde, diese These ist ein reaktionäres, frauenfeindliches Geschwätz.

Und:
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 21:31:01darum kämpfen, ihre Gene weitergeben zu dürfen
Was für ein biologistischer Quark. Wieso sollte man darum kämpfen, "seine Gene weiterzugeben"? Wahrscheinlich sind "eine Familie gründen" oder "Kinder haben" zu gutmenschliche Formeln, als dass man sich mit ihnen bei der Zielgruppe sehen lassen könnte.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 26. April 2025, 22:34:16
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 21:31:01Was haltet ihr von der These...
Weinerliches Incel-Gewinsel. Ansonsten: +1 zu #14.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29
Auf Dating-Apps wollen 80 % der Frauen 20 % der Männer, laut Untersuchungen. Dazu kommt Haremsbildung von Alphamännern, die gleich mehrere Frauen bedienen und so dem Partnermarkt entziehen. Immer mehr Männer bleiben alleine:

https://www.kreiszeitung.de/welt/singles-online-einsam-partnerschaft-beziehung-dating-maenner-frauen-91734745.html

Selbst durchschnittlich aussehende Frauen werden dort von "Brad Pitts" belagert und können selektieren, wie sie gerade Lust haben und wisst ihr was das Perverse daran ist?

Man finanziert als Singlemann seine eigene Einsamkeit mit, indem man Steuern zahlt und dieses System am Laufen hält.

Es gibt ja auch Untersuchungen, die belegen, dass sich historisch betrachtet viel mehr Frauen als Männer fortgepflanzt haben.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 26. April 2025, 23:53:08
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 21:31:01Was haltet ihr von der These, dass der Feminismus den Mann entmannt habe und ein natürliches Ordnungsprinzip zerstört worden sei.
Ich erwäge die These, dass das von dir favorisierte Ordnungsprinzip ohnehin eher zu deinem Nachteil wirkt...

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 27. April 2025, 06:29:25
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29Auf Dating-Apps wollen 80 % der Frauen 20 % der Männer, laut Untersuchungen.

Und wieviele Prozent der Männer wollen wieviele Prozent der Frauen?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 27. April 2025, 07:11:20
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29Es gibt ja auch Untersuchungen, die belegen, dass sich historisch betrachtet viel mehr Frauen als Männer fortgepflanzt haben.

 :rofl

Ich bin da manchmal langsam von Begriff, halte deine Postings in diesem Thread aber doch inzwischen für Ironie.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 27. April 2025, 10:59:12
Zitat von: Juliette am 27. April 2025, 07:11:20Ironie.
Bei mir halten sich die Ambitionen, auf dieses "Diskussionsangebot" einzugehen, in sehr engen Grenzen.
Sollte das Ganze ernst gemeint sein, habe ich nicht recht viel mehr als ein Kopfschütteln dafür übrig.
Und sollte es "Ironie" sein, kann man das mMn als Trolling getrost ignorieren.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 27. April 2025, 12:53:35
Zitat von: Peiresc am 27. April 2025, 06:29:25
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29Auf Dating-Apps wollen 80 % der Frauen 20 % der Männer, laut Untersuchungen.

Und wieviele Prozent der Männer wollen wieviele Prozent der Frauen?

Wenn jetzt noch keine Antwort kommt, dann greife ich den Untersuchungsergebnissen mal vor. 80% der Männer wollen eine Frau, die schön ist. Schön aber dämlich. Denn wenn die Dame zu eloquent ist, dann fängt der Schwanz oft zu stottern an, sagt Martial (lib. xi, no. 19).
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 27. April 2025, 15:55:41
Zitat von: Peiresc am 27. April 2025, 12:53:35Wenn jetzt noch keine Antwort kommt, dann greife ich den Untersuchungsergebnissen mal vor. 80% der Männer wollen eine Frau, die schön ist. Schön aber dämlich. Denn wenn die Dame zu eloquent ist, dann fängt der Schwanz oft zu stottern an, sagt Martial (lib. xi, no. 19).

Blonde Blödchen sind eben auch Teil des natürlichen Ordnungsprinzips. :teufel Aber wenn das schon in der Antike nicht mehr durchgehend galt, wie schlimm muss es dann heute erst sein?! Ich für meinen Teil könnte nur emphehlen, schwul zu werden. Andererseits, der Partnermarkt ist da eher noch schwieriger... :-\
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Rabenaas am 27. April 2025, 21:33:52
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29Auf Dating-Apps wollen 80 % der Frauen 20 % der Männer, laut Untersuchungen. Dazu kommt Haremsbildung von Alphamännern, die gleich mehrere Frauen bedienen und so dem Partnermarkt entziehen. Immer mehr Männer bleiben alleine

Dazu passend:
ZitatDenn ein Muster der female choice ist, dass sich 80 Prozent der Frauen für nur 20 Prozent der Männer entscheiden. Das heißt, eine Mehrzahl an Männern bekommt keinen Sex. Das heißt nicht, dass diese Männer Versager sind. Wenn wir uns die Tierwelt anschauen, dann ist das Männchen, das keine Partnerin findet, der Normalfall. Das Premiummännchen, das sich fortpflanzt, ist die Ausnahme. Daran ist nichts Ungewöhnliches.
Quelle: https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/ (https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/)

Die Autorin ist der deutschen Öffentlichkeit übrigens besser bekannt als Meike Lobo.
Ein schönes Beispiel, in dem linkes Dummgeschwätz den Rechten eine Steilvorlage liefert.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 27. April 2025, 21:54:06
Zitat von: Peiresc am 27. April 2025, 12:53:35Wenn jetzt noch keine Antwort kommt, dann greife ich den Untersuchungsergebnissen mal vor. 80% der Männer wollen eine Frau, die schön ist. Schön aber dämlich. Denn wenn die Dame zu eloquent ist, dann fängt der Schwanz oft zu stottern an, sagt Martial (lib. xi, no. 19).

Zitat von: Rabenaas am 27. April 2025, 21:33:52
ZitatDenn ein Muster der female choice ist, dass sich 80 Prozent der Frauen für nur 20 Prozent der Männer entscheiden. Das heißt, eine Mehrzahl an Männern bekommt keinen Sex. Das heißt nicht, dass diese Männer Versager sind. Wenn wir uns die Tierwelt anschauen, dann ist das Männchen, das keine Partnerin findet, der Normalfall. Das Premiummännchen, das sich fortpflanzt, ist die Ausnahme. Daran ist nichts Ungewöhnliches.
Quelle: https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/ (https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/)

Die Autorin ist der deutschen Öffentlichkeit übrigens besser bekannt als Meike Lobo.
Ein schönes Beispiel, in dem linkes Dummgeschwätz den Rechten eine Steilvorlage liefert.

Genau genommen heißt das dann doch, dass sich nur 20% der Männer und 20% der Frauen fortpflanzen können. Und von denen wollen ja vielleicht nochmal einige nur Spaß haben und legen keinen Wert auf Fortpflanzung. Manchmal fände ich das gut, wenn ich mir die Welt gerade so anschaue.  ;)


Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Rabenaas am 27. April 2025, 22:01:44
Zitat von: Juliette am 27. April 2025, 21:54:06Genau genommen heißt das dann doch, dass sich nur 20% der Männer und 20% der Frauen fortpflanzen können.
Nein, es bedeutet, dass die Polygynie die einzige biologisch natürliche Ehe der Zukunft ist. Dann können sich bis zu 100% der Frauen, aber nicht mehr als 20% der Männer fortpflanzen. Obwohl: kann man einen Harem vielleicht vererben?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Purple Tentacle am 27. April 2025, 22:02:51
:troll
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 28. April 2025, 10:57:36
Zitat von: Rabenaas am 27. April 2025, 22:01:44Obwohl: kann man einen Harem vielleicht vererben?
Neiiin, solange Weiber nicht generell zu Hyänen werden (bei denen sind die Weibchen das dominante Geschlecht) muss sich in jeder Männergeneration der (heterosexuelle) Alpha-Kerl seinen Platz im Genpool erst verdienen (https://youtu.be/bpb7Oks5kWI).  8)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40
Zitat von: Rabenaas am 27. April 2025, 21:33:52
Zitat von: t385 am 26. April 2025, 22:58:29Auf Dating-Apps wollen 80 % der Frauen 20 % der Männer, laut Untersuchungen. Dazu kommt Haremsbildung von Alphamännern, die gleich mehrere Frauen bedienen und so dem Partnermarkt entziehen. Immer mehr Männer bleiben alleine

Dazu passend:
ZitatDenn ein Muster der female choice ist, dass sich 80 Prozent der Frauen für nur 20 Prozent der Männer entscheiden. Das heißt, eine Mehrzahl an Männern bekommt keinen Sex. Das heißt nicht, dass diese Männer Versager sind. Wenn wir uns die Tierwelt anschauen, dann ist das Männchen, das keine Partnerin findet, der Normalfall. Das Premiummännchen, das sich fortpflanzt, ist die Ausnahme. Daran ist nichts Ungewöhnliches.
Quelle: https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/ (https://taz.de/Biologin-ueber-Gendertheorie/!5755490/)

Die Autorin ist der deutschen Öffentlichkeit übrigens besser bekannt als Meike Lobo.
Ein schönes Beispiel, in dem linkes Dummgeschwätz den Rechten eine Steilvorlage liefert.
Was redest du da? Die 80/20-Theorie wurde schon vor 25 Jahren von Rechten/Incels online propagiert. Hälst du female choice für ein Fantasiekostrukt?

