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Die Genderdebatte

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Begonnen von Scipio 2.0, 07. Juli 2022, 12:59:49

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eLender

Zitat von: RPGNo1 am 19. April 2024, 11:42:28Passend zu meinem Kommentar [/url]

Der Zeit-Autor findet relativ klare Worte. Das liest man hierzulande gerade in solchen Blättern selten (am ehesten in der Welt, aber die ist ja bekanntermaßen neurechts ::) ).

ZitatDer Cass-Bericht ist mehr als eine empirische medizinische Studie. Er wirkt in Großbritannien wie ein Urteilsspruch in einem Kulturkampf, der längst nicht nur auf der Insel seit Jahren mit einer Giftigkeit geführt wird, die ein rationales Gespräch fast unmöglich macht. Wer kritische Fragen über die oft affirmative Haltung gegenüber Kindern mit Geschlechtsinkongruenz stellt, dem fliegen schnell Schmähbegriffe wie transfeindlich oder Terf (trans-exclusionary radical feminist) entgegen. In Deutschland nannte unter anderem der damalige Sprecher für Sozial- und Queerpolitik der Grünenbundestagsfraktion und spätere Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, Kritiker des Selbstbestimmungsgesetzes "Terfs" und "Transfeindinnen und Transfeinde".

Gut, dass man auch mal auf die hiesige Situation verweist. Es ist ein globales Problem, so wie die Pseudomedizin auch. Ich hatte letztens dazu auch einen Guardian-Artikel gelesen, der sogar noch mehr Details nennt. Ich zitiere mal nur ein Beispiel (the tip of the iceberg):

ZitatSallie Baxendale, a professor of clinical neuropsychology at UCL's Institute of Neurology, received abuse after publishing a systematic review of studies that investigated the impact of puberty blockers on brain development. Her review found that "critical questions" remained around the nature, extent and permanence of any arrested development of cognitive function linked to the treatment.

The paper, which summarised the state of relevant research, was met with an immediate backlash. "I've been accused of being an anti-trans activist, and that now comes up on Google and is never going to go away," Baxendale said. "Imagine what it's like if that is the first thing that comes up when people Google you? Anyone who publishes in this field has got to be prepared for that."
https://www.theguardian.com/society/2024/apr/12/this-isnt-how-good-scientific-debate-happens-academics-on-culture-of-fear-in-gender-medicine-research

Das alles erinnert nicht zufällig an antiwissenschaftliche Agitation aus dem Esomilieu. Das hier hat aber eine ganz andere Dimension; das ist in der Tat ein gesamtgesellschaftliches Problem. Das könnte man in der Dimension ggf. mit den Klimawandelleugnern vergleichen, aber jeder Vergleich hinkt.

Es ist originäre Aufgabe von Wissenschaftsverteidigern (wobei die Skeptiker ganz vorne stehen sollten), so etwas zu bekämpfen, nicht noch zu unterstützen. Es geht nicht nur darum, Fakten zu leugnen oder einfach nicht anzuerkennen, es geht darum jede kritische Stimme (die wissenschaftlich fundiert zu einer anderen Einschätzung kommt) mundtot zu machen, mit den brutalsten Mitteln, die man finden kann.

Dazu zähle ich explizit auch das Canceln. Beispiel Gwup, die (nicht nur) in der Sache aktuell komplett versagt (nuja, bestimmte, richtungsweisende Strömungen innerhalb des Vereins). Da werden Mitglieder, die genau die Missstände in der Wissenschaft (und die Rolle des Aktivismus daran) kennen und aufzeigen können, "vom Stiefel gewischt". Ich meine natürlich Amelung, aber auch jeder andere, der ähnliche Positionen vertritt.

Es ist ein Medizinskandal, zu dem mir momentan kein Vergleich einfällt. Das kann man nicht beiseite tun mit der Begründung, das wären nur politische Themen. Man macht sich mitschuldig an pseudomedizinischen Misshandlungen von Menschen. Das ist das Gegenteil von dem, was man sich auf die Fahne geschrieben hat. Ich muss es nochmal betonen: man übt nur nicht keine Kritik, man unterbindet aktiv Kritik von Menschen, die keine Ideologie, sondern rationale und nüchterne Analyse betreiben.

