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Hoaxilla und GWUP

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Begonnen von Daggi, 08. Februar 2023, 13:41:31

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Typee

Jetzt habe ich mir das Video, das Sinan da bespricht, komplett angeschaut - nein, ertragen. Was für ein Gesülze, was schwallt besonders der Krappweis denn da?

Es fehlt eigentlich nur eines: die Pathologisierung des falschen Bewusstseins. Das erledigen demnächst dann wohl die Waschkaus.
The universe is under NO obligation to make sense to us
(Neil deGrasse Tyson)

eLender

Ich habe die passende Antwort auf Hurzmeisters Geseiere. Sie kommt auch von einem Psychologen, aber der hat sich mal die Fakten angesehen und verwechselt Aktivismus nicht mit Wissenschaft. Ich nehme dazu an, dass es sich um gar keinen Fall um eine privilegierte Cis-Person handelt oder handeln kann, was es schon mal nicht verunmöglicht, dass sich auch hochmoralisierende Dampfplauderer das ansehen können. Man muss den Typen einfach gerne haben, so wie den Sinan.

(das sind übrigens die jungen Leute, die die Gwup nicht einfangen kann, da die sich den Mund sicherlich nicht verbieten lassen. Ich komme nochmal auf die angeblich so wichtige Inklusion, die die Dame von der Gwup für sooo wichtig hält.)

ZitatIst es rassistisch zu fragen, "Woher kommst du?" Ist Ungleichheit immer gleich Ungerechtigkeit? Wir leben in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen von der Gesellschaft benachteiligt fühlen.

In diesem Video werde ich zeigen, dass diese Art zu denken nicht nur niemandem hilft, sondern auch schädlich ist, selbst für jene, denen man helfen möchte.

Es geht da auch um die Opferrolle und die Ökonomie dahinter. Gut dass das mal jemand so klar sagt (außer mir ::) ): es geht dabei auch um Privilegien :-X
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

Zitat von: Gefährliche Bohnen am 25. November 2023, 15:03:53Was aber tatsächlich gemacht wird, ist, einfach zu behaupten, dass ein Sachverhalt konstruiert ist - egal wie plausibel oder gerechtfertigt das ist - diesen dann zu "dekonstruieren" und stattdessen eine neue Behauptung/einen neuen Sachverhalt zu postulieren, also zu konstruieren, der dann nicht mehr hinterfragt werden darf.
Ja, das ist einer der Kerne des Übels. Ich habe ja schon öfters mal angemerkt, dass das postmoderne Geblubber nicht selbstkompatibel ist. Wer noch ein wenig selbst denken kann, der läßt sich von sowas auch nicht einfangen. Ich habe damals (als mir so ein Skript in einem Seminar ausgehändigt wurde) schon gleich bei der Einleitung nach dem Mülleimer gesucht. Da hieß es: es gibt keine objektiven Wahrheiten. Alles nur soziale Konstruktionen und es wäre Aufgabe der Wissenschaft, diese zu dekonstruieren (inkl. der Behauptung, es gäbe gar keine (objektive) Wahrheit ::) ). Die ganze Theorie ist so absurd, dass man davon nur angetan ist, wenn man denkt, die Wissenschaft wäre ein weißer schwarzer edler Ritter, der die Welt ins Licht führen soll und man sich einfach nur Theorien zu recht legen muss, um das Gute und das Böse zu erkennen (damit man den rechten Weg finden kann). Das hat dann tatsächlich was mir Religion und Ideologie zu tun.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Zitat von: eLender am 25. November 2023, 19:46:58Ich habe die passende Antwort auf Hurzmeisters Geseiere. Sie kommt auch von einem Psychologen, aber der hat sich mal die Fakten angesehen und verwechselt Aktivismus nicht mit Wissenschaft.

