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Hofberichterstattung bei der Süddeutschen

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Begonnen von Belbo, 30. Dezember 2013, 15:30:06

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Belbo


sweeper

@Vormund:
Um ehrlich zu sein - das ist so dick aufgetragen (es gibt auch noch weitere Beiträge, die sich u.a. den heroischen Taten Strates widmen), dass ich schon befürchtet habe, jemand wie unser verflossener Freund Homeboy mache sich dort drüben einen Spaß...
Zitat
Gert Postel 31. Juli 2014  9:06

Das ist, leider anonym, ein großartiger Artikel. Genauso ist es. Schade, dass Herr Mollath von einer moralischen Beschaffenheit ist, dass er dies nicht versteht, sondern sich zum Manipulationsopfer derer machen und von ihnen benutzen läßt, die, überaus selbstverliebt, lediglich egoistische Motive haben. Um Herrn Mollath wird es innerhalb kürzester Zeit nach Ende des Prozesses sehr einsam werden. Seine jetzigen klandestinen Berater werden die Zitrone fallenlassen, sobald sie ausgepresst ist. Die wertvollsten Beziehungen hat Mollath selbst zerstört. Mir tun Menschen wie Gerhard Strate, Ursula Prem, Dr. Schlötterer, einige weitere mehr, unendlich leid. Herr Mollath weiß nicht, dass er ihnen tiefste Dankbarkeit schuldet. Hätte es diese uneigenützig Handelnden nicht gegeben, säße er noch immmer im Maßregelvollzug, mit all den ganz konkreten Folgen. Da ich nicht davon auszugehen habe, dass Herr Mollath "krank" ist, empfinde ich für sein Verhalten besonders seinem Verteidiger gegenüber einfach nur Abscheu.
(Fettung von mir)

Und weiter unten:
Zitat...Für mich ist übrigens der wahre Held der ganzen Geschichte der Verteidiger des Herrn Mollath. Er schenkt das denkbar Wertvollste, so großzügig in jeglicher Hinsicht, und muss sich tatsächlich vom dem, der alles gerne angenommen hat, auch noch Verrat und Beschimpfung gefallen lassen. Tiefer kann´s moralisch nicht mehr gehen. Den Gustl Mollath, für den hier gekämpft wurde, gibt´s nicht mehr: In Wahrheit hat es ihn nie gegeben; der blosse Zeitablauf hat ihn sichtbar gemacht: Er sieht häßlich aus.
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Belbo

Bei Max Mustermann im Wolffblog bricht sich die Realität Bahn.

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/07/04/der-fall-gustl-mollath-die-neue-hauptverhandlung/comment-page-3/#comment-40193

Nicht dass wir seit über einem Jahr genau vor einer solchen Entwicklung gewarnt hätten.  :Popcorn:

ZitatDas GM Panik schiebt, versteht jedes Kind. Der Bericht mag zwar inhaltlich verständlich und richtig sein. Ein solches Verständnis darf man aber nicht zu seiner Handlungsgrundlage machen, sonst fördert man ein solches Entgleiten noch.

Man mag sich vielleicht über mich empören, aber einem Erwachsenen sind die Fakten zuzumuten.

Vorbereitungszeit war 1 Jahr.
In der Zwischenzeit hat sich GM keinen Job gesucht, weil er sich intensiv auf den Prozess vorbereiten wollte. Insbesondere die Zeugenliste vorbereiten.

Und dann weiss der noch nicht einmal das Roggenhofer gar nicht drauf stand?
Sorry Leute, so geht das nicht.

Wir brauchen eigentlich auch gar nicht auf die bekannt gewordenen Details im Prozess eingehen. Dem Anderen vorzuwerfen, dass es doch viel zu spät wäre um 20.15h am Sonntag ein Thema zu besprechen, dass einem selbst auf der Seele liegt. Geht's eigentlich noch?