Das finde ich zum  #)
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Peiresc

Zitat von: eLender am 19. April 2024, 21:35:21Es ist ein Medizinskandal, zu dem mir momentan kein Vergleich einfällt.

Ich hatte gerade einen Meinungsaustausch mit Conina zu diesem Thema. Weil ich nicht weiß, ob er hier gerade mitliest, zitiere ich ihn. Er meinte: der passende Vergleich wäre Psychoanalyse oder Lobotomie. Über Euthanasie waren wir uns noch nicht ganz einig geworden.

Conina

In den USA war Eugenik (nicht Euthanasie, das habe ich verwechselt) vor über 100 Jahren mal superprogressiv und voll wissenschaftlich, hatte ich im Hinterkopf. Ich meine das, es waren viel mehr Länder:
Zitat. While eugenic principles have been practiced as early as ancient Greece, the contemporary history of eugenics began in the late 19th century, when a popular eugenics movement emerged in the United Kingdom,[7] and then spread to many countries, including the United States, Canada, Australia,[8] and most European countries (e.g. , Sweden and Germany). In this period, people from across the political spectrum espoused eugenic ideas. Consequently, many countries adopted eugenic policies, intended to improve the quality of their populations' genetic stock. Such programs included both positive measures, such as encouraging individuals deemed particularly "fit" to reproduce, and negative measures, such as marriage prohibitions and forced sterilization of people deemed unfit for reproduction. Those deemed "unfit to reproduce" often included people with mental or physical disabilities, people who scored in the low ranges on different IQ tests, criminals and "deviants", and members of disfavored minority groups.
https://en.wikipedia.org/wiki/Eugenics

Es gibt zeitgeistige Verirrungen und evidenzbasierte Medizin sollte eigentlich ein Bollwerk dagegen sein. Jetzt fallen wir gerade in Vor-EBM-Zeiten zurück.

Es ist ein harter Vergleich, aber es sind halt Beispiele, dass sogar das krasseste und übelste Zeug als progressiv und wissenschaftlich gelten kann und Gesellschaften da mitgehen. Man muss vorsichtig bleiben und darf nicht Denkfehlern und tollen Geschichten auf den Leim gehen.
Man kann das Pferd zum Wasser führen, aber nicht machen, dass es trinkt.

Gefährliche Bohnen

Zitat von: Peiresc am 19. April 2024, 22:07:09
Zitat von: eLender am 19. April 2024, 21:35:21Es ist ein Medizinskandal, zu dem mir momentan kein Vergleich einfällt.

Ich hatte gerade einen Meinungsaustausch mit Conina zu diesem Thema. Weil ich nicht weiß, ob er hier gerade mitliest, zitiere ich ihn. Er meinte: der passende Vergleich wäre Psychoanalyse oder Lobotomie. Über Euthanasie waren wir uns noch nicht ganz einig geworden.

Der Lobotomie-Vergleich ist schon länger zu hören, s. z.B. hier:

https://sashaayad.com/parallels-between-lobotomy-and-childhood-gender-transition/

(Hatte ich vor einer Weile schonmal gefunden und dann wieder vergessen, hab's noch nicht ganz gelesen)
"Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich mag Karpfen gar nicht." - Groucho
RIP

kosh

Zitat von: Conina am 20. April 2024, 04:42:33In den USA war Eugenik (nicht Euthanasie, das habe ich verwechselt) vor über 100 Jahren mal superprogressiv und voll wissenschaftlich, hatte ich im Hinterkopf. Ich meine das, es waren viel mehr Länder:

In Skandinavien hat man Eugenik bis in die 80er für gut gehalten, das Mittel der Wahl waren dort vor allem Zwangs-Sterilisierungen. Wird dort bis heute aufgearbeitet, für uns sichtbares Resultat sind die Skandinavien-Krimis, in den solche "Mädchenheime" eine Rolle spielen und/oder Täter von damals.

zimtspinne

Wenn sich plastische Chirurgen tätig in Genderkliniken (wie Crane) in Fetischfachkreisen als einschlägig bekannte Delinquenten erweisen und nachher Genitalentfernungen bzw eine Art Genital-Barbification an minderjährigen Jungen vornehmen, ist das nochmal was ganz anderes als Psychoanalyse.