Varnan Chandreswaran wird in 2024 auch ein Buch veröffentlichen.
ZitatGefangen in der Opferrolle: Warum Wokeness und der Fokus auf Gender, Rassismus und Macht niemandem hilft und wie man sich selbst aus der Opferrolle befreien kann-
https://www.amazon.de/dp/3969673763

Dann habe ich neben Philipp Huebl noch etwas zu lesen.  :D


eLender

Gleich kommt noch ein Schmankerl ;D , aber ich wollte noch was zur Literaturwissenschaftlerin, die in Bartos Gespräch aus dem Nichts auftaucht, sagen. Sie wollte ja in den Wissenschaftsrat, um mehr Diversität in der Gwup zu ermöglichen. Also mehr Menschen mit bestimmten Merkmalen, die aber schon ideologisch besetzt sein müssen. POC ist ja so eine Kategorie, aber auch Queer. Sinan hatte mal festgestellt, dass er (so wie Nikil) in die Kategorie fallen, auch Till Amelung (Gwup-Mitglied) wäre so ein Kandidat, der zur Diversifizierung beitragen kann. Aber genau das sind auch die Menschen, die man gerne aus der Gwup hätte (man will zumindest, dass sie nicht für den Verein stehen). Es geht also nicht darum, eine größere Diversität zu fördern (was sowieso pillepalle ist, da es niemandem verwehrt ist, dort Mitglied zu werden). Es geht um etwas anderes.

Die Dame ist voll auf dem postmodernen Geisterschiff unter Segel, und hätte es gerne, dass der relativistische Ansatz auch auf oberster Ebene Einzug hält (meine private Deutung). Das sind dann die bekannten Positionen, etwa dass indigene Weisheiten gleichgestellt sein sollen mit "westlicher" Wissenschaft. Also sollen alternative Wissenssysteme gleichberechtigt sein. Das ist mit Diversität gemeint, etwa auch queere oder postkoloniale "Theorien", die man ja auch als alternative Wissenssysteme verstehen kann. Wenn man will.

Die Postmodernisten verstehen sich als Befreiungsbewegung, und die Wissenschaft (nuja, im wesentlichen die Naturwissenschaft NTW) gilt als ein System zur Unterdrückung bzw. Ausbeutung. Deshalb wird das etablierte Wissen der NTW auch prinzipiell als ein Konstrukt betrachtet, dass nur der Ausbeutung und Unterdrückung anderer Gesellschaften dient (was man ja mit dem Postkolonialismus unhinterfragbar feststellt). Darum ist es eine primäre Aufgabe der - nuja - kritischen Wissenschaftler, diese Konstruktionen zu hinterfragen und zu dekonstruieren. Man will aufzeigen, dass das ganze System (inkl. der Methoden, Rationalität, Empirie etc.) nur zusammengeschustert und keine objektive Gültigkeit hat.

Den Ansatz hat schon mal jemand anderes versucht in der Gwup zu verankern: Edgar Wunder. Der tingelt mit dem Thema immer noch durch die Bühnen dieser Welt, aber nicht mehr in dem Verein. Er wollte feststellen, dass auch die Parawissenschaften eine Berechtigung hätten, als Alternative zu den etablierten Wissenschaften. Er wollte auch aufzeigen, dass die "Schulwissenschaft" nur eine von vielen möglichen Wissenssysteme ist und dass diese sogar versucht ist, alternative (aber gleichberechtigte) Erklärungen und Phänomene zu bekämpfen, um sich eine Alleinherrschaft zu sichern. Er hat dazu extra einen Begriff gewählt (ob er ihn eingeführt hat, weiß ich nicht): die Anomalistik. Demnach gäbe es die ganzen paranormalen Phänomene tatsächlich, aber weil das etablierte Wissen diese (noch) nicht erklären kann, werden sie "geleugnet". Oder so ähnlich. Er wollte, dass man die etablierte Wissenschaft selbst als Ziel der skeptischen Betrachtung macht. Er bezeichnet sich auch selber als Konstruktivist.

Das ist strukturell das Gleiche, als ob man fordern würde, dass die Gwup das postmoderne Programm fahren und die Denke der Critical Studies übernehmen soll. Die verstehen sich ja auch als Skeptiker, aber gegenüber solchen Machtsystemen wie der "westlichen Wissenschaft". Das sind nicht ganz zufällig meist Kultur- oder Geisteswissenschaftler, die sind ja so sozialisiert worden (natürlich bei weitem nicht jeder). Konsequenterweise muss man dann auch so Zeugs wie Homöopathie erst mal ernst nehmen und fragen, warum das dominante Wissenssystem das so bekämpft (welche Interessen und Machtstrukturen stehen dahinter..?). Oder man müsste mal kritisch ausleuchten, warum man in der Biologie so verbittert daran festhält, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Man sieht, wohin die Reise gehen würde.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

eLender

So, das Schmankerl:

ZitatCancel Culture gibt es auch unter Skeptikern. Im Jahr 2021 entzog die American Humanist Association z. B. dem renommierten Evolutionsbiologen und Religionskritiker Richard Dawkins die Ehrung "Humanist of the Year" (AHA 2021). Sein Vergehen: Er stellte auf Twitter die Frage, warum es sozial akzeptiert ist, dass sich ein weißer Mann als Frau identifiziert, aber nicht, dass sich eine weiße Frau als schwarze Frau identifiziert. Dawkins bezog keine Position, sondern bat seine Follower lediglich, diese Frage zu diskutieren.1

Mittlerweile ist die Cancel Culture auch in der GWUP und ihrem Umfeld angekommen, wie mehrere Fälle zeigen. Im vergangenen Jahr wurde der Kölner Forensiker Cornelius Courts für einen Vortrag zu den Skeptics in the Pub Köln eingeladen – und dann wieder ausgeladen.2 In der Email-Absage an Courts wurde die Ausladung mit dessen Mitgliedschaft im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit begründet, die, so der Text der Email, "ein Problem für uns" darstelle. Pure Ironie, denn das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit existiert überhaupt nur, weil Cancelling dieser Art leider vorkommt. Courts ist dort Mitglied, um ein Zeichen gegen Cancel Culture zu setzen – und wird dafür selbst gecancelt.

Ein weiteres Beispiel ist eine Veranstaltung der GWUP-Regionalgruppe Mittelfranken in Kooperation mit dem populärwissenschaftlichen Institut Kortizes und der Langen Nacht der Wissenschaften in Nürnberg.3 Dort sprach am 21. Oktober 2023 der Philosoph Andreas Edmüller über das "Woke-Phänomen". Ihm ging es um die Frage, ob es sich bei "Woke" – darunter versteht man einen Komplex identitätsideologischer Theorien, die unsere Gesellschaft in Unterdrücker und Unterdrückte einteilt (siehe dazu Mahner 2021) – um einen Anschlag auf die Werte der Wissenschaft und der Aufklärung handelt. Noch bevor der Vortrag stattgefunden hatte und Edmüllers Argumente bekannt waren, gab es Empörung von einigen Followers des Accounts @GWUP auf Twitter, der einen Hinweis auf das Event geteilt hatte. Nachdem der nuancierte Vortrag Edmüllers endlich online zu sehen war, hätte man sich eigentlich in skeptisch-rationaler Manier auf den Inhalt konzentrieren können. Doch der Cancel-Chor ebbte nicht ab, und eine der lautesten Stimmen kam ausgerechnet vom GWUP-Vorsitzenden Holm Hümmler. Er, ein Physiker, erteilte dem Referenten, einem habilitierten Philosophen, der sich seit Jahrzehnten mit politischer Philosophie auseinandersetzt, in einem Tweet-Thread eine Lektion darüber, welche Begriffe er zu verwenden habe. "Woke-Phänomen", so Hümmler, sei ein ideologischer Kampfbegriff und außerdem "neurechts". Der Vorstand der GWUP beschloss zeitnah nach der Veranstaltung, Stefan Kirsch, der in Eigeninitiative seit 2009 unter dem Twitter-Handle @gwup die Aktionen der GWUP dokumentiert und einen Kanal mit rund 20.000 Followern aufgebaut hat, zur Herausgabe seines Accounts aufzufordern. Zudem wurde ein Vereinsausschluss beschlossen. Das ist Cancel Culture in Aktion!
https://skeptische-gesellschaft.de/kritisierst-du-noch-oder-cancelst-du-schon

Aus der Feder eines Gwuppies (A. Sebastiani)! Es formt sich etwas neues, eine Art neuer Unterverein. Dahinter steht Kortizes (aka die Humanisten). Ob das dann der neue Verein für diejenigen werden soll, die keine Lust auf wokes Programm haben, muss sich zeigen. Aber ich hatte es ja schon gesagt: die Kritik an den postmodernen Irrlehren (und dem darauf gründenden Aktivismus = Wokismus) bekommt man nicht mehr aus der Welt, vor allem nicht aus rational denkenden und skeptischen Köpfen. Es ist ein sehr guter Text von Sebastiani, der nochmals aufzeigt, warum ein Canceln von Ideologiekritik nicht im Sinne einer Organisation sein kann, die sich kritisches Denken auf die Fahnen geschrieben hat.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

Schwuppdiwupp

Zitat von: eLender am 25. November 2023, 19:46:58Ich habe die passende Antwort auf Hurzmeisters Geseiere. Sie kommt auch von einem Psychologen, aber der hat sich mal die Fakten angesehen und verwechselt Aktivismus nicht mit Wissenschaft.