GM hat es geschafft sich nach seiner Freisetzung wieder genau in den selben Sumpf zu manövrieren, die die Einweisung erst möglich gemacht hat.
Da kann P3M so böse sein, wie sie will. Hast Du eine geregelte Arbeit, tun sich die Psychiater extrem schwer, Dich nachhaltig aus dem Verkehr zu ziehen.

Wenn man aber rumhängt und die Dinge schleifen lässt, weil man irgendwelchen Ideen nachjagt, ja dann erwischt es Dich irgendwann. Ein Fehler und es wird zugeschlagen. Da ist die Welt kalt und gnadenlos.

Das ist nämlich der Witz, warum die Psychiatrie nie funktionieren wird. Die werden da wie Patienten behandelt und in reizarmer Umgebung gehalten.
Ausgeschlossen, dass das gut tut.

Geistige und materielle Welt bilden eine stärkere Einheit, als dass man sich das vorstellen kann. Wenn man psychische Krankheiten überwinden will, muss erst einmal die feststoffliche Welt in Ordnung gehalten werden können.

Und das heisst Struktur: Morgens um 6:30h spätestens aufstehen, putzen bügeln, aufräumen bis der Arzt kommt, am besten auch noch einen Job haben.

Wie soll denn einer seinen Kopf klar kriegen, der noch nicht einmal seiner Sockenschublade Herr wird?

Wenn das erstmal alles aufgeräumt ist und man auch in der Lage ist das Niveau der Detailversessenheit zu halten, dann stärkt das die geistige Konzentrationsfähigkeit.

Wer nämlich die kleinen Dinge nicht achtet, ja der kriegt irgendwann mal so Briefe wie von Ursula Prem.

Und anstatt das so ein Brief ein Weckruf ist, flieht er wieder vor den Dingen. Genau wie andere das Geschirr erst am nächsten Tag abspülen wollen. Und was da wuchert und wächst, wenn man die Hygienevorschriften nicht einhält, ist nun wirklich wissenschaftlich erwiesen.

Strate zahlt ihm ein Hotel und der übernachtet bei irgendeinem Schmuddelkind
auf dem Fussboden? Anstatt die Gelegenheit zum Austausch zu nutzen?

Nee, Leute erzählt mir nichts von Trauma. GM bewegt sich zielgerichtet in diesen Dunstkreis. Da mag er vielleicht in seinen Überlegungen gestärkt werden, aber helfen wird's ihm nicht. Dass wird noch ein bitteres Erwachen Mitte August.

Dann steht er nämlich vor der selben Aufgabe, die er im letzten Jahr schon hätte lösen sollen. Nur dann wird's schwerer. Sag ich Euch gleich.

Als moralischer Sieger geht er sowieso nicht mehr raus. Die Tür hat er sich jetzt vorbildlich selber zugeschlagen.

Startes Strategie ist ja auch nachvollziehbar, was die Psychiatrie Kiste angeht.
Sehr schön am Ende des 11. Tages nachzulesen.

Einzig Versäumnis, das ich sehen kann, ist, dass er Nedopil nicht eliminiert hat.
Nur dann geht die Strategie vollumfänglich auf.

Und dass das nicht gehen soll und diese Groteske in einem Verfahren mit dieser öffentlichen Aufmerksamkeit nicht klar herausgearbeitet werden kann, kann ich dann nicht einsehen.

Ein Gutachter, der objektiv nichts zur Frage beitragen kann, wird zu seinen privaten Spekulationen gehört, weil es in einem Verfahren, dass sowieso auf Freispruch endet, formal notwendig ist, um sich in der Revision nicht angreifbar zu machen?

Wo hat man denn sowas schon gehört?

Belbo

Auch Rita Eva Neeser, fängt an sich Gedanken zu machen....

http://ritaevaneeser.wordpress.com/2013/12/26/jorg-kachelmann-gustl-mollath-horst-arnold-dieter-grill-und-viele-andere-opfer-von-falschbeschuldigungen-lugen-fehlurteilen/comment-page-5/#comment-37378

ZitatGustl Mollath ist grosses Unrecht geschehen, ich stelle das gar nicht in Zweifel! Und ich kann nachvollziehen, dass er nach Aufklärung lechzt. Das ist verständlich!