Reality is transphobic.

Peiresc

ZitatIn the days after the Cass review was published, activists claimed on social media that only two out of 100 studies were included in the report.

Butler [Dawn Butler, Mitglied des Unterhauses] told the House of Commons: "There are around 100 studies that have not been included in this Cass report and we need to know why."

Cass explained that researchers had appraised every single paper, but pulled the results from the ones that were high quality and medium quality, which was 60 out of 103.
https://www.thetimes.co.uk/article/3121a27a-fd54-46d9-894a-f715de429675?shareToken=2cffd5608661ae07801fe4219d3c4c45

Ich kommentiere nicht, weil ich nicht sicher bin einen angemessenen Ton zu treffen.

Peiresc

Ein Blick zurück. Der Volksverpetzer, Juni 2022:
ZitatTrans Kinder und Jugendliche haben eine dramatisch höhere Selbstmordgefährdung als ihre cis Altersgenossen, wenn ihnen nicht die empfohlene medizinische Behandlung, z.B. durch sogenannte Pubertäts-Blocker bereit gestellt wird.
https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/welt-transfeindlichkeit-sendung-mit-der-maus/

Der Cass Review, April 2024:
Zitat86. It has been suggested that hormone treatment reduces the elevated risk of death by suicide in this population, but the evidence found did not support this conclusion.

Peiresc

(editiert)

Zitat von: Peiresc am 19. April 2024, 12:24:14Ich weiß aus sicherer Quelle, dass sie der Fachöffentlichkeit zum Kommentar vorgelegt wurde. Man grübelt noch.

Ah, das war ein Pseudo-Geheimnisverrat von mir.  :D  Man kann es auch öffentlich lesen.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/150071/Neue-S2k-Leitlinie-zu-Geschlechtsinkongruenz-und-dysphorie-im-Kindes-und-Jugendalter-vorgestellt

Darin:
ZitatDivergierende Behandlungsempfehlungen weltweit

Diese Einschränkung [Pubertätsblocker nur i.R. von Studien] wird es im deutschsprachigen Raum nicht geben, sagte Dagmar Pauli, stellvertretende Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich und Autorin der Leitlinie. Tatsächlich verboten seien Pubertätsblocker in Europa aber nur in Russland, stellte sie bei einer Pressekonferenz des Science Media Center gestern klar.

Die Datenlage erlaube zwar keine verallgemeinerbaren Annahmen zu Persistenzraten, heißt es im Fazit. Gab es jedoch bereits vor der Pubertät deutliche Hinweise für eine Geschlechtsinkongruenz, zeige sich unter dem Einfluss der Pubertät typischerweise bis zum 13. Lebensjahr deutlich, ob eine Geschlechtsinkongruenz persistiere.
Vgl #2304.

ZitatDer Wunsch nach einer Detransition (nach geschlechtsangleichenden körpermodifizierenden medizinischen Maßnahmen) sei die absolute Ausnahme, so die Erfahrung des Facharzts aus Hamburg. ,,In den vergangenen 15 Jahren habe ich in meinem Kollektiv etwa 800 Jugendliche gesehen. In fünf Fällen habe ich es erlebt, dass Personen ihren Entschluss wieder rückgängig machen wollten."
Das sind seine Erfahrungen.

Wie wertvoll sind diese Erfahrungen?
Zitat von: Cass Review154. The Review has heard that people experiencing regret may be hesitant to engage with the gender services that supported them through their initial transition.