Siehe auch den Mathematiker und Autor Jan Deichmohle, der seit den 80ern beschreibt, wie Feminismus westliche Kulturen zerstört:

https://deichmohle.de/unsre-epoche-ist-gefangen-zwischen-zwei-systematischen-denkfehlern/
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 28. April 2025, 15:50:12
Wird das hier jetzt endgültig zum Incel-Sumpf, wenn auch noch der Säulenheilige der verschmähten
Kleingamter hervorgezerrt wird?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 28. April 2025, 16:00:45
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40Siehe auch den Mathematiker und Autor Jan Deichmohle, der seit den 80ern beschreibt, wie Feminismus westliche Kulturen zerstört:

https://deichmohle.de/unsre-epoche-ist-gefangen-zwischen-zwei-systematischen-denkfehlern/ (https://deichmohle.de/unsre-epoche-ist-gefangen-zwischen-zwei-systematischen-denkfehlern/)

Zitatins Wahnhafte gesteigerte Angst vor vermeintlich in kleinen westlichen Ländern wie der BRD menschengemachten Klimakatastrophen,

Wenn ich sowas schon lese - vom Verfasser diverser Incel-Manifeste... Für mich sind diese Typen und ihre Anhänger arme Würstchen (Schwänzchen?). Es gibt genug Männer, die weder Adonisse noch reich noch muskulös noch berühmt sind, sondern einfach charmant und liebevoll und interessante Diskussions- und aufmerksame Bett- und Lebenspartner. Und die finden fast immer tolle Frauen, die auch charmant und liebevoll und interessante Diskussions- und aufmerksame Bett- und Lebenspartnerinnen sind. Diese andere Art von Männern (Incels) sind selbst schuld, wenn sie keine Frau finden, die mit ihnen was zu tun haben will.

Und tschüs, t385.  :angel: 
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 28. April 2025, 16:14:16
Zitat von: Juliette am 28. April 2025, 16:00:45
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40Siehe auch den Mathematiker und Autor Jan Deichmohle, der seit den 80ern beschreibt, wie Feminismus westliche Kulturen zerstört:

https://deichmohle.de/unsre-epoche-ist-gefangen-zwischen-zwei-systematischen-denkfehlern/ (https://deichmohle.de/unsre-epoche-ist-gefangen-zwischen-zwei-systematischen-denkfehlern/)

ZitatJedoch ist dem Etablissement völlig entgangen, daß es seit 1968 in allen westlichen Ländern von Ideologien vollständig übernommen wurde, die menschliche Natur fanatisch bekämpfen. Radikale feministische Wellen, Gender-Mainstreaming, die Propagierung unfruchtbarer Neigung und körperlicher Verstümmelung zum Geschlechtswechsel, die staatlich betriebene Schleifung aller natürlichen Geschlechtsunterschiede und jeglicher menschlicher Kultur, die darauf beruht, gehören dazu ebenso wie linksradikale Utopien und Ideologien, etwa offene Grenzen, Massenmigration, ins Wahnhafte gesteigerte Angst vor vermeintlich in kleinen westlichen Ländern wie der BRD menschengemachten Klimakatastrophen, irrationaler ,Antirassismus', der sich auf feministische Vorbilder begründet. So ist BLM (Black Lives Matter) ein Abklatsch eines radikalfeministischen, geheim unter Männerausschluß operierenden Forums namens WLM (Women's Lives Matter). Letzteres kennt fast niemand und ich nur deswegen, weil ich über diesen Themen seit Jahrzehnten gearbeitet habe.
:taetschel:

Früher, als alles noch gut oder wenigstens besser war, galt Hysterie als typisch weibliche Eigenschaft. ;D
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 28. April 2025, 16:16:25
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40schon vor 25 Jahren von Rechten/Incels online propagiert. Hälst du female choice für ein Fantasiekostrukt?
Ich entnehme dieser Frage, dass Du auf solches Zeug abfährst. Wenn irgendwelche Thesen seit Jahren oder Jahrzehnten im Schwange sind, dann sagt das nullkommagarnix darüber, ob sie korrekt sind.

Das einzige, was man aus dem Gejammer ablesen kann, ist: Da gibt es Leute, die sind unzufrieden, dass sie keine Beziehung zustande kriegen. Das bringt sie aber nicht im mindesten ins Nachdenken, ob vielleicht mit ihnen selber oder mit ihren Vorstellungen von Sex, ich rede noch gar nicht von Partnerschaft, irgendwas nicht genießbar ist. Wenn sie offenbar unattraktiv sind, dann vielleicht, weil nicht jede auf Schweiß und Leder und Bewunderung von Selbstverherrlichung steht.

Statt dessen bilden sie sich ein, der ,,Feminismus", die Aufklärung und der Klimawandel sind schuld.

Zitat von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40Siehe auch den Mathematiker und Autor Jan Deichmohle, der seit den 80ern beschreibt, wie Feminismus westliche Kulturen zerstört

Der Text beginnt so:
ZitatAuf der einen Seite steht in unsrer Epoche ein Etablissement, das davon überzeugt ist, eine ,wertebasierte Ordnung' zu vertreten
Er meint Establishment, was immer er dahinter vermutet. Vielleicht die Bilderberger oder den deep state. Man weiß es nicht.

ZitatJedoch ist dem Etablissement völlig entgangen, daß es seit 1968 in allen westlichen Ländern von Ideologien vollständig übernommen wurde
Papst Benedikt XVI war völlig der gleichen Ansicht. Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche waren durch die 68er verursacht. Den Rest habe ich überflogen, aber nicht eine einzige Stelle erkannt, die auch nur entfernt einen Anklang von Realität oder historischer Wirklichkeit hat. Ein freidrehendes Gejaule. Bitte verschone uns mit solchen Ergüssen.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 28. April 2025, 16:19:26
WTF ist Jan Deichmohle? Muss man den kennen?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 28. April 2025, 16:41:36
Zitat von: RPGNo1 am 28. April 2025, 16:19:26WTF ist Jan Deichmohle? Muss man den kennen?

Zitat von: Peiresc am 28. April 2025, 16:16:25Ein freidrehendes Gejaule.

 :2thumbs:
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Rabenaas am 28. April 2025, 16:42:16
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 14:41:40Was redest du da? Die 80/20-Theorie wurde schon vor 25 Jahren von Rechten/Incels online propagiert. Hälst du female choice für ein Fantasiekostrukt?
Okay, ich korrigiere mich: Ein schönes Beispiel, in dem rechter biologistischer Blödsinn einer Feministin die Grundlage für eine genauso blödsinnige feministische Theorie liefert.

Und nein: natürlich ist "female choice" keine Fantasie, sondern ein Begriff aus der Evolutionsbiologie. Seine Verwendung durch Incels u.a. Spinner ist aber genauso gelagert wie der Mißbrauch des Begriffs "Survival of the fittest".
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 28. April 2025, 16:49:37
Zitat von: Max P am 28. April 2025, 16:14:16:taetschel:

Früher, als alles noch gut oder wenigstens besser war, galt Hysterie als typisch weibliche Eigenschaft. ;D

:rofl2
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: t385 am 28. April 2025, 16:51:57
Zitat von: HAL9000 am 28. April 2025, 15:50:12Wird das hier jetzt endgültig zum Incel-Sumpf, wenn auch noch der Säulenheilige der verschmähten
Kleingamter hervorgezerrt wird?
Glaubst du, Deichmohle verfasst 70 Bücher einfach so zum Spaß? Allein dass die Verlage seine Bücher aus fadenscheinigen, ideologischen Gründen ablehnen, zeigt doch, dass etwas im Argen liegt. Wenn ich aber eines gelernt habe, dann, dass man höllisch aufpassen muss ,wenn man Feministinnen kritisiert, sonst wird man zum Abschuss freigegeben.

