Ev. ist da noch was zum Ergänzen drin. Scheint ein richtiger Obernazi zu sein, dieser Sasek
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Sektenfuehrer-beschwoert-den-3-Weltkrieg/story/19183562 (http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Sektenfuehrer-beschwoert-den-3-Weltkrieg/story/19183562)
Danke. Wir haben erstmal den Link eingebaut und die Linkliste entrümpelt.
Noch eine Ergänzung:
http://www.stern.de/panorama/fragwuerdige-kinder-nachrichten-wer-hinter-jugend-tvnet-steckt-2137517.html
ZitatDas Online-Format "Jugend-TV" sendet täglich Judenhetze, Verschwörungen und homophobe Wirrungen. Dahinter steckt ein selbsternannter Prediger mit rechts-konservativem Gedankengut.
Und noch einer:
Zitat"Jugend-tv.net" vor dem Ende
Krude Verschwörungen und Hetze gegen Juden und Homosexuelle bestimmen den Inhalt von "Jugend-tv.net". Nach einer stern-Recherche reagierten Jugendschützer. Jetzt steht das Portal vor dem Aus.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/zweifelhafte-nachrichten-fuer-kinder-jugend-tvnet-vor-dem-ende-2141812.html
Bzw. auch noch dies:
http://blog.gwup.net/2014/10/04/jugend-tv-macht-ferien/
Ich hängs mal hier an:
Ivo Sasek ist in der Schweiz wieder in der Presse (http://www.watson.ch/Schweiz/Blogs/141404624-SVP-Politiker-zu-Gast-bei-Sektenguru-Ivo-Sasek-%E2%80%93-die-unheiligen-Allianzen-der-Volkspartei)wegen Auftritten von Rechtspopulisten aus der SVP.
und endlich auch verurteilt worden wegen Rassendiskriminierung
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/Sektenprediger-Ivo-Sasek-schuldig-gesprochen;art120094,4923266
In der Schweiz braucht die Justiz jeweils sehr lange. :(
hab trad nen 'dokumentation' von ihm geguckt (https://www.youtube.com/watch?v=OoPYM2iQeyM (https://www.youtube.com/watch?v=OoPYM2iQeyM)) und frage mich jetzt ob sich schon mal jemand die mühe gemacht und das netzwerk rund um den typen dokumentiert hat?
Zitat von: Taniquel am 27. September 2017, 12:11:34
hab trad nen 'dokumentation' von ihm geguckt (https://www.youtube.com/watch?v=OoPYM2iQeyM (https://www.youtube.com/watch?v=OoPYM2iQeyM)) und frage mich jetzt ob sich schon mal jemand die mühe gemacht und das netzwerk rund um den typen dokumentiert hat?
Aktueller Stand: https://www.psiram.com/de/index.php/Ivo_Sasek
Ergänzungen sind natürlich willkommen.
Wegen dem Bericht der Aussteigerin Abigail (https://www.welt.de/vermischtes/article180858858/Sekten-Aussteigerin-Abigail-Die-versuchen-dich-innerlich-zu-brechen.html) fühlt sich Sasek verleumdet und gejagt.
Auf kla.tv ist unterhalb des Videos auch der Text publiziert.
Seine Gegendarstellung ist bereits online. Mit der Wahrheit selber nimmt er es nicht so genau.
Wie im Psiram-Artikel belegt, wurde er im März 2017 wegen dem Auftritt von Sylvia Stolz gebüsst, nun heisst es auf kla.tv
Zitatweil selbst ich als Schweizer für mein Schweigen zu dem, was Frau Stolz gesagt haben soll, was aber weder das 2.000-köpfige Publikum noch der AZK-Rechtsdienst feststellen konnte, bestraft werden soll.
Sasek hat gegen die Geldstrafe wegen dem Auftritt von Sylvia Stolz im Jahre 2012 rekurriert und wurde nun vom Regionalgericht Chur freigesprochen.