Wie ist die Studienlage?
Zitat von: Cass Review87. The percentage of people treated with hormones who subsequently detransition remains unknown due to the lack of long-term follow-up studies, although there is suggestion that numbers are increasing.

Oder ist es unethisch, wie Hilary Cass nach ihr zu fragen? Offenbar. Die Gender-Fachärzte in England haben sich geweigert, ihre Daten zur Verfügung zu stellen:
Zitat von: Cass Review9. The University of York's programme of work has shown that there continues to be a lack of high-quality evidence in this area and disappointingly, as will become clear in this report, attempts to improve the evidence base have been thwarted by a lack of cooperation from the adult gender services.

In Appendix 4 [ab S. 300 der PDF] sind die Ablehnungsgründe der Kliniken aufgelistet, zusammen mit den Antworten der York University. Neben vorgeschobenen technischen Gründen (die täglich Brot jeder Evaluation sind und die von der Universität adressiert werden) sind es, letzter Punkt, ethische. Sie lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Verlaufserfassung, und gar noch unabhängige, ist von vornherein transphob (vgl. schon #2304).

zimtspinne

ZitatI have spoken to transgender adults who are leading positive and successful lives, and feeling empowered by having made the decision to transition. I have spoken to people who have detransitioned, some of whom deeply regret their earlier decisions. I have spoken to many parents, with very different perspectives. Some have fought to get their children onto a medical pathway and have spoken about how frustrated they have felt to have to battle to get support. Others have felt a medical pathway was entirely the wrong decision for their child and have described their dismay about actions taken without their consent and in ignorance of the various other difficulties their child may have been through, such as loss of a parent, traumatic illness, diagnosis of neurodiversity and isolation or bullying in school.
[...]

Stark konservative Einschätzung.

Fettmarkierung:
Diese Eltern sollten kritisch hinterfragt werden, bzw schade, dass ihre Fälle nicht näher beschrieben werden.
Welche Eltern kämpfen für eine schnelle Medikalisierung ihrer Kinder?
Regenbogeneltern?
Eltern, die selbst psychisch nicht stabil sind?
etc.
Gegen welche Widerstände kämpften sie überhaupt? Ärzte, die das Tempo drosseln wollten? Ärzte, die nicht affirmativ genug waren?

Jede medikamentöse und chirurgische Behandlung vor abgeschlossener Pubertät ist zu 1000% kritisch zu hinterfragen und im Zweifelsfall abzulehnen.

Invasive Therapieoptionen mit überwiegend irreversiblen, lebensverändernden und zu großen Teilen noch unverstandenen & unbekannten Folgen können mM niemals niemals niemals indiziert sein. Niemals. Punkt. Aus. Ende.

Das ist einfach nur vollkommen pervers und grotesk!
Habe ich schon vor über einem Jahr in der unsäglichen Diskussion mit dem Schwizzer Landarzt (der da stark pro Alles -> auch für Kinder war und sich damals als AGP outete) als furchtbaren Irrweg der Medizin bezeichnet.

Ich schreibe das nicht vorschnell einfach so daher aus antiwokaktivistischen Motiven, sondern habe gute Gründe für meine Ansichten.


Reality is transphobic.

zimtspinne

Ich stelle fest:
Geschlechtsdysphorie ist [angeblich] so suizidalitätsverstärkend (auslösend!?), dass invasive Therapieoptionen wie medikamentöse Behandlungen und chirurgische Eingriffe unvermeidlich und ohne Wenn und Aber zu affirmieren und zu realisieren sind.

Gleichzeitig läuft das ganze Ding unter "Geschlechtsvarianten" ohne Krankheitswert.