Doch bin ich der Ansicht Herr Mollath wurde vom 1.Tag seiner Freilassung aus der Zwangsanstalt des Herrn Leipziger von angeblich wohlmeinenden Unterstützern über den Tisch gezogen.

Gute Menschen,denen sein Schicksal zu Herzen gegangen ist, haben für ihn- und nur für ihn – 29.846,46 Euro gespendet, in der Meinung Gustl Mollath hätte, wenn er denn entlassen wird, ein Startkapital.

Jeder Mensch braucht seine eigenen vier Wände. Sei es um sich zurückzuziehen, sei es um seine Habseligkeiten irgendwo hinzustellen. Um über sich selber und seine Zukunft entscheiden zu können. Gerade jemand wie Mollath, der 7,5 Jahre fremdbestimmt war.

Und da wären die knapp 30.000 Euros doch sicher ein Hilfe gewesen. Aber nein, sie wurden verplempert 7.000 € für eine Demonstration vom Spendenkonto zu verwenden ist so eine Frechheit, die wohl ihresgleichen sucht. Die Spender hatten auch sicher nicht daran gedacht mit ihrem Geld die Münchner Anwältin mit 5.000 zu sponsern.

Für Mietkaution einer günstigen Wohnung und Miete hätte das wohl einige Zeit gereicht. Aber auch der Rest scheint im Nirwana verschwunden zu sein.

Auf Gustl.for.help. kann man lesen das weitere 7.455,90 Euro via RA Strate ,eingegangen sind. Was mit dem Spenden-Geld tatsächlich passiert ist, scheint nicht nachvollziehbar.

Die vollmauligen Unterstützer, die sich vor den Kameras produzieren, haben ihm bei der Wohnungssuche NICHT geholfen, sonst müssten wir nicht lesen, dass Mollath immer noch wie ein Zigeuner lebt, bis heute keine eigene Unterkunft hat. Und Rechtsanwalt Strate sogar noch für die Hotelkosten aufkommt.

Gibt es nicht Sozialämter, die man hätte kontaktieren können, eben wegen einer kleinen Wohnung, wegen finanzieller Unterstützung?

An einer festen Adresse hängt es doch auch, ober jemand ein Bankkonto, Papiere oder einen Job bekommt.

Das zweite wäre eine geregelte Arbeit gewesen. Ein eigenes , regelmässiges Einkommen tut doch wirklich jeden gut und hebt das Selbstbewusstsein.

Von irgendwelchen Superjobs zu träumen ist doch unrealistisch. Ich habe da etwas von einem Vorstellungsgespräch bei Walter Röhrl gelesen.

Zitat: "Ich kann mir gut vorstellen, alte Ferraris oder andere historische Sportwagen wieder aufzubauen oder zu reparieren." "Vielleicht erhalte ich Unterstützung von Ferraristi (Ferrari-Besitzern) oder den entsprechenden Firmen."

Mollath betonte, bei der neuen Stelle "muss schon alles zusammenpassen". So sollte etwa ein höheres Einkommen als früher möglich sein. Er denke deshalb an eine "ingenieurmäßige Tätigkeit". "Mit einem Mechaniker-Job bräuchte ich ja 100 Jahre, um meine Schulden bei meinem Rechtsanwalt bezahlen zu können." Sein Verteidiger Gerhard Strate habe zwar auf sein Honorar verzichtet, räumt Mollath ein. Aber er habe dennoch den Anspruch, irgendwann für den großen Einsatz von Strate in seinem Fall aufzukommen.

Zitat Ende

http://www.n-tv.de/panorama/Mollath-sucht-einen-Job-article11227816.html

Das scheint nicht geklappt zu haben, also müsste er doch kleinere Brötchen backen um wieder Fuss fassen zu können.