ZitatIn der Urteilsbegründung sagte der Richter, Sasek habe keine rassistischen Motive gehabt. Ebensowenig habe er die Verbreitung diskriminierender Aussagen in Kauf genommen.
https://www.watson.ch/schweiz/religion/625681747-schweizer-sektenfuehrer-bietet-holocaustleugnerin-in-chur-plattform-freispruch
Für mich völlig unverständlich. Hoffentlich zieht die Staatsanwaltschaft das Urteil an die nächste Instanz.
Zitat von: Jaegg am 21. August 2018, 20:32:43
Sasek hat gegen die Geldstrafe wegen dem Auftritt von Sylvia Stolz im Jahre 2012 rekurriert und wurde nun vom Regionalgericht Chur freigesprochen.
ZitatIn der Urteilsbegründung sagte der Richter, Sasek habe keine rassistischen Motive gehabt. Ebensowenig habe er die Verbreitung diskriminierender Aussagen in Kauf genommen.
https://www.watson.ch/schweiz/religion/625681747-schweizer-sektenfuehrer-bietet-holocaustleugnerin-in-chur-plattform-freispruch
Für mich völlig unverständlich. Hoffentlich zieht die Staatsanwaltschaft das Urteil an die nächste Instanz.
Eine gute Nachricht für schweizer Bankräuber: altruistische Motive statt schnöder Habgier sorgen für Straffreiheit?
Zitat von: Jaegg am 21. August 2018, 20:32:43
Sasek hat gegen die Geldstrafe wegen dem Auftritt von Sylvia Stolz im Jahre 2012 rekurriert und wurde nun vom Regionalgericht Chur freigesprochen.
ZitatIn der Urteilsbegründung sagte der Richter, Sasek habe keine rassistischen Motive gehabt. Ebensowenig habe er die Verbreitung diskriminierender Aussagen in Kauf genommen.
https://www.watson.ch/schweiz/religion/625681747-schweizer-sektenfuehrer-bietet-holocaustleugnerin-in-chur-plattform-freispruch
Für mich völlig unverständlich. Hoffentlich zieht die Staatsanwaltschaft das Urteil an die nächste Instanz.
Ist vielleicht etwas schnell und aus der Hüfte geschossen, aber bei dem Urteil kommt mir der Gedanke den Richter in die gleiche ideologische Ecke wie Sasek und Stolz zu vermuten.
Etwas anderes Thema, aber dennoch nah dran: Seit 2017 werden die Namen der Redner bei den Sasek-AZK nicht mehr öffentlich genannt. Früher war das üblich und es wurden meist (nicht immer) Videos mit den Vorträgen verbreitet. Es war immer schon so dass man nicht so einfach reinkam in die Veranstaltungen. Jetzt ist das regelrecht abgeschirmt und quasi geheim geworden.
Zitat
Hallo Psiram Team,
Ich möchte einen kleinen Verbesserungsvorschlag abgeben.
Auf der https://www.psiram.com/de/index.php/Anti_Genozid_Bewegung - Webseite von euch steht, dass die OCG, die Anti-Zensur-Zeitung herausgibt. Mittlerweile wurde diese Zeitung ersetzt durch die "Stimme & Gegenstimme" - Zeitung (siehe auch die Webseite https://www .s-und-g.info/ ). Seit 2012 gibt es diese Zeitung und wird, wie im Impressum auch beschrieben, von Ivo Sasek herausgegeben. Vielleicht kann man das ja noch erwähnen in dem Artikel.
Die Artikel, die nämlich in der Zeitung "Stimme und Gegenstimme" veröffentlicht werden, werden öfters immer als Vorlage für die Klagemauer.TV - Sendungen genommen, die dann meistens einfach runtergelesen werden
Diesen Artikel gibt es dazu:
https://www.psiram.com/de/index.php/Stimme_und_Gegenstimme
Heiko Schrang bei der AZK 2018, nächstes mal singt bestimmt Lisa Fitz bei Ivo Sassek
https://www.psiram.com/de/index.php/Anti-Zensur-Koalition
https://www.psiram.com/de/index.php/Lisa_Fitz
Im Schrang-Artikel bei uns steht:
Er trat auch am 11. August 2018 auf einer "Antizensurkonferenz" des Schweizer Sektenführers Ivo Sasek auf.
https://www.psiram.com/de/index.php/Heiko_Schrang
Insofern scheint der Artikel aktuell zu sein.