Kassenleistung soll das alles trotzdem und gerade deshalb sein.
#gender-mindfuck

Wir stellen dem gegenüber:

ZitatKörperdysmorphe Störung (KDS)

Störungsbild:
Kernmerkmal der Körperdysmorphen Störung stellt die intensive, übermäßige Beschäftigung mit Makeln im Aussehen dar, die von anderen Personen nicht oder nur leicht wahrgenommen werden können. Dabei kommt es in der Regel zu repetitiven (zwanghaften) Verhaltensweisen wie Kontrollverhalten (Spiegelchecking, Vergleich mit anderen, Rückversicherungsverhalten), Vermeidungsverhalten und tlw. auch selbstmanipulativem Verhalten (z.B. Skin Picking). Häufig weisen Betroffene einen massiven Leidensdruck und große Einschränkungen in Ihrer Lebensgestaltung und psychosozialem Aktivitätsradius auf. Die Körperdysmorphe Störung ist dabei von anderen psychischen Störungen wie Essstörungen abzugrenzen.

ZitatEtwa 80% der Menschen mit einer körperdysmorphen Störung haben im Laufe ihres Lebens Suizidgedanken, und etwa ein Viertel bis fast 30% unternehmen einen Suizidversuch (siehe Suizidales Verhalten). Die körperdysmorphe Störung ist durch eine signifikant höhere Suizidalität gekennzeichnet als andere psychiatrische Erkrankungen (1, 2).

ZitatBehandlung der KDS:

  • Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRIs) oder Clomipramin sowie in einigen Fällen eine verstärkende Medikation
  • Kognitive Verhaltenstherapie


Kognitive Verhaltenstherapie, die auf die Symptome der körperdysmorphen Störung zugeschnitten ist, ist die Psychotherapie der Wahl. Kognitive Ansätze (z. B. kognitive Umstrukturierung) sowie Expositions- und Ritualprävention sind wesentliche Elemente der Therapie. Die Ärzte ermutigen die Patienten, sich allmählich den Situationen zu stellen, die sie fürchten oder vermeiden (in der Regel soziale Situationen), und gleichzeitig auf ihre Rituale zu verzichten, wie z. B. die Kontrolle im Spiegel, übermäßige Körperpflege und den Vergleich ihres Aussehens mit dem anderer Menschen.

Die kognitive Verhaltenstherapie umfasst auch andere Elemente wie Wahrnehmungsschulung und Gewohnheitsumkehrtraining beim Zupfen der Haut (Exkoriation) oder Haarziehen oder -zupfen, falls vorhanden. Das Training zur Umkehrung von Gewohnheiten beinhaltet Folgendes:

  • Sensibilisierungstraining (z. B. Selbstüberwachung, Identifizierung von Auslösern für das Verhalten)
  • Stimuluskontrolle (Ändern von Situationen - z. B. Vermeidung von Auslösern - um die Wahrscheinlichkeit des Auslösens des Verhaltens zu verringern)
  • Konkurrenzfähiges Antworttraining (Patienten unterrichten, andere Verhaltensweisen zu ersetzen, wie Faustballen, Stricken oder das Sitzen auf den Händen für das übermäßige Verhalten)

Da die meisten Patienten nur eine geringe oder oder auch gar keine Einsicht besitzen, sind oft eine motivierende Techniken nötig, um ihre Bereitschaft zur Teilnahme und den Verbleib in der Therapie zu erhöhen.

Viele Experten glauben, dass die Kombination von kognitiver Verhaltenstherapie mit Medikamenten in schweren Fällen am besten ist.

Eine kosmetische Behandlung wird nicht empfohlen. Es ist fast immer unwirksam, und Ärzte, die eine solche Behandlung anbieten, laufen Gefahr, sich rechtlichen oder körperlichen Bedrohungen oder Verhaltensweisen durch unzufriedene Patienten auszusetzen.

(alle Fettmarkierungen von mir)
Quelle

------------------

Parallelen sind unverkennbar.
Der Umgang mit beiden Störungen könnte unterschiedlicher nicht sein und scheint von jeweils unterschiedlichen Planeten zu stammen.
Was ist da passiert, fragt sich der interessierte Laie (und die in diese Themen ein halbes Leben lang selbst verwickelte Patientin)?

Irgendwer ist irgendwann mal vom Zug gesprungen und hat den Anschluss verpasst. Steht nun in der Pampa und springt auf morodierende Parasiten-Vehikel auf.