 :merci: für den reminder.

Die "Jungs" von SciPhi sind mir schon mehrfach positiv aufgefallen.
Ach, was weiß denn ich ...

RPGNo1

Ich habe Sebastianis kompletten Text gelesen. Man merkt schon, dass er versucht, die Risse im Verein zu kitten und Brücken zu bauen, wenn auch nicht um den Preis, einen Kotau vor den Aktivisten zu machen oder Appeasement a la Hümmler zu betreiben.

Aber was zum Teufel läuft da mit dem Betreiber des GWUP-Twitter-Accounts? Dieser Account wurde bisher von der GWUP akzeptiert, wenn er auch nicht offiziell sanktioniert war. U.a. deswegen scheint es ja auch den Entschluss gegeben haben, ein professionelles SM-Team aufzubauen.

Nun will man den Twitter-Account nicht nur übernehmen (und auf "woke" Vorstandslinie trimmen?) und drängt Stefan Kirsch zur Übergabe, sondern schmeißt ihn sogar nach Vorstandsbeschluss aus dem Verein raus? Warum? Hat man ihm gedeutet, dass es nicht ok sei, auf Veranstaltungen unter dem GWUP-Logo hinzuweisen, die nicht den Segen der ,,besorgten" Vorstandmitglieder haben, weil sie nicht mit ,,neurechten" Aktionen in Verbindung gebracht werden wollen bzw. um die verletzlichen Seelen der Aktivisten im Verein zu streicheln? Hat sich Kirsch sich geweigert, dem aktivistischen Druck zu unterwerfen?

So nebenbei, weiß jemand, was die Voraussetzungen und Regelungen sind, ein Mitglied aus einem Verein zu werfen? Da wird es doch sicher einigen rechtliche Hürden geben.

zimtspinne

Zitat von: RPGNo1 am 26. November 2023, 12:36:27Nun will man den Twitter-Account nicht nur übernehmen (und auf "woke" Vorstandslinie trimmen?) und drängt Stefan Kirsch zur Übergabe, sondern schmeißt ihn sogar nach Vorstandsbeschluss aus dem Verein raus? Warum? Hat man ihm gedeutet, dass es nicht ok sei, auf Veranstaltungen unter dem GWUP-Logo hinzuweisen, die nicht den Segen der ,,besorgten" Vorstandmitglieder haben, weil sie nicht mit ,,neurechten" Aktionen in Verbindung gebracht werden wollen bzw. um die verletzlichen Seelen der Aktivisten im Verein zu streicheln? Hat sich Kirsch sich geweigert, dem aktivistischen Druck zu unterwerfen?

Hm, nach dieser Logik müsste aber auch der gwup-Blog eins auf die Mütze bekommen - dort werden zwar das Thema Postmodernismus und seine Einzelteile quasi komplett ausgespart, aber angesprochen wird es trotzdem hier und da.
Oder haben das Genosse Hümmler und seine Schergen von CJS noch gar nicht spitzgekriegt?  :o

Reality is transphobic.

Gefährliche Bohnen

Zitat von: Typee am 25. November 2023, 17:00:04Jetzt habe ich mir das Video, das Sinan da bespricht, komplett angeschaut - nein, ertragen. Was für ein Gesülze, was schwallt besonders der Krappweis denn da?

Ich auch (bin aber noch nicht ganz durch). Meine Güte, krampfiger geht's nicht, ich weiß echt nicht, wie man das aushält. Dieses ständige Bußetun und die Selbstgeißelung für die Erbsünde des Weiß- und Priviligiertseins. Der Religionsvergleich ist mehr als angemessen. Warum merken die das nicht?
Bezeichnend z.B. der Part, in dem offensichtlich wird, dass die Universalismusidee komplett verpönt ist: für die Vorstellung, dass es doch gut wäre, wenn nicht auf Ethnie und Hautfarbe geachtet würde und man den Menschen einfach als Menschen sieht, gibt's Zurechtweisung durch die Sensibility* Readerin ("das ist keine nette Aussage"). Der Impuls von Krappweis, es traurig zu finden, dass sie schon mit ihrem 3 jährigen Kind über Rassismus sprechen "muss" stößt bei ihr auf Unverständnis - (Zitat: "ich find's nicht traurig").
Zementierter Opferstatus, man will da überhaupt nicht raus, das wird zelebriert.
(Ich weiß, das ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber mir zieht das jedes Mal wieder die Socken aus, wenn man das so demonstriert bekommt und es offenbar einfach keinem in der Runde auch nur ansatzweise komisch vorkommt. Das Sci-Phi- Video passt da wirklich wie die Faust aufs Auge.)