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Rabenaas am 28. April 2025, 16:54:52
Zitat von: RPGNo1 am 28. April 2025, 16:19:26WTF ist Jan Deichmohle? Muss man den kennen?
Eine Suche auf Amazon liefert auf Anhieb 4 Taschenbuchpublikationen (Online Self-Publishing) aus 2025, für 2024 habe ich bei 14 aufgehört zu zählen. Die Machwerke tragen so ansprechende Namen wie "Zum Guru werden", "Flirtlehrer sind an mir gescheitert" oder "Kein Vögeln bei Kanarienvögeln: Flirtschüler auf den Kanaren".

Spontan würde ich auf bipolare Störung tippen...
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Conina am 28. April 2025, 17:07:14
Um welchen Feminismus geht´s denn eigentlich. Bis zur zweiten Welle gehe ich mit vielen Sachen konform.

Dass Judith Butler ein Scharlatan ist, darauf können wir uns gerne einigen.

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27
Zitat von: Peiresc am 28. April 2025, 16:16:25Ich entnehme dieser Frage, dass Du auf solches Zeug abfährst. Wenn irgendwelche Thesen seit Jahren oder Jahrzehnten im Schwange sind, dann sagt das nullkommagarnix darüber, ob sie korrekt sind.
Mach dir mal ein Profil auf ner Datingseite und gib dich als Frau aus. Du bekommst easy 100 Nachrichten in einer Stunde. Als Mann herrscht bei dir hingegen gähnende Leere. Woran liegt das denn? Der Partnermarkt ist mittlerweile ein Selbstbedienungsladen für Frauen geworden. Sie müssen einfach nur da sein und abgreifen, was sich ihnen anbietet und wie soll der normale Mann gegen durchtrainierte Hallodris oder 100k-imMonat-Verdiener ankommen? Während Alphas alles abgreifen, was nicht bei Drei auf dem Baum ist, müssen Beta-Männer um jede kleine Chance kämpfen und immensen Aufwand betreiben.

Wer aber von der Genetik her nicht mit einem geltenden Schönheitsideal gesegnet ist, der wird übersehen. Bauchmuskeln gelten heute als attraktiver als Geisteskraft. Ich kann 10 Essays verfassen oder bahnbrechende physikalische Entdeckungen machen. Das interessiert die Frau nicht, wenn der Beach Boy am Strand mit Waschbrettbauch ankommt.

Früher hätte ich als ehrbarer Versorger auf jeden Fall jemanden gefunden. Heute muss ich den Clown und Alleinunterhalter spielen können und das kann ich als Intro nicht.

Das Ungleichgewicht ist nun mal evident. Immer mehr Männer bleiben alleine, Stichwort Male Lonliness Epidemic.

Darum will ich keine Steuern mehr zahlen. Ich will nicht die Frauen und ihre 100 Liebhaber finanzieren, aber auch nicht Bürgergeld oder sonstige Nanny-Staat-Leistungen, die meine Einsamkeit zementieren. Aber wenn man sich darüber aufregt, ist man der böse Incel.

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 17:19:50
Und wenn Du einfach die Angebotspalette vergrößerst? ,,Lieber Bi als nie?" :umarm:
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 28. April 2025, 17:22:06
Zitat von: Peiresc am 28. April 2025, 16:16:25
ZitatAuf der einen Seite steht in unsrer Epoche ein Etablissement, das davon überzeugt ist, eine ,wertebasierte Ordnung' zu vertreten
Er meint Establishment, was immer er dahinter vermutet. Vielleicht die Bilderberger oder den deep state. Man weiß es nicht.
Das hatte ich glatt überlesen. Wahrscheinlich sind weder Bilderberger noch Deep state gemeint, sondern es ist bloß ein Freudscher Verschreiber.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 28. April 2025, 17:27:58
Zitat von: Eratosthenes am 28. April 2025, 17:19:50Und wenn Du einfach die Angebotspalette vergrößerst? ,,Lieber Bi als nie?" :umarm:
Nicht doch, er fällt doch nicht auf die vom Etablissement propagierte "unfruchtbare Neigung" herein!
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 28. April 2025, 18:24:59
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27wie soll der normale Mann gegen durchtrainierte Hallodris oder 100k-imMonat-Verdiener ankommen?

Ich empfehle weniger Verspanntheit. Wie soll die normale Frau, die sich für hässlich, jedenfalls nicht für schön hält, gegen all die Barbies ankommen?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Gefährliche Bohnen am 28. April 2025, 18:37:20
Ich würde ja Jordan Peterson nicht als Hort der Vernunft propagieren, aber in solchen Fällen frage ich mich manchmal, ob er für die Tdreihundertfünfundachzigs dieser Welt nicht die richtige - oder zumindest etwas bessere - Adresse wäre. Ähnliche Grundannahmen, aber weniger destruktive Schlussfolgerungen und etwas mehr Selbstwirksamkeitsvermittlung als Inceltum in Reinkultur.
@t385: hast du es mal mit "12 Rules for Life" probiert?
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 18:57:10
Mal eine andere Frage. Gibt es denn zur beschriebenen Problematik gar keine Studienlage? Ich erinnere mich an eine Sendung, in der ein Versuch beschrieben wurde in dem hundert Hochzeitsfotos in der Mitte auseinander geschnitten wurden, und die Probanten jeden der beiden Haufen nach Sympathie ordnen sollten, damalige Aussage man hätte, nach dem man die beiden Reihen nebeneinander gelegt hat, die Originalfotos fast wieder 1 zu 1 zusammenkleben können. Wer noch die klassische Tanzschule durchlaufen hat, konnte ja bei der Abschlussballfrage, ähnliche Tendenzen beobachten. Ausser man war der Nerd, der sich als einziger getraut hat das Trophygirl zu fragen  8)

Gerade Psychiater und Psychologen, sollten doch in ihrer Klientel viele Menschen haben die damit kämpfen müssen?

Oder ist das eine der letzten Hochburgen des Sozialdarwinismus?

Nur zur Erklärung, die Frage finde ich interessant ganz unabhängig von dem seltsamen Mutterkreuzbingo dem @t385 da zwangsweise Frauen aussetzen zu wollen scheint.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 28. April 2025, 19:04:12
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27Wer aber von der Genetik her nicht mit einem geltenden Schönheitsideal gesegnet ist, der wird übersehen. Bauchmuskeln gelten heute als attraktiver als Geisteskraft. Ich kann 10 Essays verfassen oder bahnbrechende physikalische Entdeckungen machen. Das interessiert die Frau nicht, wenn der Beach Boy am Strand mit Waschbrettbauch ankommt.

Leute, die von anderen glauben, dass die nur auf Äußerlichkeiten abfahren, fahren meiner Erfahrung nach selbst nur auf Äußerlichkeiten ab. Wahrscheinlich glaubst du, dass dir eine Barbie zustünde, wenn alles mit rechten Dingen zuginge. "Die Frau" ist für dich anscheinend nur eine Mikrobe in einem Amöbenschleim, dumm und ohne jede Persönlichkeit, nur gut oder nicht gut zum Ficken, Putzen und sonstigen Dienstleistungen. Sonst hättest du irgendwann mal bemerkt, dass es prozentual genauso viele beeindruckende Frauen gibt wie Männer, und genauso viele schreckliche Frauen wie Männer. Wenn deine "10 Essays" so klingen, wie deine Beiträge in diesem Thread, beeindruckst du damit ganz sicher keine Frau, die noch einen Rest Verstand hat. Vielleicht ist manchmal etwas Menschlichkeit und Offenheit wichtiger als eine physikalische Entdeckung. 
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 19:47:54
Zitat von: Peiresc am 28. April 2025, 18:24:59
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27wie soll der normale Mann gegen durchtrainierte Hallodris oder 100k-imMonat-Verdiener ankommen?

Ich empfehle weniger Verspanntheit. Wie soll die normale Frau, die sich für hässlich, jedenfalls nicht für schön hält, gegen all die Barbies ankommen?

Das ist jetzt rein Anektotisch, aber in meinem Umfeld ist das meist passiert, indem sie zumindest ihre optischen Erwartungen, deutlich heruntergeschraubt haben, oft auch, leider ihre charakterlichen.

Ist wohl manchmal so wie mit Tante Elfriede, die so lange einen netten Steinbock gesucht hat bis sie einsam sterben musste, trotz Karl- Heinz, der Jungfrau, der sie vergöttert hat.

https://www.welt.de/sport/gallery8096219/Das-sind-die-schoensten-Spielerfrauen.html (https://www.welt.de/sport/gallery8096219/Das-sind-die-schoensten-Spielerfrauen.html)

Vielleicht reicht es aber auch gut kicken zu lernen, dann kannst du ausschauen wie du willst.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 20:33:15
Zitat von: Eratosthenes am 28. April 2025, 18:57:10Mal eine andere Frage. Gibt es denn zur beschriebenen Problematik gar keine Studienlage?