ZitatDie Verordnung von Lifestyle-Medikamenten wird häufig von Patienten mit körperdysmorphen Störungen eingefordert. Für den Einsatz von Lifestyle-Medikamenten gibt es bei der körperdysmorphen Störung keine Therapiegrundlage. Es steht die Therapie der psychosozialen Störung (Psychotherapie, Psychopharmaka) im Vordergrund.

ZitatPatienten mit körperdysmorphen Störungen suchen in erheblichem Maße nach traditionellen Behandlungsmaßnahmen. Die dermatologischen kosmetischen Therapieschwerpunkte beinhalten in den letzten Jahren ein breites Spektrum an konservativen und invasiven Verfahren, wobei verstärkt moderne Technologien, insbesondere der Laser, angewendet und weiterentwickelt wurden. Operative Eingriffe oder lange Medikamentenanwendung können jedoch auch die Störung verstärken und weitere erfolglose Behandlungen nach sich ziehen. Betroffene Personen haben künstliche Nasen, Ohren, Brüste oder Hüften, mit denen sie nach wie vor unzufrieden sind (9).

https://www.aerzteblatt.de/archiv/35198/Lifestyle-Medikamente-und-koerperdysmorphe-Stoerungen-Ein-neues-medizinisches-Phaenomen-am-Beispiel-der-Dermatologie#:~:text=Die%20Verordnung%20von%20Lifestyle-Medikamenten,Psychotherapie%2C%20Psychopharmaka)%20im%20Vordergrund.



Und im übrigen:

Das Gefühl, so auf keinen Fall weiterleben zu wollen, kennen viele Menschen mit Depressionen. Von denen, die unter schweren, wiederkehrenden Episoden leiden, töten sich etwa 10 bis 15 % selbst. Am höchsten ist die Selbstmordrate bei Männern im höheren Alter, Suizidversuche dagegen kommen auffällig oft bei jungen Frauen vor.

Trotzdem bietet man dort keine absurden, schädlichen, von Aktivisten ausgeheckten Behandlungen an!

Das Suizid-Totschlagargument bei GD ist ein Rohrkrepierer. War es von Anfang an.
Reality is transphobic.

zimtspinne

Zitat von: zimtspinne am 20. April 2024, 10:02:06
ZitatI have spoken to transgender adults who are leading positive and successful lives, and feeling empowered by having made the decision to transition. I have spoken to people who have detransitioned, some of whom deeply regret their earlier decisions. I have spoken to many parents, with very different perspectives. Some have fought to get their children onto a medical pathway and have spoken about how frustrated they have felt to have to battle to get support. Others have felt a medical pathway was entirely the wrong decision for their child and have described their dismay about actions taken without their consent and in ignorance of the various other difficulties their child may have been through, such as loss of a parent, traumatic illness, diagnosis of neurodiversity and isolation or bullying in school.
[...]

Vorhin versäumt, hier noch den ideologischen Slang anzuprangern; "Neurodiversität".
Ich habe gerade erst angefangen, mich aus den subtileren Schichten der ganzen verfuckten Gehirnwäsche der Transideologie zu befreien und ein Zurück gibt es da auch nicht mehr. Außer es gäbe neue Erkenntnisse, dass ich doch falsch liege. Fast hofft man es, da das alles ja einfach nicht wahr sein kann. 

Daher zunächst mal die Anfrage, wo eigentlich die HSTS im Cassbericht sind?

In keinem der Ausschnitte hier kommen sie vor oder werden erwähnt.

Zahlenmäßig sind sie stark vertreten sowohl bei den Transitionern als auch den Regretern (die nicht oder nur teildetransitionieren) und den Detransitionern.
Weiblich und männlich, erschreckend viele aber auch aus der Kategorie "Butchlesbe"/"Tomboy".

So dass sich für mich zumindest die Evidenz Indizien häufen, hier könnte es sich um eine Art Konversionsbehandlung für Homosexuelle handeln. Ob eher kompensatorisch motiviert durch die Individuen selbst oder durch Druck von außen - es fällt jedenfalls auf eine ideologisch hervorragend aufbereitete Transing-Mikroumgebung.