Hatte ich übersehen, vielleicht könnt ihr ja den screenshot gebrauchen ;) :grins2:
Erfahrungsgemäß lesen die Blogger und Wikiautoren hier mit.
Zitat von: Daggi am 26. September 2018, 14:00:42
Erfahrungsgemäß lesen die Blogger und Wikiautoren hier mit.
ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst.
Was für ein Auftritt des selbsternannten Weltenretters! Wozu noch Feinde - bei solchen Freunden?
Er sitzt da in seinem wegen Covid-19 geschlossenen Cafe und jammert über die ganze Welt und speziell über die "hybriden Kriegstreiber". Er ruft bei 35:20 so ziemlich alle Referenten seiner AZK auf, ihm beiszustehen für eine Art Endkampf, sieht die Welt untergehen. Als ersten erwähnt er Wolfgang Wodarg (https://www.psiram.com/de/index.php/Wolfgang_Wodarg). Ganz am Schluss in den letzten 30 Sekunden ist er sichtlich am Ende mit seiner Kraft.
Was mag da vorgefallen sein? Lassen ihn seine Referenten im Stich?
https://www.kla.tv/2020-03-27/15993
Durch die Schließung seines Cafès wird wahrscheinlich am Rande des finanziellen Ruins stehen.
Es gibt das Gerücht eines neuen Ermittlungsverfahrens am AG Augsburg. Das könnte auch der Grund sein.
Zitat von: Daggi am 05. April 2020, 14:18:20
Es gibt das Gerücht eines neuen Ermittlungsverfahrens am AG Augsburg. Das könnte auch der Grund sein.
https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-Sektengruender-Ivo-Sasek-id57180491.html
(Details hinter paywall)
Ist also kein Gerücht sondern Fakt.
Hier noch der Querverweis, zu den Coronaflyern die derzeit von kla.tv verteilt werden:
https://forum.psiram.com/index.php?topic=17269.new
ZitatDie Schweizer Sekte "Organische Christus Organisation" (OCG) hat persönliche Daten von Tausenden Politikerinnen und Politikern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum gesammelt und gespeichert. Nach Informationen des BR-Politikmagazin Kontrovers sind davon mehr als 8000 Personen betroffen. In dem Datensatz, der dem BR exklusiv vorliegt, finden sich sensible Daten wie private Wohnadressen, private Handynummern, Religionszugehörigkeit, Nationalität oder sexuelle Orientierung.
https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/feindeslisten-103.html
STRG_F-Doku:
ZitatFünf Jahre ist es her, dass Simon aus der "Organische Christus-Generation" (OCG) ausgestiegen ist. Das Besondere: Der Gründer und das Oberhaupt der christlich fundamentalen Bewegung ist sein eigener Vater. Zum ersten Mal spricht Simon in einem ausführlichen Interview über seine Vergangenheit, denn er will vor seinem Vater warnen. Dieser und seine Mitstreiter:innen hätten nicht nur religiöse, sondern auch politische Ziele. STRG_F-Reporterin Isabel macht sich auf den Weg in die Schweiz und will wissen: Wie ist es, in der Sekte aufzuwachsen und wie groß ist die Gefahr durch die OCG?
https://www.youtube.com/watch?v=arTnttV3S7w (24:40)
Grad jetzt läuft im Schweizer Fernsehen Reporter Teil 1 einer Dokumentation zu Ivo Sasek und seiner Familie.