Hier wären seine "Untertützer" wieder gefragt gewesen, ihn mit Rat UND Tat zur Seite zu stehen. Herrn Mollath beizubringen, dass seine Hoffnungen ein wenig zu hoch gegriffen sind und für den Anfang ein Mechanikerjob doch nicht ganz so dumm ist, schon um einigermassen Unabhängig zu sein. Zudem Herr Mollath bedauerlicherweise nicht einmal PC-tauglich zu sein scheint. Hätte er nicht eine Computerschulung machen können? 7,5 Jahre abgeschnitten von allen bringt nun mal Defizite im Wissen was sich so alles geändert hat.

Tatsache ist, seit bald einem Jahr scheint in dieser Hinsicht nichts geschehen sein.

Ganz im Gegenteil, der "Unterstützerkreis" scheint sich umformiert zu haben, und jetzt dürften Personen die Regie übernommen haben, die Herrn Mollath gar nicht gut tun. Nicht nur ein Schattenkabinett, wie Ursula Prem richtig schreibt, nein auch angebliche Besserwisser der Juristerei die den laufenden Prozess, zum Schaden von Herrn Mollath, befeuern und Zwietracht zwischen ihm und seinem Anwalt gesät haben.

Ich sehe hier wieder eine Fremdbestimmung der Gustl Mollath ausgesetzt ist, eine Abhängigkeit die ihm bestimmt nicht zum Vorteil gereichen wird. Besonders wenn sich der/die Unterstützter schon Rechte auf was auch immer sichern wollen.

Gut, es kann sein, dass ein Buch geschrieben wird – aber das steht noch in den Sternen. Und die juristischen Hürden werden sehr hoch sein. Was immer darin stehen wird, jeder, absolut jeder, der vorkommt wird seine Rechtsanwälte in Marsch setzen und Gustl Mollath kann sicher sein, dass Seite für Seite juristisch geprüft werden wird. Das ist so- das haben wir ja schon bei Kachelmann erlebt.

Und ob es ein Bestseller mit Millionenauflage wird, das muss sich dann auch erst erweisen.

Mir tut Gustl Mollath von Herzen leid, dass er nicht in der Lage zu sein scheint, zu unterscheiden wer es wirklich gut mit ihm meint, dass er durch "Einflüsterer" – die ihm Utopien vorgaukeln – falsch beraten ist. Er sieht sich als Don Quichotte und könnte wirklich zur traurigen Figur werden, wenn er nicht endlich überprüft wer oder was gut für ihn ist.

Der derzeitige lautstarke Unterstützerkreis ist es jedenfalls nicht.

Er wird einen Freispruch bekommen, möglicherweise auch ein "längeres letztes Wort" – aber so wie Mollath das sich vorstellt wird es NICHT laufen.

Und ob er je wieder einen Rechtsanwalt findet, der lege artis arbeitet kann mit Fug und Recht bezweifelt werden.Und die Gutmenschunterstützer werden ihm ganz sicher nicht horrende Kosten vorzustrecken! Zudem er ( der Anwalt) sich immer der Gefahr bewusst sein muss, dass viele Köche in die Suppe spucken werden und diese total versauen.

Belbo

Wie die Dominosteine.......

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/mollath-verlust-vertrauen-unterstuetzer-100.html



Dörner hat seit 2006 den Unterstützerkreis für Gustl Mollath, der damals aufgrund eines Gerichtsurteils zwangsweise in der Psychiatrie saß, aufgebaut. Jetzt aber geht er auf Distanz.

Zitat"Gustl Mollath muss sich öffentlich bei Gerhard Strate entschuldigen. Das ist die einzige Möglichkeit, die er noch hat, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen."