 >:(
https://www.youtube.com/watch?v=dqrwkQ4wFGI

Ob diese jungen Frauen nach Cass unter geglückte Transitionen fallen?
I have spoken to transgender adults who are leading positive and successful lives, and feeling empowered by having made the decision to transition.
Ich befürchte ja.

Für mich: Nein.
Sie faken ihr Leben, ihre Identät, ihre Realität. Verleugnen ihr Frausein, ihre Nonkonformität, ihre sexuelle Orientierung. Traurig.
Kürzlich las ich einen langen Artikel mit solchen "Transmännern", die zum Frauenarzt mussten. Traumatisierung.
Ja, so sieht das aus im zusammengefakten Leben. Da holt einen blöderweise ständig die Realität ein.

Ab sofort höre ich auch auf, einige Transmenschen mit ihrem "neuen" Gschlecht anzusprechen. Wie ich das bisher ja getan habe (auch ganz freiwillig, fiel mir nicht schwer). Nicht alle natürlich. Die Auswahl war willkürlich, subjektv. Hat mich schon immer gestört, wusste mir aber auch keinen Rat. Die Mär der "echten" und "unechten" Trans eben. Und Sympathie obendrauf.

das hat nichts mit Abelehnung oder Respektlosigkeit zu tun. Auch nicht mit Aggressivität @ RPG (wie du Carol unterstellt hattest, die ist aber alles andere als aggressiv gegenüber ihren Leidensgenossinnen.) 
Ich akzeptiere sie genauso als Menschen wie zuvor, nur ihre Scheinwelt, die ich an anderer Stelle auch konsequent ablehne, lehne ich ab bzw ziehe dort nicht mehr mit ein.



Reality is transphobic.

zimtspinne

Hier noch ein Video zu Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Autismus und Transitionswünschen befassen.

genderslangfrei!
(von Genspect)
Reality is transphobic.

eLender

Zitat von: Conina am 20. April 2024, 04:42:33In den USA war Eugenik

Zitat von: Gefährliche Bohnen am 20. April 2024, 05:45:39Der Lobotomie-Vergleich ist schon länger zu hören

Ja, das sind gute Vergleiche. Das sind eigentlich gesellschaftliche Wahnvorstellungen, unbelegte und nachweislich schädliche Praktiken, die kaum jemand bezweifelt, weil es auch das intellektuelle Klima nicht erlaubt. Letzteres ist bei der Transsache (und dem ideologisch Unterbau - samt Zweigstellen) gerade mal wieder gut zu beobachten (wer den Cass-Report nicht ernst nehmen will, der hat ein Problem mit der Wirklichkeit). Im kleineren Rahmen findet man das ja auch bei anderen Schwurbeleien, etwa bei der Homöopathie. Da gibt es aber nicht so einen breiten (Zwangs-)Rückhalt, der das moralische Dilemma bis auf das Äußerste ausnutzt. Das geht bis in die Wissenschaften hinein, was besonders problematisch und gerade deswegen hier auch Thema ist. Nicht alleine deswegen, aber man erkennt die Parallelen zu anderem Schwurbelzeugs=Psiramzeugs.

Zitat von: zimtspinne am 20. April 2024, 10:39:23Parallelen sind unverkennbar.
Eins der Dramen. Es gibt so viele mögliche Diagnosen, aber nein, es muss (trans)affirmativ therapiert werden. Dabei sind solche Diagnose eh schon unscharf und nicht immer richtig. Ich sach nur Modediagnosen. Ich muss da nochmal auf Korte et al. verweisen, der das auch gut begründet (die ganzen anderen Diagnosen, die plötzlich alle nur noch trans (GD) sein sollen).

Ich hatte auch einen Traum und davon ein Bild gemalt.



Ok, ist geklaut, von hier: https://twitter.com/DrNamred
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Peiresc

Das Bild ist bescheuert.