Zu finden hier https://www.srf.ch/play/tv/sendung/reporter?id=18477e06-560d-4305-85f0-fd397d43ad1c
Hugo Stamm weist in einem Artikel auf watson auf einen neuen Film über Ivo Sasek von Raphael Hunziker mit dem Titel "Der Sektenboss 3" hin.
https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/113795166-video-enttarnt-den-sektenboss-ivo-sasek-der-von-einer-diktatur-traeumt
Der 85 minütige Film enthät zum Teil bisher unveröffentlichtes Material.
https://www.youtube.com/watch?v=ajpRSSZFAkA
Zitat von: Jaegg am 26. November 2022, 11:09:24Hugo Stamm weist in einem Artikel auf watson auf einen neuen Film über Ivo Sasek von Raphael Hunziker mit dem Titel "Der Sektenboss 3" hin.
Sehr gut. Es gibt noch eine Version von voriger Woche, die von Youtube als FSK18 geflagt wurde, warum auch immer. Ich habe die mal gesichert.
Ein Bericht vom 23. November 2023 in der NZZ über einen Gerichtsprozess einer Aussteigerin um eine Unterschrift, die laut erster Gerichtsinstanz gefälscht war.
Miriam Christ flüchtete aus dem Käfig der Sasek-Sekte. Doch um richtig frei zu sein, muss sie ihre Eltern vor Gericht besiegen. (https://www.nzz.ch/schweiz/miriam-christ-fluechtete-aus-der-sasek-sekte-doch-um-richtig-frei-zu-sein-muss-sie-ihre-eltern-vor-gericht-besiegen-ld.1766767)
Zitat«Die OCG stellt sich immer als Familienhilfswerk dar, ich möchte aufzeigen, dass das überhaupt nicht stimmt. Dass Frauen und Kinder geschlagen werden. Und dass mit meinem Vater ein verurteilter Straftäter eine Leitungsfunktion ausüben darf.» Der Vater musste bereits im Jahr 2011 wegen Betrugs ins Gefängnis – und Ivo Sasek habe das gewusst und ihn trotzdem weiterhin protegiert, sagt Miriam Christ. «Das zeigt die ganze Doppelmoral der OCG.»
Sasek und seine OCG sind heute auf der Titelseite deOstschweizer Zeitung "Tagblatt" (https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ressort-ostschweiz/ocg-chef-ivo-sasek-strafuntersuchung-in-appenzell-ausserrhoden-ld.4246125), als erster Teil einer Serie
Mal sehen, was sich daraus ergibt.
Ausserrhoder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sektenführer Sasek30.10.2026, 05.00 Uhr
Ein erfolgreiches Verfahren wäre in der Schweiz ein einmaliger Coup gegen eine radikale Glaubensgemeinschaft. Die Behörden untersuchen, ob die Organische Christus Generation in Walzenhausen ihre Mitglieder ausbeutet.
ZitatEs wäre ein Novum in der Schweiz. Noch nie ist es einer Schweizer Strafuntersuchungsbehörde gelungen, einer Sekte erfolgreich ein Abhängigkeitsverhältnis und eine Ausbeutung ihrer Mitglieder nachzuweisen. Wie Recherchen dieser Zeitung zeigen, gehen die Ausserrhoder Ermittler nun diesem mutmasslichen Offizialdelikt nach. Im Zentrum der Untersuchung stehen der Appenzeller Sektenführer Ivo Sasek und seine Frau.
Ivo Sasek ist das Oberhaupt der Organischen Christus Generation (OCG). Vor 42 Jahren hat sich der gelernte Automechaniker im Appenzeller Vorderland niedergelassen. Sasek sieht sich selbst als Propheten. Und das Dorf Walzenhausen ist für viele Menschen zum Wallfahrtsort geworden.
Die OCG zählt laut Schätzungen von Beobachtern zwischen 1000 und 2000 Mitglieder. Sie stammen mehrheitlich aus dem deutschsprachigen Raum. Die deutsche Fachstelle Sekten-Info NRW beschreibt die OCG als besonders extreme und abgeschottete Gemeinschaft. Die Sekte selbst betrachtet sich laut Sekten- und Weltanschauungsexperte Hugo Stamm als «Organismus», der dazu auserkoren sei, nach der «nahenden Apokalypse» an der Spitze der Menschheit zu stehen.