Doofe Frage, natürlichgibt es die. Wie zu erwarten ist die Antwort so wenig romantisch, wie vielschichtig:

ZitatDas Ergebnis ist ernüchternd: Unsere vermeintlich privatesten Entscheidungen werden von der Arithmetik des Heiratsmarkts stark mitregiert. Unsere Wünsche und Motive sind deshalb jedoch keineswegs ohne Bedeutung. Manche der zuvor beschriebenen Marktmechanismen wurden hier sehr stilisiert herausgestellt, um sie zu verdeutlichen. Die Realität ist wie immer wesentlich komplexer. Vor allem das beschriebene Marktprinzip des Ausgleichs relativer Attraktivität muss dahingehend verallgemeinert werden, dass es sich in der Realität nicht auf jedes einzelne Merkmal der Partnerwahl, sondern auf die Gesamtattraktivität einer Person bezieht. Dabei ist die Gewichtung zwischen verschiedenen Eigenschaften eines potentiellen Partners und die Bewertung partnerschaftlicher Interaktions (-möglichkeiten) nicht nur kulturellem Wandel unterworfen, sondern auch mit einer beträchtlichen inter-individuellen Variabilität verbunden. Vor diesem Hintergrund entstehen die beobachtbaren Heiratsmuster aus einem komplexen und für den Forscher interessanten Geflecht der beschriebenen Faktoren.

https://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca1_2000/klein.html#:~:text=Die%20Wahl%20des%20(Ehe%2D),die%20Nationalit%C3%A4t%20und%20andere%20Merkmale. (https://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca1_2000/klein.html#:~:text=Die%20Wahl%20des%20(Ehe%2D),die%20Nationalit%C3%A4t%20und%20andere%20Merkmale.)

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 20:50:58
Zitat von: Max P am 28. April 2025, 17:27:58
Zitat von: Eratosthenes am 28. April 2025, 17:19:50Und wenn Du einfach die Angebotspalette vergrößerst? ,,Lieber Bi als nie?" :umarm:
Nicht doch, er fällt doch nicht auf die vom Etablissement propagierte "unfruchtbare Neigung" herein!


Wieder rein anektotisch, und fast ein bisschen esoterisch, um so weniger du suchst und Spass mit dir selber hast, umso attraktiver wirst du. Nichts ist abtörnender als Verzweiflung (ausser für eine gewisse Gruppe von Menschen, die sie wittern können und keine Skrupel haben)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 28. April 2025, 21:21:06
Oder du bist ein mächtiges Arschloch.....für viel zu viele Frauen attraktiv.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=457475211791938&id=298903077649153&set=a.310260123180115 (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=457475211791938&id=298903077649153&set=a.310260123180115)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 28. April 2025, 21:57:13
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27Wer aber von der Genetik her nicht [..] gesegnet ist, ...
Ich fürchte, dass dein Hauptproblem nicht dein Äußeres ist.
Kannst es ja auch auf die Genetik schieben. Dein Frauenbild ist erbärmlich, ähnlich deinen "Argumenten".
Mein (nach Selbsteinschätzung maximal im unteren Durchschnitt liegendes) Äußeres hat mich jedenfalls
nicht daran gehindert, mich erfolgreich fortzupflanzen. Die Frau, Akademikerin (ich einfacher Angestellter),
tat es sogar freiwillig.

Du tust mir leid. Ganz ehrlich und ohne Sarkasmus. Trotzdem lasse ich dich ab jetzt ohne weitere Beteiligung
meinerseits in deinem Saft schmoren. Habe ein halbwegs erfülltes Restleben. Lebe wohl.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Typee am 29. April 2025, 14:52:46
Friedrich Torbergs "Tante Jolesch" hat Trost:

Alles was a Mann scheener is als an Aff, is a Luxus.

 :laugh:
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 29. April 2025, 15:48:39
 :grins
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Peiresc am 19. Mai 2025, 04:47:55
Zitat von: t385 am 28. April 2025, 17:10:27Wer aber von der Genetik her nicht mit einem geltenden Schönheitsideal gesegnet ist, der wird übersehen. Bauchmuskeln gelten heute als attraktiver als Geisteskraft. Ich kann 10 Essays verfassen oder bahnbrechende physikalische Entdeckungen machen. Das interessiert die Frau nicht, wenn der Beach Boy am Strand mit Waschbrettbauch ankommt.

Hier mal eine Antwort, die nicht ironisch, nicht theoretisch, nicht wissenschaftlich belegt ist. Sie ist von einem Mann mit einer genetisch bedingten Erkrankung:
ZitatI've noticed that a lot of men think women don't want to be with them because of their physical attributes.That they need to look a certain way.

I've used a wheelchair since I was 25 years old. My body is not typical by any standard.

I've been in relationships for most of my adult life. For the past 15, I've been married to the most amazing woman I've ever met.

When we started dating I was in debt. Had less than nothing.

Women, in general, just want someone who treats them like a person. Who enjoys being with them. Cares what they think. Treats them well. Respects their feelings and ideas. Being funny helps.

If you're a man who is not able to find someone, it's most likely you need to work on your personality.

Which admittedly is harder than going to the gym, but is much likelier to make you, and by extension others, fun to be with.


Ich sollte vielleicht hinzufügen, falls das nicht schon deutlich ist: Kranksein ist nicht seine einzige Qualität. Die Antwort ist von Haraldur (WP (https://en.wikipedia.org/wiki/Haraldur_Ingi_%C3%9Eorleifsson)), dem ich auf X folge, seit er einmal Elon Musk hat auflaufen lassen (#291 (https://forum.psiram.com/index.php?topic=17960.msg268214#msg268214)). Sie ist einfach nur menschlich. Es hätte ein versöhnlicher Schlusskommentar sein können, aber gerade eben fügt er hinzu:
ZitatI wrote a tweet suggesting men should treat women like they are people.

And my replies are now full of men who think all women are horrible, that my wife is ugly, that I'm worthless because I have a disability, and that I should die.

I think we might have a problem.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 19. Mai 2025, 09:16:35
Zitat von: Peiresc am 19. Mai 2025, 04:47:55aber gerade eben fügt er hinzu:...
Es wird auch hier so sein, dass vermehrt die Frustrierten, vermeintlich Abgehängten/Ignorierten
t385-Pendants mit zu viel Tagesfreizeit kommentieren. Wie überall schreien die Extremen am lautesten.
Ich möchte das nicht verharmlosen, diese Kommentare sind furchtbar (und würden mich sehr verletzen),
aber ich vermute, hoffentlich zu Recht, dass das nur eine kleine Minderheit ist.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Eratosthenes am 19. Mai 2025, 12:27:52
Ich muss bei solchen Fragen immer an den Ötztaler Zimmerer denken, der gemeint hat wenn seine Kolonne irgendwo auf Montage sei, suche er sich immer eine die ein wenig schielt oder ein Bein nachzieht, das seien die dankbarsten.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 22. September 2025, 08:34:31
Zitat von: Eratosthenes am 19. Mai 2025, 12:27:52Ich muss bei solchen Fragen immer an den Ötztaler Zimmerer denken, der gemeint hat wenn seine Kolonne irgendwo auf Montage sei, suche er sich immer eine die ein wenig schielt oder ein Bein nachzieht, das seien die dankbarsten.

Hm, mit Verlaub gesagt, halte ich diesen Zimmerer für ein Arschloch.

Zum Thema zurück, das hier würde auch in diverse andere Threads passen (zB die diversen Parteien, die man nicht mag oder so):

https://taz.de/Ueberraschung-im-Bundeshaushalt/!6110512/

ZitatDie Gelder aus dem Bundeshaushalt für den Verein ,,Donum Vitae zur Förderung des Schutzes des menschlichen Lebens" sollen verdoppelt werden. Das sieht der Haushaltsplan für 2025 vor, der am Donnerstag beschlossen werden soll. Der Verein orientiert sich am katholischen Menschenbild und berät auch im Schwangerschaftskonflikt ,,auf das Leben hin", wie es auf der Webseite heißt.

700.000 Euro mehr als ursprünglich im Regierungsentwurf vorgesehen soll es nun für den ,,Ausbau der Hilfen für Schwangere" geben, die gesamte Summe geht an den Verein. ...

... Jutta Güldenpfennig aus der Geschäftsführung des Fachverbands Pro Familia für Sexualberatung, Sexualpädagogik und Familienplanung, der im Schwangerschaftskonfliktfall ebenfalls ergebnisoffen berät, sagte der taz: Interessant sei, dass mit den Mitteln ,,Beratung gestärkt" werden solle. Denn das sei aufgrund des Schwangerschaftskonfliktgesetzes auf Bundesebene nicht möglich.