EDITH: ups (schön war's...) Korrektur: Sensitivity
"Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich mag Karpfen gar nicht." - Groucho
RIP

Maierling

Zitat von: Onkel_Michael am 25. November 2023, 14:07:04
Zitat von: Maierling am 25. November 2023, 12:15:35
Zitat von: Onkel_Michael am 25. November 2023, 10:48:56...
Meine Familie hat das bisschen, was sie hat durch eigenen Fleiß und Hände Arbeit erarbeitet.
...
Ich kann eine ähnliche Biografie aufwarten, aber unterschlägst du da nicht den Lastenausgleich?
https://de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz

Also erstmal unterschlage ich gar nichts. Wäre der Lastenausgleich relevant gewesen, hätte ich ihn erwähnt. Ich weiß ja nicht, was Du für Vorstellungen hast, was eine Kriegerwitwe mit zwei kleinen Kindern bekommen hat, die in Breslau in einer Mietwohnung gelebt hat und stundenweise putzen gegangen ist.

Hey, war nicht böse gemeint, auch wenn es negativ rüber kam :-). Ob deine Familie schon früher als Landbesitz hatte oder eher Knechte / Handwerker waren oder sonst was, weiß ich natürlich nicht. Da hatten meine Bauern Vorfahren eher nach einigen Jahren "Glück gehabt". Ich kenne die Biographie meiner Vorfahren, weiß das sie über Flüchtlingslager in Bayer kamen und vielleicht dort vor dem Verhungern gerettet wurden, weil die Deutschen sie nicht aufnehmen wollten. Und meine Mutter sagte immer "Uns hat nie jemand geholfen, wir haben noch nicht mal Care Pakete bekommen aus Amerika".

HAL9000

Zitat von: zimtspinne am 26. November 2023, 13:11:05... Hm, nach dieser Logik müsste aber auch der gwup-Blog eins auf die Mütze bekommen ...
Der Blog ist quasi eine One-Man-Show von Bernd Harder*, dem Pressesprecher der GWUP.
Den können sie nicht schassen, sonst ist endgültig Feuer am Dach... - und der Blog tot.

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* der auch der einzige Grund ist, warum ich dort noch ab und zu vorbeischaue

eLender

Zitat von: RPGNo1 am 26. November 2023, 12:36:27Aber was zum Teufel läuft da mit dem Betreiber des GWUP-Twitter-Accounts?
Dazu sagt Hümmler was im Gespräch mit Barto. Scheinbar hat sich Kirsch quergestellt und wollte den Account nicht rausrücken. Da ist man wohl juristisch gegen ihn vorgegangen und hat ihn tschüssikowskiert. Ob das alles so einfach ist, kann man glauben oder nicht. Aber es passt wahrscheinlich ganz gut, kann man jetzt linientreue Vasallen mit der Propaganda betrauen.

Zitat von: Typee am 25. November 2023, 17:00:04Es fehlt eigentlich nur eines: die Pathologisierung des falschen Bewusstseins.
Gutes Stichwort, dazu noch eine Bemerkung: die Rebekka aus dem Bartotalk sagt ja, die Kellerkinder der Gwup würden die neurechten Narrative gar nicht bewusst reproduzieren, es wäre ihnen nur nicht klar, dass sie sich instrumentalisieren lassen. Hat was von der "Geburtsschuld" des weißen Mannes, er kann ja nur Rassist sein, auch wenn er das gar nicht sein will (es ist ja eine angeborene Eigenschaft, aber nur der privilegierten Weißen). Das ist schon eine Art Pathologisierung, ein angeborener Fehler, der die Unvorsichtigen zur unterbewussten Diskriminierung zwingt (nur wer woke ist, bekommt beim Fegefeuer ein paar Grad abgezogen).