Mehrere Aussteigerinnen und Aussteiger sowie Insider haben Kenntnis vom laufenden Verfahren. Sie sprechen von einer «riesigen Untersuchung» mit dutzenden Einvernahmen von jetzigen und ehemaligen OCG-Mitgliedern.
Auf Anfrage bestätigt die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft, dass Untersuchungen gegen Ivo Sasek und seine Frau wegen gewerbsmässigen Wuchers und Verstosses gegen das AHV-Gesetz laufen. Die Behörde untersucht also, ob die Saseks ihre OCG-Mitglieder systematisch ausgebeutet haben, um sich selbst finanziell zu bereichern. Die Staatsanwaltschaft kann aufgrund des hängigen Verfahrens keine weitere Auskunft erteilen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Was die OCG gefährlich macht
Die Organische Christus Generation aus Walzenhausen war schon mehrfach in den Schlagzeilen. Aussteiger treten immer wieder an die Öffentlichkeit. Sie berichten von Verschwörungstheorien, von Züchtigung, Abschottung, Radikalisierung, und von Kontaktabbrüchen innerhalb der Familien.
Der deutsche Theologe und Sektenbeobachter Harald Lamprecht schreibt in einer Publikation über die OCG von «radikaler Unterordnung», die von den Mitgliedern erwartet wird. Die Visionen eines harmonischen Familienlebens ohne Konflikte sollen die Anhänger unter anderem mit «der Aufgabe des eigenen kritischen Denkens» erreichen. Innerhalb der Sekte nennt man diese Selbstaufgabe «Organismusfähigkeit».
Mitglieder arbeiten, verdienen aber nichts
Im Kern der Untersuchungen der Staatsanwaltschaft stehen laut Insidern Betroffene, die im sogenannten Vollzeitdienst der Sekte stehen und keinen Lohn beziehen. Diese Leute leben und arbeiten in Liegenschaften der Familie Sasek, die mehrere Gebäude in der Region besitzt.
Ruth Tuschewski wuchs in der OCG auf und stieg mit 16 Jahren aus der Sekte aus. Ihr zufolge haben Leute im Vollzeitdienst «Pseudoarbeitsverträge», die vor allem mündlich vereinbart werden. «Sie arbeiten weit über die Grenzen des gesetzlich Zulässigen hinaus», sagt sie im Gespräch. «Einen Lohn erhalten sie aber nicht.»
Nebst der finanziellen Abhängigkeit sollen die Betroffenen einem hohen sozialen Druck ausgesetzt sein. Seit 2019 gilt in der OCG das sogenannte «Aussatzgesetz», das Familienangehörigen den Kontakt zu Aussteigerinnen und Kritikern massiv erschwert. Eltern werden vor die Wahl gestellt: ihre Aussteiger-Kinder zu verstossen oder selbst aus der Sekte ausgeschlossen zu werden. Laut Tuschewski trauen sich viele Mitglieder nicht, auszusteigen, weil sie die Isolation von Familie und Freunden fürchten.
Ein Insider erzählt, die Sekte kenne keine Skrupel bei der Durchsetzung dieser Aussatzgesetze. Mehrere Mitglieder hätten unter dem Druck derart gelitten, dass sie krank wurden. Somit herrsche in der Sekte sowohl finanziell als auch sozial ein enormes Abhängigkeitsverhältnis. Könne die Staatsanwaltschaft dieses nachweisen, seien die Bedingungen für eine Anklage wegen gewerbsmässigen Wuchers, also der Ausbeutung von Menschen in einer Zwangslage, gegeben.
Sollte die Staatsanwaltschaft den Wucher nicht nachweisen können, wäre gemäss Insider zumindest eine Verurteilung wegen Nötigung möglich. Das Problem sei, dass dieser mutmassliche Tatbestand wegen der umfassenden Ermittlungen zu verjähren drohe.