,,Die Mittel für den Bundesverband von Donum Vitae können nicht direkt für Beratung eingesetzt werden", so Güldenpfennnig: ,,Die Beratungsstellen werden über die Bundesländer auf Landesebene finanziert."

Hervorhebung von mir.

Vorwärts nimmer, rückwärts immer.

Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Gurkerl am 21. Dezember 2025, 23:34:30
Ich stell's mal hier rein:
Möchte schreien und davonlaufen! Rechtfertigung für weibliche Digitalverstümmelung!Echt jetzt?
https://jme.bmj.com/content/early/2025/12/14/jme-2025-110961
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 21. Dezember 2025, 23:44:46
Zitat von: Gurkerl am 21. Dezember 2025, 23:34:30Ich stell's mal hier rein:
Möchte schreien und davonlaufen! Rechtfertigung für weibliche Digitalverstümmelung!Echt jetzt?
https://jme.bmj.com/content/early/2025/12/14/jme-2025-110961
Haben wir auch hier: https://forum.psiram.com/index.php?topic=18165.msg292706#msg292706
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 21. Dezember 2025, 23:56:19
Ich antworte mal hier (das hat schon was mit Feminismus zu tun, nur was?).

Zitat von: Gurkerl am 21. Dezember 2025, 23:34:30Möchte schreien und davonlaufen!

Man könnte es für einen Sokal-Hurz oder für eine Realsatire halten, aber es ist genau die Denke, die man im progressiven Lager des Postkolonialismus findet (die "Indigenen" haben ihr eigenes Wissen und das passt den Kolonialherren nicht, weswegen sie es versuchen, per Rationalismus zu zertrümmern). Und den BS als solchen zu erkennen, genügt schon der Satz:

ZitatMoreover, we highlight a troubling double standard that legitimises comparable genital surgeries in Western contexts while condemning similar procedures in others.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 22. Dezember 2025, 00:26:52
Zitat von: Gurkerl am 21. Dezember 2025, 23:34:30Möchte schreien und davonlaufen
Ich laufe mit. Das sind im Grunde intelligente Menschen (glaube ich jedenfalls, schließlich haben
sie einen akademischen Grad erworben), die sowas von lost und von der Realität entkoppelt sind,
dass mir da echt (fast) die Worte fehlen.
Wenn mir das jemand von diesen Herrschaften IRL ins Gesicht sagen würde, käme unweigerlich meine
Frage, ob ihnen jemand ins Gehirn gesch*ssen hat.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 07:42:42
Zitat von: HAL9000 am 22. Dezember 2025, 00:26:52Das sind im Grunde intelligente Menschen (glaube ich jedenfalls, schließlich haben
sie einen akademischen Grad erworben), die sowas von lost und von der Realität entkoppelt sind,
dass mir da echt (fast) die Worte fehlen.

Das sind Menschen, die in einer eigenen akademischen Bubble leben, arbeiten und wirken. Nichts geht rein, nichts geht raus. Dazu fällt  mir dann ein Zitat von Terry Pratchett aus "Small gods" ein:
"Mind like a steel ball, Om had said. Nothing got in or out. So all Vorbis could hear were the distant echoes of his own soul.  And out of the distant echoes he would forge a Book of Vorbis, and Brutha suspected he knew what the commandments would be."
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 22. Dezember 2025, 08:13:47
Zitat von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 07:42:42nichts geht raus."
Schön wär's!!

Das erinnert mich an sogenannte "Transfrauen", die ihre Transigkeit stets überall eifrig sicht- und hörbar vor sich hertragen, bis zu dem Moment, wo sie Bettgesellschaft suchen und ihr Transsein urplötzlich streng geheim halten müssen.*

Man könnte mal eine Hitliste der irrationalsten postmodernen Taktiken erstellen, und das wäre bei mir ziemlich weit oben.
Vieles kann auch einfach mit exzessivem Narzissmus erklärt werden. Dann ergeben diese Moves auf einmal auch Sinn. 

*
https://pride.direct/it/blogs/news/britisches-sex-tauschungsgesetz-trans-menschen-im-dating-dilemma-parallelen-und-unterschiede-zu-deutschland?srsltid=AfmBOopzJTOXHRlvgGUZSaB34Ou_4rZ2jNM7dXFNmWKFpe_mwOF8hZBC

Dieser Willy (Willoughby oder wie der sich schreibt, kann ich mir nicht merken) ist ein expliziter Vertreter dieser Spezies und hatte schon häufiger großangelegte Dispute mit JKR darüber. Nicht, dass die sich unbedingt darum reißt, in Willys Sexabenteuer hineingezogen zu werden. Aber Willy stalkt JKR permanent und ihr scheint es auch mittlerweile ein gewisses Vergnügen zu bereiten, diesen Typen auflaufen zu lassen.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Purple Tentacle am 22. Dezember 2025, 08:52:55
Zitat von: HAL9000 am 22. Dezember 2025, 00:26:52Ich laufe mit.
Ich auch. $)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 09:05:19
Fuambai Ahmadu, die als Erstautorin des Artikels im "Journal of Medical Ethics"genannt wird, ist schon seit vielen Jahren ein Verfechterin der These, dass FGM nichts Schlechtes für Frauen sei. Sie hat sich als Erwachsene selbst dieser Prozedur unterzogen. Es gibt dazu einen Artikel der NYT von 2007, wo sie das Vorgehen verteidigt:

ZitatShould African women be allowed to engage in the practice sometimes called female circumcision? Are critics of this practice, who call it female genital mutilation, justified in trying to outlaw it, or are they guilty of ignorance and cultural imperialism?
[...]
Dr. Ahmadu, a post-doctoral fellow at the University of Chicago, was raised in America and then went back to Sierra Leone as an adult to undergo the procedure along with fellow members of the Kono ethnic group. She has argued that the critics of the procedure exaggerate the medical dangers, misunderstand the effect on sexual pleasure, and mistakenly view the removal of parts of the clitoris as a practice that oppresses women. She has lamented that her Westernized "feminist sisters insist on denying us this critical aspect of becoming a woman in accordance with our unique and powerful cultural heritage."

https://archive.nytimes.com/tierneylab.blogs.nytimes.com/2007/11/30/a-new-debate-on-female-circumcision/
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 22. Dezember 2025, 10:44:35
Kathleen Stock hat sich schon vor Jahren damit befasst, das ist also weder neu in der Agenda noch ein Auswuchs einer einzelnen Person.

Es gibt sogar Frauen aus dem globalen Westen, die sich freiwillig der Prozedur unterziehen - aus postkolonialer kultureller aneignerischer Solidarität oder so. Ich habe das gleich nach Lesen schnell in die Verdrängungsablage verschoben. *


*
ich überlege auch gerade, ob das ein klein wenig auf dem gleichen Substrat gewachsen ist wie der männliche Kastrationsfetisch. Es hat ja alles mit Selbstverstümmelung zu tun und selbstverletztendes Verhalten ist bei Frauen weit verbreitet. Aber der sexuelle Hintergrund scheint bei ihnen zu fehlen (ähnlich Andro/Autogynophilie)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Max P am 22. Dezember 2025, 11:25:32
Zitat von: eLender am 21. Dezember 2025, 23:56:19
ZitatMoreover, we highlight a troubling double standard that legitimises comparable genital surgeries in Western contexts while condemning similar procedures in others.
In welchem westlichen Kontext werden denn derartige Genitalverstümmelungen legitimiert? ??? Aber sie hält vermutlich das Entfernen der Vorhaut bei Knaben und männlichen Babys (das man durchaus auch kritisieren darf) ernsthaft für comparable mit den weiblichen Genitalverstümmelungen. $)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 22. Dezember 2025, 11:34:15
Zitat von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 07:42:42nichts geht raus.
Das würde ich befürworten, denn dann würden wir nichts von diesen Hirnrissigkeiten mitbekommen. Ist nur
leider nicht so. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemals einer dieser Geistesgrößen mit Betroffenen der
Genitalverstümmelung gesprochen hat. Sonst würde ihnen, ein kleiner Rest Empathie vorausgesetzt, aufgehen,
wie abwegig ihre "Thesen" sind.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: Juliette am 22. Dezember 2025, 12:10:56
Zitat von: Max P am 22. Dezember 2025, 11:25:32Aber sie hält vermutlich das Entfernen der Vorhaut bei Knaben und männlichen Babys (das man durchaus auch kritisieren darf) ernsthaft für comparable mit den weiblichen Genitalverstümmelungen. $)

Ich finde es grundsätzlich schrecklich und verbrecherisch, an nicht volljährigen Menschen aus medizinisch nicht erforderlichen Gründen am Körper herumzuschnippeln. Und was ich von dieser Philosophie halte, sage ich lieber nicht laut.  :blank:  Und natürlich gibt es graduell sehr sehr große Unterschiede bei Schmerzen und Folgeschäden, aber es geht ums Prinzip.