Aber noch viel zu lernen hat das Hümmler. Er sagt ja, man (die Kellerkinder) fände es verwerflich, dass man Menschen nicht mehr als fett bezeichnen dürfte. Das ist ein typischer Strohmann, der aber wahrscheinlich auf totaler Unkenntnis des Wokismus beruht. Es geht um die postmoderne Fatpride. Da wird einfach mal zusammenphantasiert, Adipositas wäre nur eine Erfindung der herrschenden Klasse (also der ...ähm...nuja... :gruebel ), um Menschen diskriminieren zu können. Dass es aber antiwissenschaftlich ist, die Dickleibigkeit als gesundheitliches Ideal zu verkaufen (die Grievance-Studies haben das auch im Programm), darauf kommt der große Vorsitzende nicht. Würde mich mal interessieren, ob der Fatpride auch verteidigen will. Aber er würde wahrscheinlich behaupten, so etwas gäbe es gar nicht und es wäre nur ein neurechtes Narrativ, dass es sowas gäbe.

Zitat von: HAL9000 am 26. November 2023, 14:24:28Den können sie nicht schassen, sonst ist endgültig Feuer am Dach.
Das scheint momentan die einzige Person zu sein, die das Hauptberuflich macht und vom Verein dafür bezahlt wird. Er wird sich fügen müssen, sonst kann er stempeln gehen. Er umschifft das Thema zwar gut, aber er hat größere Sympathien für Kortizes, die irgendwie mit den Humanisten (GBS, HPD) verbunden sind. Er ist dort selbst aktiv und bewirbt auch deren Veranstaltungen. Da ist man aber nicht dem Zeitgeist unterworfen und kritisiert auch die woke Ideologie. Edmüller hat seinen Vortrag an / via dem Institut gehalten und man findet weitere Beiträge, die ziemlich klar zeigen, dass man skeptisches Denken nicht einer Scheinmoral unterwirft.

Die werden den entweder raus werfen müssen oder in ein Umerziehungslager zu einem Sensitivity Training schicken müssen. Er wird dann bei folgenden öffentlichen Auftritten mit blauen Haaren zu sehen sein. Damit jeder sieht, auf welcher Seite er jetzt steht. Kortizes wird er fortan nicht mehr kennen, es wurde aus seinem Hirn gelöscht.
Wollte ich nur mal gesagt haben!

RPGNo1

Zitat von: eLender am 26. November 2023, 20:42:43Scheinbar hat sich Kirsch quergestellt und wollte den Account nicht rausrücken. Da ist man wohl juristisch gegen ihn vorgegangen und hat ihn tschüssikowskiert.
Hümmler samt aktivistischer Vorstandskollegen und Unterstützer behaupten, progressiv und skeptisch zu sein. Dabei gebärden sie sich inzwischen engstirnig, autoritär und vom heiligen Geist des Wokismus ideologisch durchdrungen.

Zitat von: eLender am 26. November 2023, 20:42:43Gutes Stichwort, dazu noch eine Bemerkung: die Rebekka aus dem Bartotalk sagt ja, die Kellerkinder der Gwup würden die neurechten Narrative gar nicht bewusst reproduzieren, es wäre ihnen nur nicht klar, dass sie sich instrumentalisieren lassen.
Rebecca Wismeg-Kammerlander verfährt nach dem Motto: "Ein Geisterfahrer? Hunderte!"

Oder anders ausgedrückt: So spricht eine Inquisitorin. Sie ist erleuchtet und wissend und will die widerstrebenden Schäfchen zurück auf den rechten Pfad führen beziehungsweise, wenn das nicht klappt, sie exkommunizieren. Und in Hümmler und "woken" Vorstandskollegen hat sie einen willigen "Papst" samt "Kardinalskollegium" gefunden.
Ich übertreibe.
Aber nur ein wenig. ::)

Conina

Kennt noch jemand Rebecca Watson (Skeptchick)?

Mir kommen Déjà-vus.


2013 schrieb Harriet Hall das:

https://sciencebasedmedicine.org/i-am-not-your-enemy-an-open-letter-to-my-feminist-critics/

ZitatI have been falsely identified as an enemy of feminism (not in so many words, but the intent is clear). My words have been misrepresented as sexist and misinterpreted beyond recognition. I find this particularly disturbing and hard to understand, because I'm convinced that my harshest critics and I are basically arguing for exactly the same things. I wish my critics could set aside their resentments and realize that I am not the enemy.

Damals waren safe spaces auch schon in Mode und Männer immer schuld.

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Man kann das Pferd zum Wasser führen, aber nicht machen, dass es trinkt.