Gerhard Dörner

ZitatMollath wolle in dem Verfahren vor dem Landgericht Regensburg dem System einen Schlag verpassen. Doch er sehe nicht, dass dies in dem wiederaufgenommenen Prozess noch möglich ist, beklagte Dörner.

sweeper

Dass sich nun das Drama aus 2006 zu wiederholen scheint, ist schon irgendwie crazy:

im Bruch mit dem Pflichtverteidiger ( den er lt Frau Prem so wenig kontaktiert hat wie Dolmany damals), das Thema des Prozesses verdrängend und dafür die ganz große Verschwörung anprangernd, sich selbst unbedingt mittels eines großen Schlusswortes inszenieren müssen... Die Richterin scheint ja eine geduldige Frau zu sein.

Man kann nur hoffen, dass er in der Lage ist, entsprechende Signale wahrzunehmen - ob Strate ihn stoppen kann, erscheint mir fraglich.
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Belbo

Es ist so unnötig, weil es so absehbar war ich erinnere nur an die beiden, wirklich sehr ausgewogenen Blogbeiträge hier bei psiram und den Artikel bei Zettels Raum.

Aber nein Heidingsfelder, Wolff, Prem......... und die anderen Knallchargen mussten ja ihr eigenes Ding durchziehen.

Ich befürchte, dass selbst die Richterin, mit ihrer Engelsgeduld, irgendwann von Mollath in die Kiste der Verschwörer gepackt wird.

https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/
https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-ein-zwischenstand/

http://zettelsraum.blogspot.co.at/2013/07/anmerkungen-zum-fall-gustl-mollath.html

ZitatIn einer Stellungnahme geht das Bezirkskrankenhaus Bayreuth, in dem Mollath seit 2006 untergebracht ist, unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht, auf die gegen die behandelnden Ärzte und das Krankenhaus erhobenen, z. T. absurd anmutenden, Vorwürfe ein.
Bewiesen ist freilich weder das eine noch das andere; vielleicht ist Mollath Opfer eines Justizskandals und Komplotts gegen seine Person. Sehr wahrscheinlich erscheint dies auf Basis der vorliegenden Informationen aber nicht.
Im anderen denkbaren Fall hätte sich wohl manch unkritisch-fanatischer Unterstützer Mollaths gleichsam in sein paranoides Wahnsystem hineinziehen lassen, im Sinne einer kollektiv erweiterten Folie à deux.




Belbo

Spruch des Tages allerdings von Strate, über die Doktorarbeit Leipzigers:

Zitat"So eine kleine Dissertation kann man noch nicht einmal plagiieren."

...von Dr. h.c. Strate, wohlgemerkt  :rofl2

http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Hauptverhandlung-2014-07-23.pdf#page=75

Belbo

...ach ja und Gabriele Wolff macht was? Richtig! Sie wäscht ihre Hände in Unschuld!

ZitatLeider sehe ich keine Möglichkeit, das angeknackste Verhältnis zwischen Mandant und Verteidiger zu kitten. Ich kann nur konstatieren, daß der Mandant in seiner Wahrnehmung des Prozeßverlaufs und der Leistung der Verteidigung objektiv falsch liegt. Und daß ich daher jeden "Unterstützer" kritisch betrachte, der den Verteidiger tadelt, nur um die eigene vermeintliche Unterstützerrolle herauszustellen. Es kommt hinzu, daß diese "Tadler" von Strafprozeßrecht keine Ahnung haben, was ihre Kritik an RA Strate vollends ins Lächerliche rückt.
Ansonsten halte ich mich mit Zuschreibungen und Wertungen, was die Person Gustl Mollath betrifft, zurück, weil ich über die ebenfalls "herzlich wenig" weiß, im Gegensatz zu Nedopil daher lieber meinen Schnabel halte, bevor ich über Traumatisierungen und/oder charakterliche Defizite spekuliere.

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/07/04/der-fall-gustl-mollath-die-neue-hauptverhandlung/comment-page-3/#comment-40201

sweeper

Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis die Unterstützerszene ( incl Herrn Strate) auf die Idee kommt, dass Mollaths verschobene Wahrnehmung nicht nur die aktuelle Verteidigung / den aktuellen Prozess betrifft, sondern sich auch in den vielfältigen farbigen Beschreibungen früherer Begegnungen abbildet, die in Strates Verteidigungsschriften Eingang gefunden haben.