Prinzipienreiterische Grüße  :grins2:

Zitat von: HAL9000 am 22. Dezember 2025, 11:34:15jemals einer dieser Geistesgrößen mit Betroffenen der
Genitalverstümmelung gesprochen hat

Das Drama ist in den meisten Gebieten, dass sehr viele Frauen auf dieser Verstümmelung ihrer Kinder und Enkelinnen beharren, weil sie sonst "unrein" seien und ähnlicher Bullshit. So, wie ja auch bei den Wachtturmleuten (1 t oder 2 t?) Eltern ihre Kinder verrecken ließen, weil Bluttransfusionen Sünde sein sollten.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 13:07:43
Zitat von: zimtspinne am 22. Dezember 2025, 10:44:35Kathleen Stock hat sich schon vor Jahren damit befasst, das ist also weder neu in der Agenda noch ein Auswuchs einer einzelnen Person.

Kathleen Stock hat einiges zu den sogenannten Feministinnen zu sagen.

ZitatThere's no silver lining to FGM

Cultural relativism is an ethical abyss
https://archive.ph/3RnLu
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 22. Dezember 2025, 13:38:26
Daraus:

ZitatTo use the word "mutilation" is to unfairly stigmatise the vast spectrum of bodily refurbs that exist out there, many of them personally enriching.
🚩🚩🚩🚩
Wenn man denkt, man hat seit social media nun wirklich alles schon gehört und gesehen, geht's immer noch tiefer ins rabbit hole.
Wäre es möglich, dass manche dieser Auswüchse unter Drogenkonsum entstanden sind? Wie die Kunstwerke einiger Künstler? Nicht, dass ich es vergleiche, aber...
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 15:23:51
Ich zitiere mich selber aus dem Identitätspolitik-Thread.

Zitat von: RPGNo1 am 18. Dezember 2025, 13:05:13$)  Woke Hybris vom Feinsten.

Ob die Autoreninnen [Ausnahme Fuambai Ahmadu, s.o] des Essays (https://jme.bmj.com/content/early/2025/12/14/jme-2025-110961) FGM so vehement verteidigen würden, wenn sie selbst davon betroffen wären? Ich bezweifle es sehr.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 22. Dezember 2025, 20:53:42
ich habe das erst jetzt gesehen:

ZitatAhmadu is known for her work on female genital mutilation (FGM) and, in particular, for her decision as an adult and member of the Kono ethnic group to undergo it as part of initiation into the female-controlled Bundu secret society.[3][4]

und bin entsetzt. Aber konsequent immerhin, als Pro-FGM-Aktivistin nicht Wasser zu predigen und Wein zu saufen.

Hier gibt es ein Interview:

https://www.bbc.com/audio/play/p03djj5j

ZitatFuambai Ahmadu is co-founder of the group African Women are Free to Choose, and Nimco Ali is co-creator of the Daughters of Eve movement. Should FGM have a place in the 21st Century?

Was ist denn das für eine Tatsachenverdrehung schon im Namen der Bewegung? Sind es doch üblicherweise Babys und präpubertäre Mädchen, die mit der Verstümmelung glücklich gemacht werden.  Und mit freier Wahl ist da auch nichts.
Sie tun so, als sei das eine informierte und emanzipierte Entscheidung erwachsener Frauen? WTF?
Eine verkorkste Form von Stockholm-Syndrom?

ZitatFGM/FGC wird an Mädchen ab dem Säuglingsalter vorgenommen, in den meisten Fällen vor Beginn oder während der Pubertät. Sie wird ohne medizinische Begründung und zum Großteil unter unhygienischen Bedingungen, ohne Betäubung und von medizinisch nicht geschultem Personal oft mit Rasierklingen, Glasscherben u. ä. durchgeführt.[8]

Ca. 25% der betroffenen Mädchen und Frauen sterben entweder während der Genitalverstümmelung oder an den Folgen.

Quelle: Wiki und frauenrecht.de
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 22:06:33
Die NZZ hat einen Artikel zum Thema veröffentlicht.

ZitatVerstümmelung als Kulturgut: Forscher relativieren Genitalbeschneidung an Mädchen

Die Forderung nach einem Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung sei rassistisch und ungerecht. Das schreibt eine Gruppe von Anthropologen und Soziologen in einer seltsam verhedderten Schrift.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/forscher-kritisieren-verbot-weiblicher-genitalverstuemmelung-ld.1917417
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 22. Dezember 2025, 23:28:04
Zitat von: Max P am 22. Dezember 2025, 11:25:32In welchem westlichen Kontext werden denn derartige Genitalverstümmelungen legitimiert?
Es geht wohl um diese Art der Schnippselei:

ZitatSie lassen ihre Schamlippen verkleinern, ihren Venushügel absaugen oder den sogenannten G-Punkt unterspritzen. Einige OPs sind nötig, weil Frauen Schmerzen und Beschwerden haben, etwa beim Sport. Andere zielen darauf ab, ein Schönheitsideal zu erfüllen oder das Sexleben anzukurbeln.

Wie aus einer Umfrage der Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) hervorgeht, entfielen im vergangenen Jahr knapp vier Prozent der Schönheitsoperationen bei Frauen auf den Intimbereich. Damit sind die Eingriffe fast so populär wie Nasen-OPs. Wie viele OPs genau stattfinden, lässt sich nicht sagen. In einer Ärzte-Umfrage der Internationalen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (ISAPS) im Jahr 2021 ist für Deutschland von rund 12.000 Intimkorrekturen bei Frauen die Rede – rund 50 Prozent mehr als noch fünf Jahre zuvor.
...

Vor allem zwei Gründe gibt es, sich für eine Intimkorrektur zu entscheiden. Genetisch bedingt können etwa große Schamlippen schon Teenagerinnen schwer belasten. Sie reißen ein, werden wund, vor allem beim Sport oder beim Sex. Auch im Alter und nach Geburten, wenn der Körper sich verändert, kann es zu Beschwerden kommen.

Losgelöst davon gibt es aber auch Eingriffe, denen kein medizinischer Grund vorausgeht. Sie sollen einfach nur ,,schöner" machen. Schöner, straffer, jünger – so lauten auch Versprechungen in der Branche. Die Frage ist: Wo werden nachvollziehbare Wünsche erfüllt – und wo neue geweckt?
https://www.welt.de/gesundheit/article246309416/Vagina-Korrekturen-an-Vulva-und-Vagina-sind-bei-Frauen-hierzulande-fast-so-populaer-wie-Nasen-OPs.html

Da handelt es in aller Regel um erwachsene Menschen und um medizinische Gründe. Es gibt auch einen Aspekt, über den man sich erregen könnte (das mit der "Optimierung"). Bei Männers ist das dann die berühmte Pimmelstreckung: man entnimmt einen Teil des Unterarms und fügt ihn in das Glied ein, man hat dann einen kurzen Arm, aber einen mächtigen Schwengel. Hörtmanso.
(Ich musste mir aus medizinischen Gründen schon die Schultern verschmälern lassen, ich passte durch keinen Türrahmen mehr ::) )

Hier werden mal wieder viele Dinge durcheinader geworfen. Es geht primär mal wieder um Identität (man meint, die westliche Denke würde nur versuchen, die identitären Merkmale indigener Kulturen zu pathologisieren - so lese ich den Text oben). Das Phänomen betrifft aber v.a. die, die sich das nicht aussuchen (ob man das - freiwillig, in eigener Absicht - als erwachsener Mensch machen läßt, ist halt was anderes). Und es geht um ein echtes medizinische, psychologisches und auch feministisches Thema (wußte doch, dass das hier her passt). Kurz mal WP, ausschnittsweise:

ZitatFeministische Autorinnen in den 1970er Jahren sahen in der Kontrolle und Unterdrückung der weiblichen Sexualität einen wesentlichen Grund für weibliche Genitalverstümmelung. Eine Frau werde auf ihre bloße Reproduktionsfunktion reduziert.[150]

Diese Sichtweise wurde von einigen Autoren hinterfragt, nachdem seit den 1990er Jahren einige Fachveröffentlichungen eine differenziertere Betrachtungsweise nahegelegt hatten.[150][151] Befürworter der Praxis weisen darauf hin, dass die Verstümmelung weiblicher Genitalien in der Regel von Frauen praktiziert und gefordert werde, während die Männer in den praktizierenden Kulturen oftmals gar keine klare Präferenz für beschnittene Frauen äußerten.[152] Dieses Phänomen wird aus psychoanalytischer Sicht auf die psychische Traumatisierung infolge des Eingriffs zurückgeführt, die einen lebenslangen Versuch zur Folge hat, den im Schmerzgedächtnis gespeicherten Schmerz zu vermeiden. Hieraus resultieren Entwicklungshemmungen u. a. bezüglich der Fähigkeit, Empathie zu entwickeln. Ein Empathieverlust aufgrund von psychischer Traumatisierung tritt gewöhnlich dann auf, wenn die eigene Leiderfahrung einer anderen Person zugefügt wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung

Was für ein Käse, völlig aus dem luftleeren Raum gegriffene Freudianik. Aber das wundert nicht wirklich. Wenn man diese Betrachtung zum Wokismus zählt (es hat zumind. starke Überschneidungen), dann versteht man auch, warum TERFs immer wieder betonen, dass postmodernes Denken und insb. der entsprechende Aktivismus das Gegenteil von Feminismus bzw. generell das Gegenteil von dem ist, was man behauptet, bezwecken zu wollen. Es geht nicht um den Schutz und die Verteidigung von "Benachteiligten". Das wären in dem Fall die Mädchen und auch erwachsenen Frauen, die man verstümmelt. Im Namen der kolonialen Befreiung.