Diese Zeitung hat Ivo Sasek mit Fragen zur Untersuchung schriftlich konfrontiert. Sein Anwalt schreibt: «Mein Mandant weist sämtliche strafrechtlichen Vorwürfe entschieden zurück.» Für Ivo Sasek gelte die Unschuldsvermutung. Er unterliege wie sämtliche Verfahrensbeteiligten einer staatsanwaltschaftlich verfügten Geheimhaltungspflicht.
Finanziert die Allgemeinheit indirekt die OCG?
Wegen der laufenden Untersuchungen gegen Ivo Sasek und wegen mehrerer Hinweise, dass sich «eine nicht unerhebliche Menge» an Personen im OCG-Vollzeitdienst befindet, kommt ein weiteres Thema zum Vorschein: Es geht um individuelle Verbilligungen von Krankenkassenprämien.
Zwei gut informierte Personen berichten gegenüber dieser Zeitung, was auch schon der Aussteiger-Sohn Simon Sasek vor einigen Jahren gegenüber SRF angetönt hat. Weil mehrere OCG-Mitglieder von Sasek keinen oder nur wenig Lohn beziehen, sollen sie über Jahre hinweg von Prämienverbilligungen profitiert haben. Ein Behördenmitarbeiter berichtet von auffällig vielen Personen aus dem OCG-Umfeld, die Anträge stellen würden. Der Staat habe diese Anträge jeweils genehmigt. Auch diesbezüglich soll eine Untersuchung gelaufen sein.
Kann der Kanton Appenzell Ausserrhoden diese Hinweise bestätigen? Hat die Allgemeinheit über Jahre eine Sekte indirekt mitfinanziert? Das Departement für Gesundheit und Soziales könne sich dazu nicht äussern. «Aufgrund des Amtsgeheimnisses und des Datenschutzes», schreibt es.
Diese Zeitung hat auch Ivo Sasek zu diesem Thema schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Die Fragen liess er unbeantwortet.
«Das wäre ein Pilot-Urteil»
Es ist nicht das erste Mal, dass Sektenführer Ivo Sasek in seinem Leben unter Beobachtung der Behörden steht. Rechtskräftig verurteilt wurde er nie.
Zuletzt in den Fokus geriet Sasek während der Vorermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft München im Jahr 2020. Sie hatte unter anderem den Verdacht der Volksverhetzung, der Bedrohung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten geprüft. Doch wie die «Augsburger Allgemeine» berichtete, hatte die Staatsanwaltschaft später mangels ausreichenden Anfangsverdachts auf die Einleitung eines förmlichen Ermittlungsverfahrens verzichtet.
Georg Otto Schmid, Sektenexperte der Informationsstelle Relinfo, zeigt sich erstaunt und erfreut über die derzeitigen Ermittlungen der Ausserrhoder Staatsanwaltschaft. «Das wäre ein Pilot-Urteil», sagt er. Dennoch bleibt Schmid skeptisch: «Ich wäre überrascht, wenn die Staatsanwaltschaft Erfolg hat.» Denn sowohl in der Schweiz als auch im Ausland bestehe in solchen Fällen immer die Schwierigkeit, die Zwangslage der Mitglieder solch radikaler Gemeinschaften gerichtsfest nachzuweisen. Pseudoverträge und Erklärungen von Sektenmitgliedern, die angeben, dass sie freiwillig arbeiten, erschweren Ermittlungen.
Die Arbeitsstrukturen wie diejenigen der Mitglieder im Vollzeitdienst seien in kommunitär lebenden Gemeinschaften stark verbreitet, so Schmid. Käme es tatsächlich zu einem Urteil, könnte dies Folgen für viele ähnliche Gemeinschaften haben.
Die Organische Christus Generation könnte auch bei einem Schuldspruch vom Verfahren profitieren. Schmid sagt: «Werbetechnisch wäre das ideal für die OCG.» Für Mitglieder sei das der Beweis, dass sie verfolgt werden. «Das ist Wasser auf ihre Mühlen.»