"Seien Sie froh, dass Sie nicht blöd gespritzt wurden!" rief RA Ophoff und erbleichte" ...Oder so...
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sweeper

Hans Ulrich Gresch (Blog Pflasterritzenflora), der Psychiatriegegner, kommentiert jetzt auch im Wolff-Blog und beschäftigt sich mit den Deutungsmöglichkeiten von Mollaths offenkundigen Fehlwahrnehmungen:

http://gabrielewolff.wordpress.com/2014/07/04/der-fall-gustl-mollath-die-neue-hauptverhandlung/comment-page-3/#comment-40265
Zitat von: H.U.GreschWie sollte man hier anhand nachprüfbarer Fakten zwischen einem "Wahn" und einem "Irrtum" unterscheiden?

Nun, diese Frage lässt sich sehr leicht beantworten:

ein Irrtum ist Argumenten und damit einer Korrektur zugänglich - ein Wesensmerkmal des Wahns ist gerade seine Unkorrigierbarkeit.

Herr Mollath verhält sich RA Strate gegenüber nicht anders als gegenüber allen Anwälten zuvor:
so lange sie ihm bei seiner Agenda synergistisch zur Seite stehen, läuft es einigermaßen glatt.

Sobald Anwälte ihn zu korrigieren versuchen (und aus seiner Sicht sein Anliegen gefährden), nimmt er das Heft selbst in die Hand und produziert Duraplus-Ordner (2006) oder jetzt eine Flut von "Zeugen" und "Beweisanträgen", die seiner Sache objektiv abträglich sind - was er nicht einsehen kann.

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Belbo

Sowohl bei Ursula Prem als auch bei Gabriele Wolff wird jetzt ganz gross über eine furchtbare "Traumatisierung" spekuliert die Gustl Mollath, mehr oder weniger, temporär unzurechnungsfähig macht, die ist natürlich erst durch seinen Aufenthalt in der Psychiatrie entstanden und lässt keinerlei Rückschlüsse auf Herrn Mollaths Verhalten vor 2006 zu.  :angel:

sweeper

Dumm nur: er verhält sich absolut nicht wie typisch traumatisiert -
er etikettierte sich nur so. (Inszenierung.. ?)

Nedopils Anwesenheit hat ihn keineswegs verstört, auch sonst gab es keine beobachtbaren Flashbacks, vegetativen Symptome oder dissoziative Momente. Im Gegenteil: er hat die psychiatrischen Sachverständigen im Zeugenstand unerschrocken befragt und keinerlei Vermeidungsverhalten gezeigt.

Vielleicht hat ihn das Bewusstsein der Anwesenheit Nedopils davor bewahrt, schon eher in offene Konfrontation mit Strate einzutreten?
Ich fürchte, jetzt wird er richtig loslegen - schließlich geht es ums Ganze; da lässt er sich nicht mal von Strate einschränken.
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Belbo

http://blog.psiram.com/2014/06/causa-mollath-die-wiederaufnahme/#comment-29763

Die Einschätzung von Nedopil scheint ihn schwer getroffen zu haben.
Zitat
Es geht auch ganz deutlich darum: Ich habe auch ein positives, psychiatrisch-medizinisches Gutachten, was bisher gar nicht eingebracht wurde, aufgrund des Verhaltens der Verteidigung. Und das ist gelinde gesprochen misslich, wenn nicht für mich katastrophal."


sweeper

@Belbo:
ich hoffe wirklich, dass das Gericht sich da (entgegen seinen erwartbaren Bestrebungen) schützend vor ihn stellt und nicht zulässt, dass Weinberger (oder sonst jemand auf Kollisionskurs mit der DGPPN ) ein Gutachten erstattet, welches dann durch ein Gegengutachten ... usw usf ..

Damit würde er sich endgültig selbst zerstören.
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