ZitatNachdem 1945 im Sudan ein Verbot erlassen worden war, wurden im darauffolgenden Jahr erstmals zwei Frauen deswegen vor Gericht gestellt. Der Verhandlung folgten heftige anti-koloniale Proteste, woraufhin die Kolonialverwaltung die Umsetzung des Verbots stark einschränkte. Die Beschneidung wurde anti-koloniales Symbol und Ausdruck nord-sudanesischer Nationalidentität.[247] 1956 kam es zum Aufkommen der Ngaitana-Bewegung in Kenia, nachdem der ausschließlich männliche Gemeinderat der Stadt Meru unter dem Druck der Kolonialverwaltung einstimmig ein Verbot der Genitalbeschneidung beschlossen hatte. Dies führte dazu, dass sich bis dahin unbeschnittene Mädchen und Frauen selbst beschnitten,[248] um gegen die Fremdbestimmung zu protestieren und ihrer körperlichen Autonomie Ausdruck zu verleihen. Die Ngaitana wurden Teil der politischen Mau-Mau-Bewegung, die in die kenianische Unabhängigkeitsbewegung mündete. Deren Führer, der spätere Präsident Jomo Kenyatta, betonte die kulturelle Bedeutung der Beschneidung.[249][250]

Zitat von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 22:06:33Die NZZ hat einen Artikel zum Thema veröffentlicht.
Danke, schaue ich mir mal an.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 23. Dezember 2025, 22:32:12
Zitat von: RPGNo1 am 22. Dezember 2025, 22:06:33Die NZZ hat einen Artikel zum Thema veröffentlicht.
Immer gut, wenn sich jemand sowas im Detail anschaut, es ist ansonsten beinahe reine Zeitverschwendung. Ein paar interessante Punkte (um die Schwachsinnigkeit besser verstehen zu können, sie kommt ja meist getarnt daher).

ZitatDie Forscher betonen, dass Operationen an den Geschlechtsteilen Minderjähriger im Westen als evidenzbasiert und moralisch richtig empfunden würden, wenn sie zum Beispiel an Transkindern stattfänden oder an intergeschlechtlichen Kindern – also jenen, die von Geburt an biologisch kein eindeutiges Geschlecht aufgrund von Entwicklungsstörungen zeigen. Darüber hinaus seien Schamlippenkorrekturen zur Verschönerung im «globalen Norden» akzeptiert, hingegen im «globalen Süden» dämonisiert – was eine Art Fortführung postkolonialen Herrschaftsdenkens darstelle.

Hm, man findet also Dinge vergleichbar, die es so gar nicht gibt. Dazu noch die merkwürdige Drehung mit den Transkindern (solche OPs sind gar nicht erlaubt, das hätte man als Vergleich nehmen können, aber das ist auch kein Verdienst progressiver Kräfte - eher eines der bösen Postkolonialisten). Ansonsten findet man das als Progressiver doch voll toll, wenn man da körpermodifizierend aktiv ist (weil es der Identitätsfindung ... ähm -Anpassung dient).

Es geht auch nicht um Schamlippenkorrektur (sowas gibt es bei Minderjährigen hier nicht und wenn, dann allenfalls aus medizinisch gewichtigen Gründen). Auch bei DSD wird das nicht mehr gemacht, man lernt aus seiner Erfahrung. Das hat alles auch nichts mit Identität zu tun (außer bei Transen). Im Text der NZZ wird das auch nochmal ausgeführt, aber soviel falsche Vergleiche sind schon auffällig genug, um sie ernst zu nehmen.

ZitatNur scheinen die Autoren zu unterschätzen, dass dieser in bestimmten kulturellen Kreisen vorherrschende Meinungsstandard nichts zu tun hat mit evidenzbasierter Wissenschaft.
Aufgrund von evidenzbasierter Wissenschaft operieren heute Ärzte Kinder mit intergeschlechtlichen Merkmalen nicht mehr, damit sie bestimmten Geschlechtserwartungen entsprechen. Zu oft hat man in der Vergangenheit gesehen, dass die psychischen und körperlichen Folgen für die Betroffenen furchtbar waren.
Auch geschlechtsangleichende Operationen an Kindern mit Geschlechtsdysphorie – also Transkindern – sind extrem umstritten. Immer mehr stellt sich heraus, dass die evidenzbasierte Wissenschaft keine Indikation dafür liefert. Sie zeigt im Gegenteil hohe Risiken für die Betroffenen. Aus diesem Grund rücken immer mehr westliche Länder davon ab. In den meisten sind Operationen an Minderjährigen ohnehin verboten.

Man könnte sagen, man arbeitet sich an Strohmännern ab. Das ist ein Kernmerkmal postmoderner "Argumentation". Es ist mehr als nur einfache Dummheit.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: MrX am 24. Dezember 2025, 20:47:46
Das FGM-Paper ist nicht ganz so schlecht, wie ich erwartet habe, es sind nämlich nicht alle der Autoren Verteidiger von FGM, sondern kritisiert wird die Art und Weise, wie darüber gesprochen wird. Mich interessiert dabei besonders der Doppelstandard, dass manche zwar nicht-einvernehmliche FGM (nach WHO-Definition) kategorisch ablehnen, das aber bei der männlichen Beschneidung anders sehen. Einer der Autoren ist Brian Earp und von ihm ist das hier lesenswert:

https://doi.org/10.2147/MB.S63709

ZitatSpecifically, I show that at least certain forms of FGM (or female genital alteration [FGA]),21 including forms that are legally prohibited in Western societies, are demonstrably less harmful than the most prevalent forms of male circumcision. I also show that certain forms of male circumcision (or male genital alteration [MGA]), including forms that are common in parts of Africa and elsewhere, can be at least as harmful as the most extreme forms of FGA as practiced in any context.

Zitat[M]ore minor forms of female genital alteration are indeed being performed in hospital settings in an increasing number of communities worldwide, on the model of routine male circumcision as performed in the United States.47 This trend has not been welcomed, however, by those who oppose FGM regardless of implementation or type,11,47,48 and it has been explicitly condemned by both the World Health Organization and the United Nations.11

ZitatThe point here is not to suggest that there is in fact good evidence that certain forms of FGA could definitely reduce the risk of male-to-female transmission of HIV; as it stands, that is not the case. Instead, the point is that regardless of any evidence for such a possibility, serious research into the question is unlikely ever to be considered, simply because such procedures are unacceptable to Western ethical and cultural norms.104 Bell has highlighted the contradictory policies of international health organizations on this point, "which seek to medicalize male circumcision on the one hand, oppose the medicalization of female circumcision on the other, while simultaneously basing their opposition to female operations on grounds that could legitimately be used to condemn the male operations."26

ZitatAs I have argued elsewhere, "Children of whatever [sex or] gender should not have healthy parts of their most intimate sexual organs removed, before such a time as they can understand what is at stake in such a surgery and agree to it themselves."43 [...] While I do not suggest that (non-therapeutic) MGA should be banned, necessarily,85,150,151 it is clear that the current laissez faire attitude toward this practice that is typical of Western societies – and in particular the United States – can no longer be maintained without facing serious objection. FGA and MGA are both highly problematic practices, with far more overlap between them (both physically and symbolically) than is commonly understood: they should not be discussed, therefore, in hermetically-sealed moral discourses.21,104 Instead, the relevant framework is one that analyses a child's right to bodily integrity, and carefully considers how tolerant we are willing to be, in these societies, of practices which irreversibly alter a person's "private parts" in a non-trivial fashion, in the absence of medical necessity,145 and before the person has a chance to say "no."
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 26. Dezember 2025, 23:56:42
Ein Beitrag aus dem Dschungel zur Schnippelei.

ZitatWeder Frau Korn noch andere, die lieber von ,,Beschneidung" sprechen möchten, wenden sich aber pauschal gegen Bemühungen, FGM zu beenden, im Gegenteil. Darin unterscheiden sie sich grundsätzlich von Ahmadu und anderen aus der Gruppe der 26, die den ,,Schaden" bedauern, den die globale Anti-FGM-Kampagne anrichte. Ihre Argumentation ist dabei nicht stringent und bleibt bewusst vage. Man beruft sich auf die Pluralität der Sitten, Riten und Ansichten, um letzten Endes nahezulegen, dass jegliche Einmischung in lokale ,,Traditionen" eine unzulässige Grenzüberschreitung sei. Dabei vermeidet man es, explizit Position zu beziehen und legt Wert darauf, FGM weder ausdrücklich zu befürworten noch zu verdammen. Alles sei eine Sache des Kontextes, und Außenstehende hätten weder das Recht noch die Kompetenz, zu urteilen. Schließlich gebe es so viele Gründe, eine bestimmte Position einzunehmen, und alle hätten gewissermaßen ihr Legitimes: So legten manche bei diesem Thema Wert auf Freiwilligkeit oder körperliche Selbstbestimmung, manche bezögen sich auf medizinische Gründe, manche auf religiöse oder traditionelle Erwägungen, manche führten Kinderrechte an, andere höben das Recht der Eltern hervor, über ihre Kinder zu verfügen und verlangten, dass der Staat sich raushalte. Wer, so der Subtext, wolle da urteilen, was richtig und was falsch sei? Selbst die Autorinnen und Autoren seien da doch nicht einer Meinung! Deutlich wird hier, dass die gesamte Argumentation mit der Relativierung von unveräußerlichen Menschenrechten steht und fällt.
https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2025/12/wie-ein-fachjournal-weibliche-genitalverstuemmelung-verharmlost

Ich war mal in einer Vorlesung, da sagte der Prof.: "Menschenrechte sind ein westliches Konstrukt".

Logik und Stringenz wohl auch.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 27. Dezember 2025, 10:36:39
Zitat von: eLender am 26. Dezember 2025, 23:56:42Ein Beitrag aus dem Dschungel zur Schnippelei
Wegen dieser Art der "Argumentationen" wurde das Sprichwort mit dem Pudding und der Wand geboren.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 27. Dezember 2025, 12:40:28
Zitat von: eLender am 26. Dezember 2025, 23:56:42Ein Beitrag aus dem Dschungel zur Schnippelei.
Guter Artikel. Er trifft den Nagel auf den Kopf.

Kurzer Exkurs: Der Dschungel ist politisch sehr links eingestellt. Von dem ganzen Identitäts- und Intersektionalitätsgedöns halten seine Autoren und Autorinnen aber sehr wenig, wie ich immer wieder registriere, sondern sie äußern scharfe und sachlich fundierte Kritik. Das hebt ihn wohltuend von vielen anderen linken bzw. linksliberalen Medienprodukten ab.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 27. Dezember 2025, 21:31:33
Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen. War mir aber nicht sicher, ob ich das positiv oder negativ bewerten soll  ^-^
Ich hatte die doch neulich auch für den gwup-Blog herangezogen, zum Thema linker Antisemitismus, wenn ich mich richtig erinnere.

Das ist jedenfalls ein seltenes Crossover: linksradikal und gesunder Hausverstand.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: eLender am 27. Dezember 2025, 23:36:22
Zitat von: RPGNo1 am 27. Dezember 2025, 12:40:28Er trifft den Nagel auf den Kopf
Das ist dieses typische Verwirrspiel der Postmoderniker. Der Artikel ist voller Widersprüche, selbst die Autoren widersprechen sich selbst bzw. reden aneinander vorbei. Es wird bis zum Erbrechen relativiert und zu Tode differenziert, so dass gar nicht mehr klar ist, worum es geht und was man jetzt eigentlich sagen wollte. Das kennt man von ähnlichen Debatten (Trans und Co.), da werden auch stets Begriffe verdreht oder ad hoc so angepasst, dass man einfach den Faden verliert. Das ist die Strategie, die man auch vom Sophismus kennt. Es soll dann den Anschein machen, als gäbe es keine absoluten Wahrheiten und alles wäre relativ. Abgesehen von der Tatsache, dass jede Kritik an solchen Praktiken (der Verstümmelung) postkolonialer Wahn ist ::)

Zitat von: RPGNo1 am 27. Dezember 2025, 12:40:28Der Dschungel ist politisch sehr links eingestellt
Das findet man auch bei der taz gelegentlich. Wenn man seine kollektiven Scheuklappen absetzt, sieht man plötzlich doch Fakten, die man nicht so leicht ignorieren kann. Fakten vor Moral, gelegentlich.
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: HAL9000 am 31. Dezember 2025, 11:34:01
Zitat von: Juliette am 22. Dezember 2025, 12:10:56Das Drama ist in den meisten Gebieten, dass sehr viele Frauen auf dieser Verstümmelung ihrer Kinder und Enkelinnen beharren, weil sie sonst "unrein" seien und ähnlicher Bullshit.
Das Drama betrifft nicht nur Mädchen, wie ein aktueller ORF-Artikel (https://orf.at/stories/3415816/) zeigt.
Aber das zu kritisieren ist sicher auch übergriffig, kolonialistisch und vor allem rassistisch...  ::)
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: RPGNo1 am 31. Dezember 2025, 11:42:43
Zitat von: HAL9000 am 31. Dezember 2025, 11:34:01
Zitat von: Juliette am 22. Dezember 2025, 12:10:56Das Drama ist in den meisten Gebieten, dass sehr viele Frauen auf dieser Verstümmelung ihrer Kinder und Enkelinnen beharren, weil sie sonst "unrein" seien und ähnlicher Bullshit.
Das Drama betrifft nicht nur Mädchen, wie ein aktueller ORF-Artikel (https://orf.at/stories/3415816/) zeigt.
Aber das zu kritisieren ist sicher auch übergriffig, kolonialistisch und vor allem rassistisch...  ::)

Ich erwarte nun eine engagierte Verteidigungsschrift seitens Fuambai Ahmadu und Kolleginnen pro Beschneidung von Jungen und das ganze veröffentlicht in einem renommierten Journal.

*Zynismus off*
Titel: Re: Frauenrechte und Feminismus
Beitrag von: zimtspinne am 31. Dezember 2025, 15:37:31
Zitat von: RPGNo1 am 31. Dezember 2025, 11:42:43Ich erwarte nun eine engagierte Verteidigungsschrift seitens Fuambai Ahmadu und Kolleginnen pro Beschneidung von Jungen und das ganze veröffentlicht in einem renommierten Journal.

*Zynismus off*
Bis es soweit ist, kannst du dir diese  (https://whyevolutionistrue.com/2025/12/17/__trashed/) offenen Verteidiger und -innen zu Gemüte führen. Sprinte dazu direkt runter in den Kommentarbereich.

Ein Beispiel, wer keine Lust hat, alle Kommentare durchzugehen:

ZitatCan't we keep this about female genital mutilation? Of 49 comments on this post, at least seven used the post as a springboard to attack infant male circumcision. I realize there are activists for whom the outlawing of male circumcision is one of their callings in life, but FGM is not the place to do it.

Der von mir hervorgehobene Satzteil zeigt deutlich die kognitive Dissonanz samt nicht mal verschleierte Doppelmoral. 

Würde mich nicht wundern, wenn dahinter religiöse Motive (Judentum oder Islam) stecken und es würde mich auch nicht überraschen, wenn diese Personen an anderer Stelle [bei der Verletzung körperlicher Unversehrtheit von Kindern aus ideologischen Gründen/GAC] ganz problemlos eine Anti-Position einnehmen.

Als ich in den USA für eine Weile lebte, kam mir diese Einstellung öfter unter, die ist einfach sehr verbreitet, unabhängig davon, ob die Leute überhaupt Religionen anhängen. Tja, da haben wir wieder diese Art von Stockholm-Syndrom, wo sich mit Menschen/Tätern und Handlungen "identifiziert" wird aus Selbstschutzgründen und als Bewältigungsstrategie.
Man könnte das Syndrom direkt speziell auflegen für woke-Volk und deren pathologisches,  selbstschädigendes Verhalten (assistierte vorsätzliche Selbstbeschädigung oder so) und es Ahmadu-Syndrom nennen.
Als Märtyerin sieht die Dame sich sicher auch obendrein, mit einem guten Schuss Sendungsbewusstsein.